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Nacktivitäten 2013

Wandern in der Rhön

Nackte Männer in der Kunst [20.03.13]

Werbe-Plakat© Leopoldmuseum Wien

NACKT ZU DEN NACKTEN MÄNNERN lautete die Einladung des Leopold-Museums Wien zu den vier nackten Führungen am 18. Februar 2013. Insgesamt fanden sich fast 300 nackte MuseumsbesucherInnen im Alter zwischen 20 und 70 Jahren ein, darunter rund 15 Prozent Frauen.

Nackte KunstliebhaberMuseum einmal anders

Nackt durch Museum schlendern, dabei Kunst genießen und verstehen: Das war mitten im Februar im Wiener Leopold-Museum angesagt. »Nackte Männer in der Kunst« hieß die Ausstellung, die hochkarätige Exponate mit Darstellungen nackter Männer vom alten Ägypten bis zur Gegenwart darbot, einer Zeitspanne von 6000 Jahren.

Griechische BronzestatueKlassische Anmut

Unter all den Bildnissen nackter Männer hatten sich mehrere Gruppen von Naturisten eingefunden, die sich ebenfalls nackt durch die Ausstellung führen ließen. So fühlte man sich nackt am richtigen Ort und sah sich der starren Pose eines ägyptischen Herrschers nicht verkleidet sondern auf Augenhöhe gegenüber, oder man nahm selbst die verführerisch graziöse Haltung eines bronzenen, griechischen Jünglings ein – so gut man konnte, denn die idealisierte Eleganz und die Anmut klassischer Statuen werden durch lebende Menschen selten erreicht.

Parallel-Ausstellung in Linz© Lentos Kunstmuseum Linz

Dass gleichzeitig mit der Wiener Ausstellung im nur 150 km entfernten Linzer Lentos Kunstmuseum die Ausstellung »Der nackte Mann« mit einer ganz ähnlichen Zielsetzung Erfolge feierte, spricht für die Relevanz des Themas: Nacktheit ist aktuell und wird thematisiert, vielleicht sogar als Neben-Erfolg der emanzipatorischen Bewegung eben auch die männliche Nacktheit, und Nacktheit ist präsent: In der Kunst und im täglichen Leben. Allah sei Dank: 6 Millionen Jahre nackte Menschheitsgeschichte waren nicht vergebens. Die paar tausend Jahre, in denen die Leute als Rang- und Statussymbole oder zur Verschleierung Klamotten und gar deren perverseste Inkarnation: Uniformen trugen, sollte die Menschheit möglichst schnell überwinden.

Auch Fußball wäre nackt viel fairer: Keiner könnte den Gegner am Trikot festhalten!Auch Fußball wäre nackt viel fairer: Keiner könnte den Gegner am Trikot festhalten!

Beide Ausstellungen machen klar, dass die darstellende Kunst zu allen Zeiten den weiblichen Körper präferiert hat, aber Bildnisse nackter Männer daneben auch immer zu finden waren. Mit dem neuen Erwachen von Naturbewusstsein und der Erfindung des Naturismus um die Wende vom 19. ins 20. Jahrhundert, vor allem aber durch die industrielle Verbreitung in Werbung und illustrierter Presse nahmen die Darstellungen nackter Menschen dann insgesamt stark zu – wenn auch dabei die Kunst vermehrt hintan blieb. Aber auch heute noch findet man in allen Bereichen weit mehr Frauenkörper als Darstellungen nackter Männer.

Beide Ausstellungen vermittelten in einer qualifizierten Führung diese Entwicklung von der frühen Kunstgeschichte bis hin zur Jetztzeit, die immer wieder von wechselnden Phasen größerer künstlerischer Freiheit oder aber massiver Strenge bezüglich der Darstellung von Nacktheit geprägt wurde. Im modernen Naturismus kann Nacktheit endlich wieder selbstverständlich erfahren und gelebt werden, allerdings bedrohen etwa die aus den USA beständig herüber schwappende Prüderie oder auch religiöse Bekleidungsvorschriften diese zurück gewonnene Natur-Freiheit des Menschen noch immer.

Nackt hätte ich meinen Text vergessenUnser Führer hätte ohne Kleidung seinen Text vergessen – sagt er.

