NEWT im Alpenhaus Lacknerbrunn (von Angela & Jochen) [29.08.21]
Wir sind sehr gern beim nächsten Mal wieder dabei,
Angela & Jochen
Lung-gom-pa ist eine esoterische Fertigkeit im tibetischen Buddhismus, die es einem Praktizierenden ermöglicht, tagelang mit einer außergewöhnlichen Geschwindigkeit zu gehen, ohne anzuhalten.
Wie kommt man auf die Idee, für einen nackten Urlaub von Deutschland ca. 20.000 km weit um fast den halben Planeten zu reisen? Ganz einfach: Um Freunde aus den USA wiederzusehen und mit ihnen gemeinsam etwas zu unternehmen, Neues kennenzulernen, Menschen zu begegnen und uns mit ihnen auszutauschen, darüber schließlich zu berichten.
Und das entwickelte sich so:
2017 konnten 48 Naturist(inn)en während der NEWT Gleichgesinnte aus 10 Ländern kennenlernen. An einem Abend stellte Milt Nacktwandern in den USA vor. Anschließend informierte er uns, dass er im Februar und März in Florida sein würde und interessierte Naturist(inn)en ihn dort gerne besuchen könnten. Das war ein tolles Angebot. Horst und ich besuchten ihn auf dem Naturisten-Gelände „Sunsport Gardens“ in Florida, trafen dort weitere Naturist(inn)en und erkundeten die im wahrsten Sinne ziemlich weite Umgebung.
Während unseres Besuchs erfuhren wir, dass Milt im Februar 2019 mit Dan und John (ebenfalls USA) Neuseeland nackt erkunden wolle. Das war die nächste Verlockung.
Vom 6. Februar bis zum 5. März 2019 konnten Dan, John und ich mit Milt nun Aotearoa / Neuseeland erkunden – dank seiner akribischer Planung sehr gut vorbereitet und entspannt. Wir waren 10 Tage auf der Südinsel, dann auf der Nordinsel unterwegs.
Beeindruckt hat die Größe der Inseln, Vielfalt und Einzigartiges von Landschaften, Pflanzen- und Tierwelt.
Hervorzuheben sind die Südalpen, Fiorde – „Fjord“ wird hier „Fiord“ geschrieben – und Sunde, ein umfangreiches Netz von gut markierten Wander-Routen, wasserreiche Flüsse, zahlreiche Wasserfälle, einsame Strände und vieles mehr. Ganz besonders beindruckt haben Riesenfarne (Stammhöhe bis 8 m; Blattlänge bis 3 m), kalte Regenwälder mit üppigster Vegetation, säulenartige Kauri-Bäume und Redwoods, die zu umarmen es eine Gruppe mehrerer Menschen braucht, Geothermie rund um Roturua, kochende Seen und blubbernd-heiße Schlammlöcher sogar mitten im Stadtpark, Thermal-Badegelegenheiten in ca. 39 bis – im „Hot and Cold Water Pool“ gleich neben einer Landstraße – ca. 46 °C heißen Bächen. Der „Hot and Cold Water Pool“ war ganz besonders – besonders heiß aus einem zufließenden Bach, kühl in der Hauptströmung. So konnte man ganz leicht durch sanftes Hin- und Herbewegen die als angenehm empfundene Mischtemperatur herstellen oder auch zwei Temperaturen gleichzeitig spüren.
Riesenfarne, Stamm bis 8 m hoch, Blätter bis 3 m lang
Wir waren zwischen Auckland auf der Nordinsel und Queenstown auf der Südinsel unterwegs, unsere Unternehmungen sind mit vielen Erinnerungen verbunden:
Auf dem Circle Track am Lake Manapouri
Die Südinsel von Neuseeland ist weltberühmt für die sog. Great Tracks – Wanderwege über lange Strecken, für die jeweils mehrere Tage einzuplanen sind, um sie vollständig zu wandern. Unterkünfte sind in der Haupt-Saison sehr gefragt und müssen lange im voraus gebucht werden.
Wir zogen es vor, jeweils nur für einige Stunden auf Abschnitten einiger dieser Wanderwege unterwegs zu sein. Mit der vorausschauenden Vorsicht und Erfahrung meiner Freunde waren immer mal wieder nackte Teil-Wanderungen auch aus ihrer Sicht konfliktfrei möglich.
Der Milford Sound ist schon seit langem eine der Touristen-Attraktionen Neuseelands. Inzwischen ist der Doubtful Sound, der vor zwanzig Jahren noch ein Geheimtipp war, touristischer und überlaufener. Wir verzichteten daher auf den Doubtful Sound sowie auf eine 4stündige Anfahrt von Queenstown aus zum Milford Sound, die vielen Tourist(inn)en zugemutet wird. Stattdessen starteten wir sehr früh in Te Anau und erreichten nach zwei Stunden das erste Schiff am Milford Sound, das morgens ablegt. So hatten wir danach auch noch Zeit für weitere Besichtigungen und Wanderungen.
Pure Nature
Insgesamt 11 Bilder
Wir sahen die Wagemutigen, die sich mit einem Seil an den Füßen in die Tiefe stürzten. Am Ort der „Erfindung“ dieser Aktivität heißt diese „Bungy“ und wird vermutlich auch nicht so ausgesprochen wie „Bungee“ – und Jetboots, die mehr über das Wasser fliegen, als in ihm zu fahren. Andere fanden es toll, an einem Seil abwärts zu sausen und dann von einem Hindernis plötzlich gestoppt zu werden. Wir zogen es vor, weiter zu reisen und wieder Natur zu erkunden.
Bungy Jumping / KAWARAU ZiPRiDE (Video)
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Natur gewaltig
Insgesamt 22 Bilder
Im Vergleich zu den Kräften und Energien der Natur ist der Mensch nichts. Viel zu oft wird das vergessen und der Glaube aufrechterhalten, dass menschliche Technik dem entgegenwirken könnte. Angesichts von Pflanzen, gegen die im Vergleich ein Mensch die Größe einer Ameise hat, gegen Meeres-Gewalten, gegen die nichts menschlich ausgerichtet werden kann, ist ein solcher Überlegegenheits-Gedanke vermessen.
Natur-gewaltig: Wind (Video)
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Natur-gewaltig: Wasser – Huka Falls (Video)
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Rund um die Stadt Roturua verursacht Geothermie eine Menge Hitze im Boden. Das gibt es auch an anderen Orten auf diesem Planeten – z.B. im Yellowstone National Park in den USA oder auf Island. Hier befindet sich die Stadt exakt in diesem Gebiet. Gegründet haben sie Maori genau dort vor Jahrhunderten. Als ich barfuß vor einer Kirche ankam und feststellte, dass gerade dort der Boden signifikant wärmer war, als der Boden in der Umgebung, teilten mir Einheimische mit, dass der Asphalt, auf dem wir vom Dorfplatz aus auf sie zu gingen, neu sei, weil einige Wochen zuvor hier Lava emporgebrochen sei.
Natur-gewaltig: Geothermie 1 (Video)

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Natur-gewaltig: Geothermie 2 (Video)

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Die Stimmung war überall gut. Auf Dans Frage „Do you mind nudity?“ [dt: „Stört Euch Nacktsein?“] empfingen uns Anwesende durchgängig positiv und akzeptierten unser Nacktsein. Oft hörten wir mehrere Sprachen an einem Ort – internationales Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch und durchaus auch „Kiwi“ [Kosename für neuseeländisches Englisch].
Mutter Natur produziert fortlaufend angenehm temperiertes Badewasser
Überraschend positiv war auch die Reaktion von Bewohner(inne)n, die in einem Hot Pool saßen, der sich am Rande ihres Dorfes befindet und den Einwohner(innen) zu einer Art Schwimmbad mit festen senkrechten Wänden ausgebaut hatten – von der Optik wie ein Freibad, frei zugänglich, natürliches, geothermisch auf Badewassertemperatur aufgeheiztes Wasser.
