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Nackt Skispringen 2013

Nackt Skispringen

Neue Sportvariante: Nacktes Skispringen 2013

Nackter SkisprungQuelle: https://www.youtube.com und Usenet. Klick auf das Bild, um eine Fotoserie mit 10 Fotos zu sehen.

Riesenspaß oder Leichtsinn? Ein 16-jähriger Norweger, Halvor Egner Granerud (* 29. Mai 1996 in Oslo), legte alle Kleidung (außer Strümpfen, Skischuhen, Helm und Handschuhen) ab und einen sicher gestandenen 60-m-Skisprung hin. Der spektakuläre Jump wurde von einem Freund mit Kopfkamera gefilmt, der in einer knappen Sekunde Abstand hinter dem Nacktivisten her sprang.

Skisprung
Tadellose Haltung – das ist sicher nicht sein erster Sprung!

Nachtrag 2015: Halvor Egner Granerud gewann bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2015 im kasachischen Almaty mit der norwegischen Mannschaft die Goldmedaille.

Nachtrag 2021: Sein bisher größter Erfolg ist der Sieg des Gesamtweltcups 2020/21. Im Dezember 2020 verpasste er den Skiflugweltmeistertitel um 0,5 Punkte und gewann die Silbermedaille. Wikipedia Kurz vor dem Finale der Nordischen Ski-WM hat das Coronavirus Norwegens Skisprung-Überflieger Halvor Egner Granerud zu Fall gebracht. Der elfmalige Saisonsieger wurde am Mittwoch den 3. März nach einem positiven Test isoliert. Der große Rivale von Markus Eisenbichler und Karl Geiger fiel damit für die Entscheidungen auf der Großschanze aus.

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Suchmaschinen-Ergebnis bei Ecosia am 06.03.2021

 

Auch im Jenseits müssen Naturisten um ihre Rechte kämpfen 2013

Stollbergs Inferno

Wenn’s draußen frostig ist und dunkel, dann setzt sich auch der Naturist an den Kamin, nimmt ein Buch zur Hand (oder den e-book-reader) und lässt sich von der Faszination der lodernden Flammen erwärmen. »Stollbergs Inferno« ist zwar schon ein paar Jahre alt, aber mir war die Geschichte des Philosophie-Professors, der mitten in einer Vorlesung einem Herzinfarkt erlag, erst jetzt begegnet.
Zu seiner Überraschung fand sich Jan Stollberg in der Vorhölle wieder, und natürlich brauchte er eine Weile, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Die regelmäßigen Verhöre machten ihn mit den Gepflogenheiten in der Hölle vertraut, und bei den täglichen Arbeitseinsätzen musste er in felsigem Steinboden metertiefe Gruben ausheben, und, wenn er fertig war, sie wieder zuschütten. Sysiphus lässt grüßen. Besonders ideenreich war man seit Dantes fast 800 Jahre alten Inferno-Bericht in der Hölle also nicht.
In der kurzen täglichen Freizeit jedoch traf Jan eine Reihe altberühmter Kollegen wieder: Feuerbach, Nietzsche und Marx waren natürlich darunter, die er zwar nur von Bildern her kannte, die aber ihre irdischen Gesichstszüge in der Hölle behalten hatten, so dass er sie leicht erkennen konnte, obwohl er ihnen nie lebend begegnet war. Albert Camus, Habermas, Sartre und Ernst Haeckel waren auch da, sie allesamt in der Vorhölle der Todsünder zusammengeführt.
Von seinen Philosophen-Kollegen erfuhr Jan manch Erstaunliches: Dass Hitler und Stalin zum Beispiel aufgrund ihrer bekundeten Buße jetzt an der Seite Gottes im Paradies sitzen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Hölle wegen des großen Andrangs umorganisiert und rationalisiert. Das Motto “Buße macht frei!” prangt in großen metallenen Lettern über dem Eingang jeder Vorhölle, und die Abfertigung (Weitertransport in die Endlösung der Haupthölle) derjenigen, die sich dieses Motto nicht zu Herzen nahmen, wurde wesentlich beschleunigt.
Aus meinem winterlichen Trip in die Hölle und dem daran anschließenden Besuch im Himmel habe ich zwei eher unerfreuliche Erkenntnisse mitgenommen: In der Hölle trägt man einheitlich eine dunkle Kutte, im Paradies ist ebenso einheitlich ein in Persil-Weiß strahlendes Gewand angesagt. Im Himmel macht man allerdings sogar zum Duschen in der reinen Männer-Dusche das Licht aus, solch absurde Regeln erlässt dort der prüde Chef! Wir Naturisten werden also auch im Jenseits zu kämpfen haben, um unsere Rechte durchzusetzen – sowohl im Himmel als auch in der Hölle.
Buch-Empfehlung: Stollbergs Inferno, ISBN 9783865690494 Der Ausgang der Geschichte ist von tiefer philosophischer Weisheit.
 