Draußen liegt Schnee - bitte jetzt wieder in die KlamottenZum Schluss wollten alle ihre Garderobe wieder haben

Die durchaus skeptische Kritik der Süddeutschen Zeitung an der Linzer Ausstellung, die das Bedauern zum Ausdruck bringt: “Keiner (der Besucher) geht dem spontanen Impuls nach, seine Kleider abzustreifen.” haben wir mit nackten Museumsbesuchen in Linz und Wien immerhin entkräftet und den einst von Sigmund Freud beschriebenen, “modernen Erwachsenentraum” ausgelebt.

Die Spannbreite der Exponate in Linz wie in Wien wird durch die Süddeutsche ebenso treffend beschrieben: “So geht man postfreudianisch gestimmt heraus und weiß, dass der Mann ohne Kleider beides ist: eine kulturbildende Kraft und eine Witzfigur.” Die etwas phallus-lastige Linzer Ausstellung gab wohl den Anlass zu dieser zwiespältigen Einschätzung. Wir Naturisten nehmen uns das jedoch nicht an: Wir sind schlicht Menschen in der bewussten Tradition von mehreren Jahrmillionen nackter Menschheitsgeschichte.

Links zu anderen Berichten über den nackten Museumsabend
⤻ ORF.at
⤻ Krone.at
⤻ DiePresse.com
⤻ DerStandard.at
⤻ BILD.de

 

Nacktwanderung in der Wetterau [04.08.13]

In der Wetterau
Im Raum Nidda – Schotten, wo alljährlich im August eines der weltgrößten Oldie-Treffen mit Grand-Prix-Rennen der historischen Maschinen (und – meist ergrauten – Fahrer) stattfindet, hatten sich 25 Nacktwanderer eingefunden für eine knapp 15 km lange Wanderung durch Wald und Flur mit sehr schönen Panorama-Blicken.
Mit Sonnenschein und bis zu 30° Lufttemperatur ließ es sich nicht vermeiden, dass man auch ohne Klamotten ins Schwitzen kam, zumal die Luftbewegung nur sehr gering war und zur Kühlung nicht viel beitrug. Da ergab es sich gut, dass der wärmste Teil der Wanderung überwiegend durch schattenspendenden Wald führte.
Ein Reporter, der uns begleitete, will für die Wetterauer Zeitung eine „Sommergeschichte“ über die Wanderung schreiben.
 

Wetterauer Zeitung: Sommergeschichte [08.08.13]

Zieh dich aus und wandereZieh dich aus und wandere!
Wie angekündigt erschien in der Wetterauer Zeitung inzwischen die Sommergeschichte über unsere nackte Wanderung am 4. August bei Nidda am Ostrand der Wetterau. Der ausführliche Artikel stellt in gelungener Weise eine ganze Reihe Aspekte und Argumente zum Nacktwandern dar.
Der Artikel-Titel lautete: FKK geht auch beim Wandern! Die nächsten Lektionen lauten dann wohl: “FKK geht auch beim Einkaufen!”, “FKK geht auch beim Sport”, “FKK geht auch bei der Gartenarbeit”,…, “FKK geht eigentlich immer – sogar im Winter, etwa zum Eisbaden!”.
 

Nacktwanderung in der Rhön [11.08.13]

