Veröffentlicht am

Nackt Skispringen 2013

Nackt Skispringen

Neue Sportvariante: Nacktes Skispringen 2013

Nackter SkisprungQuelle: https://www.youtube.com und Usenet. Klick auf das Bild, um eine Fotoserie mit 10 Fotos zu sehen.

Riesenspaß oder Leichtsinn? Ein 16-jähriger Norweger, Halvor Egner Granerud (* 29. Mai 1996 in Oslo), legte alle Kleidung (außer Strümpfen, Skischuhen, Helm und Handschuhen) ab und einen sicher gestandenen 60-m-Skisprung hin. Der spektakuläre Jump wurde von einem Freund mit Kopfkamera gefilmt, der in einer knappen Sekunde Abstand hinter dem Nacktivisten her sprang.

Skisprung
Tadellose Haltung – das ist sicher nicht sein erster Sprung!

Nachtrag 2015: Halvor Egner Granerud gewann bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2015 im kasachischen Almaty mit der norwegischen Mannschaft die Goldmedaille.

Nachtrag 2021: Sein bisher größter Erfolg ist der Sieg des Gesamtweltcups 2020/21. Im Dezember 2020 verpasste er den Skiflugweltmeistertitel um 0,5 Punkte und gewann die Silbermedaille. Wikipedia Kurz vor dem Finale der Nordischen Ski-WM hat das Coronavirus Norwegens Skisprung-Überflieger Halvor Egner Granerud zu Fall gebracht. Der elfmalige Saisonsieger wurde am Mittwoch den 3. März nach einem positiven Test isoliert. Der große Rivale von Markus Eisenbichler und Karl Geiger fiel damit für die Entscheidungen auf der Großschanze aus.

Suchmaschinen-Ergebnis bei Ecosia
Suchmaschinen-Ergebnis bei Ecosia am 06.03.2021

 

Auch im Jenseits müssen Naturisten um ihre Rechte kämpfen 2013

Stollbergs Inferno

Wenn’s draußen frostig ist und dunkel, dann setzt sich auch der Naturist an den Kamin, nimmt ein Buch zur Hand (oder den e-book-reader) und lässt sich von der Faszination der lodernden Flammen erwärmen. »Stollbergs Inferno« ist zwar schon ein paar Jahre alt, aber mir war die Geschichte des Philosophie-Professors, der mitten in einer Vorlesung einem Herzinfarkt erlag, erst jetzt begegnet.
Zu seiner Überraschung fand sich Jan Stollberg in der Vorhölle wieder, und natürlich brauchte er eine Weile, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Die regelmäßigen Verhöre machten ihn mit den Gepflogenheiten in der Hölle vertraut, und bei den täglichen Arbeitseinsätzen musste er in felsigem Steinboden metertiefe Gruben ausheben, und, wenn er fertig war, sie wieder zuschütten. Sysiphus lässt grüßen. Besonders ideenreich war man seit Dantes fast 800 Jahre alten Inferno-Bericht in der Hölle also nicht.
In der kurzen täglichen Freizeit jedoch traf Jan eine Reihe altberühmter Kollegen wieder: Feuerbach, Nietzsche und Marx waren natürlich darunter, die er zwar nur von Bildern her kannte, die aber ihre irdischen Gesichstszüge in der Hölle behalten hatten, so dass er sie leicht erkennen konnte, obwohl er ihnen nie lebend begegnet war. Albert Camus, Habermas, Sartre und Ernst Haeckel waren auch da, sie allesamt in der Vorhölle der Todsünder zusammengeführt.
Von seinen Philosophen-Kollegen erfuhr Jan manch Erstaunliches: Dass Hitler und Stalin zum Beispiel aufgrund ihrer bekundeten Buße jetzt an der Seite Gottes im Paradies sitzen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Hölle wegen des großen Andrangs umorganisiert und rationalisiert. Das Motto “Buße macht frei!” prangt in großen metallenen Lettern über dem Eingang jeder Vorhölle, und die Abfertigung (Weitertransport in die Endlösung der Haupthölle) derjenigen, die sich dieses Motto nicht zu Herzen nahmen, wurde wesentlich beschleunigt.
Aus meinem winterlichen Trip in die Hölle und dem daran anschließenden Besuch im Himmel habe ich zwei eher unerfreuliche Erkenntnisse mitgenommen: In der Hölle trägt man einheitlich eine dunkle Kutte, im Paradies ist ebenso einheitlich ein in Persil-Weiß strahlendes Gewand angesagt. Im Himmel macht man allerdings sogar zum Duschen in der reinen Männer-Dusche das Licht aus, solch absurde Regeln erlässt dort der prüde Chef! Wir Naturisten werden also auch im Jenseits zu kämpfen haben, um unsere Rechte durchzusetzen – sowohl im Himmel als auch in der Hölle.
Buch-Empfehlung: Stollbergs Inferno, ISBN 9783865690494 Der Ausgang der Geschichte ist von tiefer philosophischer Weisheit.
 

Motto des Jahres 2013

Der Heilige ZenonDer Heilige Zenon. Bild: Wikimedia, gemeinfrei
Ein bewährter Nacktwander-Freund machte mich aufgrund meines Höllen-Trips darauf aufmerksam, dass man den Gedanken der jungen Philosophen unserer Zeit mit mehr Zurückhaltung begegnen sollte.
Deshalb habe ich mir als Motto des Jahres eine fundierte Aussage eines bewährten Bewahrers der christlichen Lehre ausgesucht. Der heilige Zeno, Bischof von Verona, lehrte: “Der größte Ruhm der christlichen Tugend ist es, die Natur mit Füßen zu treten.” Folgen wir also seiner heiligen Weisheit!
Ich weiß, der Bischof hat seine Aussage damals sehr viel blutiger gemeint als sie uns heute klingt (sie klingt uns ja heute noch schlimm genug!), aber ich versuche sie trotzdem einmal so zu interpretieren, als sei sie die Aufforderung an uns Naturisten, das sommerlich warmzarte Grasbett einer Flussniederung zu durchwandern und das saftige Gras mit unseren nackten Füßen zu treten. Den Grashalmen tun wir dabei nicht weh – die beherrschen ja die beneidenswerte Kunst, sich wieder aufzurichten!
 

Nudic Walking = Nacktes Nordic Walking 2013

Die verhältnismäßig junge Sportart Nordic Walking ist ein schwungvolles, sportliches Gehen mit Unterstützung von Stöcken. Natürlich sind auch viele Naturisten Anhänger dieser beliebten Art, sich fit zu halten, und wie bei jeder Sportart fragt man sich, wozu man denn Kleidung dabei tragen sollte. So kam es zum Nudic Walking (= Nud[ist Nord]ic Walking) – dem Nordic Walking ohne den Ballast von Klamotten.
Dem Walker sieht man ähnlich wie dem Jogger sofort an, dass die sportliche Aktivität der Grund für seine Nacktheit ist. Daher werden Walker wie Jogger deutlich seltener mit unzutreffenden Vermutungen über die Motivation ihrer Nacktheit konfrontiert als etwa Wanderer – was besonders vorkommt, wenn sie allein unterwegs sind. Aber natürlich macht auch Walken viel mehr Spaß in der Gruppe als allein!
Aber Walken ist eben eine deutlich sportlichere Bewegungsart als Wandern, und während man locker 6 Stunden wandern kann, hat man als Walker oder gar als Jogger nach ungefähr einer Stunde sein Soll erreicht. Aus diesem Grund gibt es mehr lokale Nudic-Walking-Treffs als Ganztags-Events wie beim Nacktwandern. Günther hat für den 4. Mai 2013 ein Nudic-Walking-Event in der Wahner Heide initiiert.
Gegenüber dem Wandern bietet das Nudic Walking u. a. wegen der kürzeren Event-Dauer einige Vorteile:
· man muss kein Proviant mitschleppen,
· man braucht weniger Sonnenschutz,
· man muss kurzfristig kaum mit Wetterumschwüngen rechnen,
· und man trainiert dabei weitaus mehr Muskelgruppen.
Voraussetzung für den Erfolg ist allerdings, dass man die Technik beherrscht. Nudic Walking sieht zwar leicht aus (und ist es auch), aber in den Details des Bewegungsablaufs liegt das Geheimnis des Erfolgs. Man kann zahllose Nordic-Walking-Gruppen beobachten, die ihre Stöcke müde hinter sich her schleifen und im Gemach-Spaziergang-Tempo die Feldwege entlang schlurfen. “Jede Anstrengung vermeiden” scheint deren Leitmotiv zu sein. Schade, denn ohne eine „schwungvolle Anstrengung“ wird praktisch kein Trainingseffekt erreicht. Aber bei keiner anderen Sportart ist der Erfolg so vergleichsweise einfach und kostengünstig zu erreichen! Und von den Krankenkassen gefördert.