Motto des Jahres 2013

Der Heilige ZenonDer Heilige Zenon. Bild: Wikimedia, gemeinfrei
Ein bewährter Nacktwander-Freund machte mich aufgrund meines Höllen-Trips darauf aufmerksam, dass man den Gedanken der jungen Philosophen unserer Zeit mit mehr Zurückhaltung begegnen sollte.
Deshalb habe ich mir als Motto des Jahres eine fundierte Aussage eines bewährten Bewahrers der christlichen Lehre ausgesucht. Der heilige Zeno, Bischof von Verona, lehrte: “Der größte Ruhm der christlichen Tugend ist es, die Natur mit Füßen zu treten.” Folgen wir also seiner heiligen Weisheit!
Ich weiß, der Bischof hat seine Aussage damals sehr viel blutiger gemeint als sie uns heute klingt (sie klingt uns ja heute noch schlimm genug!), aber ich versuche sie trotzdem einmal so zu interpretieren, als sei sie die Aufforderung an uns Naturisten, das sommerlich warmzarte Grasbett einer Flussniederung zu durchwandern und das saftige Gras mit unseren nackten Füßen zu treten. Den Grashalmen tun wir dabei nicht weh – die beherrschen ja die beneidenswerte Kunst, sich wieder aufzurichten!
 

Nudic Walking = Nacktes Nordic Walking 2013

Die verhältnismäßig junge Sportart Nordic Walking ist ein schwungvolles, sportliches Gehen mit Unterstützung von Stöcken. Natürlich sind auch viele Naturisten Anhänger dieser beliebten Art, sich fit zu halten, und wie bei jeder Sportart fragt man sich, wozu man denn Kleidung dabei tragen sollte. So kam es zum Nudic Walking (= Nud[ist Nord]ic Walking) – dem Nordic Walking ohne den Ballast von Klamotten.
Dem Walker sieht man ähnlich wie dem Jogger sofort an, dass die sportliche Aktivität der Grund für seine Nacktheit ist. Daher werden Walker wie Jogger deutlich seltener mit unzutreffenden Vermutungen über die Motivation ihrer Nacktheit konfrontiert als etwa Wanderer – was besonders vorkommt, wenn sie allein unterwegs sind. Aber natürlich macht auch Walken viel mehr Spaß in der Gruppe als allein!
Aber Walken ist eben eine deutlich sportlichere Bewegungsart als Wandern, und während man locker 6 Stunden wandern kann, hat man als Walker oder gar als Jogger nach ungefähr einer Stunde sein Soll erreicht. Aus diesem Grund gibt es mehr lokale Nudic-Walking-Treffs als Ganztags-Events wie beim Nacktwandern. Günther hat für den 4. Mai 2013 ein Nudic-Walking-Event in der Wahner Heide initiiert.
Gegenüber dem Wandern bietet das Nudic Walking u. a. wegen der kürzeren Event-Dauer einige Vorteile:
· man muss kein Proviant mitschleppen,
· man braucht weniger Sonnenschutz,
· man muss kurzfristig kaum mit Wetterumschwüngen rechnen,
· und man trainiert dabei weitaus mehr Muskelgruppen.
Voraussetzung für den Erfolg ist allerdings, dass man die Technik beherrscht. Nudic Walking sieht zwar leicht aus (und ist es auch), aber in den Details des Bewegungsablaufs liegt das Geheimnis des Erfolgs. Man kann zahllose Nordic-Walking-Gruppen beobachten, die ihre Stöcke müde hinter sich her schleifen und im Gemach-Spaziergang-Tempo die Feldwege entlang schlurfen. “Jede Anstrengung vermeiden” scheint deren Leitmotiv zu sein. Schade, denn ohne eine „schwungvolle Anstrengung“ wird praktisch kein Trainingseffekt erreicht. Aber bei keiner anderen Sportart ist der Erfolg so vergleichsweise einfach und kostengünstig zu erreichen! Und von den Krankenkassen gefördert.

