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Aktivitäten im Spätsommer

Eifel

6 Fotos im Artikel

Der Spätsommer bot 2023 vom 5. bis 12. September mit Tageshöchst-Temperaturen zwischen 26° und 30° noch einmal anhaltendes Hochsommer-Feeling und Gelegenheit zu nackten Aktivitäten.

Tages-Höchst-Temperaturen 05.-12-09.23 Kassel

Vulkaneifel-Wanderung am 10. September [20.09.23]

„Den herrlichen Spätsommer wollen wir noch einmal naturistisch bei einer Wanderung in der Vulkaneifel genießen.“ lautete dann auch die Einladung herbi’s für den zweiten Septembersonntag.

Die Vulkaneifel erstreckt sich von Südwest nach Nordost in einen leichten Bogen über die Eifelmaare bis zum Laacher See (1|6)Die Vulkaneifel: Von den Eifelmaaren bis hin zum Laacher See (1|6) Quelle: de.wikipedia.org

In der Gegend von Manderscheid führte die Wanderung über 15 km durch idyllische Bachtäler, aber manchmal auch auf schmalen Pfaden am Hang hinauf und hinab. Nach Schluss der Tour konnte man sich auf der Terrasse eines Restaurants die verbrauchten Kalorien wieder zuführen.

Giorgaki war einer der Wanderer in dem idyllischen Eifeltal (2|6)Giorgaki war einer der Wanderer im idyllischen Eifeltal (2|6)

Südliches Münsterland: Radeln bei 29° am 9. September [20.09.23]

Radeln im südlichen Münsterland (3|6)Radeln im südlichen Münsterland (3|6)

Bei solch hochsommerlichen Temperaturen braucht man als Radfahrer den Fahrtwind auf der Haut, um nicht ins Schwitzen zu kommen. Eigentlich hatte ich erwartet, an solch einem prächtigen Wochenend-Tag zahlreiche Ausflügler in der Natur zu treffen – aber weit gefehlt, vielen war es wohl einfach zu warm. Aber die meisten der Leute, die mir begegneten, beglückwünschten mich zu der Idee, die Klamotten in der Satteltasche gelassen zu haben.

Nur in dem kleinen Wallfahrtstort Herzfeld passte ich mich den innerörtlichen Gepflogenheiten an und stellte mich mit T-Shirt und Sprinter-Sporthose bekleidet in die Warteschlange im Eiscafé „Twin“, wo ich mir dann auf einem (von der Sonne gut aufgeheizten!) Stein sitzend einen Früchte-Eisbecher gönnte – die Stühle des Eiscafés waren alle besetzt. Wie gut, dass man als Nacktradler immer ein Handtuch im Gepäck hat: Das bot auch als Polster auf dem heißen Stein die passende Isolation.

Nach rund 20 km war die Rundtour durchs südliche Münsterland dann geschafft, und die letzten 3 Kilometer stadteinwärts ging es wieder in Klamotten zurück. Solche Spätsommertage dürfen noch öfter kommen!

Nachtrag: Der Wunsch ging nicht in Erfüllung. Die hochsommerliche Woche endete mit einem Temperatursturz und Unwettern mit Starkregen, der zu zahlreichen überfluteten Straßen und Kellern und sogar zur zeitweisen Sperrung der Autobahn A2 führte…

A2 von Starkregen überflutet (6|6)A2 von Starkregen überflutet (6|6)

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Nacktwanderungen 2020

2020 Nacktwandern

Nacktheit auf der Welt: Wandern um die Neyetalsperre [19.09.20]

Am Ufer der Neyetalsperre
Marc lebt in Genf, befindet sich derzeit als Autor auf einer Forschungsreise durch die Welt zum Thema Nacktheit und ist in Deutschland auf das Thema Nacktwandern gestoßen. Da es sein Prinzip ist, aus eigenem Erleben und Erfühlen zu berichten, ist er mit uns zusammen auf eine Nacktwanderung gegangen und hat dabei lange und ausführlich mit den anderen Teilnehmern gesprochen.
Als eine von vielen Episoden wird die deutsche Praxis der Nacktwanderungen in seinem Buch behandelt werden, dessen Erscheinen für 2021 vorgesehen ist – natury wird berichten.
Begegnung auf der Staumauer
Als Route der Nacktwanderung haben wir die Umrundung der Neye-Talsperre gewählt, die schon seit vielen Jahren gelegentliches Nacktwander-Ziel ist, und wo man sich während der Wanderung gut in ein Gespräch vertiefen kann, weil man sich nicht so sehr auf den Weg konzentrieren muss.
Das spätsommerlich ausgedünnte Laubdach des Waldes ließ genügend Sonnenstrahlen durch, um die Luft auf 23° aufzuwärmen, und hin und wieder konnte der Blick über den See schweifen, der unter einem völlig wolkenlosen Himmel lag. Im »Café an der Neyetalsperre« zog die Nacktwander-Gruppe (jetzt bekleidet) bei Kaffee, Kuchen und Eis die Bilanz des Wandertags und traf an den Nachbartischen all die Wanderer wieder, die ihr während der Wanderung nackt schon einmal begegnet waren.
Blick von der Staumauer auf den See
Nachtrag: Das Buch ⤻ Ich bin dann mal nackt von Marc Engelhardt ist einige Monate nach der Wanderung um die Talsperre erschienen.
 

Nacktwandern auf Wiesenwegen der Osteifel [14.09.20]

Lange Schatten wirft die fast herbstliche Sonne am späten Vormittag zu Beginn der Wanderung - Foto: Bernd
Erst Stimmzettel ausfüllen, dann nacktwandern – so lautete das Motto am zweiten Septembersonntag, nachdem Michael zum Abschluss des Sommers die Osteifel als Wanderrevier ausgesucht hatte.
Spätsommer-Wanderung mit Sonnenschutz
Bis auf 26° stiegen dort die Lufttemperaturen, und der ungestörte Sonnenschein veranlasste trotz des fortgeschrittenen Sommers einige der 18 Nacktwanderer, Sonnencreme aufzutragen. Wem der Vorrat an Sonnenschutzmitteln für Waden und Schienbeine nicht mehr reichte, versteckte sie kurzerhand in Kniestrümpfen, um einen Sonnenbrand an den Unterschenkeln zu vermeiden.
Bergfried Burg Olbrück
Fast die ganze Zeit hatte die Wandergruppe den Bergfried von Burg Olbrück im Blick, während sie zwischen Engeln und Hain durch Wiesen, Weiden, Felder und gelegentlich ein Waldstück wanderte. Das sanft hügelige Grün der Landschaft wurde oft unterbrochen durch weiße Flecken, die sich als Kühe heraus stellten und zu gewagten Spekulationen über die Frage anregten, warum die Kühe in der Eifel keine braunen oder schwarzen Flecken im Fell haben. Eine schlüssige Antwort fanden wir nicht.
Ein Eifelturm
Nachdem die 13 km der leicht bergigen Tour geschafft waren, war der »Neue Marhof« in Niederdürenbach, direkt an einen gut besuchten Swing Golf Platz grenzend, im Anschluss an die Wanderung der angesagte Ort für zahlreiche Eiskugeln, heißen Kaffee oder kühle Erfrischungen.
Für müde Wanderer: Eine Abkürzung über's Feld
 

Nacktwandern auf dem Grenzsteinweg [31.07.20]

In dem kleinen Ort Ringelstein beginnt der Grenzsteinweg, der ein Stück weit Teil der Waldroute ist – dem 240 km langen Haupt-Wanderweg des Sauerlands. Seinen Namen hat der Grenzsteinweg von mehreren Grenzsteinen und einem Zollpfosten, die die frühere Grenze zwischen dem Herzogtum Westfalen und dem Hochstift Paderborn markieren. Noch heute ist die Region Grenzgebiet zwischen den Landkreisen Paderborn, Soest und dem Hochsauerlandkreis, aber im Zeitalter des GPS spielen Grenzsteine keine offizielle Rolle mehr.
Der Grenzsteinweg führt zunächst über lauschige Waldpfade, wenngleich gelegentlich auch hier schon die Spuren der heute verbreitet gewalttätigen Waldwirtschaft der Waldeigentümer sichtbar werden. Der zweite Teil des Rundwegs führt dann über sauerland-typische, massiv geschotterte Waldstraßen – Videoaufnahmen von diesem zweiten Teil der Wanderung entstanden deshalb nicht.
»Nacktwandern auf dem Grenzsteinweg« 4:41 min ⬈ HD 400 MB | ⬈ SD 90 MB
Wandern auf dem Grenzsteinweg
 