Nudic Walking
Nudic Walking Training an der Isar – Zum Video

 

Erste Nacktwanderung der Saison im Sauerland 2013

Die erste Nacktwanderung der Saison war für den 20. April im Sauerland geplant. In früheren Jahren konnten wir um diese Zeit schon Wanderungen bei Sonnenschein und frühlingshaften 20° durchführen. Diesmal ließen die in Aussicht gestellten Höchsttemperaturen von 11° bei Wind um 20 km/h es fraglich erscheinen, ob sich unter diesen Bedingungen überhaupt jemand von seinen Klamotten befreien mochte. Aber wir mochten: Die Temperaturen stiegen nachmittags auf 13°, der Wind flaute ab, und die Sonne wärmte uns ungebremst vom blitzblauen Himmel. Damit waren die Bedingungen für eine angenehme Nacktwanderung gegeben, und wir trugen nur zu gern gern unsere unterwegs abgestreiften Klamotten als Bündel zum Parkplatz zurück.
Wer ohne Rucksack war, trug sein Bündel unter dem Arm. Foto: NorbertDurch den Frühlingswald. Foto: Norbert
Nicht für jeden war die Strahlungswärme der Sonne überzeugender Ersatz für die mäßige Lufttemperatur. Foto: NorbertMit Klamotten oder ohne? Foto: Norbert
Am Vormittag allerdings ließen die Temperatur mit 7° und kräftige Windböen keine Motivation aufkommen, sich von der Kleidung (incl. Winterhandschuhen) zu befreien: Die Vormittagsrunde wanderten wir in Klamotten. Von den ursprünglich 45 Anmeldungen trudelten aufgrund der Wetteraussichten 26 Abmeldungen ein, 7 bewiesen ihren mangelnden Stil, indem sie eine Abmeldung unterließen, so dass das Häuflein der Nacktwanderwilligen auf 12 Teilnehmer schrumpfte. Wie schön, dass unser Ausharren gegen Wind und Kälte schließlich siegte und wir doch noch hüllenlos die Aprilsonne genießen konnten! Vitare vestis!
 

Nudic Walking in der Wahner Heide 2013

Die Buchfinken in der Wahner Heide nutzten jede Gelegenheit zwischen zwei Flugzeug-Starts, um ihr Frühlingslied anzustimmen. Dabei erkannten wir, dass auch die rheinischen Buchfinken ihren eigenen Dialekt singen, der in einigen Sequenzen deutlich von der westfälischen, der bayrischen und niedersächsischen Variante abweicht.

Günther führte uns in flottem Tempo von durchschnittlich 5,9 km/h auf einem 12,5 km langen, verschlungenen Rundweg durch das frühlingshafte Naturschutzgebiet, in dem wir u. a. einige Wasserbüffel und viele Ziegen beobachten konnten, und natürlich auch einige Menschen mit Kindern, Hunden oder Fahrrädern. Bei stetem Sonnenschein und Temperaturen bis 19° wurde uns schon richtig warm – der Bewegungsablauf beim Nordic Walking ist ja durchaus dynamischer als beim Wandern.

Nach Abschluss der Tour stärkten wir uns noch im „Bambi“, das für seine 500-Gramm-Koteletts in der Region weit bekannt ist. Dank an Günther für das rundum gelungene naturistische Erlebnis!

 

Pfingstsamstags-Nacktwanderung im Arnsberger Wald 2013

Auf der Fahrt zum Startpunkt erlebten die anreisenden 12 Teilnehmer noch leichten Regen, und die herrschenden 8° luden nicht gerade dazu ein, nackt zu wandern. Doch der Regen hörte wie angekündigt pünktlich zum Mittag auf, und der Himmel hellte sich in Folge langsam auf. Die Sonne konnte ihr wärmendes Werk beginnen. Trotzdem waren zunächst Pullover und Winterhandschuhe angesagt! Erst nach ein paar Kilometern wurde den Wanderern an einer kräftigen Steigung richtig warm. Die ersten Pollover wurden wieder ausgezogen.
Nach dem Abstieg zum Möhnesee war dann die Lufttemperatur um mehrere Grade angestiegen, und hin und wieder erreichten uns die Strahlen der hochstehenden Sonne durch ein paar Wolkenlöcher. “Wenn nicht jetzt, wann dann?” hieß das ausgegebene Motto, dem alle Teilnehmer gern folgten. So wurden die Klamotten im Rucksack verstaut, und es ergab sich für die zweite Hälfte der Strecke noch eine richtig schöne, erquickende Nacktwanderung!
13° Lufttemperatur bei geringer Luftbewegung waren ausreichend. Foto: Friedhelm13° Lufttemperatur Foto: Friedhelm
Auf der Plattform am See versammelten sich alle. Foto: FriedhelmAuf der Plattform am See versammelten sich alle Foto: Friedhelm
Die in Wind- und Regen-Kleidung gehüllten Textilwanderer, die uns begegneten, staunten kräftig und sparten nicht mit verwunderten Kommentaren – denen fehlte einfach die Erfahrung des gesunden Körpergefühls, das auch bei Temperaturen um 12°, 13° ohne Wind ein pures Wohlfühl-Erlebnis bereitet! Nur ein älterer Herr, der uns am Start-/Ziel-Parkplatz begegnete, meinte mit seinen altersschwachen Augen erkennen zu können, dass unsere Geschlechtsorgane nicht schön anzuschauen seien. Ein gottloser und unanständiger Mensch, denn anständige Menschen schauen dem anderen ins Gesicht und nicht aufs Geschlecht! Und schmähen nicht Gottes Schöpfung als unansehnlich.
Auch im Gartencafé konnten wir zum Abschluss des Wandertags draußen sitzen und ließen uns sauerländischen Kuchen oder Schinkenbrot schmecken, bevor es an die Heim- oder Weiterfahrt ging.
 

Pfingstwanderung 2013 im Rothaargebirge

Wir trauern um unseren Mitwanderer H., der während der Pfingstwanderung an einem Herzversagen verstarb. Unser Mitgefühl gehört seiner Familie, mit der er noch wenige Minuten vor seinem Tod optimistisch und guter Dinge aus dem Wald heraus telefonierte.