Auf Dans Frage (s.o.) gestatteten sie uns, unsere Kleidung abzulegen und nackt in ihrem Pool zu sitzen, mit der Einschränkung „Solange keine Kinder da sind“. Zwar ist es schade, dass, wie praktisch allenorts, manche Erwachsene meinen, Kinder vor dem Anblick nackter Körper schützen zu müssen – aber Hand auf’s Herz: Wie wahrscheinlich wäre wenigstens ein solches eingeschränktes Einverständnis an einem Ortsrand in Deutschland?
Natur-gewaltig: Angenehm temperiertes Badewasser (Video)
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Nach all den ungewöhnlichen, spektakulären Erlebnissen genossen wir es, abschließend wieder naturistische Ruhe einkehren zu lassen.
Neuseeland ist eine eigene kleine Welt in dieser Welt mit einer Natur, die sich aufgrund der seit langem ziemlich abgeschiedenen Lage ungewöhnlich entwickelt hat.
Wir genossen außer der Landschaft und den vielen durchweg freundlichen Menschen auch immer wieder die offenherzige Gemeinschaft von Naturist(inn)en. Glenne in der Bay of Plenty und Sally in Auckland waren aufmerksame Ansprechpartnerinnen, die uns in Kontakt mit regionalen Naturist(inn)en brachten. Milt schien nach diesen sehr positiven gemeinsamen Erlebnissen regelrecht zu fliegen.
Natur-gewaltig: Wasser – Rafting auf den Okere Falls (Video)
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Wir wanderten und badeten … (Video)
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… auch am Wochenende gleich neben den Bekleideten (Video)
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Unterwegs sahen wir ein recht altes Modell „Ford Galaxie“ – lt. Wikipedia gebaut von 1959 bis 1974 – es wirkte wie neu und fuhr auch noch so. Gleich daneben diente ein halber VW-Bus einem Imbiss als auffällige Dekoration mit Tischen und Stühlen im Innern.
Unsere Reise: Auf der Südinsel wohnten wir in Te Anau, Glenorchy und Tarras. Unsere Reiseroute auf der Nordinsel verlief über Raglan, Waitomo, Ohakune, Rotorua zu den Naturisten-Geländen Katikati Naturist Park und Auckland Outdoor Naturist Club.
Meine Freunde sind von ihren Nacktwanderungen in den USA das „Cover up!“ [in etwa: „Zieht Euch etwas an! (z.B. einen „Notrock“)] gewohnt und so kam es für einen Deutschen tw. recht häufig hinterander zu solchen Vorsichtsmaßnahmen. Trotz allem passierte es hin- und wieder dann doch, dass uns Menschen begegneten, ohne rechtzeitig vorher in dieser Weise reagieren zu können. Alle, die uns so begegneten, reagierten entspannt und tolerant, wie Naturist(inn)in dies in Deutschland gewohnt sind.
Das Recht in Neuseeland ist nicht ganz so günstig für Nacktivitäten in der Natur wie in Deutschland, aber doch sehr nahe daran. Menschen, denen man weitab von geschlossenen Ortschaften und touristischen Zentren begegnet, sind offenbar auch in Neuseeland i.d.R entspannt und tolerant.
Die Bekanntheit z.B. des Nacktwanderns ist in Deutschland aufgrund von Medienberichten in Zeitungen, gedruckten Magazinen, Sendungen im öffentlichen Radio und Fernsehen seit mindestens 2008 sicherlich viel höher, weil das die Informiertheit einer breiten Öffentlichkeit wirksam gefördert hat. Naturist(inn)en, die wir in Neuseeland trafen, hörten diesbzgl. interessiert zu.
„[…] Aotearoa […] ist der Maori-Name für Neuseeland. Ursprünglich haben Maori es nur in Bezug auf die Nordinsel verwendet, aber seit dem späten 19. Jahrhundert bezieht sich das Wort auf das Land als Ganzes. Für den Namen wurden mehrere Bedeutungen vorgeschlagen. Die beliebteste Bedeutung, die normalerweise gegeben wird, ist „lange weiße Wolke“ oder Variationen davon. Dies bezieht sich auf die Wolkenformationen, die den frühen polynesischen Navigatoren halfen, das Land zu finden.
Seit Ende des 20. Jahrhunderts ist Aotearoa in den zweisprachigen Namen der nationalen Organisationen und Institutionen weit verbreitet. Seit den 90er Jahren ist es üblich, die neuseeländische Nationalhymne „God Defend New Zealand“ (bzw. „Aotearoa“) sowohl auf Maori als auch auf Englisch zu singen,[…] um den Namen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. […]
– Quelle: en.wikipedia.org – 2019 – übersetzt
„[…] Die gesamte Landfläche Neuseelands beträgt 269.652 km² und ist damit etwas kleiner als die Italiens oder der Philippinen, aber etwas größer als die des Vereinigten Königreichs. Während die Hauptinseln des Archipels in Ost-West-Richtung nie breiter als 450 km sind, erstrecken sie sich entlang der Hauptachse in nordöstlicher Richtung über 1.600 km. Die gesamte Küstenlinie umfasst dabei ungefähr 15.134 km. […]
[…] Neuseeland wurde gegen Ende des 13. Jahrhunderts, spätestens aber in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts von Polynesiern entdeckt und in mehreren Einwanderungswellen besiedelt. […] Der erste Europäer, der Neuseeland erblickte, war der niederländische Seefahrer Abel Tasman. […] Als eine Expedition unter Hendrik Brouwer ein Jahr später festgestellt hatte, dass der von Tasman vorgefundene Küstenstreifen nicht zu Staten Landt gehörte, wurde das Land Nova Zeelandia (lateinisch) oder Nieuw Zeeland (niederländisch) genannt (wie die Provinz Zeeland), in Anlehnung an Australien, das Nova Hollandia oder Nieuw Holland genannt worden war. […] Erst 1769/70 wurden erneut Expeditionen in die Gewässer um die (auf Englisch) New Zealand genannten Inseln gestartet. […]“
– Quelle: de.wikipedia.org – 2019
Neben Briten waren u.a. auch Schotten unter den Einwanderern. Das erklärt Ortsnamen schottischen Ursprungs und auch Bezeichnungen wie „burn“ für „creek“ [dt: Bach] und „glen“ für „valley“ [dt. Tal].
– Rainer 2019
Rainer wäre am 7. April 2026 67 Jahre alt geworden.
Gruppenbild mit Schloss Moritzburg
Blick ins Elbtal mit der Stadt Decin (Tetschen)
Kanutour auf Elbe Niedrigwasser
Eisessen in Rathen
Hockstein Ausblick Richtung Burg Hohnstein
Auf dem Bernhardstein
Abstieg stufenweise
Blick vom Gohrisch in Richtung Pfaffenstein
Durch den Papststein
Begegnungen der textilen Art
Auf dem Heinrichstein
Zum Wochenende fanden sich noch mehr Freunde des naturistischen Wanderns bei den TNT ein: 48 waren am Samstag dabei, darunter hießen wir auch Naturisten aus Belgien willkommen.
Eine niedersächsische Familie mit 16jähriger Tocher hatte schon Freitag am Kanuspaß teilgenommen und wanderte nun auch die 14 km über die Zoppotener Mühle und den Heinrichstein mit. Es ist wahrscheinlich, dass der Name Heinrichstein auf die Herren von Reuß weist, die seit dem 12. Jahrhundert alle den Rufnamen Heinrich trugen. Die Aussicht war jedenfalls auch schon vor dem Saale-Aufstau besuchenswert.
