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USA · Nacktwanderungen an den »White Rocks« in Vermont zur Sonnenwende [04.10.21]

Jedes Jahr machen sich naturistische Wanderer aus dem Nordosten der USA zur Sommersonnenwende auf den Weg, um den »Naked Hiking Day« zu feiern, eine Tradition, die auf dem  »Appalachian Trail« ihren Anfang nahm, einem ca. 3500 km langen Fernwanderweg durch das Gebirge der Apalachen, der im Nordosten der USA durch insgesamt 14 US-Bundesstaaten führt.
White RocksNormalerweise wandern wir einen Teil des Appalachian Trail in Vermont, dem US-Bundesstaat mit der tolerantesten Haltung gegenüber Nacktheit in den Wäldern.
Da die Sonne den nördlichen Wendekreis am 20.06. um 23:32 Uhr EDT (Zeitzone USA Ost) = 21.06. 05:32 Uhr MESZ erreichte, haben wir beschlossen, sowohl am 20. (Sommeranfang in Amerika) als auch am 21. Juni (Sommeranfang in Europa) das Mittsommerfest mit Nacktwanderungen zu begehen.
Wir hatten an beiden Tagen mehr als 20 Teilnehmer*innen, wenngleich nicht an beiden Tagen alle dieselben, so dass wir auf insgesamt 28 Teilnehmer*innen kamen – so viele wie noch nie.
Auf den White Rocks Cliffs, Appalachian Trail in Vermont
Auf den White Rocks Cliffs
Vier der Teilnehmer an den diesjährigen Sonnenwend-Wanderungen (Dan, John, Clifton und Milt) sind ehemalige NEWT-Teilnehmer, so dass wir unser Wiedersehen mit diesem Foto an den White Rocks Cliffs, dem Ziel des ersten Tages, feiern konnten.
Dan und Milt waren auch Teilnehmer der Sächsischen Naturistentage 2019. Wir alle hoffen, dass wir unsere europäischen Naturistenfreunde für weitere Wanderabenteuer wiedersehen werden, sobald die Reisebeschränkungen aufgehoben sind. – Milt

Wander-Training im Sauerland mit »Arnsberger Aussichten« [20.06.21]

Arnsberger AussichtsrouteDie »Waldroute«, Haupt-Wanderweg im Sauerland, fällt lokal mit der »Arnsberger Aussichtsroute« zusammen. Das schien mir für die Trainingstour für die Saison 2021 eine passende Strecke zu sein: Die Länge ist leicht variabel zwischen 8 und 12 km zu wählen, die kumulierten Anstiege von rund 400 m versprachen einen gewissen Anspruch, ohne gleich allzu bedrohlich zu erscheinen.
Die Ausblicke waren für Sauerland-Verhältnisse in der Tat recht zahlreich: Mehrfach ging der Blick über die Stadt Arnsberg, gelegentlich auf gegenüber liegende Bergkulissen, und einmal auf den Sorpesee. Ebenso untypisch fürs Sauerland waren die Wege: Fast alle waren einspurig schmal und von Gras gesäumt, mit festem Sand-Grund und eingestreuten Steinen - Schotter gab es nur auf den Fahrstraßen, die die Wanderwege kreuzten. Sehr barfußfreundlich waren sie aufgrund der eingestreuten Steine aber wohl trotzdem nicht - aber das habe ich nicht ausprobiert.
Nacktwandern
1/6: Auf der Waldroute im Sauerland