Unsere Nacktwanderung in der Rhön fand diesmal 33 Interessenten, von denen sich 19 nicht von den herrschenden Morgentemperaturen von 13° schrecken ließen. Das war schon kühl, zumal der Wind blies, aber für die erste Stunde hatten wir ja ohnehin einen bekleideten Rundgang durchs Schwarze Moor vorgesehen. Das erwies sich auch als richtig, denn es waren auch zu dieser frühen Sonntags-Stunde schon zahlreiche Besucher auf Rundweg und Aussichtsturm. Das Moor allerdings war weitgehend ausgetrocknet und bot keinen “schaurigen” Eindruck…
Landesgrenze zwischen Bayern und ThüringenIn breiter Front auf die frühere DDR-Grenze zu
Anschließend schloss sich eine 3-km-Runde durch Wald und Wiesen an, die uns nach Thüringen zum alten Grenz-Wachturm, einem erhaltenen Rest Grenzzaun und dem Plattenweg führte, auf dem bis 1989 Patrouille gelaufen wurde. Für diese Tour hatte die Sonne längst alle Kraft eingesetzt, so dass wir sogleich nach Verlassen des Schwarzen Moors die Kleidung abstreifen konnten – schon 100 m vom Parkplatz entfernt waren wir praktisch unter uns.
Nach der Mittagspause auf dem Parkplatz ging es dann auf die ca. 11 km lange Rundtour, die einen großen Bogen um das Schwarze Moor nach Südwesten schlug. Auch hier waren wir nach 100 m am Ausziehpunkt, und der Rest der Wanderung verlief bei 19° Luft und abflauendem Wind mit nur vereinzelten Begegnungen mit Mountain-Bikern oder entgegenkommenden Wanderern. Die Panorama-Kulisse zur Wasserkuppe konnten wir ebenso frei genießen wie einige weitere, wunderschöne Rundum-Blicke.
Während eines Wegabschnitts entlang der Hochrhön-Straße sahen wir voraus einen Streifenwagen der Polizei stehen. Die beiden Beamten fischten mit Laser-Kamera zu schnell fahrende Motorrad-Fahrer aus dem Verkehr. Unseren Gruß “Schönen guten Tag” beantworteten sie mit einem bayrischen “Grüß Gott”. “Ach, Sie sind es! Wir haben Ihr Fax bekommen, und es haben auch schon eine ganze Menge Leute angerufen.” Natürlich hatte ich dem zuständigen Polizeikommissariat unsere Wanderung angekündigt, damit die Polizisten nicht beim ersten Anruf ausrücken müssen um die Lage zu prüfen. Gut zu hören, dass diese Information auch den erhofften Nutzen hatte!
Zum Abschluss der Wanderung suchten die meisten Teilnehmer noch die Sennhütte in der Nachbarschaft auf, um den Tag vor dem Heimweg mit einer Stärkung und Erfrischung ausklingen zu lassen.
 

Nacktwanderung an der Bleilochtalsperre [17.08.13]

Die Bleilochtalsperre in Thüringen, prominenter Teil der Saale-Staustufen, war am Samstag, den 17. August, Ziel von 28 Nacktwanderern, die sich hier zu einer 17 km langen Wanderung längs des malerischen Saaletals einfanden.
Vom Bahnhof des Moorbads Bad Lobenstein begann die Wanderung mit einer Bahnfahrt zu der mitten im Wald gelegenen Bahnstation Halla Nord, und von dort zu Fuß zurück durch Wald und Feld.
Die zum Teil anspruchsvollen Aufstiege wurden mit weiten Ausblicken über Land und Fluss belohnt. Mehrfach bestand zwischendurch die Gelegenheit zu einem erfrischenden Bad im kühlenden Nass der Saale.
BadBad in der Bleiloch-Talsperre – ⬈ Zum Video
Im Gänsemarsch über die BrückeBrücken-Passage
Nach einer zweiten Badegelegenheit führte die Wanderung noch an einem Platz am Ufer der Talsperre vorbei, den eine Pferdebesitzerin zum Nassstriegeln ihrer Pferde benutzte. Der weitere Weg führte vor einem steilen Anstieg noch über eine Straßenbrücke, auf der wir uns eng auf einen schmalen Fußpfad drängen mussten.
Zum Abschluss der Wanderung gab es noch eine Einkehr mit zünftigen, thüringischen Grillspezialitäten, bevor einige die Heimfahrt antraten, die meisten aber ihr Quartier für die Folge-Wanderung am Sonntag aufsuchten.
 

Nacktwanderung an der Bleilochtalsperre [18.08.13]

Schloss BurgkSchloss Burgk
Am Sonntag fand eine zweite Nacktwanderung von der Bleilochtalsperre flussabwärts statt. Unweit des überragend gelegenen Schlosses Burgk lag der Start- und Zielpunkt der Wanderung, zu der sich 23 Teilnehmer aus Nah und Fern eingefunden hatten.
Die Tour führte zweimal über die Saale und für eine längere Strecke direkt am Fluss entlang; so erreichten wir die unteren Saale-Staustufen. Natürlich gab es auch diesmal wieder Gelegenheit zum Baden und jede Menge eindrucksvolle Blicke und Panoramen. Die Bedingungen waren mit 24° Luft und etwas mehr Bewölkung als am Samstag wieder außerordentlich angenehm.
Zum Abschluss des gelungenen Wochenendes sorgte die lokale Gastronomie noch einmal mit thüringischen Spezialitäten dafür, dass die Wanderer das Land und seine Küche in guter Erinnerung behielten.
 

