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Nacktwandern rund ums Himmelsmoor [11.07.13]

Für Donnerstag hatten die »Hamburger Nacktivisten« zu einer Nach-Feierabend-Wanderung rund um das Himmelsmoor nordwestlich von Hamburg eingeladen. Gern nutzte ich die Gelegenheit, an dieser Wanderung teilzunehmen.
Neun Wanderinnen und Wanderer hatten sich eingefunden, um bei strahlendem Sonnenschein, aber auch spürbarem Wind, das Moor zu umrunden. Der Wind half allerdings sehr gut mit, die hungrigen Mücken abzuwehren, so dass wir ohne Blutverluste wieder am Ziel ankamen.
Die flachen Moorwässer glänzen im Abendlicht
Hatten zu Beginn um 17:30 die Temperaturen noch bei 21° gelegen, so sanken sie bis zum Wiedererreichen der Autos gegen 20 h doch auf 17°. Entschädigt wurden wir jedoch durch wunderschöne Ausblicke über das weite Torfmoor, in dem noch abgebaut wird, aber nicht durch Torfstechen wie sonst üblich sondern durch Torfschürfen ähnlich wie im Braunkohle-Tagebau.

Nackt Tauziehen auf dem Areal der Marienkirche [10.07.13]

Nackt Tauziehen
Nackt Tauziehen
Als die Welt noch in Ordnung war, war das noch selbstverständlich: Nackt Tauziehen auf dem Areal der Marienkirche in Wismar. Das 1945 zerbombte und 1960 gesprengte Kirchenschiff existiert heute nur noch in Grundmauern, und malerisch hineindrapiert ist eine Szene von vier offenbar ungleich starken Männern, deren zwei auf der linken Seite den Nacktsport pflegen.

Noch einmal Strandwanderung - und neue Sitten [09.07.13]

Die Idee kam mir schon gestern: Als ich von Strand zurück zu Auto ging, blieb ich nackt. Sich im Sand sandfrei Klamotten anzuziehen ist ein erfolgloses Unterfangen: Hinterher hat man Sand im Hemd, Sand in der Hose, Sand in den Socken und Sand in den Schuhen. Also ging ich nackt zum Parkplatz, konnte mich dort bequem im Regiestuhl sitzend von allen Sandablagerungen befreien und danach wieder entsandet mit Klamotten bedecken.
Vom Parkplatz zum Strand - natürlich nackt!
Vom Parkplatz zum Strand
Heute bin ich dann gleich vom Parkplatz ohne Kleidung zum Strand gegangen - das liegt ja nahe: Warum soll ich die 100 m meine Klamotten zum Strand tragen, wenn ich sie dort sowieso sofort ausziehe?
Es gab zwar ein paar vorwitzige Fragen, ein verunsichertes Paar hat im Kiefernwald auch einen auffällig großen Bogen um mich herum gemacht, aber jeden Einwand konnte ich entkräften: Es ist völlig egal, ob ich mich gleich auf dem Parkplatz oder 100 m weiter östlich ausziehe - ich treffe hinterher sowieso nackt auf dieselben Leute. Dennoch schien mir, dass ich damit doch - schon mal wieder! - neue Sitten eingeführt habe. Ob's Schule macht? Zwei, drei Gruppen stimmten mir jedenfalls unvermittelt zu.

4 km die Schaabe herauf und 4 km zurück [08.07.13]

Strandwanderung an der Scaabe
8 km Strandwanderung an Deutschlands längstem Nacktstrand

Mit 8 km besitzt die Schaabe, der nur wenige 100 m breite Landstreifen zwischen Glowe und Juliusruh auf Rügen, den längsten Nacktstrand Deutschlands. Auf dem feinen Sand entlang des Meeres werden dem Strandwanderer zwischendurch von den Ostseewellen die Füße gekühlt und vom Sandbelag befreit - der sich freilich beim nächsten Schritt sofort wieder sammelt.
Außerdem stellt eine Wanderung im weichen Sand die intensivste Fußmassage dar - auch ein Grund, warum ich nach 8 km genug strandgewandert war und nach dem Mittagsvesper in eine Pferdekutsche umstieg, die mich zum Kap Arkona brachte. Die 35 Höhenmeter auf den Leuchtturm mussten mich dann wieder die eigegen Füße tragen, ebenso wie - nach vorherigem Abstieg ans Meer - die 45 Meter Anstieg auf der »Königstreppe«. Conditio ergo sum.