WNT-Nacktwander-Lehrpfad im Kreis Recklinghausen [13.04.20]

Barfusswege
Besonders ausgewiesene Nacktwander-Lehrpfade können Menschen, die das Nacktwandern ausprobieren wollen, anfangs helfen – danach gilt: Jeder Wanderweg ist für dich ein Nacktwanderweg. Für die Westfälischen Naturisten-Tage (WNT) suchen und erproben wir regelmäßig weitere Pfade. In der Hohen Mark zwischen Dorsten und Haltern gelang dies nun außergewöhnlich schnell: Friedhelm hatte ein grobe Idee, Rainer plante einen Entwurf, und das erste Testwandern brachte ein paar Erfahrungen, den Streckenverlauf weiter zu optimieren.
Der Duft der BirnbaumblueteDer Duft der Birnbaumbluete
Praktisch alle Leute, denen wir begegneten, erwiderten unseren Gruß oder grüßten uns von sich aus. Unter den wandernden Menschen waren viele, die uns mit lustigen Bemerkungen anfeuerten oder scheinbar besorgt fragten, ob uns nicht kalt sei. Eine Paar auf Fahrrädern erfreute uns mit einem herzlichen ‘Frohe Ostern’. Eine Familie reagierte rundum vergnügt, als sie uns erblickte, Kinder winkten uns zu. Aus der Ferne war noch „Mama, warum sind die nackt?“ zu hören.
So zügig sind wir noch nie von der Idee einer Nackt-Wanderroute zum fertigen GPX-Track gelangt: Einmal „Entwerfen auf Verdacht“, einmal diesen Pfad nackt entlang wandern, Anregungen zur Änderung festhalten, entsprechend geänderte Route nackt abwandern.
Baeume des JahresBäume des Jahres
Länge der Route ca. 18 km, 1 Pausenauto nach ca 8 km. Etwa 17 von 18 km sind barfuß-tauglich, wenn man von zahlreichen Nadelbaum-Zapfen am Boden absieht. Sehr trainierte Barfußgeher schaffen auch den letzten, geschotterten Kilometer noch ohne Schuhe, so dass für diese eine Wanderung „ohne alles“ möglich ist. Wir passieren einen besonderen Aussichtspunkt – wer genau gelesen hat, weiß vielleicht schon, worum es geht, für alle anderen ist es dann eine Überraschung. Eine Bademöglichkeit ist in der Routenführung diesmal nicht enthalten.
Der Nacktwander-Lehrpfad „Hohe Mark“ ist fertig. Sobald mit COVID-19 begründeten Einschränkungen abgeschafft sein werden, können wir ihn miteinander erleben. Rainer
 

Nacktwandern mit guten Wünschen des Ordnungsamts [11.04.20]

Nacktwandern in Westwestfalen - Archivbild 2019
Beim Probewandern einer mit neuen Streckenabschnitten abgewandelten Nacktwander-Route der WNT passierte ich einen Parkplatz, der mit einem Grillplatz sowie einem Kinderspielplatz mit Sandkasten und Schaukeln verbunden ist. Ein paar PKW parkten dort – darunter auch ein Fahrzeug des Ordnungsamtes Coesfeld. Zwei Mitarbeiter passten offenbar auf, dass wegen COVID-19 die Menschen sich daran halten, keine Gruppen zu bilden.
„Halt, was machen Sie da?“, sprach mich einer der Herren an. „Ich tue etwas für meine Gesundheit: Ich wandere.“, antwortete ich. „Aber doch nicht so. Das ist nicht gestattet.“, wandte er ein.
„Doch, das ist es. Ich mache das seit vielen Jahren. Im Oktober 2018 hat die Zeitung Westfälische Nachrichten dazu einen Sprecher der Polizei in Münster und einen Fachbereichsleiter des Bürgeramtes in Senden befragt.“, erläuterte ich.
Während des Gesprächs holte ich einen klein gefalteten Ausdruck des WN-Artikels ⤻ Freie Körperkultur im Venner Moor – Nacktwandern ist keine Belästigung aus dem mitgeführten Leinenbeutel und bot ihn den Herren aus COVID-19-gerechtem Abstand zum Lesen an.
Einer der Herren vom Ordnungsamt nahm den Ausdruck an, faltete ihn auf, und beide lasen den Artikel.
„Das wussten wir nicht. Bitte entschuldigen Sie die Störung. Wir wünschen ihnen dann noch eine schöne Wanderung.“, war ihre Reaktion, und den Ausdruck gaben sie mir ordentlich zusammengefaltet wieder zurück. Meine Wanderung war gerettet!
Tipp: Vielleicht kann es auch dir einmal helfen, einen Ausdruck des WN-Artikels bei einer Nacktivität dabei zu haben! Rainer
 

Nacktwander-Saisonauftakt im Münsterland [06.04.20]

Längere Barfußstrecken sind Bestandteil der neuen WNT-WanderrouteEine neue WNT-Wanderroute
Strahlender Sonnenschein ludt am Palmsonntag ein, die Nacktwandersaison 2020 zu eröffnen. Ziel war die Erstbewanderung eines neu erkundeten Wegs für die WNT mit langen Barfußstrecken, einer Bademöglichkeit und einem Rastplatz mit Pausenauto. Bei 15° und kräftigem Wind am Wanderstart begann die Wanderung zwar bekleidet, aber barfuß und mit kurzen Hosen lösten die beiden Wanderer bei anderen Ausflüglern dennoch Verwunderung aus.
Die Temperatur stieg, der Wind ließ nach, und so war nach 5 km der Anlass gegeben, die Kleidung abzulegen. Am Pausenplatz bei Kilometer 10 kam ein Paar angeradelt, hielt an, und sie fragte: „Wir haben uns vermutlich verfahren – können Sie uns sagen, wie wir nach Ladbergen kommen?“ Wir unterhielten uns eine Weile im COVID-19-gerechten Abstand, was das Zeigen von Bildschirminhalten auf dem Smartphone nicht gerade leicht machte. Zum Abschied wünschten beide uns noch einen guten Appetit. Ein anderes Paar radelte vorbei, er rief ihr zu: „Schau mal, Nudisten!“, drehte sich dann zu uns um und winkte uns fröhlich zu.
Der nackte zweite Teil dieser Wanderung machte richtig Spaß: Die Lufttemperatur stieg auf 20 °C, der Wind ließ nach, alle Begegnungen verliefen sehr freundlich. Ich lernte etwas über ⤻ Gründüngung mit ⤻ Senfpflanzen und den Unterschied zu Raps. Wir begegneten zahlreichen Familien, Jugendlichen und Erwachsenen und sahen ihren Gesichtern an, wie viel Spaß ihnen die Begegnung mit uns offensichtlich bereitete.
Ackersenf wächst wie Unkraut, Weißer Senf wird in der Landwirtschaft zur Gründüngung eingesetztAckersenf wächst wie Unkraut
3 km vor dem Ziel der Wanderung erreichten wir den Dortmund-Ems-Kanal, der zum Bad einludt. Die Wassertemperatur von 8° erforderte noch einige Konzentration, fühlte sich im Vergleich zum Eisbaden bei 4° aber schon frühlingshaft an. Außerdem weht unter Wasser kein Wind – der trocknete danach in gemeinsamer Arbeit mit dem warmen Sonnenschein den Körper recht schnell wieder ab. Es war ein wunderschöner, beglückender Frühjahrsausflug! Rainer
 

In Tibets Bergen, Wüsten und Steppen: Schafe, nackte Lung-gom-pa Erfahrungen und Schneeleoparden [25.12.20]

Lung-gom-pa ist eine esoterische Fertigkeit im tibetischen Buddhismus, die es einem Praktizierenden ermöglicht, tagelang mit einer außergewöhnlichen Geschwindigkeit zu gehen, ohne anzuhalten.