Nass-Radel-Tour im Münsterland [31.08.13]

Ein halbes Dutzend nackte Radfahrer trafen sich im Münsterland, um eine Rundstrecke von 46 km durch die liebliche Münsterländische Parklandschaft zu erfahren. Die minimalen Steigungen (zwischen höchstem und tiefstem Punkt der Strecke lagen 12 m) waren auch für Senioren kein Problem. Die abwechslungsreiche Strecke führte auf den typischen Pättgeswegen durch Waldstücke, vorbei an Feldern, Weiden, Pferdekoppeln und Gärten, an Gehöften und einsam in der Natur gelegenen Wohnhäusern.
Die herrschenden 17° Lufttemperatur ließen andere Radfahrer, die uns eingemummt entgegen kamen, nicht schlecht staunen, aber kalt war es uns keineswegs. Das änderte sich auch nicht, als zunächst leichter Regen einsetzte. In der zweiten Hälfte der Tour gab es dann aber wieder aufgelockerte Bewölkung, durch die hin und wieder die Sonne lugte.
Zurück am Auto waren wir dann doch froh, die durchnässten Socken gegen trockene Exemplare tauschen zu können. Eigentlich müsste es für Nacktwanderer und -radler Socken mit Regenrinne geben, die das an den Beinen herunter laufende Nass auffängt und ableitet!
 

Talsperren-Umrundung im Wetterglück [07.09.13]

Die Luft war zu Beginn noch recht feucht und kühlDie Luft war zu Beginn noch recht feucht und kühl
Auf der Hinfahrt regnete es in Strömen. Die Temperaturen sanken auf 15°. Am Wanderparkplatz angekommen wurde es heller, der Regen hörte auf. “Wir versuchen es mal, wenn es wieder anfängt, kehren wir um.”, herrschte als Meinung vor.
Die Wanderung startete. Einigen war es noch zu kühl, um gleich alle Kleider abzulegen. Aber nach den ersten 1 bis 2 km kam des öfteren die Sonne durch, und die Luft wurde bald bis 22° warm. So blieb es dann auf den gesamten 16,5 km Strecke, die aus einer Talsperren-Umrundung mit ein paar zusätzlich eingebauten Schikanen (Steigungen auf umliegende Berge) gewürzt war.
“Seid ihr die Nacktwandergruppe vom WDR?”, fragte neugierig eine bekleidete Wanderin, die kurz stehen blieb, als sie uns begegnete. Offensichtlich hatte sie schon die eine oder andere Dokumentation über die zunehmend beliebter werdende Sportart »Nacktwandern« im Fernsehen gesehen. “Ja, das sind wir.”, bestätigten wir ihr. “Ach, das ist ja Klasse, dass ich euch mal live sehe!”, freute sie sich.
TalsperreAuf der Staumauer der Neye-Talsperre
Von der Krone bis zum Fuß der Staumauer führte ein Weg in Serpentinen hinab, und der Schlussabschnitt über die Staumauer führte unmittelbar in Christian’s Restaurant, der die 18 Wanderer mit kräftigen und schmackhaften Gerichten zu stärken wusste.
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Nacktwandern 2010

Nacktwandern 2010

Nacktwanderung am Möhnesee (18.04.10)

Bild 1: Nacktwandern im Arnsberger WaldBild 1: Nacktwandern im Arnsberger Wald
Vom Aupketal zum Möhnesee und in einem großen Bogen zurück – das war die Nacktwanderung zum Saisonauftakt 2010. 16 Wanderer zwischen 18 und 66 Jahren starteten auf die 17 km lange Strecke bei 19° bis später 22° Luft und Sonnenschein und erlebten zahlreiche Begegnungen mit bekleideten Wanderern und Radfahrern – natürlich besonders auf dem „Südlichen Randweg“ des Stausees, dem die Gruppe für knapp 3 km folgte.
Auf dem Rückweg erreichten wir eine Stelle, an der ein März-Sturm nur wenige Wochen vor unserer Wanderung über eine Wegstrecke von 100 m noch einige Nadelbäume umgeworfen hatte. Das Überklettern war für die nackten Wanderer eine recht pieksige Angelegenheit! Besonders unangenehm wurde die Passage für die Barfußwanderer, die bei jedem Tritt erst einmal die hochstehenden Fichten- und Kiefernnadeln platt treten mussten…
Bild 4: Ein pieksiges Hindernis galt es zu überwindenBild 4: Ein pieksiges Hindernis galt es zu überwinden
Woraus ich die Lehre mitnahm, dass man als Initiator die letzte Kontrollwanderung der Strecke möglichst zeitnah vor dem geplanten Wandertermin absolvieren sollte – diesmal waren 6 Wochen vor dem Termin offensichtlich nicht zeitnah genug. Dabei war der Sturm im März gar nicht so heftig gewesen, dass größere Schäden im Wald zu befürchten gewesen wären. Aber Wetterphänomene wirken sich ja oft lokal konzentriert aus.