Kunst im Walde - Ein Ringelnatz-Gedicht
Kunst im Walde: Ein Ringelnatz-Gedicht am Baumstamm ludt ebenso zum Verweilen ein wie eine Bronze-Stele am Wegesrand, die das Wirken der Förster verherrlicht. Lange Zeit bestand das För‍sterwirken darin, durch Anpflanzung von Fichten-Monokulturen den Borkenkäfern die Entfaltung ihrer Art zu erleichtern und die notleidende Chemische Industrie durch Massenanwendung von Pestiziden zu unterstützen. Ob jetzt langsam ein Umdenken einsetzt?
Kunst im Walde - Des Försters Wirken
Begegnungen gab es ab Wanderstart um die Mittagszeit zunächst nur wenige: Zwei Mountain Biker überholten mich, und ein Autofahrer hielt auf dem parallel führenden Fahrweg an, um mir beim Fotografieren zuzusehen. Am Nachmittag kam ich dann unmittelbar am Arnsberger Ortsteil Gierskämpen vorbei, wo mir mehrere Gruppen und Einzelpersonen - meist mit Hund - begegneten. Von ihren Herrchen oder Frauchen regelmäßig zum Nichtbellen aufgefordert, kam ich den Hunden entgegen: »Bell du ruhig! Ich belle zurück!«, und dieses Begrüßungs-Angebot nahmen sie alle lautstark an.

Drei große Jungs fielen mir auf, die regungslos im Wald standen und nach unten blickten. Als ich näher kam, sah ich, dass jeder sein Smartphone in der Hand hatte und den Blick deshalb gesenkt hielt. Um mir »Hallo« zuzurufen, hoben sie sogar kurz den Kopf. Die Menschen im Arnsberger Wald sind halt weltoffene Westfalen und immer zu einem kurzen Schnack bereit. Mein Outfit (Turnschuhe und Strohhut) war jedenfalls niemandem eine Bemerkung wert.
Im letzten Drittel der Wanderung ging es aus dem Tal des Stockumer Bachs (205 m) stetig bergan bis auf den Seltersberg (302 m) - zum Schluss mit einer Wandergeschwindigkeit von vielleicht noch 2 km/h. Am Auto konnte ich endlich die Schuhe wechseln und den Schweiß vom Leib trocknen. Salbe oder Tinktur für das Kniegelenk und die Wadenmuskeln hatte ich leider nicht dabei. Klare Sache: Ich brauche mehr Training.
Nacktwandern
6/6: Ausblick vom Seltersberg auf die Stadt Arnsberg

Video HD 170 MB oder Video SD 80 MB Laufzeit 4 min, neues Fenster
 

Abarbeiten des Corona-Specks: Fitness-Training in den Baumbergen [17.06.21]

Seit mehr als einem Jahr führen die Pandemie-bedingten Einschränkungen dazu, dass die meisten Menschen sich weniger bewegen als zuvor. Es bedurfte schon einer guten Portion an Selbstdisziplin, entsprechend des geringeren Kalorienverbrauchs auch die Kalorienzufuhr im selben Maße einzuschränken, um die Körperproportionen nicht aus den Fugen geraten zu lassen. Das gelang nicht allen - aber wenn schon die Selbstdisziplin nicht ausreichte, so fällt doch die Erkenntnis leicht, dass jeder seine Gewichtsentwicklung immer selbst in der Hand hat, und dass es für Korrekturen nie zu spät ist.

Baumberge
1/5: Wanderung in den Baumbergen (Münsterland)

Es war daher unsere Baumberge - Bodendenkmälergrundsätzliche Motivation, zu trainieren, und so für SNT und TNT 2021 fit zu werden. In den Baumbergen gibt es einige Bodendenkmäler, die etwas mit mittelalterlichen Wehr-Anlagen zu tun haben. Einige Informationen über Beschränkungen zum Schutz dieser Bodendenkmäler sind offenbar neu. Wir suchten und fanden andere Wege, um diese Denkmäler zu umgehen, damit auch zukünftige Generationen sich davon einen Eindruck verschaffen können.

Die geplante Wanderstrecke kürzten wir etwas ab: Statt der geplanten 17 km über 500 Höhenmeter ergaben sich schließlich nur 15 km mit 430 Höhenmetern - dank der Baumberge im sonst als ausgesprochen flach bekannten Münsterland. Zusammen mit meiner Tour mit Jürgen am Tag zuvor ergaben sich immerhin in zwei Tagen rund 31 km und 1.070 Höhenmeter - für den Anfang bin ich zufrieden. – Rainer