Sonntagsnachmittags-Spaziergang in der Uckermark [07.07.13]

Der Eindruck, den ich gestern bei der Trebbin-Wanderung (Brandenburg) gewonnen hatte, setzte sich auf meiner Reise nach Stralsund/ Rügen (Mecklenburg-Vorpommern) fort: Die neuen Bundesländer laden geradezu ein zum Nacktwandern! Hier gilt noch mehr als im Harz oder in der Lüneburger Heide: Es braucht keine offiziellen Nacktwanderwege, denn: Jeder Wanderweg ist Nacktwanderweg!
Abwechslungsreiche Landschaft mit sanften Hügeln, zarten Gras- oder Sandwegen und wechselnder Nutzung als Wald, Wiese oder Kornfeld macht die Bewegung durch die Natur zu einem puren Genuss! Andere Menschen trifft man nur selten, und wenn, dann sind sie freundlich oder neugierig oder beides.
Nach dem Mittagsvesper in einem Eislokal in Krackow rief es mich bei Strasburg (Uckermark) von der Autobahn auf einen Seitenweg, der zwischen Wiesen und Feldern entlang führte, wobei das ein oder andere Gehölz eingestreut war. Nach dieser 4-oder 5-km-langen Erholungspause in der Natur setzte ich freudig meine Reise an die Ostseeküste fort.
Natur pur in MV
Natur pur in der Uckermark - Zum Video

Nacktwanderung bei Trebbin mit 85 TeilnehmerInnen! [06.07.13]

Nacktwanderung bei Trebbin
Eine Rekordbeteiligung gab es bei der Probewanderung im  brandenburgischen Trebbin. Von der Zahl der Teilnehmer wollte die Stadt abhängig machen, ob über die dauerhafte Einrichtung eines Nacktwanderwegs nachgedacht wird. Nach dieser eindrucksvollen Beteiligung wird der Kulur- und Sportausschuss wohl das Thema bald wieder auf der Tagesordnung haben.
Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um 26° wurde die ungewohnt späte Startzeit von 17 Uhr nicht zu einem Problem. Bis zum Schluss gegen 20 Uhr hielten sich die Temperaturen, wenn sich auch die Sonne aufgrund ihres tiefen Standes gegen Ende der Wanderung häufiger hinter den Bäumen des Wildparks versteckte.

Wanderung im Teutoburger Wald / Externsteine [22.06.2013]

Externsteine
Die Externsteine
Die Externsteine waren Ausgangspunkt unserer Nacktwanderung  - nur einen Tag nach dem Sommersolstitium. Die Zelte einiger Midsommar-Festteilnehmer standen noch auf der großen Wiese unterhalb der Felsen.
Die Wanderbedingungen waren sehr gut: Zwischen 20° und 22° zählten die Lufttemperaturen, der Himmel war wolkig, ließ aber zwischendurch aber auch wärmende Sonnenstrahlen unsere Haut erreichen. Der auf dem Parkplatz noch als kühl empfundene Wind wurde im Wald völlig ausgebremst, und mit dem Erstanstieg ab Parkplatz auf Felsenhöhe um 120 Höhenmeter waren alle auf Betriebstemperatur.
Natürlich waren die Externsteine der frühe Höhepunkt der Wanderung, aber auch im weiteren Verlauf erfreuten uns einige weite Ausblicke, malerische Baum-Kompositionen und uralte, geologisch interessante Schicht- und Bruchstein-Konstellationen.
20 Nacktwanderer
20 Nacktwanderer im südlichen Teutoburger Wald
Zum Abschluss der Wanderung fand sich der hungrige Kern der Wandergruppe noch im Gartenrestauant des Hotels »Waldschlösschen« ein, bevor der Heimweg angetreten wurde.

Nacktwanderung auf der »Saale Horizontale« [16.06.2013]