Nacktwanderung im Taunus (25.04.10)

Bild 5: Noch sehr zartes Grün schmückte die Zweige der Bäume im TaunusBild 5: Noch sehr zartes Grün schmückte die Zweige der Bäume im Taunus
Am letzten Aprilsonntag hatte Luftikus in den Taunus in die Nähe von Brandoberndorf geladen. Treffpunkt war auf dem Parkplatz des Schwimmbads, von dem aus die mehr als 40 Wanderer auf einen 16 km langen Rundweg starteten.
Bild 7: Ein Polizeiauto drängelt sich nach vornBild 7: Ein Polizeiauto drängelt sich nach vorn
Gegen Ende der Wanderung holte uns ein Streifenwagen der Polizei ein und fuhr eine Weile lang im Schritttempo hinter uns her. Dann überholte er die Wandergruppe und hielt, als er die Spitze erreicht hatte, an. Zwei Polizisten stiegen aus.

Wer ist hier derjenige, der sagt, wo es langgeht?
Luftikus meldete sich: “Das bin ich.
Was machen Sie hier?
Wir wandern.
Wo wollen Sie hin?
Zum Schwimmbad. Dort stehen unsere Autos. Da ziehen wir uns wieder an und fahren anschließend in ein Waldrestaurant zum Abendessen.
Aha. Und außer Wandern machen Sie nichts?
Nein. Es heißt, zwischendurch machen wir auch mal eine Rast und stärken uns.
Ah ja. Na, dann wünschen wir Ihnen noch eine schöne Wanderung!

Der Polizist ging schon auf das Auto zu. Dann drehte er sich noch einmal um:
Wissen Sie was? Wir sind jetzt 37 km gefahren, um Sie zu finden. Und müssen wieder 37 km zurück fahren. Wenn Sie das nächste Mal so eine Wanderung vorhaben: Rufen Sie uns doch vorher an oder schicken Sie eine Mail. Dann wissen wir Bescheid und können Leuten, die uns anrufen, gleich sagen: Ja, wir wissen Bescheid, das sind halt Nacktwanderer.

Das hat Luftikus dann auch zugesagt, und seitdem empfehlen wir allen Initiatoren von Nackt-Events, vorher die Polizei zu informieren, damit die nicht unnötig ausrücken muss, sondern für wichtigere Einsätze bereitsteht.

Pfingst-Nacktwanderung im Rothaargebirge (25.05.10)

Bild 9: Zur Pfingstwanderung im Rothaargebirge waren über 60 Teilnehmer gekommenBild 9: Zur Pfingstwanderung im Rothaargebirge waren über 60 Teilnehmer gekommen
Die 7. Pfingstwanderung im Rothaargebirge hatte über 60 Teilnehmer angelockt. Strahlender Sonnenschein bot ausgezeichnete Bedingungen für die 14 km lange Tour, die von einem Fernsehreporter des Westdeutschen Rundfunks und zwei Volontärinnen begleitet wurde.
Diese drei waren die einzigen, die es vorzogen in Kleidern zu wandern, während die Zahl derjenigen, die »vom Scheitel bis zur Sohle« barfuß gingen, auf fast ein Dutzend gestiegen war. Und das sogar auf Wegen, die mit ihren groben Schottersteinen die Barfuß-Anfänger nur abschrecken konnten!
Bild 14: Weiter führte die Wanderung durch herrlich sonnendurchflutetes LandBild 14: Die Wanderung führte durch herrlich sonnendurchflutetes Land

 

Naturistenstieg-Eröffnung im Harz (28.-30.05.10)