Pfingst-Buche
Zwischen Glück und Tod liegt manchmal nur ein Augenblick

 

10. Pfingstwanderung 2013 im Rothaargebirge

Trotz der Wettervorhersage-Wende erst am Nachmittag des Pfingstsamstags – bis dahin waren für das Wandergebiet Gewitter vorhergesagt – kamen 59 Wanderer zur traditionellen Pfingstwanderung ins Rothaargebirge. Es hätte wohl noch ein Drittel mehr sein können – der Initiator hatte es unterlassen, die Wanderung im Forum www.fkk-freun.de anzukündigen. Das bedeutet erfahrungsgemäß ca. ein Drittel weniger Anmeldungen. Der Tag entpuppte sich dann als Ideal-Wandertag: Putzblauer Himmel und Temperaturen bis über 21° bereiteten den Teilnehmern eine sehr passende Voraussetzung zum Nacktwandern!
Wandern im sonnendurchstrahlten, lichten Wald. Foto: BerndSonnendurchflutet Foto: Bernd
Leider wurde dann die Wanderung durch den plötzlichen Tod des Mitwanderers H., dem auch der Notarzt des eiligst herbeigerufenen Rettungshubschraubers Christoph 25 nicht mehr helfen konnte, zum Trauer-Erlebnis. Auch hier sei noch einmal unser aller Mitgefühl an die Familie von H. ausgedrückt, dem mitten im Glücksgefühl einer naturistischen Wanderung das plötzliche Ende seines irdischen Seins widerfuhr.
Bei aller angemessenen Pietät und Zurückhaltung gegenüber der letztendlich traurigen Situation: Einen schöneren Tod kann ich mir allerdings kaum vorstellen als einen solchen Sprung aus irdischem Glücklichsein in die Ruhe der Ewigkeit – ohne langes Leiden und besorgte Vorahnung. Dieser Gedanke sei Trost und Hoffnung zugleich für alle, die diesem Ansatz folgen können. Auch wenn der Schock eines plötzlichen Todes den Angehörigen und Freunden zunächst besonders schmerzlich erscheinen muss.
Nachdenklich und still auf dem Waldboden. Foto: AnneNachdenklich und still auf dem Waldboden. Foto: Anne
Nach den in der Wander-Beschreibung angekündigten 14 km Wanderstrecke waren die real über 19,3 km führenden Wege mit 530 m kumuliertem Anstieg und Abstieg ein für die Teilnehmer unerwartet anspruchsvolles Programm, mit dem die Leistungsfähigkeit einiger Wanderer auf die Probe gestellt wurde. Vor allem der Schlussanstieg vom Birkelbach (520 m) zurück zum Rhein-Weser-Turm (660 m) auf einer Strecke von 3,3 km zog sich hin. Man erholte sich dann mit kräftigenden Gerichten und labenden Getränken im Turm-Restaurant und blickte dabei sinnend zurück auf die Geschehnisse des Tages, bevor die Heimreise angetreten wurde.
 

Nacktwanderung im südöstlichen Saarland bei purem Sommerwetter [08.06.2013]

25,4° lautete bei heiter bis wolkigem Himmel die maximale Temperatur, die wir auf unserer Wanderung im südöstlichen Saarland gemessen haben. Kein Wunder, dass wir bei der Wanderung entlang malerischer Felsformationen, einem weiten Ausblick übers Land und abwechslungsreichem Auf und Ab sogar ins Schwitzen kamen! Wie lange mussten wir in diesem Frühjahr auf eine solche Gelegenheit warten! 20 Teilnehmer aus vier Ländern (D, B, F, L), darunter zwei junge Damen und eine 6-jährige Schülerin, bewältigten die ca. 16 km lange Strecke in bester Laune.
Wandern im Schatten beeindruckender Felsformationen. Foto: RainerBeeindruckende Felsformationen. Foto: Rainer
Macht Platz für die Radfahrer! Foto: RainerPlatz für die Radfahrer Foto: Rainer
Alle Mountain-Biker, die uns auf den teils schmalen Pfaden begegneten oder überholten, bremsten rechtzeitig ab, und zeigten sich vielfach neidisch auf unser Outfit. Auch diverse Textilwandergruppen kamen uns entgegen oder wurden von uns überholt. “Oh, das gibt Mückenstiche!” war der besorgteste Kommentar einer Wanderin. Aber da hatten wir natürlich vorgesorgt. Im Anschluss an die Wanderung kehrten die meisten Teilnehmer noch in einem Gartenrestaurtant in der Nähe des Wanderparkplatzes ein, wo bei erfrischenden Getränken und wohlschmeckenden Gerichten die nächsten Nacktivitäten geplant und abgesprochen wurden.
 
Veröffentlicht am

Nacktwandern 2010

Nacktwandern 2010

Nacktwanderung am Möhnesee (18.04.10)

Bild 1: Nacktwandern im Arnsberger WaldBild 1: Nacktwandern im Arnsberger Wald
Vom Aupketal zum Möhnesee und in einem großen Bogen zurück – das war die Nacktwanderung zum Saisonauftakt 2010. 16 Wanderer zwischen 18 und 66 Jahren starteten auf die 17 km lange Strecke bei 19° bis später 22° Luft und Sonnenschein und erlebten zahlreiche Begegnungen mit bekleideten Wanderern und Radfahrern – natürlich besonders auf dem „Südlichen Randweg“ des Stausees, dem die Gruppe für knapp 3 km folgte.
Auf dem Rückweg erreichten wir eine Stelle, an der ein März-Sturm nur wenige Wochen vor unserer Wanderung über eine Wegstrecke von 100 m noch einige Nadelbäume umgeworfen hatte. Das Überklettern war für die nackten Wanderer eine recht pieksige Angelegenheit! Besonders unangenehm wurde die Passage für die Barfußwanderer, die bei jedem Tritt erst einmal die hochstehenden Fichten- und Kiefernnadeln platt treten mussten…
Bild 4: Ein pieksiges Hindernis galt es zu überwindenBild 4: Ein pieksiges Hindernis galt es zu überwinden
Woraus ich die Lehre mitnahm, dass man als Initiator die letzte Kontrollwanderung der Strecke möglichst zeitnah vor dem geplanten Wandertermin absolvieren sollte – diesmal waren 6 Wochen vor dem Termin offensichtlich nicht zeitnah genug. Dabei war der Sturm im März gar nicht so heftig gewesen, dass größere Schäden im Wald zu befürchten gewesen wären. Aber Wetterphänomene wirken sich ja oft lokal konzentriert aus.

Nacktwanderung im Taunus (25.04.10)

Bild 5: Noch sehr zartes Grün schmückte die Zweige der Bäume im TaunusBild 5: Noch sehr zartes Grün schmückte die Zweige der Bäume im Taunus
Am letzten Aprilsonntag hatte Luftikus in den Taunus in die Nähe von Brandoberndorf geladen. Treffpunkt war auf dem Parkplatz des Schwimmbads, von dem aus die mehr als 40 Wanderer auf einen 16 km langen Rundweg starteten.
Bild 7: Ein Polizeiauto drängelt sich nach vornBild 7: Ein Polizeiauto drängelt sich nach vorn
Gegen Ende der Wanderung holte uns ein Streifenwagen der Polizei ein und fuhr eine Weile lang im Schritttempo hinter uns her. Dann überholte er die Wandergruppe und hielt, als er die Spitze erreicht hatte, an. Zwei Polizisten stiegen aus.

Wer ist hier derjenige, der sagt, wo es langgeht?
Luftikus meldete sich: “Das bin ich.
Was machen Sie hier?
Wir wandern.
Wo wollen Sie hin?
Zum Schwimmbad. Dort stehen unsere Autos. Da ziehen wir uns wieder an und fahren anschließend in ein Waldrestaurant zum Abendessen.
Aha. Und außer Wandern machen Sie nichts?
Nein. Es heißt, zwischendurch machen wir auch mal eine Rast und stärken uns.
Ah ja. Na, dann wünschen wir Ihnen noch eine schöne Wanderung!

Der Polizist ging schon auf das Auto zu. Dann drehte er sich noch einmal um:
Wissen Sie was? Wir sind jetzt 37 km gefahren, um Sie zu finden. Und müssen wieder 37 km zurück fahren. Wenn Sie das nächste Mal so eine Wanderung vorhaben: Rufen Sie uns doch vorher an oder schicken Sie eine Mail. Dann wissen wir Bescheid und können Leuten, die uns anrufen, gleich sagen: Ja, wir wissen Bescheid, das sind halt Nacktwanderer.