Ein Schneeleopard erscheint gut getarntEin Schneeleopard erscheint gut getarnt
Lung-gom-pa Praktizierender in tibetanischer BerglandschaftLung-gom-pa Praktizierender in tibetanischer Berglandschaft
Peter aus der Schweiz erzählt in ⤻ einem illustrierten PDF-Bericht über Erfahrungen von einer ungewöhlichen Reise im Herbst des Coronajahrs 2020 durch eine auf uns fremd wirkende Welt in Zentralasien. Vielen Dank dafür!
 

Naturismus-Erfahrungen für junges Publikum – »Y-Kollektiv« Dreh bei den Thüringer Naturistentagen [19.09.20]

Bei der letzten TNT-Wanderung im Gebiet der Plothener Teiche hat uns Antonia begleitet. Antonia ist Redakteurin bei »Y Kollektiv«, einem öffentlich-rechtlichem Reportage-Format für die junge Zielgruppe (18-35 Jahre etwa). Das Team von Antonia gehört zu »FUNK«, dem »jungen Angebot von ARD und ZDF«. Jeden Donnerstag erscheint dort eine neue Reportage von 10-25 min Länge.
Inzwischen ist der Naturismus Film online erschienen, von dem ein Teil über die Wanderung bei den Thüringer Naturistentagen berichtet. ⬈ Der Film ist hier zu sehen (Link zu YouTube im modalem Fenster). Leider stören die vielen Verpixelungen ein wenig, aber da hatte Antonia aufgrund der festgelegten Regeln keine Wahl, und sie hat auch ihre Meinung dazu im Film dargestellt. – Andreas
Y-Kollektiv: Naturismus-Video
 

Wandern im Lichtkleid … aus Sicht einer Frau [28.08.20]

Dieses Jahr habe ich schon zum 2. Mal an einer sogenannten ‘Nacktwanderwoche’ teilgenommen: Erst an den WNT (Westfälischen Naturisten-Tagen) im Juli, nun den TNT (Thüringer Naturisten-Tagen) im August.
Wandern im Lichtkleid
Diese Tage bleiben mir in sehr angenehmer Erinnerung, obwohl wir Frauen in der Regel stark unterrepräsentiert waren: Bei einer Teilnehmerzahl von 20 bis 40 ‘trauten’ sich nur ca. 5 Frauen. Ich war mit meinem Partner unterwegs, fühlte mich daher sicher in der Gruppe, außerdem gab mir die Gruppengröße und die Selbstsicherheit einiger, erfahrener Teilnehmer genügend Courage gegenüber bekleideten Menschen, denen wir auf unseren Wanderungen selten, aber doch immer mal wieder begegneten. Die meisten freundlich, verständig und auch neugierig, einige aber auch schwer irritiert.
Diese brachten mich zu der Überlegung, warum ich draußen unbedingt nackt herumlaufen möchte!? Dazu sage ich, wenn die Umgebung stimmt, also es nicht in der Stadt ist oder in sehr bewohnten Arealen, sondern eher in von Menschen weniger frequentierten Gegenden, so macht es mir sehr viel Spaß, wirklich mit allen meinen Sinnen ‘Kontakt’ zur Natur aufzunehmen. Damit meine ich, nicht nur Augen, Nase, Ohren, Mund, Hände nehmen wahr und füttern mich mit Informationen über meine Umgebung, sondern auch Haut und Füße.
Wandern im Lichtkleid
Sind sie ‘eingesperrt’ in Kleidung und Schuhe, und das ist ein Großteil unseres Körpers, werden sie behindert in ihren Wahrnehmungsfähigkeiten. Ich durfte feststellen, dass mein Kopf durch zusätzliche, meist sehr angenehme Impulse über Haut und Füße unglaublich geflutet wurde mit der Verarbeitung! So sehr, dass es mir beinahe nebensächlich erschien, dass ich und meine Mitwanderer nackt waren. Das Barfußlaufen bis zum Hals nahm einen meditativen Charakter an, so dass ich ganz mit mir und den Impulsen der mich umgebenden, wunderbaren Natur beschäftigt war.
Also, liebe Frauen, traut euch! Es kommt überhaupt nicht darauf an, wie frau aussieht, oder was der oder die darüber denken könnte. Das ist unter Naturisten nicht das Thema (zumindest wird es nicht zum Thema gemacht)! – Angela
 
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Nacktwanderungen 2011

Nacktwandern 2011

Insgesamt 41 Fotos

Nacktwandern im Holzland am 3. September 2011 (Andreas)

Unterwegs im Holzland, einem Waldgebiet nordwestlich des Autobahnkreuzes Hermsdorf. Photo: AndreasBild 1: Im Holzland stehen viele Bäume
Das Holzland westlich von Bad Klosterlausnitz ist ein Waldgebiet, das wegen der unfruchtbaren Böden nicht in Ackerland umgewandelt wurde sondern seit frühen Zeiten holzwirtschaftlich genutzt wurde, z. B. von Leitermachern, Muldenhauern, Papiermühlen oder Pechschmieden. Genau solche Spuren der Vergangenheit wollten wir auf unserer Wanderung finden.
Wir besuchten die Große Rabsburg, Reste einer Raubburg auf dem Raubberg, die schon seit dem 13. Jahrhundert verfallen und deren Ruine mit dem Bau der Bahnstrecke Weimar-Gera 1873 weitestgehend zerstört wurden.
Nicht weit davon liegt die Papiermühle mit einer eigenen Bahnstation. Ziegemühle und Bockmühle, zwei Wassermühlen, sind in gutem Zustand erhalten, und ein Pechofenmodell, das nach Original-Funden rekonstruiert und neu aufgebaut wurde.
 

Nacktwandern am Hainich am 4. September 2011 (Horst)

Im Naturschutzgebiet Hainich, vormals Truppenübungsplatz, gewinnt zunehmend die Natur zurück, was ihr dir frühere Nutzung genommen hat. Nicht weit vom Baumkronenpfad und dem Nationalparkzentrum Thiemsburg begannen wir unsere Rundwanderung zwischen Wiesen und Feldern. Zwischendurch ergab sich die Möglichkeit, das leckeres, lokales Obst direkt vom Baum zu probieren.
Horst führte uns entlang des Hainichrands, einem heutigen Natuschutzgebiet und ehemaligem Truppenübungsplatz. Photo: HorstBild 10: Wandern am Hainichrand
 

Nacktwandern im Moor bei Steinhude am 11. September 2011 (Nicole)

Der Anmarsch zum Moor über die Wiese erfolgte schon über sehr weichen Boden. Photo: HorstBild 14: Wandern zum Moor
Das Steinhuder Meer im Westen und Neustadt am Rübenberge im Osten begrenzen das Gebiet mehrerer Moore, das eine Gruppe von 17 nackten Wanderern und Wanderinnen gemeinsam mit einem Drehteam des ZDF durchquerte. Der Anmarsch über die Wiese erfolgte schon über sehr weichen Boden, aber richtig schwarze Füße holte man sich dann im matschigen Grund des Toten Moors. Endlich herrschten hier einmal Wanderbedingungen, bei denen wirklich jedem das Barfußwandern Spaß machte!
Am Großen Moor wird auch noch Torf abgebaut und in langen Reihen zum Trocknen aufgestapelt, bevor er abtransportiert wird. Und zu aller Überraschung kamen wir noch am Rand des Weißen Moores am Beton-Sockel eines einst ⤻ 250 m hohen Sendemastes vorbei, der hier 1913-14 gebaut wurde, um eine Funk-Telegrafieverbindung nach Nordamerika zu betreiben. Der Betrieb der Funkstrecke wurde allerdings nach einigen Jahren durch neuere Techniken überholt, und an den 1931 gesprengten Sendemast erinnert außer dem Sockel nur noch der Wegename “Zum Funkenturm”.
 