Bild 15: Unter den Linsen der Pressefotografen durschschneidet Horst das Band zur Eröffnung des NaturistenstiegsBild 15: Der Naturistenstieg im Harz
Freitag, der 28. Mai, war Anreisetag. Da reichte es abends noch für eine kleine Vorab-Erkundung, die aber der fortgeschrittenen Tageszeit entsprechend in Klamotten stattfand – es war schon schattig und kühl.
Der Samstag war für die offizielle Eröffnung des Harzer Naturistenstiegs vorgesehen, hierfür waren mehrere Pressevertreter geladen. Unter anderem kam ein DPA-Fotograf, dessen Fotos über die Folgejahre durch die Agentur an viele Zeitungen in der ganzen Welt vermittelt wurden – z. B. bis nach Thailand, wo das Hobby Nacktwandern auf großes Unverständnis stieß.
Zur Eröffnung versammelten sich über 20 nackte Wanderinnen und Wanderer unterhalb der Staumauer, wo ein paar Informationsstände für Besucher aufgebaut und ein rot-weißes Absperrband über den Weg gebunden war, das von Horst unter eifrig betätigten Kamera-Auslösern durchschnitten wurde: „Hiermit eröffne ich den Harzer Naturistenstieg, den ersten offiziellen Nacktwanderweg in Deutschland.“
Bild 16: Die Einweihungs-Wanderung führte durch Löwenzahnwiesen, Felder und WälderBild 16: Auf dem Naturistenstieg im Harz
Anschließend erfolgte die Einweihungswanderung, die auch noch ein gutes Stück weit von den Fotoreportern begleitet wurde. Der ursprüngliche Initiator des Naturistenstiegs, Heinz Ludwig vom Campingplatz in Dankerode, hatte sich inzwischen von dem Projekt zurückgezogen – insbesondere verbreitete Vorbehalte seiner angestammten Camping-Gäste sollen der Grund dafür gewesen sein.

Nacktwanderung in der Rhön (13.06.10)

Bild 18: Ersterkundung der Hochrhön am 21. April 2009: Nacktspaziergang auf Schneeresten bei Sonne und 21° Luft Bild 5: Auf den Höhen der Rhön
Erich hatte mir vor 1 ½ Jahren von der wilden Schönheit der Rhön vorgeschwärmt. Ich nahm seine Schilderungen auf und machte am 21. April 2009 während einer Dienstreise nach Bayern im Grenzland zwischen Hessen und Bayern eine erste Erkundungstour in die Hochrhön – damals lag dort stellenweise noch Schnee, und in der warmen Aprilsonne machte ich meinen ersten nackten Schneespaziergang.
Jetzt aber war es Sommer, und nach weiteren Erkundungen hatte ich eine Rundroute vom Parkplatz Schwedenwall zum Sendemast auf dem Heidelstein, weiter zum Roten Moor und zurück ausgewählt.
Zwischen dem Heidelstein und dem Roten Moor haben wir aufgrund des sehr großen Publikumsverkehrs leichte Kleidung angelegt – wir wären als Nacktwandergruppe sehr deutlich in der Minderzahl gewesen, und das ist keine gute Ausgangssituation. An der Raststation Rotes Moor stieß Erich zu unserer Wandergruppe, da er sich nicht die gesamte Strecke zumuten wollte.
Bild 22: Nur ein kurzes Stück mussten wir einer Straße folgenBild 22: Nur ein kurzes Stück mussten wir einer Straße folgen
Nachdem wir uns im Roten Moor die Feuchtlandschaft gründlich angesehen hatten, führte uns der Rückweg über eine wenig bevölkerte Strecke zurück zum Parkplatz, so dass wir ca. 100 m nach Verlassen des Moors auch unsere Kleider wieder in den Rucksack packen konnten – die restlichen 7 km wanderten wir so wie die ersten 7 km wieder nackt.

Nacktwanderungen auf dem Rothaarsteig (27.06.10)

Bild 24: Nacktwanderung am Hessischen Rothaarsteig - auf gewundenen TalwegenBild 24: Nacktwanderung am Hessischen Rothaarsteig
Der Hessische Rothaarsteig gab Ende Juni den Rahmen für ein Nacktwander-Event ab, bei dem 21 TeilnehmerInnen und eine Hündin mitwanderten. Der Sommer zeigte sich von seiner besten Seite und bot der Wandergesellschaft einen herrlichen Tag mit sehenswerter Natur und weiten Ausblicken.
Bild 12: Zwischen Heuwiesen hindurch führt der Pfad

 

Nacktwanderung am Eisenberg (11.07.10)