In der Bleiloch-Talsperre gab es willkommene Bedegelegenheit, und der Abschluss der Wanderung wurde mit einem Grillabend in der Gaststätte „Zur Krone“ in Ebersdorf begangen. Rainer
Alles bereit
Letzter Gruss zur Kamera
An die 30 Grad Lufttemperatur und geringe Bewölkung waren die erfreulichen Rahmenbedingungen – sie stellten aber auch hohe Anforderungen bzgl. des Sonnenschutzes an die Wassersportfreunde. Zur Abkühlung konnte man sich gegenseitig nass spritzen oder zwischendurch in die Fluten springen. Da es auf hoher See nicht jedermann gegeben ist, wieder ins Kanu zurück zu klettern, fanden die Ausflüge ins Nass allerdings überwiegend ufernah statt. Fotos: natfree
Gut verstaut ist halb gerettet
Die Weste: modisches Highlight
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Nördlich der Bleilochtalsperre schließt sich die Talsperre Burgkhammer an,
und daran die Talsperre Walsburg, bevor die Saale wieder Saale wird. Über beiden thront fernhin sichtbar Schloss Burgk, hinter dessen eher schlichter Fassade sich Räume mit prunk- und wertvollem Interieur verstecken. In diesem Umfeld zu wandern bedeutet, immer mal wieder den Blick zu wenden in Richtung des markanten Schlosses – wenn nicht gerade kleine Details im Walde, am Wegesrand oder im Talsperrenwasser die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Ne Bank mit Dach
Schloss Burgk
Eine Abkühlung
Plantsch vor grosser Kulisse
Ein Aufstieg auf den Saaleturm und ein Abendessen auf der ⬈ Schlossterrasse – so auch der Restaurantname – bildeten für die 40 Naturisten aus Deutschland, Luxemburg, Frankreich und Italien sowie die beiden Globetrotter den Abschluss eines makellosen Hochsommertages. Rainer
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Treffpunkt Bahnhof
Fahrrad-Schmuck
Zehn nackte Wanderer…
Ein junger Burgherr auf Ruinen
Umgestürzt und aufgerichtet
Der Mittwoch brachte den Teilnehmern der Thüringer Naturistentage eine nackte Fahrradtour in der Nähe von Bad Klosterlausnitz mit einem anschließenden Besuch der dortigen Kristall-Thermen. Aber es gab auch eine Gruppe Fußgänger.
Die Wanderung am Hohenwarte-Stausee war mit 19 km Länge und kumulierten 430 Höhenmetern die bislang anspruchsvollste. Belohnt wurden die Mühen des Auf- und Abstiegs durch zahlreiche Ausblicke wie vom Drachenflugplatz an der Hohenleite, aber die Fluten der Talsperre luden auch zur Abkühlung ein – eine Gelegenheit, über die sich die meisten der 26 Wanderer angesichts des warmen Sommerwetters sehr freuten.
Den Abschluss der Wanderung bildete ein Besuch in »Zur Krone« in Altenbeuthen, wo traditionelle thüringische Gerichte aufgetischt wurden. Rainer
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Die Saalehorizontale ist ein 72 km langer Qualitäts-Wanderweg an den westlichen und östlichen Hängen der die Saale begleitenden Muschelkalkfelsen mit ständig variierender
Aussicht auf die Stadt Jena und das Flusstal mit Schlössern und Burgruinen. Die 30 Naturisten mussten am Südende Jenas also zunächst aufsteigen, um nach zahlreichen Windungen des Pfades im Norden der Stadt wieder hinab zu steigen. Begleitet wurde die Gruppe durch eine Journalistin, die für das „Freie Wort“ in Suhl schreibt, und 2 Fotografen, die für den DFK (Deutscher Verband für Freikörperkultur) und für ein Fotobuch auf Motivsuche waren.
Zum Abschluss der Wanderung war – wie schon 2016 – das Restaurant „⤻ Zum Ziegenhainer“ das Ziel. Der Wirt erinnerte sich noch gut daran, dass er uns damals anbot, nackt in seinem Biergarten zu speisen. Dieses Mal bat er uns, bekleidet zu bleiben, weil noch eine weitere Gruppe reserviert hatte.
Die zweite Gruppe sagte dann aber telefonisch ab, und so konnte erneut die Stärkung zum Abend nackt im Biergarten eingenommen werden. Für einige Anwohner und vorbei kommende Wanderer war der Spaß offensichtlich schon beim Zugucken sehr groß! Rainer
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Der Sonntag war auch ein warmer Sonnentag, so dass der abwechslungsreiche Weg im Umfeld des Stausees mit Schatten auf Waldwegen und freiem Blick ins sonnige Umland passend gewählt war. Die scheuen Siebenschläfer, die sich im Mooshäuschen seit langem ein heimeliges Zuhause eingerichtet haben, zeigten sich munter und fidel. Vom Aussichtspunkt aus schweifte der Blick über die Windungen des Sees zu den bewaldeten Gipfeln der umliegenden Berge.
Eine einfallsreiche Blumendekoration an einer Hauswand zog die Blicke auf sich, und schließlich fanden die Wanderer auch ein Plätzchen am Seeufer, das zum erfrischenden Bade lud. Nicht nur für die Gäste aus Italien und die Globetrotter aus Südafrika bzw. den Niederlanden, die schon 2017 mitgewandert waren, war es ein fröhlicher und erlebnisreicher Tag. Rainer
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Die erste Wanderung der Thüringer Naturistentage führte bei strahlendem Sommerwetter durch einige Schluchten unterhalb der Wartburg. 28 Teilnehmer fanden sich zusammen, um die kumuliert 350 Höhenmeter zu durchwandern.
Ihr Weg führte sie durch die Landgrafenschlucht,
die Ludwigsklamm und den Dornheckenweg, aber zwischendurch auch immer mal wieder über eine Höhe mit Blick auf das Weltkulturerbe.
Zur Stärkung ging’s nach der Wanderung in die Berggaststätte „Kleiner Hörselberg“. Als die A4 noch dort entlang führte, war dies eine Autobahnraststätte. Rainer
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Das Land der 1000 Teiche bei Plothen ist vor allem ziemlich flach: Nur 80m kumulierte Höhenmeter waren im Lauf des Tages zu erklimmen. Dafür gab es viel zu lernen: Über einen mindestens 300 Jahre alten Pfahlbau, auf einem benachbarten Naturlehrpfad oder im Brehm-Haus in Renthendorf.
Jürgen vom FSV Rother
Hiehl hatte, nachdem er in der Ostthüringer Zeitung von den Naturistentagen gelesen hatte, die nackten Wanderer auf das FKK-Gelände des Vereins eingeladen – was diese natürlich gern wahrnahmen.
Zum Abschluss des letzten TNT-Wandertags 2018 kehrten 17 der Naturisten noch im Restaurant „Zum Plothenteich“ in Plothen ein. Wir dankten Andreas für die wunderschöne Zeit und freuen uns auf ein Wiedersehen mit bekannten oder das Kennenlernen weiterer Naturisten z. B. bei der NEWT in Österreich, in Sachsen, in Westfalen oder spätestens 2019. Rainer
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Kirchenruine-Toepfersdorf
Hinweis vom Verein Natur und Umwelt
Der Wald baut weiter wo der Mensch aufhoert
Zeutsch erreichten die 21 Wandersleut noch bei knapp unter 30°, daraus entwickelten sich dann alsbald bis zu 33° Lufttemperatur. Vom Parkplatz nahe dem Bahnhof aus startete der Rundkurs zunächst zur Kirchenruine Töpfersdorf, für deren Erhalt der Verein Natur und Umwelt fehlende Fördermittel beklagt. Bereits 1980 wurde in den Saalleiten von tatkräftigen Einwohnern ein Naturlehrpfad angelegt, der seit 2013 als Entdeckerpfad wiederbelebt und neu gestaltet wurde. Heute lockt er mit interaktivem Kartenmaterial und Geocaching-Touren.
Zum Abschluss des Tages gab es noch eine Einkehr im Sonnenhof in Herschdorf am Rande der Uhlstädter Heide. Rainer
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Heute durften auch die Wanderer ins Holzland, nachdem vorigen Mittwoch die Nacktradler hier bereits ihre Route gefunden hatten. Unter den 24 Teilnehmern war auch eine westfälische Schülerin, die mit ihrem Vater zusammen ihre erste Nacktwanderung machte und sich über die internationale Beteiligung freute: Sie konnte gleich ihr Schulenglisch auf die Probe stellen.
