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An einem Wochenende im Mai 2022 fand auf dem Gelände der historischen „Burg Lohra“, der Ruine einer Höhenburg im thüringischen Landkreis Nordhausen, eine „Aktfotozeit“ statt, während der der Fotograf ↗ Norbert Sander für den fünften Band seiner Buchreihe „Nackedei“ Fotos aus einer anderen Zeit aufnehmen wollte. Jetzt hat uns Dirk aus dem Team der „Nackedei“-Buchreihe einen Bericht dazu zur Verfügung gestellt.
Burg Lohra Fotoshooting 2022

Zeitentrücktes Aktfotoshooting für die Nackedeibuchreihe [30.11.22]

Es stürmte, und der Wind rüttelte an den Türen zur kreuzgewölbten Halle im Herrenhaus der Burg Lohra. Abenteuerliche Wolkengebilde flogen mit Hochgeschwindigkeit vom Harz, dem Gebirge des Teufels, herbei. Drinnen hatten sich auf eiskaltem steinernem Boden nackte Geister, Hexen und Dämonen zusammengefunden, die eine schwarze Messe feierten und den Teufel beschworen, der schließlich tatsächlich kam und dem jungen Opfer den Pokal mit dem Teufelsblut verabreichte…
Bild 1 von 5: Burg Lohra beim Fotoshooting 2022
1/5 Burg Lohra beim Fotoshooting 2022
Nein, das war keine Szene aus einem neuen Horrorfilm, sondern eine Bildeinstellung zum Aktfotoshooting auf Burg Lohra in Thüringen im Mai. „Hexen- und Teufelsglaube spielten auf den mittelalterlichen Burgen eine große Rolle. Aber ob wirklich derartige satanische Beschwörungen in den alten Mauern abgehalten wurden, sei dahingestellt. Vielfach war es wohl eine üble Nachrede, mit der Burgherren, Ritter oder auch die Geistlichkeit in ein schlechtes Licht gerückt wurden“, so Autor Michael Sonntag aus Hohenstein Ernstthal, der am Shooting teilnahm. Die einfachen Leute machten sich so ihre Gedanken, was die Herrschaften auf ihren repräsentativen Sitzen so trieben.
Bild 2 von 5: Mit Teufelsmaske versuchten ansonsten harmlose Darsteller den anderen Angst einzujagen
2/5 Mit Teufelsmaske
Mit der Burg Lohra stand eine tolle Location zur Verfügung, eine Burg, die nicht überrestauriert wurde und den Charme des Mittelalters vermittelt! Ja, genauso wird es gewesen sein, damals, da saß auch nicht jede Firstziegel und so mancher Stein war locker. Dem Shooting gab es den richtigen Touch. Lehrreich die Ritterspiele, bei denen so manches interessante Hintergrundwissen über den Schwertkampf vermittelt wurde. Zwei Spezialisten waren dabei, der Thomas und der Micha. Sie kämpfen auch so versiert mit dem Schwert. Nackt eher selten, das aber war auf der Burg Programm. Natürlich kamen auch einfachere Rittertaten zur Ausführungen, so z. B. das Schützen mit dem Schild. Nach dem Turnier forderte die Vorbereitung des Rittermahles den Einsatz aller. „Es hat geschmecket!“
Bild 4 von 5: So ein Schild bringt ein ordentliches Gewicht auf die Waage - und musste neben Rüstung, Helm und Schwert im Kampf getragen werden
4/5 Ganz schön schwer, so ein Schild
Am letzten Tag saß Thomas, mit 19 jüngster Teilnehmer des gut besuchten Burgevents, pfeiferauchend auf der Treppe zum Quartier und genoss die Morgensonne. Der ältere Thomas, schon im Ruhestandsalter, genoss die wärmenden Strahlen. „Hier fühlt man sich an Filme in alten englischen Landschaften erinnert. An ‚Der kleine Lord’. Ja, das habe ich schon als Kind gern gesehen. Irgendwie aus der Zeit gefallen, wie aus einer sorgenfreien Zeit.“ Freuen wir uns auf dem fünften Band der Nackedeibuchreihe, in dem die Bilder dann gedruckt zu finden sind.
- Das Team der Nackedeibuchreihe