Das hat Luftikus dann auch zugesagt, und seitdem empfehlen wir allen Initiatoren von Nackt-Events, vorher die Polizei zu informieren, damit die nicht unnötig ausrücken muss, sondern für wichtigere Einsätze bereitsteht.

Pfingst-Nacktwanderung im Rothaargebirge (25.05.10)

Bild 9: Zur Pfingstwanderung im Rothaargebirge waren über 60 Teilnehmer gekommenBild 9: Zur Pfingstwanderung im Rothaargebirge waren über 60 Teilnehmer gekommen
Die 7. Pfingstwanderung im Rothaargebirge hatte über 60 Teilnehmer angelockt. Strahlender Sonnenschein bot ausgezeichnete Bedingungen für die 14 km lange Tour, die von einem Fernsehreporter des Westdeutschen Rundfunks und zwei Volontärinnen begleitet wurde.
Diese drei waren die einzigen, die es vorzogen in Kleidern zu wandern, während die Zahl derjenigen, die »vom Scheitel bis zur Sohle« barfuß gingen, auf fast ein Dutzend gestiegen war. Und das sogar auf Wegen, die mit ihren groben Schottersteinen die Barfuß-Anfänger nur abschrecken konnten!
Bild 14: Weiter führte die Wanderung durch herrlich sonnendurchflutetes LandBild 14: Die Wanderung führte durch herrlich sonnendurchflutetes Land

 

Naturistenstieg-Eröffnung im Harz (28.-30.05.10)

Bild 15: Unter den Linsen der Pressefotografen durschschneidet Horst das Band zur Eröffnung des NaturistenstiegsBild 15: Der Naturistenstieg im Harz
Freitag, der 28. Mai, war Anreisetag. Da reichte es abends noch für eine kleine Vorab-Erkundung, die aber der fortgeschrittenen Tageszeit entsprechend in Klamotten stattfand – es war schon schattig und kühl.
Der Samstag war für die offizielle Eröffnung des Harzer Naturistenstiegs vorgesehen, hierfür waren mehrere Pressevertreter geladen. Unter anderem kam ein DPA-Fotograf, dessen Fotos über die Folgejahre durch die Agentur an viele Zeitungen in der ganzen Welt vermittelt wurden – z. B. bis nach Thailand, wo das Hobby Nacktwandern auf großes Unverständnis stieß.
Zur Eröffnung versammelten sich über 20 nackte Wanderinnen und Wanderer unterhalb der Staumauer, wo ein paar Informationsstände für Besucher aufgebaut und ein rot-weißes Absperrband über den Weg gebunden war, das von Horst unter eifrig betätigten Kamera-Auslösern durchschnitten wurde: „Hiermit eröffne ich den Harzer Naturistenstieg, den ersten offiziellen Nacktwanderweg in Deutschland.“
Bild 16: Die Einweihungs-Wanderung führte durch Löwenzahnwiesen, Felder und WälderBild 16: Auf dem Naturistenstieg im Harz
Anschließend erfolgte die Einweihungswanderung, die auch noch ein gutes Stück weit von den Fotoreportern begleitet wurde. Der ursprüngliche Initiator des Naturistenstiegs, Heinz Ludwig vom Campingplatz in Dankerode, hatte sich inzwischen von dem Projekt zurückgezogen – insbesondere verbreitete Vorbehalte seiner angestammten Camping-Gäste sollen der Grund dafür gewesen sein.

Nacktwanderung in der Rhön (13.06.10)

Bild 18: Ersterkundung der Hochrhön am 21. April 2009: Nacktspaziergang auf Schneeresten bei Sonne und 21° Luft Bild 5: Auf den Höhen der Rhön
Erich hatte mir vor 1 ½ Jahren von der wilden Schönheit der Rhön vorgeschwärmt. Ich nahm seine Schilderungen auf und machte am 21. April 2009 während einer Dienstreise nach Bayern im Grenzland zwischen Hessen und Bayern eine erste Erkundungstour in die Hochrhön – damals lag dort stellenweise noch Schnee, und in der warmen Aprilsonne machte ich meinen ersten nackten Schneespaziergang.
Jetzt aber war es Sommer, und nach weiteren Erkundungen hatte ich eine Rundroute vom Parkplatz Schwedenwall zum Sendemast auf dem Heidelstein, weiter zum Roten Moor und zurück ausgewählt.
Zwischen dem Heidelstein und dem Roten Moor haben wir aufgrund des sehr großen Publikumsverkehrs leichte Kleidung angelegt – wir wären als Nacktwandergruppe sehr deutlich in der Minderzahl gewesen, und das ist keine gute Ausgangssituation. An der Raststation Rotes Moor stieß Erich zu unserer Wandergruppe, da er sich nicht die gesamte Strecke zumuten wollte.
Bild 22: Nur ein kurzes Stück mussten wir einer Straße folgenBild 22: Nur ein kurzes Stück mussten wir einer Straße folgen
Nachdem wir uns im Roten Moor die Feuchtlandschaft gründlich angesehen hatten, führte uns der Rückweg über eine wenig bevölkerte Strecke zurück zum Parkplatz, so dass wir ca. 100 m nach Verlassen des Moors auch unsere Kleider wieder in den Rucksack packen konnten – die restlichen 7 km wanderten wir so wie die ersten 7 km wieder nackt.

Nacktwanderungen auf dem Rothaarsteig (27.06.10)

Bild 24: Nacktwanderung am Hessischen Rothaarsteig - auf gewundenen TalwegenBild 24: Nacktwanderung am Hessischen Rothaarsteig
Der Hessische Rothaarsteig gab Ende Juni den Rahmen für ein Nacktwander-Event ab, bei dem 21 TeilnehmerInnen und eine Hündin mitwanderten. Der Sommer zeigte sich von seiner besten Seite und bot der Wandergesellschaft einen herrlichen Tag mit sehenswerter Natur und weiten Ausblicken.
Bild 12: Zwischen Heuwiesen hindurch führt der Pfad

 

Nacktwanderung am Eisenberg (11.07.10)

Bild 30: Der Rennweg (nicht der Rennsteig) führt zum Eisenberg.Bild 30: Wandern auf dem Rennweg
Der Wanderparkplatz am Eisenberg war Mittelpunkt der Acht-Wanderung, die am Vormittag in einer Schleife in nordöstlicher Richtung, nach der Mittagsrast in einer Schleife in westlicher Richtung verlief. Die 17 nackten Wanderinnen und Wanderer stiegen zunächst je 180 m ins Wannetal bzw. nachmittags ins Hevetal ab und mussten anschließend wieder zum Rennweg aufsteigen, so dass insgesamt eine kumulierte Höhendifferenz von rund 500m zu überwinden war.
An dem Bildstock für den Heiligen Antonius erfuhren wir von der Geschichte des Johannes Köster, der sich hier im Wald verlaufen hatte, und mit Hilfe des Heiligen Antonius den rechten Weg zu seiner Braut wieder fand. In der Furt der Heve konnten die meisten nicht widerstehen, ein Bad – oder wenigstens ein Fußbad – zu nehmen.