Nudic Walking
Nudic Walking Training an der Isar – Zum Video

 

Erste Nacktwanderung der Saison im Sauerland 2013

Die erste Nacktwanderung der Saison war für den 20. April im Sauerland geplant. In früheren Jahren konnten wir um diese Zeit schon Wanderungen bei Sonnenschein und frühlingshaften 20° durchführen. Diesmal ließen die in Aussicht gestellten Höchsttemperaturen von 11° bei Wind um 20 km/h es fraglich erscheinen, ob sich unter diesen Bedingungen überhaupt jemand von seinen Klamotten befreien mochte. Aber wir mochten: Die Temperaturen stiegen nachmittags auf 13°, der Wind flaute ab, und die Sonne wärmte uns ungebremst vom blitzblauen Himmel. Damit waren die Bedingungen für eine angenehme Nacktwanderung gegeben, und wir trugen nur zu gern gern unsere unterwegs abgestreiften Klamotten als Bündel zum Parkplatz zurück.
Wer ohne Rucksack war, trug sein Bündel unter dem Arm. Foto: NorbertDurch den Frühlingswald. Foto: Norbert
Nicht für jeden war die Strahlungswärme der Sonne überzeugender Ersatz für die mäßige Lufttemperatur. Foto: NorbertMit Klamotten oder ohne? Foto: Norbert
Am Vormittag allerdings ließen die Temperatur mit 7° und kräftige Windböen keine Motivation aufkommen, sich von der Kleidung (incl. Winterhandschuhen) zu befreien: Die Vormittagsrunde wanderten wir in Klamotten. Von den ursprünglich 45 Anmeldungen trudelten aufgrund der Wetteraussichten 26 Abmeldungen ein, 7 bewiesen ihren mangelnden Stil, indem sie eine Abmeldung unterließen, so dass das Häuflein der Nacktwanderwilligen auf 12 Teilnehmer schrumpfte. Wie schön, dass unser Ausharren gegen Wind und Kälte schließlich siegte und wir doch noch hüllenlos die Aprilsonne genießen konnten! Vitare vestis!
 

Nudic Walking in der Wahner Heide 2013

Die Buchfinken in der Wahner Heide nutzten jede Gelegenheit zwischen zwei Flugzeug-Starts, um ihr Frühlingslied anzustimmen. Dabei erkannten wir, dass auch die rheinischen Buchfinken ihren eigenen Dialekt singen, der in einigen Sequenzen deutlich von der westfälischen, der bayrischen und niedersächsischen Variante abweicht.

Günther führte uns in flottem Tempo von durchschnittlich 5,9 km/h auf einem 12,5 km langen, verschlungenen Rundweg durch das frühlingshafte Naturschutzgebiet, in dem wir u. a. einige Wasserbüffel und viele Ziegen beobachten konnten, und natürlich auch einige Menschen mit Kindern, Hunden oder Fahrrädern. Bei stetem Sonnenschein und Temperaturen bis 19° wurde uns schon richtig warm – der Bewegungsablauf beim Nordic Walking ist ja durchaus dynamischer als beim Wandern.

Nach Abschluss der Tour stärkten wir uns noch im „Bambi“, das für seine 500-Gramm-Koteletts in der Region weit bekannt ist. Dank an Günther für das rundum gelungene naturistische Erlebnis!

 

