Historische Bade-Kuriositäten

Der Badewagen, eine ins Wasser geschobene Umkleide-Kabine, wurde schon um 1750 erfunden und blieb örtlich bis 1930 in Gebrauch. Bis dahin hatte sich das Baden als Volksvergnügen in vielen Ländern der Welt durchgesetzt - mit allerlei Restriktionen und Kontrollen.

Eine Dame steigt aus einem Badewagen (1893) - Sie dienten in mondänen Badeorten als sichtgeschützter Umkleideort Don't be afraid - hab keine Angst! So muss der Dame zugeredet werden. Postkarte. Badepool bei Washington D.C. um 1920 - Die damalige Bademode war schon recht beinfrei, aber immer noch stark textilbetont Frivole Bademode im Bad bei Washington um 1920 - Mit einem Maßband wurde kontrolliert, ob die Damen zu viel Bein zeigten

Kunstgalerie: Bade-Malerei um den Wechsel vom 19. ins 20. Jahrhundert

Darstellungen badender Personen sind in der folgenden, kleinen Galerie zusammengetragen. Das früheste Gemälde stammt von Nicolaes Maes um 1660, doch um die Zeit der Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert werden solche Motive häufiger. Auffällig ist, dass die Suche nach "bathing nude" weitaus mehr Werke mit Jungen als mit Mädchen liefert, darüber hinaus noch weniger Gemälde mit Erwachsenen. Aber die Kunstszene nahm schon vor der Jahrhundertwende die Entwicklung zum Naturismus und zur FKK vorweg. Alle Bilder sind aufgrund ihres Alters Public Domain.

Badende Kinder, ca. 1660. Public Domain. Öl auf Leinwand. Nicolaes Maes. Louvre Museum Bretonische junge Badende, 1888. Public Domain. Öl auf Leinwand. Paul Gauguin, *1848 †1903. Kunsthalle Hamburg. Badende Jungen, 1894. Public Domain. Öl auf Leinwand. Alexander Grinager, *1865 †1949. Minneapolis Institute of Art Badende Jungen, 1894. Public Domain. Öl auf Leinwand. Edvard Munch, *1863 †1944. National-Museum für Kunst, Architektur und Design, Oslo Badende Jungen in Zandvoort, ca. 1896. Public Domain. Öl auf Holz. Max Liebermann, *1847 †1935 Badende Kinder, ca. 1898. Public Domain. Öl auf Leinwand. Edvard Munch, *1863 †1944. Munch Museum
Junge Badende Badende Mädchen, ca. 1898. Public Domain. Öl auf Leinwand. Edvard Munch, *1863 †1944. Munch Museum Badende Jungen, ca. 1898. Public Domain. Öl auf Leinwand. Edvard Munch, *1863 †1944. Munch Museum Badende Jungen in Skagen am Sommerabend, 1899. Öl auf Leinwand. Peder Severin Krøyer, *1851 †1909. Statens Kunstmuseum Kopenhagen Badende Männer, 1907, Public Domain, Öl auf Leinwand. Edvard Munch, *1863 †1944. Munch Museum Badende Mädchen, 1910. Public Domain. Gemälde. Franz Marc, *1880 †1916. Norton Simon Museum Anzacs baden im Meer, 1914, Public domain. George Washington Lambert, *1873 in Sankt Petersburg, †1930 in Cobbity (Australien), war ein australischer Künstler, bekannt für seine Porträts und als Kriegsmaler während des Ersten Weltkrieges. Das »Australian and New Zealand Army Corps« (ANZAC) war ein Armeekorps der Streitkräfte des Britischen Empire im Ersten Weltkrieg; es wurde aus Australiern und Neuseeländern gebildet. Badende Jungen, 1926. Public Domain. Kuzma Sergejewitsch Petrov-Vodkin, *1878 †1939