Nach einem Rundgang um den Roten Pfützensumpf, der gar nicht sumpfig war, führte der Weg weiter ins Mühltal zu diversen historischen Mühlen, die jahrhundertelang durch das Wasser der Rauda angetrieben wurden. An der Meuschkenmühle bereitet man sich gerade wieder auf das Fest der starken Männer vor. Milo Barus (geboren als Emil Bahr am 27. Feb. 1906) hatte nach Anfangs-Erfolgen im Sport mehrerer Disziplinen als auffälligste Kraftleistung seiner Kraft-Show mit einem sieben Zentner schwerden Pferd auf den Schultern eine 17-stufige Treppenleiter bestiegen. Nach einer vielseitigen Karriere wurde er 1956 zusammen mit seiner Frau Betreiber des Restaurants Meuschkenmuehle, wo deshalb heute mit einem jährlichen Event an „den stärksten Mann der Welt“
erinnert wird. Die stärkste Frau der Welt brauchten wir nicht lange zu suchen: Wir fanden sie in unserer Wandergruppe!
Nach Ende der Wanderung fuhren die meisten der Teilnehmer direkt zur Kristalltherme nach Bad Klosternausnitz. Bei 31° Lufttemperatur gingen die Wanderer den kurzen Weg vom Parkplatz aus den sonnenheißen Autos zur Kasse in der Kristalltherme gleich nackt – wozu soll man sich auch zum Bezahlen extra ‚was anziehen? Danach folgte dann die ersehnte Hitze-Steigerung in der 110° heißen Sauna, und als Stärkung gab es einen gut gekühlten Salat im Thermenrestaurant. Rainer
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Von Ziegenrück aus ging es für die 25 Freiwilligen zunächst streng bergan. Ziel war die Teufelskanzel, eine Felsformation am nördlichen Seeufer, von der aus mehrere Aussichtspunkte den Blick auf den malerischen Saalebogen freigeben. Angesichts des warmen Sommerwetters war nach dem Abstieg ans Seeufer ein kühlendes Bad eine angenehme Erfrischung. Danach durfte sich der Schweiß neue Bahnen suchen, denn es ging wieder einmal bergan.
Die Passage des stillgelegten Eisenbahn-Viadukts über einen (angesichts der klimagewandelten Trockenheit nur mäßig) plätschernden Bach stand noch auf dem Programm – mit Gang durch die angenehm kühle Finsternis des Hemmkoppen-Tunnels. Hier mussten früher die Züge Licht einschalten, damit sie den Weg fanden. Für die Wandergruppe reichten 3 Taschenlampen.
Im Restaurant Zur Fernmühle gibt es neben einem Ziegenbock auf Wanderschaft zur vollen Stunde (genauer: 3 Minuten davor) einen Tanz der Ziegen (Video) – statt Kuckkucksuhr eine Meckeruhr. Rainer
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Die 17,5 km lange Strecke mit 570
kumulierten Höhenmetern gehörte zu den anpsruchsvolleren Wanderungen der TNT. Da kam es einigen Teilnehmern durchaus gelegen, dass die Sonne ihre Strahlen nicht ganz ungehindert durch die Atmosphäre schicken konnte.
Es ging zum Oberbecken, das mit Wasser der Talsperre vollgepumpt wird, um zu Zeiten erhöhten Strombedarfs zusätzliche Kraftwerkskapazität zuschalten zu können. Obwohl das Hochpumpen mehr Strom kostet als hinterher durch das wieder herab stürzende Wasser gewonnen werden kann, lohnt sich der Aufwand, weil das Zuschalten anderer Spitzenkapazitäten viel langsamer (z. B. wegen des Anheizens) und teurer (wegen der Vorhaltekosten und des geringeren Wirkungsgrads) ist.
Rainer
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Elf Frauen und Männer betraten am Samstag Abend nackt die Plattform „On Water“ der Künstlerin Ayse Erkmens, die im Rahmen der Skulpturen-Projekte Münster im alten Hafenbecken installiert worden war. Mit den Füßen unter Wasser auf der Plattform schreitend waren auf Brust und Rücken der Performance-Künstler aufgemalte Buchstaben sichtbar, die zum einen das Wort „NATÜRLICH“ und zum anderen das Wort „LEBENSWERT“ bildeten – das Motto der Stadt Münster.
Durch einige Drehungen und Wendungen konnten die Worte abwechselnd von allen Seiten gelesen werden, und zum Schluss der Darbietung gab es von den geschätzt 3000 anwesenden Münsteranern sogar einen kleinen Beifall.
Nach rund einer halben Minute drehen sich alle Aktivisten um und zeigen auf ihrer Brust den Schriftzug „NATÜRLICH.“ und das Logo der Stadt Münster. Naturismus ist eben natürlich. Die in roten T-Shirts steckenden Security-Jungs müssen wir beruhigen: „Wir machen hier ein Kunstprojekt!“
Jetzt stehen wir anders herum, und die Menschen auf der Ufer-Seite mit den vielen Restaurants können endlich lesen: „LEBENSWERT.“ Dafür ist von hier aus „.HCILRÜTAN“ von hinten nach vorn zu erkennen.
In allen 4 Positionen haben wir etwa eine halbe Minute ausgeharrt. Jetzt ist unsere Botschaft angekommen, und wir gehen zurück zum Ufer. Es kommt Beifall auf. Danke!
Am Ufer steht einer von uns und diskutiert mit einer jungen Familie über die gerade gelaufene Aktion. Die drei Kinder im Alter von 4, 6 und 8 Jahren fanden das alles voll gut, die beiden Eltern genauso.
Münster ist eben LEBENSWERT, das wissen hier alle, deshalb leben sie ja hier, NATÜRLICH!
Fotos: Thomas
Die Westfälischen Nachrichten und die Münstersche Volkszeitung berichten über unsere Nackt-Performance vom Sanstag Abend und stellen die Aktion im Rahmen der Skulpturen-Projekte Münster 2017 dar.
20° zeigte das Thermometer, als sich 20 Nacktwanderer und -wanderinnen auf dem Parkplatz auszogen und ihre Wanderung begannen. Die Sonne schaute nur vereinzelt durch die Wolken und brauchte einige Zeit, um die Luft auf 24° am Nachmittag zu erwärmen. Bald gewannen die Wanderteilnehmer ein Bild davon, wie intensiv das Gelände zur Trinkwassergewinnung genutzt wird. Überall traf man auf Brunnen und Entnahmestellen z. B. zur Messung der Wasserqualität. Am Wasserwerk von 1908 konnte man einen Probeschluck kosten.
Aber die Stadt Münster denkt auch an die Wanderer und Spaziergänger im Wald und warnt davor, dass der Eichenprozessionsspinner Allergien und Gesundheitsstörungen verursachen kann.
Eine gruselige Geschichte erzählt auch die bronzene Tafel auf dem Freistuhl, einem Gerichtsplatz, in dessen Nähe 13 Schädel Gerichteter gefunden wurden, die durch einen von oben nach unten durch den Schädel getriebenen Nagel, der unterhalb des Kinns umgebogen war, im wahrsten Sinn des Wortes „mundtot“ gemacht wurden – irgendwann gegen Ende des Mittelalters.
Schließlich erreichte die Wandergruppe den Dortmund-Ems-Kanal in Höhe der Eisenbahnbrücke der Strecke Hamm-Münster, wo sich einige der Teilnehmer eine Abkühlung in den Fluten gönnten. Zum Abschluss des Tages gab es im Restaurant Prinzenbrücke eine angemessene, leckere Stärkung nach der 17 km langen Wanderung, wobei sich alle darüber wunderten, dass es dabei laut Navi kumuliert je 396 m bergan und bergab ging.
Am Donnerstag Abend traf bei natury eine E-Mail ein: „Wir haben heute Vormittag wahrscheinlich eine Gruppe von Ihnen im Hiltruper Wald getroffen. Mein Freund hat dort bei unserem Spaziergang sein Handy verloren und hofft, dass einer der Wanderer das Handy vielleicht gefunden hat.“.