Nacktwanderung in der Eifel (07.08.10)

Das Rodder Maar war eines der Ziele der von Regenmacher initiierten Wanderung. Das Maar, das eigentlich kein echtes Maar, weil nicht vulkanischen Ursprungs ist, wurde in der Geschichte mehrfach trockengelegt und als Landwirtschaftsfläche genutzt. Inzwischen sorgen die geringen Niederschläge im letzten Jahrzehnt für recht instabile Wasserstände.
Bei warmem Sommerwetter erlebten die 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine durch zahlreiche Panoramablicke auf die sanften Bergkonturen der Eifel reizvolle Wanderung durch grüne Wiesen und Weiden.
Als besonderes Ereignis hat sich eingeprägt, wie der Vater einer türkischen Familie seinen etwa 8- bis 10-jährigen Kindern sehr intensiv und lebhaft in der von der Wandergruppe abgewandten Richtung irgend etwas – wahrscheinlich Fiktives – zu erklären versuchte, und als die Kinder sich doch zwischendurch in unsere Richtung umdrehten, ihnen besorgt die Augen zuhielt. Arme Kinder: Die dürfen nicht lernen, welch großartige Lebewesen Allah mit der Schöpfung des Menschen geschaffen hat!
Bild 36: Der Uferweg wurde von der Wandergruppe beherrschtBild 36: Nacktwandern am Rodder Maar

Nacktwanderung mit Alfons, dem humoristischen Franzosen (12.09.10)

Bild 42: Helmut im Interview - Alfons natürlich mit PuschelmikrofonBild 42: Interview mit Puschel-Mikrofon
Alfons, der humoristische Franzose, der seit vielen Jahren in Deutschland lebt und seine Komik-Begegnungen mit Deutschen in seiner regelmäßigen Fernsehsendung »Puschel TV« zum Besten gab, wünschte sich, einmal Nacktwanderer begleiten zu dürfen. Wir boten ihm Anfang September die Gelegenheit, bei einer Wanderung nahe Hirschberg im Sauerland dabei zu sein.
Sein Kamerateam hatte einem Golfwagen mitgebracht, um die umfangreiche Film-Ausrüstung nicht die ganze Strecke tragen zu müssen, und um ggf. beim Wandern auch Fahr-Aufnahmen aus dem elektrisch getriebenen Mobil heraus zu machen.
Eine Gruppe von 19 Nacktwanderern, darunter eine Frau, hatten sich eingefunden, um die rund 17 km lange Wanderung durchzuführen – Alfons und sein Team immer dabei. Haupt-Interviewpartner war Helmut, aber unterwegs unterbrach z. B. ein Landwirt spontan seine Arbeit auf dem Acker, um sich bereitwillig Alfons’ Fragen zu stellen. Auch zufällig entgegen kommende Wanderer konnte Alfons in seinen Film einbeziehen.
Bild 45: Alfons: »Ihr wandert ganz schön schnell...ich bin voll verschwitzt.« Helmut: »Tja, man wandert ja auch nicht mit Kleidern!« Alfons: »Ach so. Entschuldigung!«Bild 45: Alfons ist »voll verschwitzt«
Eine Szene aus dem von Alfons produzierten Film kam sogar unter die 10 ungewöhnlichsten Fernseh-Spots des Jahres 2010. Alfons: »Sie wandern ganz schön schnell, ich bin voll verschwitzt.« Helmut: »Tja, man wandert ja auch nicht mit Kleidern!« Alfons: »Ach so, Tschuldigung.«

 

Veröffentlicht am

Nacktwandern 2009

Nacktwandern 2009

Nacktwander-Auftakt im Sauerland bei Iserlohn am 19. April 2009

Bild 1: Die Nacktwandergruppe unterwegs im SauerlandBild 1: Die Nacktwandergruppe unterwegs im Sauerland
Stephanopel war der Startpunkt einer Wanderung durchs bergige Sauerland südlich von Iserlohn. Gleich zu Beginn gab es eine Steilstrecke zu bewältigen, die den Wanderinnen und Wanderern einen Höhengewinn von ca. 200 m brachte. Da es danach wieder 300 m bergab ging und erneut ein Aufstieg folgte, wurden kumuliert fast 600 Höhenmeter erklommen. Auch aufgrund der teils recht naturnahen Wege, auf denen man hin und wieder auch Hindernissen ausweichen musste, ergab sich ein recht anspruchsvolles Wanderprogramm.
Das Hönnetal mit seinen imposanten Felswänden und der von Eiszeitjägern genutzte Feldhofhöhle waren die im Tal gelegen Höhepunkte der 16 km langen Wanderung. Die Höhle wurde schon vor rund 100.000 Jahren von Neandertalern genutzt, von denen noch rund 150 Steinwerkzeuge hier gefunden wurden.
Auch der Homo sapiens hinterließ u. a. mit einer 15.000 Jahre alten Speerspitze seine Spuren, ebenso wie zahlreiche Wildtiere, vor allem Höhlenbären, die ihre Winterruhe gern hier verbrachten. Im 2. Weltkrieg diente die Höhle noch als Munitionslager, danach wurde sie wieder Ausflugsziel für die zahlreichen Spaziergänger und Wanderer, die sich durch den Balver Wald bewegen.
Bild 6: Auf den Spuren von Steinzeitjägern und Munitionslager-WachpersonalBild 6: Auf den Spuren von Steinzeitjägern und Munitionslager-Wachpersonal

Das Erste-Mai-Wochenende im Harz (Fr. 1. – So 3. Mai 2009)

Bild 8: Wir starteten unsere Wanderung südlich des Campingplatzes über eine FrühlingswieseBild 8: Wir starteten unsere Wanderung südlich des Campingplatzes über eine Frühlingswiese
Der Betreiber des Campingplatzes „Panoramablick“ in Dankerode, Heinz Ludwig, hatte die Idee gehabt, in der Nähe einen Nacktwanderweg einzurichten. Der Harzer Verkehrsverband griff die Idee auf, unterstützte Ludwig bei den weiteren Planungen und registrierte eine starke Resonanz, auf die der Vorschlag in der breiten Öffentlichkeit stieß. Das ganze Jahr 2008 über machte die Idee in allen möglichen Zeitungen und Nachrichtensendungen die Runde in ganz Deutschland
Eine Gruppe von etwa 20 Nacktwanderern nutzte dann das Maiwochenende 2009 zu einem Besuch mit ersten Probewanderungen im Harz. Die meisten wohnten auf dem Campingplatz in Dankerode. Von dort aus wanderten wir abwärts ins Tal der Wipper, danach weiter flussabwärts bis zur Talsperre. Nach der Umrundung der Talsperre ging es zurück – eine Gesamtstrecke von 17 km. Der fürs Auge attraktivste Teil der Wanderung war die Strecke nördlich des Stausees, von wo aus sich immer wieder Blicke auf den See auftaten, außerdem gab es einige Stellen, an denen man schwimmen gehen konnte.
Bild 10: Am Südrand der Talsperre gibt es einen beliebten BadeplatzBild 10: Am Südrand der Talsperre gibt es einen beliebten Badeplatz
Die Menschen, denen wir begegneten, wussten natürlich davon, dass Planungen für einen Nacktwanderweg existierten. ”Wir üben schon mal!”, erklärten wir denen, die sich überrascht zeigten, tatsächlich schon einer nackten Wandergruppe zu begegnen. [Die Eröffnung des Naturistenstiegs fand nämlich erst ein Jahr später statt.]

Wanderung im Ebbegebirge an der Fürwigge-Talsperre (16. Mai 2009)

Bild 12: Es war kühl in 600 m Höhe über NN: Nicht alle Nacktwanderer wanderten nacktBild 12: Es war kühl an der Nordhelle
Die Nordhelle im Märkischen Kreis ist mit 662 m der höchste Berg des Ebbegebirges und des Märkischen Kreises. Auf einem der vielen Parkplätze unterhalb des Gipfels, die im Winter die Autos der Skiausflügler aufnehmen, begann unsere Wanderung Richtung Fürwigge-Talsperre. Es war recht kühl, so dass mir meine Winter-Handschuhe gute Dienste leisteten, den gesamten Körper warm zu halten – denn wenn die Hände warm sind, bleibt alles andere auch warm.
Die Talsperre, die früher Versetalsperre hieß und ihren Namen an die später gebaute, größere Nachbarin abgeben musste, ist heute reine Trinkwassertalsperre. Mit ihrem knapp 5 km langem Rundweg ist sie Ziel vieler Spaziergänger, Jogger, Radfahrer – oder eben Nacktwanderer.