Pfingstsamstags-Nacktwanderung im Arnsberger Wald 2013

Auf der Fahrt zum Startpunkt erlebten die anreisenden 12 Teilnehmer noch leichten Regen, und die herrschenden 8° luden nicht gerade dazu ein, nackt zu wandern. Doch der Regen hörte wie angekündigt pünktlich zum Mittag auf, und der Himmel hellte sich in Folge langsam auf. Die Sonne konnte ihr wärmendes Werk beginnen. Trotzdem waren zunächst Pullover und Winterhandschuhe angesagt! Erst nach ein paar Kilometern wurde den Wanderern an einer kräftigen Steigung richtig warm. Die ersten Pollover wurden wieder ausgezogen.
Nach dem Abstieg zum Möhnesee war dann die Lufttemperatur um mehrere Grade angestiegen, und hin und wieder erreichten uns die Strahlen der hochstehenden Sonne durch ein paar Wolkenlöcher. “Wenn nicht jetzt, wann dann?” hieß das ausgegebene Motto, dem alle Teilnehmer gern folgten. So wurden die Klamotten im Rucksack verstaut, und es ergab sich für die zweite Hälfte der Strecke noch eine richtig schöne, erquickende Nacktwanderung!
13° Lufttemperatur bei geringer Luftbewegung waren ausreichend. Foto: Friedhelm13° Lufttemperatur Foto: Friedhelm
Auf der Plattform am See versammelten sich alle. Foto: FriedhelmAuf der Plattform am See versammelten sich alle Foto: Friedhelm
Die in Wind- und Regen-Kleidung gehüllten Textilwanderer, die uns begegneten, staunten kräftig und sparten nicht mit verwunderten Kommentaren – denen fehlte einfach die Erfahrung des gesunden Körpergefühls, das auch bei Temperaturen um 12°, 13° ohne Wind ein pures Wohlfühl-Erlebnis bereitet! Nur ein älterer Herr, der uns am Start-/Ziel-Parkplatz begegnete, meinte mit seinen altersschwachen Augen erkennen zu können, dass unsere Geschlechtsorgane nicht schön anzuschauen seien. Ein gottloser und unanständiger Mensch, denn anständige Menschen schauen dem anderen ins Gesicht und nicht aufs Geschlecht! Und schmähen nicht Gottes Schöpfung als unansehnlich.
Auch im Gartencafé konnten wir zum Abschluss des Wandertags draußen sitzen und ließen uns sauerländischen Kuchen oder Schinkenbrot schmecken, bevor es an die Heim- oder Weiterfahrt ging.
 

Pfingstwanderung 2013 im Rothaargebirge

Wir trauern um unseren Mitwanderer H., der während der Pfingstwanderung an einem Herzversagen verstarb. Unser Mitgefühl gehört seiner Familie, mit der er noch wenige Minuten vor seinem Tod optimistisch und guter Dinge aus dem Wald heraus telefonierte.

Pfingst-Buche
Zwischen Glück und Tod liegt manchmal nur ein Augenblick

 

10. Pfingstwanderung 2013 im Rothaargebirge

Trotz der Wettervorhersage-Wende erst am Nachmittag des Pfingstsamstags – bis dahin waren für das Wandergebiet Gewitter vorhergesagt – kamen 59 Wanderer zur traditionellen Pfingstwanderung ins Rothaargebirge. Es hätte wohl noch ein Drittel mehr sein können – der Initiator hatte es unterlassen, die Wanderung im Forum www.fkk-freun.de anzukündigen. Das bedeutet erfahrungsgemäß ca. ein Drittel weniger Anmeldungen. Der Tag entpuppte sich dann als Ideal-Wandertag: Putzblauer Himmel und Temperaturen bis über 21° bereiteten den Teilnehmern eine sehr passende Voraussetzung zum Nacktwandern!
Wandern im sonnendurchstrahlten, lichten Wald. Foto: BerndSonnendurchflutet Foto: Bernd
Leider wurde dann die Wanderung durch den plötzlichen Tod des Mitwanderers H., dem auch der Notarzt des eiligst herbeigerufenen Rettungshubschraubers Christoph 25 nicht mehr helfen konnte, zum Trauer-Erlebnis. Auch hier sei noch einmal unser aller Mitgefühl an die Familie von H. ausgedrückt, dem mitten im Glücksgefühl einer naturistischen Wanderung das plötzliche Ende seines irdischen Seins widerfuhr.
Bei aller angemessenen Pietät und Zurückhaltung gegenüber der letztendlich traurigen Situation: Einen schöneren Tod kann ich mir allerdings kaum vorstellen als einen solchen Sprung aus irdischem Glücklichsein in die Ruhe der Ewigkeit – ohne langes Leiden und besorgte Vorahnung. Dieser Gedanke sei Trost und Hoffnung zugleich für alle, die diesem Ansatz folgen können. Auch wenn der Schock eines plötzlichen Todes den Angehörigen und Freunden zunächst besonders schmerzlich erscheinen muss.
Nachdenklich und still auf dem Waldboden. Foto: AnneNachdenklich und still auf dem Waldboden. Foto: Anne
Nach den in der Wander-Beschreibung angekündigten 14 km Wanderstrecke waren die real über 19,3 km führenden Wege mit 530 m kumuliertem Anstieg und Abstieg ein für die Teilnehmer unerwartet anspruchsvolles Programm, mit dem die Leistungsfähigkeit einiger Wanderer auf die Probe gestellt wurde. Vor allem der Schlussanstieg vom Birkelbach (520 m) zurück zum Rhein-Weser-Turm (660 m) auf einer Strecke von 3,3 km zog sich hin. Man erholte sich dann mit kräftigenden Gerichten und labenden Getränken im Turm-Restaurant und blickte dabei sinnend zurück auf die Geschehnisse des Tages, bevor die Heimreise angetreten wurde.
 