Die Mail-Rundfrage an alle Wanderteilnehmer ergab die Antwort von Jens: „…dann ist es wohl das Handy deines Freundes, das ich gefunden habe. Da ich als dritter unserer Gruppe an der Stelle vorbeikam, habe ich nur die Leute vor mir nach dem Verlust gefragt. Da bin ich ja froh, das wir das Handy dem Besitzer zurückgeben können.“ Alles wird gut!
Heute gab es vom selben Startpunkt aus für 9 Fußgänger(innen) eine Nacktwanderung über 26 km und für 12 Radfahrer(innen) eine Nacktradeltour über 52 km. Das Wetter bot für beide Unternehmungen sonnige und bis zu 25° warme Bedingungen, die auch wieder einige zu einem Bad im See einluden.
Die Radelgruppe hatte zahlreiche Begegnungen unterschiedlicher Art: Mit Menschen, mit Pferden und mit Polizisten – letztere hatten mehrere Anrufe erhalten und über 2 Stunden ihrer Dienstzeit nach den nackten Radlern gesucht. Was sie veranlasste darum zu bitten, dass sie zukünftig über ähnliche Events vorab informiert werden – dann könnten sie Anrufer gleich am Telefon beruhigen: „Wir wissen das, die tun nichts Schlimmes“. Außerdem stellten wir fest, dass mancherorts der Radweg so schmal ist wie eine Einbahnstraße – aber mit Gegenverkehr gerechnet werden muss.
Am Samstag stand eine Nacktwanderung durchs und am Venner Moor auf dem Programm. 24 Naturist(inn)en fanden sich bei heiter bis wolkigem Himmel zusammen, wobei die Temperatur im Laufe der Wanderung auf 26° stieg.
Den Hof Woermann durchquerten wir bei dieser Wanderung auch wieder – der Landwirt hatte sich aufgrund unserer Wanderung 2012 im Internet über Nacktwandern informiert und Kontakt mit uns aufgenommen. Danach ging es weiter zum Dortmund-Ems-Kanal und durchs Venner Moor zum Pausenplatz. Viele der uns entgegen kommenden Wanderer stellten uns Fragen zum Nacktwandern, die wir gern ausführlich beantworteten.
Nach der Rast begegneten wir einem Ausflugs-Wagen mit einer Grupppe junger Frauen, die sonst regelmäßig eine Stammtischrunde bilden, aber heute ihren Jahresausflug machten. Ihr Lachen und Rufen schreckte ein ganzes Rudel Rehwild im benachbarten Wald auf, das wir nachher noch auf einer Lichtung beobachten konnten. Auf unserem Start- und Ziel-Parkplatz trafen wir noch einmal auf den Party-Wagen mit der Schar junger Frauen, die sich – wohl animiert durch uns Nacktwanderer – auf das Spiel „Kleiderkette auslegen“ einigten und sich auch (fast ganz) auszogen.
Der Sonntag war der letzte Tag der WNT-Nachholtermine. Er bot bei heiterem Wetter und Temperaturen bis 25° ebenso gute Bedingungen für Nacktivitäten wie die Tage zuvor. 16 nackte Wanderinnen und Wanderer zwischen 30 und 80 Jahren legten eine Strecke von ca. 15 km im Raum Merfeld zurück. Einen Teil der Strecke konnte man statt auf Wegen in einem Bach waten. Wer das tat, erkannte, dass es auch im Münsterland Steigungen gibt: Der Bach wies auf einer Strecke von 1 km drei (künstlich angelegte) Wasserfälle mit einer Fallhöhe von je etwa 30 cm auf.
Ebenso gehörte zur Wanderung ein Abstecher zu den Merfelder Wildpferden und zum Schluss eine Stärkung im Restaurant Waldfrieden, bevor der diesjährige Reigen der Naturisten-Wochen zu Ende ging.
In diesem Jahr trafen sich 48 Nacktwander(innen) aus USA, Irland, Großbritannien, Niederlanden, Belgien, Frankreich, Deutschland, Schweiz, Slowakei und Singapore in Österreich. Ein großes Haus in der Gemeinde Wildschönau in Tirol bot Unterkunft. Die Kommunikationssprachen waren Englisch, Deutsch und Französisch. Gesprochen wurde auch noch Flämisch / Niederländisch und Slowakisch. So konnten wir uns begegnende Wander(innen) auch in deren jeweiliger Muttersprache grüßen und Fragen beantworten. Bei Bedarf hätten wir auch noch Spanisch, Portugiesisch, Chinesisch und Russisch anbieten können.
Manch ein(e) Wanderer(in) trug in einem besonders großen Rucksack eine Paraglider-Ausrüstung von der Bergstation des Markbachjochs ein paar hundert Meter zum nächsten Wiesenhang, z.T. sogar bis hinauf zum Rosskopf (ca. 300 m Höhenanstieg). Die Mühe wurde diesen Sportler(inne)n dann anschließend durch einen Gleitflug in der schönen Landschaft mit diesem beeindruckenden Bergpanorama belohnt.
10 von uns schliefen im Zelt abwechselnd auf der Wiese vor dem Haus und unterwegs in den Bergen. Alle zwei Tage kehrten sie zu den Hausbewohnern zurück, um gemeinsam zu essen, den Abend im Gespräch zu verbringen, Erfahrungen und Ideen auszutauschen. An einem Abend wurden Bilder von Nacktwanderungen in den USA und in Europa präsentiert.
Auf sechs Wanderungen konnten wir die wunderschöne Umgebung erkunden, manche Bergspitze erklimmen, die Panoramen u.a. mit Blicken auf den Wilden Kaiser und manchen mit Eis und Schnee bedeckten Gipfel von dort oben bewundern, uns immer mal wieder in Bergseen und Bächen erfrischen. Insgesamt wanderten wir ca. 75 km und stiegen dabei ca. 4300 m auf und wieder ab.
Einmal überraschte uns beim Abstieg auf einer Schotterpiste ein Gewitter – nicht sehr lange, aber mit Starkregen. Trotz Rucksack mit integriertem Regenschutz wurde doch mancher Inhalt feucht. Bei Rückkehr zu unserer Unterkunft strahlte die Sonne bereits wieder vom blauen Himmel. Schnell waren die feucht gewordenen Sachen auf dem Hof ausgebreitet und dank der vorhandenen Stahlungswärme im Nu wieder trocken.
Mit Einheimischen kamen wir wiederholt ins Gespräch und erfuhren so, dass unsere Nacktwanderungen aktuelles Gesprächsthema im ganzen Tal von Wildschönau und darüber hinaus seien.
Kinder, die uns in Gruppen mit Ihren Erzieher(innen) oder mit ihren Eltern begegneten, lachten fröhlich, hatten offenkundig viel Spaß damit und bestimmt hinterher anderen darüber zu berichten.
Eine Sennerin, mit der wir uns längere Zeit auf ihrer Alm unterhielten, bat uns, unsere Vermieterin von ihr zu grüßen, worüber diese sich sehr freute.
Einmal kam sogar ein Paar im Auto zu uns. Beide Insassen erwiderten freundlich winkend unseren Gruß. Nachdem sie an uns vorbeigefahren waren, hielt das Auto an, eine Frau stieg aus und bat um eine Erinnerungsphoto, was wir ihr gerne gewährten. Von ihr erfuhren wir, dass ein Senner uns gesehen und sie angerufen hätte. Ihr Mann habe sie darauf gefragt, ob »sie heute nackt kasen (Käse herstellen) sollten«. Sie fand die Idee toll, war sich aber nicht sicher, ob dies mit den Hygieneregeln zu vereinbaren sei. So kamen sie auf die Idee, wenigsten zu uns zu fahren und um ein Erinnerungsphoto zu bitten.
Unsere Vermieterin teilte uns beim Abschied mit, dass wir ihr angenehme Gäste gewesen und jederzeit wieder willkommen seien.