Nackter Badespaß und Freizeitvergnügen

Eine Gruppe Jungs beim Baden
Badespaß Badespaß: Starke Strömung, aber flaches Wasser. Zwei Jungs in den Fluten. Badespaß: Auf schmalem Steg balancieren, sitzen, hocken oder rückwärts ins Wasser springen Badespaß: Ein ganz konventioneller Köpper im FKK-Park auf Korfu.
Nackter Badespaß ist noch immer in vielen Ländern das meist verbreitete FKK-Vergnügen - sei es in allerlei zugänglichen Flüssen oder Seen, die von Abenteuer-suchenden Jungs durchforscht werden, sei es in Clubs oder Parks, die mit ihren vielfältigen Einrichtungen Feriengäste oder Wochenend-Besucher anlocken. Fotos: Quelle Usenet.

Keine Klamotten und trotzdem das Wichtigste dabei - dank Lendenschnur

Fast bis in die Jetztzeit hinein hat sich auch bei einigen nicht-indigenen Völkern (also Völker, die wir aus der Geschichtsüberlieferung kennen, z. B. aus Europa, Nordafrika, dem Orient, Asien) in Teilen der Bevölkerung die Praxis erhalten, in vielen Lebenssituationen auf Kleidung im eigentlichen Sinne zu verzichten, sondern etwa nur einen Lendenschurz zu tragen, weil Kleidung einfach hinderlich ist. Kinder verzichten dabei auch gern auf den Schurz und belassen es bei einer simplen Lendenschnur, einem Halsband oder verzichten auf all dies.
Indischer Junge mit Lendenschnur. Am Halsband trägt er zusätzlich ein Medaillon-ähnliches Schmuckstück. (Foto um 1990) © Rames D.
Indischer Junge mit Lendenschnur
Halsband und Lendenschnur sind etwas sehr Praktisches: Da es auf der nackten Haut nun einmal keine Hosentasche gibt, kann man benötigte Gegenstände gut in die Lendenschnur einhängen, so dass man sie nicht ständig in der Hand tragen muss.
Aus dem legendären Feigenblatt Adams und Evas hat sich der Lendenschurz entwickelt, der einfach in die Lendenschnur eingehängt wird:
Indischer Fischer mit Lendenschnur und Schurz. Einer seiner Söhne trägt auch eine Lendenschnur, der zweite kommt ohne alles aus (Foto um 1990). © Rames D.
Indischer Fischer mit Lendenschurz
Die kleine Herde magerer Rinder zu hüten ist in den ostafrikanischen Savannenländern traditionell Aufgabe der größeren Kinder.
Als Rinderhirte braucht man keine Kleidung (Foto um 1990). © Rames D.
Als Rinderhirte braucht man keine Kleidung
In der jüngeren Zeit ist die Gepflogenheit, bei Arbeit oder Freizeitvergnügen auf Kleidung zu verzichten, in aller Welt seltener geworden. Das zeigt sich auch in Afrika, wo die indigene Bevölkerung über Jahrhunderte unter den europäischen Unterdrückern und Ausbeutern leiden musste. Inzwischen arbeiten die Völker daran, unter den schwierigen Bedingungen die Nachwirkungen der Fremdherrschaft zu überwinden und ein neues, eigenes Profil aufzubauen. Der Prozess, Tradition und Moderne zu verbinden, ist allerdings nicht ganz einfach umzusetzen.
Zulu Kinder in ihrem Dorf. Man trägt Shorts und T-Shirts
Zulu Kinder in ihrem Dorf Kinder eines Stamms der Buschmänner in Namibia. Man trägt Shorts und T-Shirts Die erwachsenen Buschmänner legen ihre traditionellen Dreieckshöschen auch nur noch an, wenn Touristen kommen. Hier kann eine junge Europäerin das Bogenschießen ausprobieren. Die Touristen begleiten die Buschmänner auf ihrem traditionellen Jagdgang, und nach erfolgreicher Jagd wird das Wild am Lagerfeuer gebraten.

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