Wanderung in den Bückebergen (23. Mai 2009)

Bild 15: Frühsommersonne durchstrahlt den lichten Wald: Es wird Zeit für nackte WandererBild 15: Frühsommersonne durchstrahlt den lichten Wald
Die Bückeberge liegen östlich von Bückeburg, dazwischen liegt allerdings noch Bad Eilsen – ein Ort, den viele A2-Benutzer von der Autobahn-Ausfahrt her kennen. Aufgrund der bergigen Umgebung hat der Ort mit 2500 Einwohnern sogar zwei (!) Ausfahrten: Bad Eilsen West und eine Ausfahrt Ost (diese allerdings nur in Fahrtrichtung Dortmund).
Höhepunkt der Nacktwanderung durch die Bückeberge war der Vergleich unserer menschlichen Füße mit den 140 Millionen Jahre alten Fußabdrücken der Dinosaurier, die hier in einem Sandsteinbruch entdeckt wurden. Seitdem ist der Steinbruch wichtigster Bestandteil eines Erlebnispfads mit 9 Stationen zum Thema Dinos und Wald geworden.
Bild 18: Man erkennt Fußabdrücke als Unebenheiten in den SteinplattenBild 18: Man erkennt Fußabdrücke als Unebenheiten in den Steinplatten

Pfingst-Nacktwanderung am 31. Mai 2009

Den Pfingstsonntag verbrachten über 60 Nacktwander-Fans wieder mit Wandern im Rothaargebirge. Die Spuren des Kyrill-Orkans von 2007 waren vielerorts noch sehr deutlich sichtbar. Die Wander-Route führte diesmal durch das Edertal bis an die Eder-Quelle und zum Mittelpunkt des Kreises Siegen-Wittgenstein, der durch einen Findling mit einer Bronzetafel markiert wird.
Bild 19: Pfingstsonntag ist Nacktwandertag - das ist seit 6 Jahren zur Tradition gewordenBild 19: Pfingstsonntag ist Nacktwandertag – das ist seit 6 Jahren zur Tradition geworden
Zwei 10-jährige Jungs waren die jüngsten Teilnehmer, die Senior-Rolle übernahm ein 78-Jähriger. Für alle nackten Wanderer war die 14 km lange Tour bei warmem Frühsommerwetter ein geselliges Miteinander, das im Garten-Restaurant des Forsthauses mit Kaffee und Kuchen oder handfesteren Snacks einen gemütlichen Ausklang fand.
Bild 21: Mancherorts wurde der Weg durch die Kyrill-Schäden zu einem HindernispfadBild 21: Mancherorts wurde der Weg durch die Kyrill-Schäden zu einem Hindernispfad
 

Wanderung bei Burbach am 28. Juni 2009

Bild 22: Sattes Frühsommer-Grün begleitete uns auf der Wanderung im SiegerlandBild 22: Sattes Frühsommer-Grün begleitete uns auf der Wanderung im Siegerland
Burbach im Siegerland liegt zwischen Westerwald und Rothaargebirge, also in der traditionsreichsten Nacktwanderregion Deutschlands nahe dem Dreiländereck zwischen NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz. 18 NacktwanderInnen hatten den Weg hierher gesucht, um den Sommerwald zu erwandern. Wir waren nicht allein in der Natur unterwegs – eine bunt gemischte und gut gelaunte Gesellschaft kam uns in einem Planwagen entgegen und jubelte uns heftig winkend zu, während wir am Wegesrand Eskorte standen.
Bild 23: Für die entgegen kommende Planwagen-Gesellschaft standen wir SpalierBild 23: Für die entgegen kommende Planwagen-Gesellschaft standen wir Spalier

Nacktwanderung im Teutoburger Wald am 18. Juli 2009

Bild 24: Der Teutoburger Wald bietet überwiegend grob strukturierte und wenig wanderfreundliche WegeBild 24: Im Teutoburger Wald südlich vom Hermann
Zwei der 10 angereisten Nacktwanderer wollten erst einmal abwarten, wie denn eventuell entgegen kommende, bekleidete Wanderer auf die nackte Wandergruppe reagierten, und blieben angekleidet. Es dauerte nicht lange, bis uns eine Familie mit zwei Kindern im Grundschulalter begegnete, und wir hörten die Mutter sagen: “Kinder, guckt euch das genau an. Das ist die neue Armut in Deutschland, die können sich keine Kleider mehr kaufen. Lernt ihr immer gut in der Schule, damit es euch nicht auch mal so geht!”. “Aber es macht auch viel Spaß, nackt zu wandern!”, warfen wir ein. Nach dieser Begegnung war es für die beiden Zögernden in unserer Gruppe klar: “Wartet mal kurz, wir ziehen uns auch aus!”.
Kurze Zeit später kam uns ein älterer Mann joggend entgegen. Als er uns sah, wurde er langsamer, blieb dann sogar stehen. “Das ist ja toll! Meine Frau glaubt mir kein Wort, wenn ich ihr das erzähle. Darf ich ein Beweisfoto von euch machen?” – “Na klar, wenn das Foto für den persönlichen Gebrauch bleibt, gerne!”, erlaubten wir ihm, ein Handy-Foto von unserer Wandergruppe zu machen.
Bild 26: Der Sendemast des WDR mit 300 m Höhe fällt manchmal in kalten Winternächten umBild 26: Der Sendemast des WDR mit 300 m Höhe
Wir kamen auch am 300 m hohen Sendemast des WDR vorbei, der ein paar Jahre vorher bei Frost umgestürzt war, weil durch die Kälte der Nacht die Halteseile zu straff geworden waren und die Spannung so groß wurde, dass der Mast zerbrach und in den Wald fiel. Jetzt steht hier ein neuer.

Nacktwanderung im Deister am 2. August 2009

Bild 27: Der NDR berichtete über unsere Nacktwanderung im südlichen DeisterBild 27: Der NDR berichtete über unsere Nacktwanderung im südlichen Deister
Der Parkplatz am Nienstedter Pass war Startpunkt für eine 16 km lange Nacktwanderung durch den Deister. Sie führte über Köllnischfeld Richtung Bielsteine und dann nach einem Bogen durch den südöstlichen Ausläufer des Deisters über den Kammweg zum Annaturm. Als wir dort ankamen, war Zeit zum Abendessen, und nachdem wir uns kurz vor dem Turm angekleidet hatten, kehrten wir hier ein.
Die Wanderung wurde begleitet von einem NDR-Reporter, der mit seinem Team ein Video für das Niedersachsen-Magazin drehte und dabei auch mehrere Leute interviewte, die uns begegneten oder die im Annaturm-Restaurant an Nebentischen saßen. Das Video wurde ein paar Tage später gesendet und sorgte in dem kleinen Ort Springe am Südende des Deisters für Aufregung. Obwohl die Springer uns im Wald gar nicht begegnet waren, meldeten sich aufgrund der NDR-Sendung mehrere Bürger im Ordnungsamt und äußerten ihren Unmut, dass in der Springer Umgebung eine nackte Wanderung stattgefunden habe. Der Bürgermeister, selbst FKK-Freund, konnte beruhigend auf die Bürger einwirken, die sich unsinnigerweise Sorgen um das Wohl ihrer Kinder machten.