Bericht und Fotos: Rainer
Im Jahr 2014 wurde das Nacktwandern als Thema von Fotografie-Studenten entdeckt. Anfang des Jahres meldete sich zunächst Roshan Adhihetty bei natury, der in Lausanne Fotografie studierte. Er sammelte bei vier Wanderungen Material für seine Examensarbeit, schloss zum Ende des Jahres erfolgreich sein Studium ab und errang sogar noch einen Fotopreis.
Uns hat ein junger candidus fotograficus angeschrieben, der sich als FKK-Fan für seine Diplom-Arbeit zum Fotografen das Thema „Nacktwandern“ ausgesucht hat.
Er sucht einige Naturisten, die er mit seiner Kamera auf einer Nacktwanderung begleiten und ablichten darf – bei Bedarf auch nicht erkennbar von hinten – erkennbar von vorn reichte ihm notfalls auch ein alter Mann…
Angesichts der Jahreszeit haben wir ihm angeboten: Wir warten auf ein einigermaßen warmes Wochenende und laden dann relativ kurzfristig ein – bei Nennung des Anlasses „Wandern für die Kunst“. Für Sonntag, den 30. März stabilisieren sich dann die Wettervorhersagen verschiedener Dienste auf Windstille, leichte bis mittlere Bewölkung und bis zu 20° Luft. Ideal zum Wandern und zum Fotografieren!
Seine Inspirationen gehen in Richtung Darstellung mit Aussicht in die Ferne. Da ich weiß, dass im Pfälzerwald von vielen Felsen aus weite Aussichten möglich sind, habe ich diese Region für die Wanderung ausgesucht. Also auf geht’s: Zum Nacktwandern für die Kunst!
Die „Nacktwanderung für die (Foto-) Kunst“ in der Pfalz am 30. März 2014 ist sehr erfolgreich verlaufen. 22 Nackte (incl. des Fotografen) wanderten bei herrlichem Sonnenschein und Temperaturen bis 22° auf einem Premium-Wanderweg des Pfälzerwaldes, auf dem außer uns auch mehrere textile Wandergruppen unterwegs waren, u. a. eine 10-köpfige Drei-Generationen-Familie, deren jüngste Mitglieder nach und nach alle Felsen eroberten, auf denen sich einige sonnenhungrige Teilnehmer unserer Nacktwandergruppe drapiert hatten, um ihren Teint zu pflegen.
Und tatsächlich trafen wir auch noch auf Textilwanderer, die von dem Trend zum Nacktwandern bisher noch nichts gehört hatten! Sie stellten uns zahlreiche neugierige Fragen, die wir natürlich gern beantworteten.
Unser Fotograf, ein charmanter 24 Jahre junger Fotografie-Student von der Hochschule Lausanne, konnte vor vielen attraktiven Felskulissen und an einigen Panorama-Ausblicken Nacktwanderer in diversen Stimmungs- und Ausdrucks-Positionen fotografieren und wird hoffentlich in dem heimgebrachten Material hinreichend Stoff für die Verwendung in seiner Diplomarbeit finden. Alle Teilnehmer der Wanderung wünschen ihm dafür viel Glück und Erfolg!

Eines der Fotos, mit der Roshan später seine Prüfung bestand
Mit freundlicher Erlaubnis von ⤻ Roshan Adhihetty
Von meiner Seite bleibt noch, mein ganz herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer der Wanderung auszusprechen, die ihr primäres Ziel, nackt zu wandern, dem Zweck der Wanderung untergeordnet haben, dem candidus fotograficus die Fotos für seine Diplomarbeit zu ermöglichen. Vielen Dank für eure geduldige und konstruktive Kooperation! Immerhin haben alle auch einen kleinen Eindruck davon bekommen, wie aufwändig und arbeitsintensiv es ist, zu einem handwerklich optimalen Foto zu gelangen!
Die von Wetterdiensten prognostizierten 12 Stunden Sonnenschein gab es nicht. Vielmehr setzte in der Nacht Regen ein, der sich bis zum Morgen hielt. Einige ließen sich noch auf der Anreise von diesen Wettererscheinungen zur Umkehr verleiten, weil sie nicht an die mit dem germanischen Wettergott Thor vereinbarte Wetterbesserung glaubten. Der alte Herr hat die Sache immer noch weit besser im Griff als sein Lehrjunge Petrus.
Auf den letzten Kilometern vor dem Parkplatz setzte sich die Sonne durch, zwar zunächst zaghaft, aber mit zunehmender Tendenz. Bei unserem Eintreffen auf dem Parkplatz zeigte das Thermometer bereits 14°. Gefroren haben wir nur so lange, wie wir auf dem Parkplatz standen und noch auf weitere Teilnehmer warteten. Dort wehte ein leichter, kühlender Wind über uns hinweg.
Vom Parkplatz an nackt wanderten denn auch nur 3 Teilnehmer. Aber nach dem ersten Abstieg ins Tal um 100 Höhenmeter zogen sich dann alle aus. Die Sonne lachte dazu – aber eine in Wind- und Regenjacken eingemummte Textil-Wandergruppe schüttelte nur den Kopf.
Bis zum Ende der Wanderung wurde es dann richtig sonnig bis 18° Luft, und es wurde ein gelungenes Event, während dessen unser Diplomkandidat noch viele Fotografien mit neuem Motivcharakter entlang der wunderschönen Baybachklamm schießen konnte. Wir alle wünschen ihm für die Erreichung seines Zieles weiter viel Glück und Erfolg!
Klettern für die Foto-Kunst
Die Strecke verlangte an einigen Stellen, sich mit Schwung auf die nächste Felsstufe zu katapultieren – dazu waren am Wegesrand Stahlseile zum Festhalten und Schwungholen montiert. Sprungversuche führten auf dem feuchten Untergrund auch mal zu Ausrutschern und wurden dann mit ein paar Schrammen belohnt.
Die vom Deutschen Wanderinstitut vergebenen 90 von 100 möglichen Erlebnispunkte empfanden wir als gerechtfertigt – die Traumschleife Baybachklamm bleibt ein sehr lohnendes Wanderziel!
22 Wanderer zwischen 10 und 77 Jahren
Seit ein paar Jahren hat es sich eingebürgert, dass am Vortag der Pfingstwanderung eine kurze Nacktwanderung „zum Eingewöhnen“ im Sauerland stattfindet, die gern von vielen Teilnehmern der Pfingstwanderung angenommen wird, die über das Wochenende ins Rothaargebirge oder eben ins benachbarte Sauerland angereist sind – oder die ohnehin im Umland wohnen.
Diesmal hatte es der Wettergott sehr gut gemeint und verwöhnte uns mit strahlendem Sonnenschein und 30° warmer Sahara-Luft. Den 22 Teilnehmern zwischen 10 und 77 Jahren boten sich mehrere Panoramablicke auf die umliegenden Berge und auf die Verse-Talsperre, auf deren lauschigem Uferweg die Wanderstrecke für einige Kilometer entlang führte.
Michael hat uns ein paar Panorama-Fotos zur Verfügung gestellt:
⤻ Panorama nahe Gasmert,
⤻ Blick auf Nieder-Holten,
⤻ Verse-Talsperre
Wieder dabei war auch der candidus fotograficus, der uns schon bei 2 anderen Wanderungen begleitet hat und der eifrig weitere Fotos für seine Diplomarbeit machte. Das Thema seiner Arbeit hat er inzwischen völlig auf das Nacktwandern reduziert, weil es einfach das spannendere, natürlichere und vielseitigere FKK-Geschehen ist im Vergleich zum eher konventionellen FKK-Camping oder FKK-Schwimmen.
Zum Abschluss der gelungenen Wanderung erholten und erfrischten sich die meisten Teilnehmer noch in einem nahe gelegegen Gartenrestaurant. Was wäre auch eine Nacktwanderung ohne eine Regenerierung in der lokalen Gastronomie?