Nacktwanderung im südöstlichen Saarland bei purem Sommerwetter [08.06.2013]

25,4° lautete bei heiter bis wolkigem Himmel die maximale Temperatur, die wir auf unserer Wanderung im südöstlichen Saarland gemessen haben. Kein Wunder, dass wir bei der Wanderung entlang malerischer Felsformationen, einem weiten Ausblick übers Land und abwechslungsreichem Auf und Ab sogar ins Schwitzen kamen! Wie lange mussten wir in diesem Frühjahr auf eine solche Gelegenheit warten! 20 Teilnehmer aus vier Ländern (D, B, F, L), darunter zwei junge Damen und eine 6-jährige Schülerin, bewältigten die ca. 16 km lange Strecke in bester Laune.
Wandern im Schatten beeindruckender Felsformationen. Foto: RainerBeeindruckende Felsformationen. Foto: Rainer
Macht Platz für die Radfahrer! Foto: RainerPlatz für die Radfahrer Foto: Rainer
Alle Mountain-Biker, die uns auf den teils schmalen Pfaden begegneten oder überholten, bremsten rechtzeitig ab, und zeigten sich vielfach neidisch auf unser Outfit. Auch diverse Textilwandergruppen kamen uns entgegen oder wurden von uns überholt. “Oh, das gibt Mückenstiche!” war der besorgteste Kommentar einer Wanderin. Aber da hatten wir natürlich vorgesorgt. Im Anschluss an die Wanderung kehrten die meisten Teilnehmer noch in einem Gartenrestaurtant in der Nähe des Wanderparkplatzes ein, wo bei erfrischenden Getränken und wohlschmeckenden Gerichten die nächsten Nacktivitäten geplant und abgesprochen wurden.
 
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Nacktivitäten 2013

Wandern in der Rhön

Nackte Männer in der Kunst [20.03.13]

Werbe-Plakat© Leopoldmuseum Wien

NACKT ZU DEN NACKTEN MÄNNERN lautete die Einladung des Leopold-Museums Wien zu den vier nackten Führungen am 18. Februar 2013. Insgesamt fanden sich fast 300 nackte MuseumsbesucherInnen im Alter zwischen 20 und 70 Jahren ein, darunter rund 15 Prozent Frauen.

Nackte KunstliebhaberMuseum einmal anders

Nackt durch Museum schlendern, dabei Kunst genießen und verstehen: Das war mitten im Februar im Wiener Leopold-Museum angesagt. »Nackte Männer in der Kunst« hieß die Ausstellung, die hochkarätige Exponate mit Darstellungen nackter Männer vom alten Ägypten bis zur Gegenwart darbot, einer Zeitspanne von 6000 Jahren.

Griechische BronzestatueKlassische Anmut

Unter all den Bildnissen nackter Männer hatten sich mehrere Gruppen von Naturisten eingefunden, die sich ebenfalls nackt durch die Ausstellung führen ließen. So fühlte man sich nackt am richtigen Ort und sah sich der starren Pose eines ägyptischen Herrschers nicht verkleidet sondern auf Augenhöhe gegenüber, oder man nahm selbst die verführerisch graziöse Haltung eines bronzenen, griechischen Jünglings ein – so gut man konnte, denn die idealisierte Eleganz und die Anmut klassischer Statuen werden durch lebende Menschen selten erreicht.

Parallel-Ausstellung in Linz© Lentos Kunstmuseum Linz

Dass gleichzeitig mit der Wiener Ausstellung im nur 150 km entfernten Linzer Lentos Kunstmuseum die Ausstellung »Der nackte Mann« mit einer ganz ähnlichen Zielsetzung Erfolge feierte, spricht für die Relevanz des Themas: Nacktheit ist aktuell und wird thematisiert, vielleicht sogar als Neben-Erfolg der emanzipatorischen Bewegung eben auch die männliche Nacktheit, und Nacktheit ist präsent: In der Kunst und im täglichen Leben. Allah sei Dank: 6 Millionen Jahre nackte Menschheitsgeschichte waren nicht vergebens. Die paar tausend Jahre, in denen die Leute als Rang- und Statussymbole oder zur Verschleierung Klamotten und gar deren perverseste Inkarnation: Uniformen trugen, sollte die Menschheit möglichst schnell überwinden.

Auch Fußball wäre nackt viel fairer: Keiner könnte den Gegner am Trikot festhalten!Auch Fußball wäre nackt viel fairer: Keiner könnte den Gegner am Trikot festhalten!