Nacktwanderung in der Eifel am 8. August 2009

Bild 28: Eine nackte Eifelwanderung - Natur in ihrer schönsten KombinationBild 28: Eine nackte Eifelwanderung
Regenmacher hatte wieder einmal in die Eifel eingeladen zu einer spätsommerlichen Nacktwanderung. 27 TeilnemerInnen fanden sich ein, darunter ein einjähriger Bub, der allerdings noch nicht wandern konnte und von seiner Mutter getragen wurde, und seine große Schwester, die schon 4 Jahre alt war und etwa die Hälfte der 15 km auf eigenen Beinen wanderte. Dann war sie aber froh, doch ein paar Schultern zu finden, auf denen sie getragen wurde.
Ein elfjähriges Mädchen vervollständigte die Altersgruppe der mitwandernden Kinder, so dass eine bunt gemischte, fröhliche Wandergruppe auf dem Rotweinwanderweg über dem Ahrtal daherschritt. Hin und wieder wusste Regenmacher ein paar Geschichten zu erzählen, die sich auf historische oder sagenhafte Orte am Wegesrand oder im Blickfeld über das Tal bezogen. So wurde der Ausflug – nicht nur für die Kinder – nebenbei auch zu einer lehrreichen Veranstaltung über das Ahrgebiet mit seiner langen, traditionsreichen Geschichte.
Bild 31: Die zweitjüngste Teilnehmerin durfte sich öfter mal auf Gast-Schultern ausruhenBild 31: Die zweitjüngste Teilnehmerin

Nacktwanderung bei Herscheid am 16. August 2009

Bild 32: Unter den Wanderern war auch ein Bundeswehr-Kamerad, mit dem ich vor 40 Jahren in einer Kompanie warBild 32: Nacktwanderer im Sauerland
Sonnenschein und blauer Himmel begleitete uns auf einer Acht-Wanderung. Wir trafen uns im Mittelpunkt der 8 auf einem Parkplatz am Gasmert und wanderten die erste Schleife am Vormittag hinab zur Verse-Talsperre und nach ein paar Kilometern entlang des Seeufers wieder hinauf, so dass wir am Parkplatz unsere Mittagsstärkung einnehmen konnten. Wem die ersten 8 km schon genug Training waren, durfte auch auf die zweite Runde verzichten, die uns am Nachmittag in das Waldgebiet um den Böllenberg führte.
Um beim Gang durch den Ort Nieder-Holte nicht unangenehm aufzufallen, legten wir für die Ortsdurchquerung Kleidung an, die wir dann am Ortsausgang in einem dort geparkten Auto ließen. So konnten wir ohne die lästigen Klamotten mit leichtem Gepäck oder sogar ganz ohne wandern, denn auf halbem Weg der Nachmittags-Rundstrecke hatten wir noch ein Pausenauto mit gekühlten Getränken geparkt.
Bild 33: Eine Bank am Wegesrand ludt zum Ausruhen einBild 33: Eine Bank am Wegesrand
Natürlich kehrten wir dann, wieder in Nieder-Holte angekommen, trotzdem noch im Gartenlokal des Gasthofs Vedder ein und genossen dort Kaffee und Kuchen.
 

Nacktwanderwochenende im Westerwald 22./23. August 2009

Bild 36: Es bläst kein kalter Wind im WesterwaldBild 36: Es bläst kein kalter Wind im Westerwald
Horst hatte den Westerwald östlich von Selters als Wandergebiet für Samstag und Sonntag ausgesucht. In einem Hotel konnten diejenigen, die von weiter her kamen, übernachten. Bei den Wanderungen hatte er sich etwas Neues einfallen lassen: Ein Bus brachte die knapp 30 Wanderinnen und Wanderer zum Startpunkt, so dass es eine reine Streckenwanderung statt einer Rundwanderung gab. Das hat natürlich zur Folge, dass es keine Abkürzung für Wandermüde gab – aber die hat auch niemand gebraucht: Alle waren fit genug, um ans Ziel zu kommen.
Bild 39: Manchmal ging der Weg über eine offene Wiese mit Blick zum nächsten DorfBild 39: Manchmal ging der Weg über eine offene Wiese

Nacktwanderwochenende in Thüringen 5./6. September 2009

Bild 43: Das Jagdhaus Gabelsbach war eines unserer AusflugszieleBild 43: Das Jagdhaus Gabelsbach war eines unserer Ausflugsziele
Kalt und nieselig war der Empfang in Thüringen. So statteten wir dem Jagdhaus Gabelsbach einen Besuch ab, bevor es auf den Goethe-Wanderweg ging. Auf dem Kickelhahn in 860 m Höhe gönnten uns wir eine Einkehr zum Aufwärmen, und auch das Goethe-Häuschen, in dem der Dichter das Gedicht »Über allen Wipfeln ist Ruh« geschrieben hat, besuchten wir in wärmende Klamotten eingehüllt.
Zum nackten Wandern kam es aber trotzdem noch, und die Bilder von Jürgen, Horst und Helmut vor dem Wegweiser gehören zu den oft genutzten in der Presse, wenn dort über das Nacktwandern berichtet wird. Zur Übernachtung kehrten wir im Freizeitheim Dörnfeld ein, wo es im Hof einen zünftigen Grillabend gab.
Bild 46: Horst, Jürgen und Helmut orientieren sich auch auf der KarteBild 46: Zahlreiche Wegweiser sind hilfreich

Nacktwanderung bei Unnenberg am 19. September 2009

Südlich von Meinerzhagen liegt zwischen Unnenberg und Dannenberg die Genkel-Talsperre, die zur Trinkwassergewinnung dient. Wir starteten an einem Parkplatz westlich der Talsperre und wanderten nach Norden, wo die Genkel in den See fließt und man den Zulauf überqueren kann. Am anderen Ende der Talsperre kann man die Staumauer hingegen nicht begehen – sie ist nämlich nicht durch ein Geländer gesichert und deshalb für normale Menschen gesperrt. Folglich ist eine Umrundung der Talsperre nicht möglich – außer mit einem weiten Umweg über den nächsten Ort.
Wir aber sind mit unserer kleinen Wandergruppe von 14 Personen beim Beginn der Talsperre aus dem Tal aufgestiegen und haben in einem großen Bogen unsere Rundwanderung im Übergang zwischen Sauerland und Bergischem Land fortgesetzt. Den Wanderabschluss fanden wir in der Turmgaststätte Unnenberg, die an einem über 30 m hohen Aussichtsturm liegt.
Bild 48: Durch dörfliche Umgebung im Unnenberger LandBild 48: Durch dörfliche Umgebung im Unnenberger Land

Nacktwanderung am Silbersee am 4. Oktober 2009

Bild 50: Sandgewinnung bei HalternBild 50: Sandgewinnung bei Haltern
Der Silbersee zwischen Haltern und Dülmen war schon während der Radeltour im Juni ein Zwischenziel, um uns vor der Rückfahrt in die Stadt Dülmen zu erfrischen. Das Gelände dort ist geprägt durch zahlreiche weitere Sandabbau-Gruben und Baggerseen, umgeben von Wald.
Hier hatte Wilhelm eine 16 km lange Wanderung geplant, und das Wetter am diesem Oktobersonntag spielte noch gut mit – wenn auch die mäßigen Lufttemperaturen zu Beginn der Wanderung mich dazu bewogen, zunächst meine Handschuhe anzuziehen. Schon bald konnte ich allerdings auf sie verzichten, da die Temperaturen bis Mittag um ein paar Grad zulegten. Bevor es zum Bad im noch sommerlich warmen Wasser des Silbersees ging, erwanderten wir allerhand Seeufer und Geländeabschnitte, die von der Natur langsam aber sicher wieder zurück erobert wurden.
Bild 51: Wenn die Hände schön warm sind, friert man nirgends mehrBild 51: Mit Handschuhen gegen die herbstliche Kühle
 
Veröffentlicht am

Nacktwanderungen 2008

Nacktwandern 2008

Insgesamt 44 Fotos

Luftikus’ Taunus-Wanderung [27.04.08]