Die Wanderung begann am Ortsrand von Jena mit dem Aufstieg zur Lobdeburg
1/11: Aufstieg zur Lobdeburg Auf der Lobdeburg werden Erhaltungsarbeiten durchgeführt
Die »Saale Horizontale« ist - zumindest in dem von uns bewanderten Teil - ein sehr beliebter, ca. 160 m bis 200 m über Jena verlaufender Panorama-Wanderweg, der immer wieder wechselnde Blicke auf die Stadt und ihre Vororte bietet.
Der Blick auf die Stadt wird durch Plattenbauten geprägt
3/11: Blick auf die Stadt Jena Zwischen den Hochhaus-Reihen sollen sich sogar Rasenplätze befinden
17 Nacktwanderinnen und Nacktwanderer hatten sich bei heiterem Wetter mit Temperaturen zwischen 22° und 27° der Anstrengung unterzogen, von den Uni-Kliniken aus zunächst steil zur Lobdeburg aufzusteigen, um nach der Umrundung der Objektsicherungs-Baustelle dann für den Rest der Wanderung dem abwechslungsreichen Verlauf der »Saale Horizontale« zu folgen.
Von den Außenterrassen der Transfusions-Klinik aus filmten die Mitarbeiter des Klinikums den Aufstieg der Nacktwandergruppe zur Lobdeburg - offenbar war auch ihnen dies kein alltägliches Schauspiel.
SH steht für Saale-Horizontale - weil der Weg am Hang fast ohne Steigungen verläuft
5/11: SH = Saale-Horizontale Bei Gegenverkehr muss man sich auf dem schmalen Pfad schlank machen Der Tisch am Rastplatz ist schon von einer Familie belegt Vesperpaket auspacken und für die weitere Wanderung stärken
Auch auf unserem weiteren Weg trafen wir immer wieder auf interessierte Textilgruppen, die freundliche oder lustige Bemerkungen machten oder uns die eine oder andere Frage stellten. Einige junge Eltern nahmen ihre Kinder auf den Arm und erklärten ihnen das ungewohnte Bild einer Nacktwandergruppe.
"Wir sind drei.", vermeldete eine Gruppe von 5- bis 7-jährigen bekleideten Buben, die auf einer Bank am Wegesrand saßen. "Wir sind 17!", antworteten wir. Auf die Frage, warum sie Klamotten trugen, wenn wir schon ohne Klamotten schwitzten, wussten sie allerdings so schnell keine Antwort.
Der Weg wird begrenzt durch eine steile Wand nach oben und einen nicht viel weniger steilen Abhang nach unten
9/11: Steil geht's nach oben und nach unten Fingerkontakt zur Felswand erleichtert es, horizontal zu bleiben... Der Blick auf Jena mit dem Wahrzeichen »JenTower«
Der Abstieg von der »Saale Horizontale« führte uns in den »Ziegenhain«, wo sich die Gruppe bei ausgefallenen Getränken und diversen Wild-Gerichten von der Wanderung erholen konnte, bevor die TeilnehmerInnen die Heim- oder Weiterreise antraten. Dies war sicher eine der schönsten Wanderungen in Thüringen bisher!

Nacktwanderung im Mühltal bei Bad Klosterlausnitz und über die umgebenden Berggipfel [15.06.2013]

Acht Mühlen reihen sich entlang des Mühlbachs bei Bad Klosterlausnitz - und alle lassen sich erwandern: Meuschkensmühle, die Naupoldsmühle, die Froschmühle, die Pfarrmühle, die Walkmühle, die Amtsschreibermühle, die Schössermühle und die Robertsmühle (siehe Eisenberger Mühltal (neuer Tab) - Dank an Andreas für die Aufzählung und den Link).
Wandern in lauschiger Wald-Umgebung
1/4: Wandern in lauschiger Wald-Umgebung Wandern in lauschiger Wald-Umgebung
Zwischendurch erklommen wir aber auch den einen oder anderen Berggipfel rechts und links des Tals, um unsere Wanderkondition zu pflegen oder weiter zu entwickeln. Bei heiterem bis wolkigem Himmel und Lufttemperaturen zwischen 22° und 25° machte die Wanderung den 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmern nebst zwei quicklebendigen Vierbeinern viel Spaß.
Zwei größere textile Wandergruppen, die jeweils mehr Köpfe zählten als wir, fanden viel Diskussionsstoff anlässlich der Begegnung mit uns.
Platz für den Gegenverkehr: Auf dem Weg zur Meuschkensmühle hält man sich am Straßenrand <i>Foto: Andreas</i>
3/4: Weg zur Meuschkensmühle Foto: Andreas Die Brücke gehört zum »Thüringen Wanderweg« <i>Foto: Panasonic DMC-FZ18</i>
Den Abschluss des Tages begingen wir in der Kristalltherme Bad Klosterlausnitz, wobei niemandem so richtig klar wurde, warum wir zwischen Parkplatz und Auskleidekabine zum Eitritt bezahlen für ein paar Meter Klamotten anlegen sollten. Immerhin nutzten einige nach der Stärkung im Restaurant noch den berühmten »Brutal-Aufguss«, bei dem es fast so feucht-heiß wird wie bei den unerreichbaren Nordseesturm-Aufgüssen im Lingener Linus.