Beide Ausstellungen machen klar, dass die darstellende Kunst zu allen Zeiten den weiblichen Körper präferiert hat, aber Bildnisse nackter Männer daneben auch immer zu finden waren. Mit dem neuen Erwachen von Naturbewusstsein und der Erfindung des Naturismus um die Wende vom 19. ins 20. Jahrhundert, vor allem aber durch die industrielle Verbreitung in Werbung und illustrierter Presse nahmen die Darstellungen nackter Menschen dann insgesamt stark zu – wenn auch dabei die Kunst vermehrt hintan blieb. Aber auch heute noch findet man in allen Bereichen weit mehr Frauenkörper als Darstellungen nackter Männer.

Beide Ausstellungen vermittelten in einer qualifizierten Führung diese Entwicklung von der frühen Kunstgeschichte bis hin zur Jetztzeit, die immer wieder von wechselnden Phasen größerer künstlerischer Freiheit oder aber massiver Strenge bezüglich der Darstellung von Nacktheit geprägt wurde. Im modernen Naturismus kann Nacktheit endlich wieder selbstverständlich erfahren und gelebt werden, allerdings bedrohen etwa die aus den USA beständig herüber schwappende Prüderie oder auch religiöse Bekleidungsvorschriften diese zurück gewonnene Natur-Freiheit des Menschen noch immer.

Nackt hätte ich meinen Text vergessenUnser Führer hätte ohne Kleidung seinen Text vergessen – sagt er.

Draußen liegt Schnee - bitte jetzt wieder in die KlamottenZum Schluss wollten alle ihre Garderobe wieder haben

Die durchaus skeptische Kritik der Süddeutschen Zeitung an der Linzer Ausstellung, die das Bedauern zum Ausdruck bringt: “Keiner (der Besucher) geht dem spontanen Impuls nach, seine Kleider abzustreifen.” haben wir mit nackten Museumsbesuchen in Linz und Wien immerhin entkräftet und den einst von Sigmund Freud beschriebenen, “modernen Erwachsenentraum” ausgelebt.

Die Spannbreite der Exponate in Linz wie in Wien wird durch die Süddeutsche ebenso treffend beschrieben: “So geht man postfreudianisch gestimmt heraus und weiß, dass der Mann ohne Kleider beides ist: eine kulturbildende Kraft und eine Witzfigur.” Die etwas phallus-lastige Linzer Ausstellung gab wohl den Anlass zu dieser zwiespältigen Einschätzung. Wir Naturisten nehmen uns das jedoch nicht an: Wir sind schlicht Menschen in der bewussten Tradition von mehreren Jahrmillionen nackter Menschheitsgeschichte.

Links zu anderen Berichten über den nackten Museumsabend
⤻ ORF.at
⤻ Krone.at
⤻ DiePresse.com
⤻ DerStandard.at
⤻ BILD.de

 

Nacktwanderung in der Wetterau [04.08.13]

In der Wetterau
Im Raum Nidda – Schotten, wo alljährlich im August eines der weltgrößten Oldie-Treffen mit Grand-Prix-Rennen der historischen Maschinen (und – meist ergrauten – Fahrer) stattfindet, hatten sich 25 Nacktwanderer eingefunden für eine knapp 15 km lange Wanderung durch Wald und Flur mit sehr schönen Panorama-Blicken.
Mit Sonnenschein und bis zu 30° Lufttemperatur ließ es sich nicht vermeiden, dass man auch ohne Klamotten ins Schwitzen kam, zumal die Luftbewegung nur sehr gering war und zur Kühlung nicht viel beitrug. Da ergab es sich gut, dass der wärmste Teil der Wanderung überwiegend durch schattenspendenden Wald führte.
Ein Reporter, der uns begleitete, will für die Wetterauer Zeitung eine „Sommergeschichte“ über die Wanderung schreiben.
 

Wetterauer Zeitung: Sommergeschichte [08.08.13]

Zieh dich aus und wandereZieh dich aus und wandere!
Wie angekündigt erschien in der Wetterauer Zeitung inzwischen die Sommergeschichte über unsere nackte Wanderung am 4. August bei Nidda am Ostrand der Wetterau. Der ausführliche Artikel stellt in gelungener Weise eine ganze Reihe Aspekte und Argumente zum Nacktwandern dar.
Der Artikel-Titel lautete: FKK geht auch beim Wandern! Die nächsten Lektionen lauten dann wohl: “FKK geht auch beim Einkaufen!”, “FKK geht auch beim Sport”, “FKK geht auch bei der Gartenarbeit”,…, “FKK geht eigentlich immer – sogar im Winter, etwa zum Eisbaden!”.
 