Wir sind NRW: Nackt im Siegerland am 25. September 2011 (Christian, Helmut)

Wir sind NRW: Nackt im Siegerland. Christians Team und Interview-Partner Helmut. Photo: RainerBild 20: Christian Dassels Drehteam
Christian Dassel portraitierte 2011 in einer umfangreichen Filmreihe für den WDR die verschiedenen Landschaften von Nordrhein-Westfalen. Da im Siegerland im Jahr 2001 die erste Nacktwanderung stattfand, nahm er in den Film über diesen südlichsten Zipfel von NRW das Thema Nacktwandern auf.
Wanderstart war auf dem Parkplatz des Forsthauses Hohenroth, wo auch schon ein oder zwei Pfingstwanderungen gestartet waren. Das Drehteam hatte einen Bollerwagen mitgebracht, um die Technik zu transportieren – auf den teils holprigen Waldwegen erwies sich diese Transportart allerdings nicht als optimal.
Zunächst ging es 400 m hinab zur Obernau-Talsperre, an deren Ostufer wir ein paar Kilometer entlang wanderten. Eine Reihe von Begegnungen mit bekleideten Wanderern und Freizeitsportlern dokumentierte die Offenheit der Siegerländer: „Jeder nach seiner Facon“ hörten wir als Kommentar.
Bild 22: Christian im Interview mit unserem Siegerländer
Nachdem wir einem entkräfteten Wanderer unter die Arme gegriffen und ihm wieder die 250 m Höhendifferenz bis zum Forsthaus geholfen hatten, wurden wir dort fröhlich mit Hallo und vielen lustigen Kommentaren empfangen – der Kaffegarten war angesichts des guten Spätsommerwetters voll mit Ausflugsgästen besetzt, die mit dem Vorbeiwandern einer Nacktwandergruppe unerwartete Unterhaltung geboten bekamen. Danach machten wir uns noch zum Mittelpunkt des Kreises Siegen-Wittgenstein auf einen zweiten Rundweg. Auch hier konnte Christian Dassel noch einmal einige Szenen für seinen Dokufilm aufnehmen.
 

Nackt durch den Teutoburger Wald am 1. Oktober 2011 (Helmut)

Der Hermannsweg im Teuto - von ein paar querliegenden Bäumen lassen wir uns nicht aufhalten.Bild 20: Querliegende Bäume sind kein Hindernis
Ich hatte als Initiator der Polizei in Bad Iburg ein FAX geschickt mit der Information, dass wir zwischen Bad Iburg und Hilter am T.W. eine Nacktwanderung durchführen wollten. Während der Fahrt zum Startparkplatz erreichte mich ein Telefonanruf der Polizei auf meinem Handy.
Sie haben uns mitgeteilt, dass Sie heute nackt wandern wollen. Von wo starten Sie?
Wir starten von dem Parkplatz nördlich Hilter.
Wie viele sind Sie?
Angemeldet haben sich knapp 20, wieviele dann auch kommen, weiß ich noch nicht.
Und wohin soll die Wanderung führen?
Wir wandern erst Richtung Bad Iburg und dann in einem Bogen über das Zeppelindenkmal zurück.
Wandern Sie auch auf dem Hermannsweg?
Ein Stück ja, aber wie weit genau, das weiß nur mein Navi, dort ist die Route gespeichert.
Wandern Sie auch querfeldein abseits von Wegen?
Eigentlich nicht. Die Route führt nur entlang von Wegen, die in der Karte eingezeichnet sind.
Okay. Na, dann wünschen wir Ihnen eine schöne Wanderung. Und uns einen ruhigen Dienst: Dass nicht so viele Leute bei uns anrufen.
Tatsächlich ging der Wunsch des Polizisten in Erfüllung: Auf unserer Wanderung hatten wir einige Begegnungen mit textilen Wanderergruppen, aber alle Fragen der Textilträger konnten wir in netten Gesprächen beantworten, so dass auch die Polizei nicht durch Anrufe belästigt wurde.
Brunos erste Nacktwanderung
Dies war aber auch die erste Nacktwanderung für Bruno, einen langjährigen FKK-Freund aus dem FKK-Verein in Münster. Seinen ganz persönlichen Bericht haben wir in 3 Bildschirm-Kopien der natury Website von 2011 in die Galerie zu diesem Artikel aufgenommen.
 

Nacktwanderwochenende in der Eifel am 2./3. Oktober 2011 (Anne, Stephan, Rainer)

Sechs Naturistinnen und Naturisten hatten sich für den 2. Oktober in der Eifel verabredet und eine nackte Wanderung an der Madbachtalsperre durchgeführt. Zwei Wanderer aus Westfalen hatten sich entschieden, über Nacht vor Ort zu bleiben und am 3. Oktober eine Nacktwanderung an der benachbarten Steinbachtalsperre anzuschließen. Das Wetter spielte an beiden Tagen ausgezeichnet mit, und der beginnende Herbst sorgte für eine beeindruckende Stimmung in der Natur.
Ein Parkplatz für einen Anhänger Photo: RainerBild 36: Ein Anhänger im Walde und sein Fotograf
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Nacktwandern 2010

Nacktwandern 2010

Nacktwanderung am Möhnesee (18.04.10)

Bild 1: Nacktwandern im Arnsberger WaldBild 1: Nacktwandern im Arnsberger Wald
Vom Aupketal zum Möhnesee und in einem großen Bogen zurück – das war die Nacktwanderung zum Saisonauftakt 2010. 16 Wanderer zwischen 18 und 66 Jahren starteten auf die 17 km lange Strecke bei 19° bis später 22° Luft und Sonnenschein und erlebten zahlreiche Begegnungen mit bekleideten Wanderern und Radfahrern – natürlich besonders auf dem „Südlichen Randweg“ des Stausees, dem die Gruppe für knapp 3 km folgte.
Auf dem Rückweg erreichten wir eine Stelle, an der ein März-Sturm nur wenige Wochen vor unserer Wanderung über eine Wegstrecke von 100 m noch einige Nadelbäume umgeworfen hatte. Das Überklettern war für die nackten Wanderer eine recht pieksige Angelegenheit! Besonders unangenehm wurde die Passage für die Barfußwanderer, die bei jedem Tritt erst einmal die hochstehenden Fichten- und Kiefernnadeln platt treten mussten…
Bild 4: Ein pieksiges Hindernis galt es zu überwindenBild 4: Ein pieksiges Hindernis galt es zu überwinden
Woraus ich die Lehre mitnahm, dass man als Initiator die letzte Kontrollwanderung der Strecke möglichst zeitnah vor dem geplanten Wandertermin absolvieren sollte – diesmal waren 6 Wochen vor dem Termin offensichtlich nicht zeitnah genug. Dabei war der Sturm im März gar nicht so heftig gewesen, dass größere Schäden im Wald zu befürchten gewesen wären. Aber Wetterphänomene wirken sich ja oft lokal konzentriert aus.

Nacktwanderung im Taunus (25.04.10)

Bild 5: Noch sehr zartes Grün schmückte die Zweige der Bäume im TaunusBild 5: Noch sehr zartes Grün schmückte die Zweige der Bäume im Taunus
Am letzten Aprilsonntag hatte Luftikus in den Taunus in die Nähe von Brandoberndorf geladen. Treffpunkt war auf dem Parkplatz des Schwimmbads, von dem aus die mehr als 40 Wanderer auf einen 16 km langen Rundweg starteten.
Bild 7: Ein Polizeiauto drängelt sich nach vornBild 7: Ein Polizeiauto drängelt sich nach vorn
Gegen Ende der Wanderung holte uns ein Streifenwagen der Polizei ein und fuhr eine Weile lang im Schritttempo hinter uns her. Dann überholte er die Wandergruppe und hielt, als er die Spitze erreicht hatte, an. Zwei Polizisten stiegen aus.