Eine lange Menschenkette nackter Wanderer
Zum 11. Mal führte Horst die diesmal 81 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Pfingstwanderung durchs Rothaargebirge, dabei lag der Start- und Zielpunkt der Rundwanderung mitten im Siegerland. Die 15 km lange Wanderung konnte bei strahlendem Sonnenschein und bis 31° Lufttemperatur inmitten einer abwechslungsreichen Natur durchgeführt werden.
Der Kyrill-Pfad wächst langsam zu
Zu Beginn der Wanderung konnten sich die Naturisten davon überzeugen, dass die Natur sich inzwischen den Lebensraum, den der Orkan Kyrill vor 7 Jahren zerstört hatte, langsam aber sicher wieder zurück holt. Die nachgewachsenen Fichten am Wegesrand des unverändert belassenen Areals sind inzwischen mannshoch, und ihre in den Weg hinein ragenden Zweige müssen beschnitten werden, damit der „Kyrill-Pfad“ pieksfrei begehbar bleibt.
Auch auf dieser Wanderung ist wieder der bereits von anderen Events bekannte Nacktwander-Foto-Spezialist und Diplomkandidat für Fotografie Roshan mitgewandert und hat seine Nacktwander-Fotos um beeindruckende Bilder einer langen, wandernden, nackten Menschenkette vervollständigen können. Er trug auch diesmal vorsichtshalber ein T-Shirt, um in der schweißtreibenden Saharaluft Scheuerwunden durch den mit der Fotoausrüstung immerhin 15 kg schweren Rucksack vorzubeugen.
Nach abwechslungsreicher Wanderung durch lichte und bewaldete Strecken erinnerte der Schlussanstieg um 200 Höhenmeter auf 3,3 km Länge (gemittelt 6% Steigung) so manchen Wanderteilnehmer daran, dass es durchaus anstrengend sein kann, Steigungen mit Muskelkraft statt motorisiert zu erklimmen, und gab dem einen oder anderen die Gelegenheit, die persönlichen Grenzen der eigenen Leistungsfähigkeit anzutesten.
Den Abschluss der Pfingstwanderung bildete dann ein fröhliches Zusammensein im Gartenrestaurant, wo stärkende Speisen und erfrischende Getränke serviert wurden.
Eines der Examens-FotosDer schweizerische Fotograf Roshan Adhihetti, der uns bei mehreren Nacktwanderungen im Jahr 2014 fotografisch begleitet hat, hat mit seiner Fotoserie nicht nur sein Bachelor-Examen mit sehr guter Note bestanden sondern damit auch den schweizweit beachteten Fotopreis Prix Photoforum gewonnen. Die Auszeichnung wird ihm am 6. Dezember im Bieler Centre PasquArt verliehen.
Dass das Thema Nacktwandern und seine künstlerische Darstellung in der Schweiz preisverdächtig sein könnte, damit konnte man nach den Bußgeld-Androhungen gegen Nacktwanderer in den Kantonen Innerrhoden und Außerrhoden vor wenigen Jahren kaum rechnen. Um so schöner, dass zumindest die Schweizer Kunstszene inzwischen begreift: „Sich nackt in der Natur zu bewegen ist eine Offenbarung und eine Lobpreisung der göttlichen Schöpfung.“ Unser „Nacktwandern für die Fotokunst“ hat also Früchte getragen. Danke an euch alle, die ihr dabei wart und Roshan unterstützt habt!
Link zur ⤻ Website von Roshan
Im Herbst 2014 wandte sich Julia Gaes, Studentin der Fotografie in Bielefeld, an natury mit der Anfrage nach Möglichkeiten für ihr Fotografie-Projekt »Haut-nah«. Die ersten Treffs fanden noch im selben Jahr statt, aber Julia blieb der Naturisten-Szene über mehrere Jahre bis zu ihrem Studien-Abschluss 2018 treu.
Julia Gaes, Studentin der Fotografie, hat sich mit der Bitte um Unterstützung ihrer fotografischen Arbeiten zum Thema »Haut-nah« an natury gewandt. Sie möchte unsere Nacktivitäten mit der Kamera begleiten.
Wir haben diesen Ansatz gern aufgegriffen und wollen Julia möglichst Gelegenheit bieten, ihr Projekt, einen Essay über naturistische Aktivitäten zu erstellen, mit Erfolg abzuschließen. Daher bitten wir alle herbst- und winteraktiven Nacktivisten, sich nach Möglichkeit auch für entsprechende Foto-Shootings im Rahmen dieses Projekts bereit zu erklären. Alle Wünsche, nicht fotografiert zu werden, werden selbstverständlich berücksichtigt.
Die Wettervorhersage hatte am Sonntag noch 5 Sonnenstunden und Temperaturen bis 14° für Dienstag angekündigt. Am Dienstag wurden daraus noch vorhergesagte 2 Sonnenstunden und 12°. Aber gegen 12 Uhr setzte dann leichter Regen ein.
Der Regen gehörte aber nur zu einem Schauer. Als wir im zentralen Münsterland ankamen, hörte er auf, und während wir zum geplanten Outdoor-Event starteten, kam schon hin und wieder die Sonne durch. So wurde unser erstes Shooting im Rahmen von Julias »Hautnah«-Projekt mit vier Naturisten und Naturistinnen zwar ein durchaus kühles Unternehmen, aber Regenbögen, blaue Himmelspartien und gelegentliche Sonnenstrahlen sorgten für anhaltend gute Laune.
Im trauten Heim entstanden dann später noch eine Reihe von Fotos, die dokumentieren, wie Naturisten ihren Alltag verbringen: nackt im Garten, nackt beim Kaffeetrinken, nackt bei der Hausarbeit…
Die Foto-Ausbeute verspricht Abwechslung hautnah! So soll es dann auch weiter gehen!
Link zur ⤻ Website von Julia
Das Jahr 2014 hatte aber noch weitere Nacktivitäten im Programm, deren Ablauf nicht durch die Arbeit von Foto-Studenten geprägt wurde. Über einige sei nun im Folgenden noch berichtet.
Zum Wanderstart herrschten noch 14° bei leichter Bewölkung, aber die ersten paar hundert Meter des 17 km langen Rundkurses durch Bayern, Hessen und Thüringen waren ohnehin mit Klamotten vorgesehen. Bald zeigte sich dann häufiger die kräftige, hochstehende Sonne, und kurz nach dem ersten Halt am Wasserfall verstauten wir bei inzwischen 16° die Kleidung im Rucksack. Am Nachmittag erreichten wir dann noch die vom Wetterdienst versprochenen 18°.
Nach dem Genuss eines weiten Panoramablicks um ca. 270° in die umliegende Bergkulisse zeigten sich später in weiteren Fernblicken der Mast auf dem Heidelstein, die Wasserkuppe und der Blick ins Tal von Wüstensachsen bis Hilders.
Am südlichsten Punkt der Wanderung trafen wir noch auf unseren Mitwanderer Erich, der sich nur für eine Hälfte der Wanderung fit genug fühlte. Dafür konnte er uns sehr vieles über die Rhön, ihre Geschichte, Spezialitäten und Eigenheiten erzählen.
Eine entgegen kommende Frau, selbst in dicke Allwetterkleidung eingehüllt, fragte uns, ob da Afrika sei, wo wir herkämen, was wir aber verneinen mussten: So braunhäutig wie Afrikaner war Anfang Juni ohnehin noch niemand von uns.
Den Abschluss des Tages bildete ein Abendessen in der lokalen Gastronomie, die uns sehr leckere Rhönschaf-Spezialitäten in Top-Bio-Qualität servierte, und für die Leckermäuler unter uns umwerfend köstliche Süßspeisen!
Quelle: https://www.youtube.com und Usenet. Klick auf das Bild, um eine Fotoserie mit 10 Fotos zu sehen.