Bild 30: Der Rennweg (nicht der Rennsteig) führt zum Eisenberg.Bild 30: Wandern auf dem Rennweg
Der Wanderparkplatz am Eisenberg war Mittelpunkt der Acht-Wanderung, die am Vormittag in einer Schleife in nordöstlicher Richtung, nach der Mittagsrast in einer Schleife in westlicher Richtung verlief. Die 17 nackten Wanderinnen und Wanderer stiegen zunächst je 180 m ins Wannetal bzw. nachmittags ins Hevetal ab und mussten anschließend wieder zum Rennweg aufsteigen, so dass insgesamt eine kumulierte Höhendifferenz von rund 500m zu überwinden war.
An dem Bildstock für den Heiligen Antonius erfuhren wir von der Geschichte des Johannes Köster, der sich hier im Wald verlaufen hatte, und mit Hilfe des Heiligen Antonius den rechten Weg zu seiner Braut wieder fand. In der Furt der Heve konnten die meisten nicht widerstehen, ein Bad – oder wenigstens ein Fußbad – zu nehmen.

Nacktwanderung in der Eifel (07.08.10)

Das Rodder Maar war eines der Ziele der von Regenmacher initiierten Wanderung. Das Maar, das eigentlich kein echtes Maar, weil nicht vulkanischen Ursprungs ist, wurde in der Geschichte mehrfach trockengelegt und als Landwirtschaftsfläche genutzt. Inzwischen sorgen die geringen Niederschläge im letzten Jahrzehnt für recht instabile Wasserstände.
Bei warmem Sommerwetter erlebten die 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine durch zahlreiche Panoramablicke auf die sanften Bergkonturen der Eifel reizvolle Wanderung durch grüne Wiesen und Weiden.
Als besonderes Ereignis hat sich eingeprägt, wie der Vater einer türkischen Familie seinen etwa 8- bis 10-jährigen Kindern sehr intensiv und lebhaft in der von der Wandergruppe abgewandten Richtung irgend etwas – wahrscheinlich Fiktives – zu erklären versuchte, und als die Kinder sich doch zwischendurch in unsere Richtung umdrehten, ihnen besorgt die Augen zuhielt. Arme Kinder: Die dürfen nicht lernen, welch großartige Lebewesen Allah mit der Schöpfung des Menschen geschaffen hat!
Bild 36: Der Uferweg wurde von der Wandergruppe beherrschtBild 36: Nacktwandern am Rodder Maar

Nacktwanderung mit Alfons, dem humoristischen Franzosen (12.09.10)

Bild 42: Helmut im Interview - Alfons natürlich mit PuschelmikrofonBild 42: Interview mit Puschel-Mikrofon
Alfons, der humoristische Franzose, der seit vielen Jahren in Deutschland lebt und seine Komik-Begegnungen mit Deutschen in seiner regelmäßigen Fernsehsendung »Puschel TV« zum Besten gab, wünschte sich, einmal Nacktwanderer begleiten zu dürfen. Wir boten ihm Anfang September die Gelegenheit, bei einer Wanderung nahe Hirschberg im Sauerland dabei zu sein.
Sein Kamerateam hatte einem Golfwagen mitgebracht, um die umfangreiche Film-Ausrüstung nicht die ganze Strecke tragen zu müssen, und um ggf. beim Wandern auch Fahr-Aufnahmen aus dem elektrisch getriebenen Mobil heraus zu machen.
Eine Gruppe von 19 Nacktwanderern, darunter eine Frau, hatten sich eingefunden, um die rund 17 km lange Wanderung durchzuführen – Alfons und sein Team immer dabei. Haupt-Interviewpartner war Helmut, aber unterwegs unterbrach z. B. ein Landwirt spontan seine Arbeit auf dem Acker, um sich bereitwillig Alfons’ Fragen zu stellen. Auch zufällig entgegen kommende Wanderer konnte Alfons in seinen Film einbeziehen.
Bild 45: Alfons: »Ihr wandert ganz schön schnell...ich bin voll verschwitzt.« Helmut: »Tja, man wandert ja auch nicht mit Kleidern!« Alfons: »Ach so. Entschuldigung!«Bild 45: Alfons ist »voll verschwitzt«
Eine Szene aus dem von Alfons produzierten Film kam sogar unter die 10 ungewöhnlichsten Fernseh-Spots des Jahres 2010. Alfons: »Sie wandern ganz schön schnell, ich bin voll verschwitzt.« Helmut: »Tja, man wandert ja auch nicht mit Kleidern!« Alfons: »Ach so, Tschuldigung.«