Wer ist hier derjenige, der sagt, wo es langgeht?
Luftikus meldete sich: “Das bin ich.
Was machen Sie hier?
Wir wandern.
Wo wollen Sie hin?
Zum Schwimmbad. Dort stehen unsere Autos. Da ziehen wir uns wieder an und fahren anschließend in ein Waldrestaurant zum Abendessen.
Aha. Und außer Wandern machen Sie nichts?
Nein. Es heißt, zwischendurch machen wir auch mal eine Rast und stärken uns.
Ah ja. Na, dann wünschen wir Ihnen noch eine schöne Wanderung!

Der Polizist ging schon auf das Auto zu. Dann drehte er sich noch einmal um:
Wissen Sie was? Wir sind jetzt 37 km gefahren, um Sie zu finden. Und müssen wieder 37 km zurück fahren. Wenn Sie das nächste Mal so eine Wanderung vorhaben: Rufen Sie uns doch vorher an oder schicken Sie eine Mail. Dann wissen wir Bescheid und können Leuten, die uns anrufen, gleich sagen: Ja, wir wissen Bescheid, das sind halt Nacktwanderer.

Das hat Luftikus dann auch zugesagt, und seitdem empfehlen wir allen Initiatoren von Nackt-Events, vorher die Polizei zu informieren, damit die nicht unnötig ausrücken muss, sondern für wichtigere Einsätze bereitsteht.

Pfingst-Nacktwanderung im Rothaargebirge (25.05.10)

Bild 9: Zur Pfingstwanderung im Rothaargebirge waren über 60 Teilnehmer gekommenBild 9: Zur Pfingstwanderung im Rothaargebirge waren über 60 Teilnehmer gekommen
Die 7. Pfingstwanderung im Rothaargebirge hatte über 60 Teilnehmer angelockt. Strahlender Sonnenschein bot ausgezeichnete Bedingungen für die 14 km lange Tour, die von einem Fernsehreporter des Westdeutschen Rundfunks und zwei Volontärinnen begleitet wurde.
Diese drei waren die einzigen, die es vorzogen in Kleidern zu wandern, während die Zahl derjenigen, die »vom Scheitel bis zur Sohle« barfuß gingen, auf fast ein Dutzend gestiegen war. Und das sogar auf Wegen, die mit ihren groben Schottersteinen die Barfuß-Anfänger nur abschrecken konnten!
Bild 14: Weiter führte die Wanderung durch herrlich sonnendurchflutetes LandBild 14: Die Wanderung führte durch herrlich sonnendurchflutetes Land

 

Naturistenstieg-Eröffnung im Harz (28.-30.05.10)

Bild 15: Unter den Linsen der Pressefotografen durschschneidet Horst das Band zur Eröffnung des NaturistenstiegsBild 15: Der Naturistenstieg im Harz
Freitag, der 28. Mai, war Anreisetag. Da reichte es abends noch für eine kleine Vorab-Erkundung, die aber der fortgeschrittenen Tageszeit entsprechend in Klamotten stattfand – es war schon schattig und kühl.
Der Samstag war für die offizielle Eröffnung des Harzer Naturistenstiegs vorgesehen, hierfür waren mehrere Pressevertreter geladen. Unter anderem kam ein DPA-Fotograf, dessen Fotos über die Folgejahre durch die Agentur an viele Zeitungen in der ganzen Welt vermittelt wurden – z. B. bis nach Thailand, wo das Hobby Nacktwandern auf großes Unverständnis stieß.
Zur Eröffnung versammelten sich über 20 nackte Wanderinnen und Wanderer unterhalb der Staumauer, wo ein paar Informationsstände für Besucher aufgebaut und ein rot-weißes Absperrband über den Weg gebunden war, das von Horst unter eifrig betätigten Kamera-Auslösern durchschnitten wurde: „Hiermit eröffne ich den Harzer Naturistenstieg, den ersten offiziellen Nacktwanderweg in Deutschland.“
Bild 16: Die Einweihungs-Wanderung führte durch Löwenzahnwiesen, Felder und WälderBild 16: Auf dem Naturistenstieg im Harz
Anschließend erfolgte die Einweihungswanderung, die auch noch ein gutes Stück weit von den Fotoreportern begleitet wurde. Der ursprüngliche Initiator des Naturistenstiegs, Heinz Ludwig vom Campingplatz in Dankerode, hatte sich inzwischen von dem Projekt zurückgezogen – insbesondere verbreitete Vorbehalte seiner angestammten Camping-Gäste sollen der Grund dafür gewesen sein.

Nacktwanderung in der Rhön (13.06.10)

Bild 18: Ersterkundung der Hochrhön am 21. April 2009: Nacktspaziergang auf Schneeresten bei Sonne und 21° Luft Bild 5: Auf den Höhen der Rhön
Erich hatte mir vor 1 ½ Jahren von der wilden Schönheit der Rhön vorgeschwärmt. Ich nahm seine Schilderungen auf und machte am 21. April 2009 während einer Dienstreise nach Bayern im Grenzland zwischen Hessen und Bayern eine erste Erkundungstour in die Hochrhön – damals lag dort stellenweise noch Schnee, und in der warmen Aprilsonne machte ich meinen ersten nackten Schneespaziergang.
Jetzt aber war es Sommer, und nach weiteren Erkundungen hatte ich eine Rundroute vom Parkplatz Schwedenwall zum Sendemast auf dem Heidelstein, weiter zum Roten Moor und zurück ausgewählt.
Zwischen dem Heidelstein und dem Roten Moor haben wir aufgrund des sehr großen Publikumsverkehrs leichte Kleidung angelegt – wir wären als Nacktwandergruppe sehr deutlich in der Minderzahl gewesen, und das ist keine gute Ausgangssituation. An der Raststation Rotes Moor stieß Erich zu unserer Wandergruppe, da er sich nicht die gesamte Strecke zumuten wollte.
Bild 22: Nur ein kurzes Stück mussten wir einer Straße folgenBild 22: Nur ein kurzes Stück mussten wir einer Straße folgen
Nachdem wir uns im Roten Moor die Feuchtlandschaft gründlich angesehen hatten, führte uns der Rückweg über eine wenig bevölkerte Strecke zurück zum Parkplatz, so dass wir ca. 100 m nach Verlassen des Moors auch unsere Kleider wieder in den Rucksack packen konnten – die restlichen 7 km wanderten wir so wie die ersten 7 km wieder nackt.

Nacktwanderungen auf dem Rothaarsteig (27.06.10)

Bild 24: Nacktwanderung am Hessischen Rothaarsteig - auf gewundenen TalwegenBild 24: Nacktwanderung am Hessischen Rothaarsteig
Der Hessische Rothaarsteig gab Ende Juni den Rahmen für ein Nacktwander-Event ab, bei dem 21 TeilnehmerInnen und eine Hündin mitwanderten. Der Sommer zeigte sich von seiner besten Seite und bot der Wandergesellschaft einen herrlichen Tag mit sehenswerter Natur und weiten Ausblicken.
Bild 12: Zwischen Heuwiesen hindurch führt der Pfad

 

Nacktwanderung am Eisenberg (11.07.10)

Bild 30: Der Rennweg (nicht der Rennsteig) führt zum Eisenberg.Bild 30: Wandern auf dem Rennweg
Der Wanderparkplatz am Eisenberg war Mittelpunkt der Acht-Wanderung, die am Vormittag in einer Schleife in nordöstlicher Richtung, nach der Mittagsrast in einer Schleife in westlicher Richtung verlief. Die 17 nackten Wanderinnen und Wanderer stiegen zunächst je 180 m ins Wannetal bzw. nachmittags ins Hevetal ab und mussten anschließend wieder zum Rennweg aufsteigen, so dass insgesamt eine kumulierte Höhendifferenz von rund 500m zu überwinden war.
An dem Bildstock für den Heiligen Antonius erfuhren wir von der Geschichte des Johannes Köster, der sich hier im Wald verlaufen hatte, und mit Hilfe des Heiligen Antonius den rechten Weg zu seiner Braut wieder fand. In der Furt der Heve konnten die meisten nicht widerstehen, ein Bad – oder wenigstens ein Fußbad – zu nehmen.