Riesenspaß oder Leichtsinn? Ein 16-jähriger Norweger, Halvor Egner Granerud (* 29. Mai 1996 in Oslo), legte alle Kleidung (außer Strümpfen, Skischuhen, Helm und Handschuhen) ab und einen sicher gestandenen 60-m-Skisprung hin. Der spektakuläre Jump wurde von einem Freund mit Kopfkamera gefilmt, der in einer knappen Sekunde Abstand hinter dem Nacktivisten her sprang.

Tadellose Haltung – das ist sicher nicht sein erster Sprung!
Nachtrag 2015: Halvor Egner Granerud gewann bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2015 im kasachischen Almaty mit der norwegischen Mannschaft die Goldmedaille.
Nachtrag 2021: Sein bisher größter Erfolg ist der Sieg des Gesamtweltcups 2020/21. Im Dezember 2020 verpasste er den Skiflugweltmeistertitel um 0,5 Punkte und gewann die Silbermedaille. Wikipedia Kurz vor dem Finale der Nordischen Ski-WM hat das Coronavirus Norwegens Skisprung-Überflieger Halvor Egner Granerud zu Fall gebracht. Der elfmalige Saisonsieger wurde am Mittwoch den 3. März nach einem positiven Test isoliert. Der große Rivale von Markus Eisenbichler und Karl Geiger fiel damit für die Entscheidungen auf der Großschanze aus.

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Der Heilige Zenon. Bild: Wikimedia, gemeinfrei
Nudic Walking Training an der Isar – Zum Video
Die Buchfinken in der Wahner Heide nutzten jede Gelegenheit zwischen zwei Flugzeug-Starts, um ihr Frühlingslied anzustimmen. Dabei erkannten wir, dass auch die rheinischen Buchfinken ihren eigenen Dialekt singen, der in einigen Sequenzen deutlich von der westfälischen, der bayrischen und niedersächsischen Variante abweicht.
Günther führte uns in flottem Tempo von durchschnittlich 5,9 km/h auf einem 12,5 km langen, verschlungenen Rundweg durch das frühlingshafte Naturschutzgebiet, in dem wir u. a. einige Wasserbüffel und viele Ziegen beobachten konnten, und natürlich auch einige Menschen mit Kindern, Hunden oder Fahrrädern. Bei stetem Sonnenschein und Temperaturen bis 19° wurde uns schon richtig warm – der Bewegungsablauf beim Nordic Walking ist ja durchaus dynamischer als beim Wandern.
Nach Abschluss der Tour stärkten wir uns noch im „Bambi“, das für seine 500-Gramm-Koteletts in der Region weit bekannt ist. Dank an Günther für das rundum gelungene naturistische Erlebnis!
Wir trauern um unseren Mitwanderer H., der während der Pfingstwanderung an einem Herzversagen verstarb. Unser Mitgefühl gehört seiner Familie, mit der er noch wenige Minuten vor seinem Tod optimistisch und guter Dinge aus dem Wald heraus telefonierte.

Zwischen Glück und Tod liegt manchmal nur ein Augenblick
Nachdenklich und still auf dem Waldboden. Foto: Anne
© Leopoldmuseum Wien
NACKT ZU DEN NACKTEN MÄNNERN lautete die Einladung des Leopold-Museums Wien zu den vier nackten Führungen am 18. Februar 2013. Insgesamt fanden sich fast 300 nackte MuseumsbesucherInnen im Alter zwischen 20 und 70 Jahren ein, darunter rund 15 Prozent Frauen.
Nackt durch Museum schlendern, dabei Kunst genießen und verstehen: Das war mitten im Februar im Wiener Leopold-Museum angesagt. »Nackte Männer in der Kunst« hieß die Ausstellung, die hochkarätige Exponate mit Darstellungen nackter Männer vom alten Ägypten bis zur Gegenwart darbot, einer Zeitspanne von 6000 Jahren.
Unter all den Bildnissen nackter Männer hatten sich mehrere Gruppen von Naturisten eingefunden, die sich ebenfalls nackt durch die Ausstellung führen ließen. So fühlte man sich nackt am richtigen Ort und sah sich der starren Pose eines ägyptischen Herrschers nicht verkleidet sondern auf Augenhöhe gegenüber, oder man nahm selbst die verführerisch graziöse Haltung eines bronzenen, griechischen Jünglings ein – so gut man konnte, denn die idealisierte Eleganz und die Anmut klassischer Statuen werden durch lebende Menschen selten erreicht.
Dass gleichzeitig mit der Wiener Ausstellung im nur 150 km entfernten Linzer Lentos Kunstmuseum die Ausstellung »Der nackte Mann« mit einer ganz ähnlichen Zielsetzung Erfolge feierte, spricht für die Relevanz des Themas: Nacktheit ist aktuell und wird thematisiert, vielleicht sogar als Neben-Erfolg der emanzipatorischen Bewegung eben auch die männliche Nacktheit, und Nacktheit ist präsent: In der Kunst und im täglichen Leben. Allah sei Dank: 6 Millionen Jahre nackte Menschheitsgeschichte waren nicht vergebens. Die paar tausend Jahre, in denen die Leute als Rang- und Statussymbole oder zur Verschleierung Klamotten und gar deren perverseste Inkarnation: Uniformen trugen, sollte die Menschheit möglichst schnell überwinden.
Auch Fußball wäre nackt viel fairer: Keiner könnte den Gegner am Trikot festhalten!
Beide Ausstellungen machen klar, dass die darstellende Kunst zu allen Zeiten den weiblichen Körper präferiert hat, aber Bildnisse nackter Männer daneben auch immer zu finden waren. Mit dem neuen Erwachen von Naturbewusstsein und der Erfindung des Naturismus um die Wende vom 19. ins 20. Jahrhundert, vor allem aber durch die industrielle Verbreitung in Werbung und illustrierter Presse nahmen die Darstellungen nackter Menschen dann insgesamt stark zu – wenn auch dabei die Kunst vermehrt hintan blieb. Aber auch heute noch findet man in allen Bereichen weit mehr Frauenkörper als Darstellungen nackter Männer.
Beide Ausstellungen vermittelten in einer qualifizierten Führung diese Entwicklung von der frühen Kunstgeschichte bis hin zur Jetztzeit, die immer wieder von wechselnden Phasen größerer künstlerischer Freiheit oder aber massiver Strenge bezüglich der Darstellung von Nacktheit geprägt wurde. Im modernen Naturismus kann Nacktheit endlich wieder selbstverständlich erfahren und gelebt werden, allerdings bedrohen etwa die aus den USA beständig herüber schwappende Prüderie oder auch religiöse Bekleidungsvorschriften diese zurück gewonnene Natur-Freiheit des Menschen noch immer.
Unser Führer hätte ohne Kleidung seinen Text vergessen – sagt er.
Zum Schluss wollten alle ihre Garderobe wieder haben
Die durchaus skeptische Kritik der Süddeutschen Zeitung an der Linzer Ausstellung, die das Bedauern zum Ausdruck bringt: „Keiner (der Besucher) geht dem spontanen Impuls nach, seine Kleider abzustreifen.“ haben wir mit nackten Museumsbesuchen in Linz und Wien immerhin entkräftet und den einst von Sigmund Freud beschriebenen, „modernen Erwachsenentraum“ ausgelebt.
Die Spannbreite der Exponate in Linz wie in Wien wird durch die Süddeutsche ebenso treffend beschrieben: „So geht man postfreudianisch gestimmt heraus und weiß, dass der Mann ohne Kleider beides ist: eine kulturbildende Kraft und eine Witzfigur.“ Die etwas phallus-lastige Linzer Ausstellung gab wohl den Anlass zu dieser zwiespältigen Einschätzung. Wir Naturisten nehmen uns das jedoch nicht an: Wir sind schlicht Menschen in der bewussten Tradition von mehreren Jahrmillionen nackter Menschheitsgeschichte.
Links zu anderen Berichten über den nackten Museumsabend
⤻ ORF.at
⤻ Krone.at
⤻ DiePresse.com
⤻ DerStandard.at
⤻ BILD.de
Bad in der Bleiloch-Talsperre – ⬈ Zum Video