Nacktwanderung in der Rhön [11.08.13]

Unsere Nacktwanderung in der Rhön fand diesmal 33 Interessenten, von denen sich 19 nicht von den herrschenden Morgentemperaturen von 13° schrecken ließen. Das war schon kühl, zumal der Wind blies, aber für die erste Stunde hatten wir ja ohnehin einen bekleideten Rundgang durchs Schwarze Moor vorgesehen. Das erwies sich auch als richtig, denn es waren auch zu dieser frühen Sonntags-Stunde schon zahlreiche Besucher auf Rundweg und Aussichtsturm. Das Moor allerdings war weitgehend ausgetrocknet und bot keinen “schaurigen” Eindruck…
Landesgrenze zwischen Bayern und ThüringenIn breiter Front auf die frühere DDR-Grenze zu
Anschließend schloss sich eine 3-km-Runde durch Wald und Wiesen an, die uns nach Thüringen zum alten Grenz-Wachturm, einem erhaltenen Rest Grenzzaun und dem Plattenweg führte, auf dem bis 1989 Patrouille gelaufen wurde. Für diese Tour hatte die Sonne längst alle Kraft eingesetzt, so dass wir sogleich nach Verlassen des Schwarzen Moors die Kleidung abstreifen konnten – schon 100 m vom Parkplatz entfernt waren wir praktisch unter uns.
Nach der Mittagspause auf dem Parkplatz ging es dann auf die ca. 11 km lange Rundtour, die einen großen Bogen um das Schwarze Moor nach Südwesten schlug. Auch hier waren wir nach 100 m am Ausziehpunkt, und der Rest der Wanderung verlief bei 19° Luft und abflauendem Wind mit nur vereinzelten Begegnungen mit Mountain-Bikern oder entgegenkommenden Wanderern. Die Panorama-Kulisse zur Wasserkuppe konnten wir ebenso frei genießen wie einige weitere, wunderschöne Rundum-Blicke.
Während eines Wegabschnitts entlang der Hochrhön-Straße sahen wir voraus einen Streifenwagen der Polizei stehen. Die beiden Beamten fischten mit Laser-Kamera zu schnell fahrende Motorrad-Fahrer aus dem Verkehr. Unseren Gruß “Schönen guten Tag” beantworteten sie mit einem bayrischen “Grüß Gott”. “Ach, Sie sind es! Wir haben Ihr Fax bekommen, und es haben auch schon eine ganze Menge Leute angerufen.” Natürlich hatte ich dem zuständigen Polizeikommissariat unsere Wanderung angekündigt, damit die Polizisten nicht beim ersten Anruf ausrücken müssen um die Lage zu prüfen. Gut zu hören, dass diese Information auch den erhofften Nutzen hatte!
Zum Abschluss der Wanderung suchten die meisten Teilnehmer noch die Sennhütte in der Nachbarschaft auf, um den Tag vor dem Heimweg mit einer Stärkung und Erfrischung ausklingen zu lassen.
 

Nacktwanderung an der Bleilochtalsperre [17.08.13]

Die Bleilochtalsperre in Thüringen, prominenter Teil der Saale-Staustufen, war am Samstag, den 17. August, Ziel von 28 Nacktwanderern, die sich hier zu einer 17 km langen Wanderung längs des malerischen Saaletals einfanden.
Vom Bahnhof des Moorbads Bad Lobenstein begann die Wanderung mit einer Bahnfahrt zu der mitten im Wald gelegenen Bahnstation Halla Nord, und von dort zu Fuß zurück durch Wald und Feld.
Die zum Teil anspruchsvollen Aufstiege wurden mit weiten Ausblicken über Land und Fluss belohnt. Mehrfach bestand zwischendurch die Gelegenheit zu einem erfrischenden Bad im kühlenden Nass der Saale.
BadBad in der Bleiloch-Talsperre – ⬈ Zum Video
Im Gänsemarsch über die BrückeBrücken-Passage
Nach einer zweiten Badegelegenheit führte die Wanderung noch an einem Platz am Ufer der Talsperre vorbei, den eine Pferdebesitzerin zum Nassstriegeln ihrer Pferde benutzte. Der weitere Weg führte vor einem steilen Anstieg noch über eine Straßenbrücke, auf der wir uns eng auf einen schmalen Fußpfad drängen mussten.
Zum Abschluss der Wanderung gab es noch eine Einkehr mit zünftigen, thüringischen Grillspezialitäten, bevor einige die Heimfahrt antraten, die meisten aber ihr Quartier für die Folge-Wanderung am Sonntag aufsuchten.
 