Nacktwanderung in der Eifel (07.08.10)

Das Rodder Maar war eines der Ziele der von Regenmacher initiierten Wanderung. Das Maar, das eigentlich kein echtes Maar, weil nicht vulkanischen Ursprungs ist, wurde in der Geschichte mehrfach trockengelegt und als Landwirtschaftsfläche genutzt. Inzwischen sorgen die geringen Niederschläge im letzten Jahrzehnt für recht instabile Wasserstände.
Bei warmem Sommerwetter erlebten die 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine durch zahlreiche Panoramablicke auf die sanften Bergkonturen der Eifel reizvolle Wanderung durch grüne Wiesen und Weiden.
Als besonderes Ereignis hat sich eingeprägt, wie der Vater einer türkischen Familie seinen etwa 8- bis 10-jährigen Kindern sehr intensiv und lebhaft in der von der Wandergruppe abgewandten Richtung irgend etwas – wahrscheinlich Fiktives – zu erklären versuchte, und als die Kinder sich doch zwischendurch in unsere Richtung umdrehten, ihnen besorgt die Augen zuhielt. Arme Kinder: Die dürfen nicht lernen, welch großartige Lebewesen Allah mit der Schöpfung des Menschen geschaffen hat!
Bild 36: Der Uferweg wurde von der Wandergruppe beherrschtBild 36: Nacktwandern am Rodder Maar

Nacktwanderung mit Alfons, dem humoristischen Franzosen (12.09.10)

Bild 42: Helmut im Interview - Alfons natürlich mit PuschelmikrofonBild 42: Interview mit Puschel-Mikrofon
Alfons, der humoristische Franzose, der seit vielen Jahren in Deutschland lebt und seine Komik-Begegnungen mit Deutschen in seiner regelmäßigen Fernsehsendung »Puschel TV« zum Besten gab, wünschte sich, einmal Nacktwanderer begleiten zu dürfen. Wir boten ihm Anfang September die Gelegenheit, bei einer Wanderung nahe Hirschberg im Sauerland dabei zu sein.
Sein Kamerateam hatte einem Golfwagen mitgebracht, um die umfangreiche Film-Ausrüstung nicht die ganze Strecke tragen zu müssen, und um ggf. beim Wandern auch Fahr-Aufnahmen aus dem elektrisch getriebenen Mobil heraus zu machen.
Eine Gruppe von 19 Nacktwanderern, darunter eine Frau, hatten sich eingefunden, um die rund 17 km lange Wanderung durchzuführen – Alfons und sein Team immer dabei. Haupt-Interviewpartner war Helmut, aber unterwegs unterbrach z. B. ein Landwirt spontan seine Arbeit auf dem Acker, um sich bereitwillig Alfons’ Fragen zu stellen. Auch zufällig entgegen kommende Wanderer konnte Alfons in seinen Film einbeziehen.
Bild 45: Alfons: »Ihr wandert ganz schön schnell...ich bin voll verschwitzt.« Helmut: »Tja, man wandert ja auch nicht mit Kleidern!« Alfons: »Ach so. Entschuldigung!«Bild 45: Alfons ist »voll verschwitzt«
Eine Szene aus dem von Alfons produzierten Film kam sogar unter die 10 ungewöhnlichsten Fernseh-Spots des Jahres 2010. Alfons: »Sie wandern ganz schön schnell, ich bin voll verschwitzt.« Helmut: »Tja, man wandert ja auch nicht mit Kleidern!« Alfons: »Ach so, Tschuldigung.«

 

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Nacktwandern 2009

Nacktwandern 2009

Nacktwander-Auftakt im Sauerland bei Iserlohn am 19. April 2009

Bild 1: Die Nacktwandergruppe unterwegs im SauerlandBild 1: Die Nacktwandergruppe unterwegs im Sauerland
Stephanopel war der Startpunkt einer Wanderung durchs bergige Sauerland südlich von Iserlohn. Gleich zu Beginn gab es eine Steilstrecke zu bewältigen, die den Wanderinnen und Wanderern einen Höhengewinn von ca. 200 m brachte. Da es danach wieder 300 m bergab ging und erneut ein Aufstieg folgte, wurden kumuliert fast 600 Höhenmeter erklommen. Auch aufgrund der teils recht naturnahen Wege, auf denen man hin und wieder auch Hindernissen ausweichen musste, ergab sich ein recht anspruchsvolles Wanderprogramm.
Das Hönnetal mit seinen imposanten Felswänden und der von Eiszeitjägern genutzte Feldhofhöhle waren die im Tal gelegen Höhepunkte der 16 km langen Wanderung. Die Höhle wurde schon vor rund 100.000 Jahren von Neandertalern genutzt, von denen noch rund 150 Steinwerkzeuge hier gefunden wurden.
Auch der Homo sapiens hinterließ u. a. mit einer 15.000 Jahre alten Speerspitze seine Spuren, ebenso wie zahlreiche Wildtiere, vor allem Höhlenbären, die ihre Winterruhe gern hier verbrachten. Im 2. Weltkrieg diente die Höhle noch als Munitionslager, danach wurde sie wieder Ausflugsziel für die zahlreichen Spaziergänger und Wanderer, die sich durch den Balver Wald bewegen.
Bild 6: Auf den Spuren von Steinzeitjägern und Munitionslager-WachpersonalBild 6: Auf den Spuren von Steinzeitjägern und Munitionslager-Wachpersonal

Das Erste-Mai-Wochenende im Harz (Fr. 1. – So 3. Mai 2009)

Bild 8: Wir starteten unsere Wanderung südlich des Campingplatzes über eine FrühlingswieseBild 8: Wir starteten unsere Wanderung südlich des Campingplatzes über eine Frühlingswiese
Der Betreiber des Campingplatzes „Panoramablick“ in Dankerode, Heinz Ludwig, hatte die Idee gehabt, in der Nähe einen Nacktwanderweg einzurichten. Der Harzer Verkehrsverband griff die Idee auf, unterstützte Ludwig bei den weiteren Planungen und registrierte eine starke Resonanz, auf die der Vorschlag in der breiten Öffentlichkeit stieß. Das ganze Jahr 2008 über machte die Idee in allen möglichen Zeitungen und Nachrichtensendungen die Runde in ganz Deutschland
Eine Gruppe von etwa 20 Nacktwanderern nutzte dann das Maiwochenende 2009 zu einem Besuch mit ersten Probewanderungen im Harz. Die meisten wohnten auf dem Campingplatz in Dankerode. Von dort aus wanderten wir abwärts ins Tal der Wipper, danach weiter flussabwärts bis zur Talsperre. Nach der Umrundung der Talsperre ging es zurück – eine Gesamtstrecke von 17 km. Der fürs Auge attraktivste Teil der Wanderung war die Strecke nördlich des Stausees, von wo aus sich immer wieder Blicke auf den See auftaten, außerdem gab es einige Stellen, an denen man schwimmen gehen konnte.
Bild 10: Am Südrand der Talsperre gibt es einen beliebten BadeplatzBild 10: Am Südrand der Talsperre gibt es einen beliebten Badeplatz
Die Menschen, denen wir begegneten, wussten natürlich davon, dass Planungen für einen Nacktwanderweg existierten. ”Wir üben schon mal!”, erklärten wir denen, die sich überrascht zeigten, tatsächlich schon einer nackten Wandergruppe zu begegnen. [Die Eröffnung des Naturistenstiegs fand nämlich erst ein Jahr später statt.]

Wanderung im Ebbegebirge an der Fürwigge-Talsperre (16. Mai 2009)

Bild 12: Es war kühl in 600 m Höhe über NN: Nicht alle Nacktwanderer wanderten nacktBild 12: Es war kühl an der Nordhelle
Die Nordhelle im Märkischen Kreis ist mit 662 m der höchste Berg des Ebbegebirges und des Märkischen Kreises. Auf einem der vielen Parkplätze unterhalb des Gipfels, die im Winter die Autos der Skiausflügler aufnehmen, begann unsere Wanderung Richtung Fürwigge-Talsperre. Es war recht kühl, so dass mir meine Winter-Handschuhe gute Dienste leisteten, den gesamten Körper warm zu halten – denn wenn die Hände warm sind, bleibt alles andere auch warm.
Die Talsperre, die früher Versetalsperre hieß und ihren Namen an die später gebaute, größere Nachbarin abgeben musste, ist heute reine Trinkwassertalsperre. Mit ihrem knapp 5 km langem Rundweg ist sie Ziel vieler Spaziergänger, Jogger, Radfahrer – oder eben Nacktwanderer.

Wanderung in den Bückebergen (23. Mai 2009)

Bild 15: Frühsommersonne durchstrahlt den lichten Wald: Es wird Zeit für nackte WandererBild 15: Frühsommersonne durchstrahlt den lichten Wald
Die Bückeberge liegen östlich von Bückeburg, dazwischen liegt allerdings noch Bad Eilsen – ein Ort, den viele A2-Benutzer von der Autobahn-Ausfahrt her kennen. Aufgrund der bergigen Umgebung hat der Ort mit 2500 Einwohnern sogar zwei (!) Ausfahrten: Bad Eilsen West und eine Ausfahrt Ost (diese allerdings nur in Fahrtrichtung Dortmund).
Höhepunkt der Nacktwanderung durch die Bückeberge war der Vergleich unserer menschlichen Füße mit den 140 Millionen Jahre alten Fußabdrücken der Dinosaurier, die hier in einem Sandsteinbruch entdeckt wurden. Seitdem ist der Steinbruch wichtigster Bestandteil eines Erlebnispfads mit 9 Stationen zum Thema Dinos und Wald geworden.
Bild 18: Man erkennt Fußabdrücke als Unebenheiten in den SteinplattenBild 18: Man erkennt Fußabdrücke als Unebenheiten in den Steinplatten

Pfingst-Nacktwanderung am 31. Mai 2009

Den Pfingstsonntag verbrachten über 60 Nacktwander-Fans wieder mit Wandern im Rothaargebirge. Die Spuren des Kyrill-Orkans von 2007 waren vielerorts noch sehr deutlich sichtbar. Die Wander-Route führte diesmal durch das Edertal bis an die Eder-Quelle und zum Mittelpunkt des Kreises Siegen-Wittgenstein, der durch einen Findling mit einer Bronzetafel markiert wird.
Bild 19: Pfingstsonntag ist Nacktwandertag - das ist seit 6 Jahren zur Tradition gewordenBild 19: Pfingstsonntag ist Nacktwandertag – das ist seit 6 Jahren zur Tradition geworden
Zwei 10-jährige Jungs waren die jüngsten Teilnehmer, die Senior-Rolle übernahm ein 78-Jähriger. Für alle nackten Wanderer war die 14 km lange Tour bei warmem Frühsommerwetter ein geselliges Miteinander, das im Garten-Restaurant des Forsthauses mit Kaffee und Kuchen oder handfesteren Snacks einen gemütlichen Ausklang fand.
Bild 21: Mancherorts wurde der Weg durch die Kyrill-Schäden zu einem HindernispfadBild 21: Mancherorts wurde der Weg durch die Kyrill-Schäden zu einem Hindernispfad
 

Wanderung bei Burbach am 28. Juni 2009

Bild 22: Sattes Frühsommer-Grün begleitete uns auf der Wanderung im SiegerlandBild 22: Sattes Frühsommer-Grün begleitete uns auf der Wanderung im Siegerland
Burbach im Siegerland liegt zwischen Westerwald und Rothaargebirge, also in der traditionsreichsten Nacktwanderregion Deutschlands nahe dem Dreiländereck zwischen NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz. 18 NacktwanderInnen hatten den Weg hierher gesucht, um den Sommerwald zu erwandern. Wir waren nicht allein in der Natur unterwegs – eine bunt gemischte und gut gelaunte Gesellschaft kam uns in einem Planwagen entgegen und jubelte uns heftig winkend zu, während wir am Wegesrand Eskorte standen.
Bild 23: Für die entgegen kommende Planwagen-Gesellschaft standen wir SpalierBild 23: Für die entgegen kommende Planwagen-Gesellschaft standen wir Spalier

Nacktwanderung im Teutoburger Wald am 18. Juli 2009

Bild 24: Der Teutoburger Wald bietet überwiegend grob strukturierte und wenig wanderfreundliche WegeBild 24: Im Teutoburger Wald südlich vom Hermann
Zwei der 10 angereisten Nacktwanderer wollten erst einmal abwarten, wie denn eventuell entgegen kommende, bekleidete Wanderer auf die nackte Wandergruppe reagierten, und blieben angekleidet. Es dauerte nicht lange, bis uns eine Familie mit zwei Kindern im Grundschulalter begegnete, und wir hörten die Mutter sagen: “Kinder, guckt euch das genau an. Das ist die neue Armut in Deutschland, die können sich keine Kleider mehr kaufen. Lernt ihr immer gut in der Schule, damit es euch nicht auch mal so geht!”. “Aber es macht auch viel Spaß, nackt zu wandern!”, warfen wir ein. Nach dieser Begegnung war es für die beiden Zögernden in unserer Gruppe klar: “Wartet mal kurz, wir ziehen uns auch aus!”.
Kurze Zeit später kam uns ein älterer Mann joggend entgegen. Als er uns sah, wurde er langsamer, blieb dann sogar stehen. “Das ist ja toll! Meine Frau glaubt mir kein Wort, wenn ich ihr das erzähle. Darf ich ein Beweisfoto von euch machen?” – “Na klar, wenn das Foto für den persönlichen Gebrauch bleibt, gerne!”, erlaubten wir ihm, ein Handy-Foto von unserer Wandergruppe zu machen.
Bild 26: Der Sendemast des WDR mit 300 m Höhe fällt manchmal in kalten Winternächten umBild 26: Der Sendemast des WDR mit 300 m Höhe
Wir kamen auch am 300 m hohen Sendemast des WDR vorbei, der ein paar Jahre vorher bei Frost umgestürzt war, weil durch die Kälte der Nacht die Halteseile zu straff geworden waren und die Spannung so groß wurde, dass der Mast zerbrach und in den Wald fiel. Jetzt steht hier ein neuer.

Nacktwanderung im Deister am 2. August 2009

Bild 27: Der NDR berichtete über unsere Nacktwanderung im südlichen DeisterBild 27: Der NDR berichtete über unsere Nacktwanderung im südlichen Deister
Der Parkplatz am Nienstedter Pass war Startpunkt für eine 16 km lange Nacktwanderung durch den Deister. Sie führte über Köllnischfeld Richtung Bielsteine und dann nach einem Bogen durch den südöstlichen Ausläufer des Deisters über den Kammweg zum Annaturm. Als wir dort ankamen, war Zeit zum Abendessen, und nachdem wir uns kurz vor dem Turm angekleidet hatten, kehrten wir hier ein.
Die Wanderung wurde begleitet von einem NDR-Reporter, der mit seinem Team ein Video für das Niedersachsen-Magazin drehte und dabei auch mehrere Leute interviewte, die uns begegneten oder die im Annaturm-Restaurant an Nebentischen saßen. Das Video wurde ein paar Tage später gesendet und sorgte in dem kleinen Ort Springe am Südende des Deisters für Aufregung. Obwohl die Springer uns im Wald gar nicht begegnet waren, meldeten sich aufgrund der NDR-Sendung mehrere Bürger im Ordnungsamt und äußerten ihren Unmut, dass in der Springer Umgebung eine nackte Wanderung stattgefunden habe. Der Bürgermeister, selbst FKK-Freund, konnte beruhigend auf die Bürger einwirken, die sich unsinnigerweise Sorgen um das Wohl ihrer Kinder machten.