Nacktwanderung an der Bleilochtalsperre [18.08.13]

Schloss BurgkSchloss Burgk
Am Sonntag fand eine zweite Nacktwanderung von der Bleilochtalsperre flussabwärts statt. Unweit des überragend gelegenen Schlosses Burgk lag der Start- und Zielpunkt der Wanderung, zu der sich 23 Teilnehmer aus Nah und Fern eingefunden hatten.
Die Tour führte zweimal über die Saale und für eine längere Strecke direkt am Fluss entlang; so erreichten wir die unteren Saale-Staustufen. Natürlich gab es auch diesmal wieder Gelegenheit zum Baden und jede Menge eindrucksvolle Blicke und Panoramen. Die Bedingungen waren mit 24° Luft und etwas mehr Bewölkung als am Samstag wieder außerordentlich angenehm.
Zum Abschluss des gelungenen Wochenendes sorgte die lokale Gastronomie noch einmal mit thüringischen Spezialitäten dafür, dass die Wanderer das Land und seine Küche in guter Erinnerung behielten.
 

Nass-Radel-Tour im Münsterland [31.08.13]

Ein halbes Dutzend nackte Radfahrer trafen sich im Münsterland, um eine Rundstrecke von 46 km durch die liebliche Münsterländische Parklandschaft zu erfahren. Die minimalen Steigungen (zwischen höchstem und tiefstem Punkt der Strecke lagen 12 m) waren auch für Senioren kein Problem. Die abwechslungsreiche Strecke führte auf den typischen Pättgeswegen durch Waldstücke, vorbei an Feldern, Weiden, Pferdekoppeln und Gärten, an Gehöften und einsam in der Natur gelegenen Wohnhäusern.
Die herrschenden 17° Lufttemperatur ließen andere Radfahrer, die uns eingemummt entgegen kamen, nicht schlecht staunen, aber kalt war es uns keineswegs. Das änderte sich auch nicht, als zunächst leichter Regen einsetzte. In der zweiten Hälfte der Tour gab es dann aber wieder aufgelockerte Bewölkung, durch die hin und wieder die Sonne lugte.
Zurück am Auto waren wir dann doch froh, die durchnässten Socken gegen trockene Exemplare tauschen zu können. Eigentlich müsste es für Nacktwanderer und -radler Socken mit Regenrinne geben, die das an den Beinen herunter laufende Nass auffängt und ableitet!
 

Talsperren-Umrundung im Wetterglück [07.09.13]

Die Luft war zu Beginn noch recht feucht und kühlDie Luft war zu Beginn noch recht feucht und kühl
Auf der Hinfahrt regnete es in Strömen. Die Temperaturen sanken auf 15°. Am Wanderparkplatz angekommen wurde es heller, der Regen hörte auf. “Wir versuchen es mal, wenn es wieder anfängt, kehren wir um.”, herrschte als Meinung vor.
Die Wanderung startete. Einigen war es noch zu kühl, um gleich alle Kleider abzulegen. Aber nach den ersten 1 bis 2 km kam des öfteren die Sonne durch, und die Luft wurde bald bis 22° warm. So blieb es dann auf den gesamten 16,5 km Strecke, die aus einer Talsperren-Umrundung mit ein paar zusätzlich eingebauten Schikanen (Steigungen auf umliegende Berge) gewürzt war.
“Seid ihr die Nacktwandergruppe vom WDR?”, fragte neugierig eine bekleidete Wanderin, die kurz stehen blieb, als sie uns begegnete. Offensichtlich hatte sie schon die eine oder andere Dokumentation über die zunehmend beliebter werdende Sportart »Nacktwandern« im Fernsehen gesehen. “Ja, das sind wir.”, bestätigten wir ihr. “Ach, das ist ja Klasse, dass ich euch mal live sehe!”, freute sie sich.
TalsperreAuf der Staumauer der Neye-Talsperre
Von der Krone bis zum Fuß der Staumauer führte ein Weg in Serpentinen hinab, und der Schlussabschnitt über die Staumauer führte unmittelbar in Christian’s Restaurant, der die 18 Wanderer mit kräftigen und schmackhaften Gerichten zu stärken wusste.