Nacktwanderung in der Eifel am 8. August 2009

Bild 28: Eine nackte Eifelwanderung - Natur in ihrer schönsten KombinationBild 28: Eine nackte Eifelwanderung
Regenmacher hatte wieder einmal in die Eifel eingeladen zu einer spätsommerlichen Nacktwanderung. 27 TeilnemerInnen fanden sich ein, darunter ein einjähriger Bub, der allerdings noch nicht wandern konnte und von seiner Mutter getragen wurde, und seine große Schwester, die schon 4 Jahre alt war und etwa die Hälfte der 15 km auf eigenen Beinen wanderte. Dann war sie aber froh, doch ein paar Schultern zu finden, auf denen sie getragen wurde.
Ein elfjähriges Mädchen vervollständigte die Altersgruppe der mitwandernden Kinder, so dass eine bunt gemischte, fröhliche Wandergruppe auf dem Rotweinwanderweg über dem Ahrtal daherschritt. Hin und wieder wusste Regenmacher ein paar Geschichten zu erzählen, die sich auf historische oder sagenhafte Orte am Wegesrand oder im Blickfeld über das Tal bezogen. So wurde der Ausflug – nicht nur für die Kinder – nebenbei auch zu einer lehrreichen Veranstaltung über das Ahrgebiet mit seiner langen, traditionsreichen Geschichte.
Bild 31: Die zweitjüngste Teilnehmerin durfte sich öfter mal auf Gast-Schultern ausruhenBild 31: Die zweitjüngste Teilnehmerin

Nacktwanderung bei Herscheid am 16. August 2009

Bild 32: Unter den Wanderern war auch ein Bundeswehr-Kamerad, mit dem ich vor 40 Jahren in einer Kompanie warBild 32: Nacktwanderer im Sauerland
Sonnenschein und blauer Himmel begleitete uns auf einer Acht-Wanderung. Wir trafen uns im Mittelpunkt der 8 auf einem Parkplatz am Gasmert und wanderten die erste Schleife am Vormittag hinab zur Verse-Talsperre und nach ein paar Kilometern entlang des Seeufers wieder hinauf, so dass wir am Parkplatz unsere Mittagsstärkung einnehmen konnten. Wem die ersten 8 km schon genug Training waren, durfte auch auf die zweite Runde verzichten, die uns am Nachmittag in das Waldgebiet um den Böllenberg führte.
Um beim Gang durch den Ort Nieder-Holte nicht unangenehm aufzufallen, legten wir für die Ortsdurchquerung Kleidung an, die wir dann am Ortsausgang in einem dort geparkten Auto ließen. So konnten wir ohne die lästigen Klamotten mit leichtem Gepäck oder sogar ganz ohne wandern, denn auf halbem Weg der Nachmittags-Rundstrecke hatten wir noch ein Pausenauto mit gekühlten Getränken geparkt.
Bild 33: Eine Bank am Wegesrand ludt zum Ausruhen einBild 33: Eine Bank am Wegesrand
Natürlich kehrten wir dann, wieder in Nieder-Holte angekommen, trotzdem noch im Gartenlokal des Gasthofs Vedder ein und genossen dort Kaffee und Kuchen.
 

Nacktwanderwochenende im Westerwald 22./23. August 2009

Bild 36: Es bläst kein kalter Wind im WesterwaldBild 36: Es bläst kein kalter Wind im Westerwald
Horst hatte den Westerwald östlich von Selters als Wandergebiet für Samstag und Sonntag ausgesucht. In einem Hotel konnten diejenigen, die von weiter her kamen, übernachten. Bei den Wanderungen hatte er sich etwas Neues einfallen lassen: Ein Bus brachte die knapp 30 Wanderinnen und Wanderer zum Startpunkt, so dass es eine reine Streckenwanderung statt einer Rundwanderung gab. Das hat natürlich zur Folge, dass es keine Abkürzung für Wandermüde gab – aber die hat auch niemand gebraucht: Alle waren fit genug, um ans Ziel zu kommen.
Bild 39: Manchmal ging der Weg über eine offene Wiese mit Blick zum nächsten DorfBild 39: Manchmal ging der Weg über eine offene Wiese

Nacktwanderwochenende in Thüringen 5./6. September 2009

Bild 43: Das Jagdhaus Gabelsbach war eines unserer AusflugszieleBild 43: Das Jagdhaus Gabelsbach war eines unserer Ausflugsziele
Kalt und nieselig war der Empfang in Thüringen. So statteten wir dem Jagdhaus Gabelsbach einen Besuch ab, bevor es auf den Goethe-Wanderweg ging. Auf dem Kickelhahn in 860 m Höhe gönnten uns wir eine Einkehr zum Aufwärmen, und auch das Goethe-Häuschen, in dem der Dichter das Gedicht »Über allen Wipfeln ist Ruh« geschrieben hat, besuchten wir in wärmende Klamotten eingehüllt.
Zum nackten Wandern kam es aber trotzdem noch, und die Bilder von Jürgen, Horst und Helmut vor dem Wegweiser gehören zu den oft genutzten in der Presse, wenn dort über das Nacktwandern berichtet wird. Zur Übernachtung kehrten wir im Freizeitheim Dörnfeld ein, wo es im Hof einen zünftigen Grillabend gab.
Bild 46: Horst, Jürgen und Helmut orientieren sich auch auf der KarteBild 46: Zahlreiche Wegweiser sind hilfreich

Nacktwanderung bei Unnenberg am 19. September 2009

Südlich von Meinerzhagen liegt zwischen Unnenberg und Dannenberg die Genkel-Talsperre, die zur Trinkwassergewinnung dient. Wir starteten an einem Parkplatz westlich der Talsperre und wanderten nach Norden, wo die Genkel in den See fließt und man den Zulauf überqueren kann. Am anderen Ende der Talsperre kann man die Staumauer hingegen nicht begehen – sie ist nämlich nicht durch ein Geländer gesichert und deshalb für normale Menschen gesperrt. Folglich ist eine Umrundung der Talsperre nicht möglich – außer mit einem weiten Umweg über den nächsten Ort.
Wir aber sind mit unserer kleinen Wandergruppe von 14 Personen beim Beginn der Talsperre aus dem Tal aufgestiegen und haben in einem großen Bogen unsere Rundwanderung im Übergang zwischen Sauerland und Bergischem Land fortgesetzt. Den Wanderabschluss fanden wir in der Turmgaststätte Unnenberg, die an einem über 30 m hohen Aussichtsturm liegt.
Bild 48: Durch dörfliche Umgebung im Unnenberger LandBild 48: Durch dörfliche Umgebung im Unnenberger Land

Nacktwanderung am Silbersee am 4. Oktober 2009

Bild 50: Sandgewinnung bei HalternBild 50: Sandgewinnung bei Haltern
Der Silbersee zwischen Haltern und Dülmen war schon während der Radeltour im Juni ein Zwischenziel, um uns vor der Rückfahrt in die Stadt Dülmen zu erfrischen. Das Gelände dort ist geprägt durch zahlreiche weitere Sandabbau-Gruben und Baggerseen, umgeben von Wald.
Hier hatte Wilhelm eine 16 km lange Wanderung geplant, und das Wetter am diesem Oktobersonntag spielte noch gut mit – wenn auch die mäßigen Lufttemperaturen zu Beginn der Wanderung mich dazu bewogen, zunächst meine Handschuhe anzuziehen. Schon bald konnte ich allerdings auf sie verzichten, da die Temperaturen bis Mittag um ein paar Grad zulegten. Bevor es zum Bad im noch sommerlich warmen Wasser des Silbersees ging, erwanderten wir allerhand Seeufer und Geländeabschnitte, die von der Natur langsam aber sicher wieder zurück erobert wurden.
Bild 51: Wenn die Hände schön warm sind, friert man nirgends mehrBild 51: Mit Handschuhen gegen die herbstliche Kühle