Zur Auftaktwanderung 2008 im Taunus herrschte stabiles Frühlingswetter, und die Sonne erreichte uns fast ungehindert durch das noch sehr dünne LaubdachBild 1: Nacktwandern im Taunus
Die von Luftikus initiierten Taunus-Wanderungen waren über mehrere Jahre hinweg der Auftakt der Nacktwandersaison, oft schon im April, manchmal Anfang Mai. Treffpunkt war meist ein großer Pendler-Parkplatz oder an einem Einkaufszentrum, so dass man von dort aus in Kolonne mit begrenzter Auto-Anzahl zum eigentlichen Startpunkt der Wanderung fuhr.
Die April-Wanderung 2008 war für 24 Teilnehmer die Gelegenheit, bei noch dünnem Frühlingsgrün an den Bäumen, aber heiterem, stabilen Wetter den Osttaunus zu erkunden. Jüngste Teilnehmerin war ein fünfjähriges Mädchen, das sich darüber freuen konnte, während der zweiten Hälfte der Wanderung auf den Schultern ihres Großvaters getragen zu werden – die kurzen Beine hatten bis dahin schon genug Arbeit geleistet.
Ihr Bruder und ihr Cousin, beide 9 Jahre alt, mussten aber die gesamte Strecke auf eigenen Beinen zurücklegen – dem Alter entsprechend war das aber kein Problem – sie sprangen fröhlich und spielend noch ein paar Kilometer zusätzlich hin und her. Noch beeindruckender war für mich die Wanderkondition eines knapp 80-jährigen Mitwanderers, der zwar Walking-Stöcke einsetzte, aber damit ein so strammes Wandertempo vorlegte, so dass ich (rund 20 Jahre jünger) Mühe hatte, mitzuhalten…

Pfingst-Nacktwanderung im Rothaargebirge [11.05.08]

Das Rothaargebirge zieht sich vom Raum Siegen nach Nordosten bis zum Kahlen AstenBild 2: Karte
Seit 2004 initiiert Horst Pfingstwanderungen im Rothaargebirge oder den angrenzenden Berglandschaften. 2008 war es also bereits das fünfte Mal, dass eine Nacktwanderung am Pfingstsonntag das Ziel zahlreicher Naturisten aus einem weiten Umkreis wurde. 58 Frauen, Männer und Kinder trafen sich auf dem Parkplatz des Rhein-Weser-Turms, der die Wasserscheide zwischen Rhein und Weser markiert.
An diesem Rastplatz kamen uns keine Reiter sondern Radfahrer entgegen, denen wir natürlich auch unseren Pfingstgruß entgegen riefen.Bild 11: Während der Rast radeln Radfahrer vorbei
Die kalten Temperaturen zwischen 12° und 15° der Vorjahreswanderung, die überdies von anhaltendem Regen begleitet wurde, waren nur noch Gegenstand einiger Grusel-Geschichten, die während der Wanderung erzählt wurden – nur Luftikus trotzte 2007 den Wetterverhältnissen und blieb die gesamte Wanderung über ohne Kleidung (hat er jedenfalls erzählt).
Diesmal sollten aber Sonnenschein und angenehme Luft bis zu 23° den passenden Rahmen schaffen, um Pfingsten in angemessenem Outfit zu feiern. Die 14 km der Strecke führten zunächst fast 200 Höhenmeter abwärts ins Tal, danach fast wieder auf die Ausgangshöhe zurück, um nach einer erneuten Talwanderung mit dem Schlussanstieg die verbliebenen Kraftreserven auf die Probe zu stellen. Den Abschluss bildete dann eine Einkehr im Garten-Restaurant des Rhein-Weser-Turms.

Erste Nacktwanderung im Sauerland [22.06.08]

Bei der ersten Nacktwanderung im Sauerland wurden wir von Philipp begleitet, einem Reporter für die FAZ am Sonntag. Er geht auf dem Bild ganz links und hat von allen Wanderern die hellste Haut.Bild 20: Im Arnsberger Wald
2008 war auch das Jahr, in dem die erste Nacktwanderung im Sauerland stattfand. Mir hatten die Wanderungen im Taunus und im Rothaargebirge zwar sehr gut gefallen, aber ich wollte nicht für jede Nacktwanderung erst einmal 200 km mit dem Auto fahren müssen – und zurück.
Das Sauerland lag bei mir vor der Haustür, und im nahen Ruhrgebiet – so die in Erfüllung gegangene Hoffnung – gab es genügend interessierte Naturisten, die nur darauf warteten, dass jemand in der näheren Umgebung eine Nacktwanderung initiierte.
Am 22. Juni war es dann so weit: 19 Teilnehmer trafen zur Premiere am Wanderparkplatz ein, zogen sich aus und wanderten los. Einer von ihnen war Philipp, ein Reporter der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, der im Auftrag seiner Redaktion mitwanderte und einen Bericht über die noch junge Freizeit-Aktivität „Nacktwandern“ schreiben sollte – der erschien dann auch eine Woche später in der FAZ am Sonntag.
Die Durchquerung der Heeve ließ sich kaum jemand nehmen, obwohl im Wald versteckt auch eine Holzbrücke in der Nähe war.Bild 22: Die Furt im Heevebach
Die Wanderung verlief unter warmem Frühsommerhimmel fröhlich und harmonisch durch ein Gebiet, das noch sehr deutlich die Wunden zeigte, die der Orkans „Kyrill“ im Januar 2007 geschlagen hatte. Aber nach Abschluss unserer Wanderung setzte während der Rückreise erneut ein überraschend heftiger Sturm ein, der wiederum einige Bäume umwarf und mehrere der Teilnehmer auf dem Heimweg zu Umwegen zwang oder in Staus zusätzliche Zeit kostete. Natürlich waren wir alle sehr froh, dass der Sturm nicht schon losgelegt hatte, während wir noch im Wald wanderten!

Nacktwanderungen südlich von Warstein [31.08. und 06.09.2008]

Die Reihe der Sauerland-Nacktwanderungen wurde alsbald fortgesetzt. Nach einer Regen-Wanderung im Juli starteten wir Ende August östlich von Warstein bei Kallenhardt zum Lörmecke-Turm, nicht ohne die schon mindestens seit der Altsteinzeit bis zur vorrömischen Eisenzeit von Jägern genutzte Höhle »Hohler Stein« zu besuchen.
Bei Kallenhardt besuchten wir den »Hohlen Stein«, eine Höhle, die mindestens seit der Altsteinzeit von Jägern genutzt wurde.Bild 23: Zur Höhle »Hohler Stein«
Unser Besuch am Lörmecke-Turm, der wohl mehrere Anfragen von Spaziergängern beim Ordnungsamt Warstein zur Folge hatte, veranlasste den Ordnungsamts-Leiter zunächst zu der Ankündigung, gegen das Nacktwandern vorgehen zu wollen. Doch er wurde vom Bürgermeister davon abgehalten, der in der neuartigen Wanderbewegung auch eine Chance sah, den Tourismus zu verstärken.
Vor diesem über 40 m hohen Riesen wirkt der Umriss des nackten Wanderers sehr bescheiden.Bild 26: Der Lörmecke-Turm
Anfang September wanderten wir erneut südlich von Warstein bei Stimmstamm mit einem Dreh-Team von Christian Dassel, der für das WDR Fernsehen einen Beitrag produzieren wollte.
Dieser wurde dann ein paar Wochen später in der „Aktuellen Stunde“ gesendet und sorgte dafür, dass ich in meiner Stadt Beckum beim Einkaufen, Spazierengehen oder auch per Telefon von Freunden, Nachbarn, Bekannten und auch vielen Unbekannten auf mein Hobby angesprochen wurde und ganz oft erklären musste, dass nacktes Wandern ein wunderschönes und intensives Natur-Erleben bedeutet!

Nacktwanderung südlich von Iserlohn [28.09.08]

Am 28. September war es noch einmal so warm, dass die letzte Nacktwanderung der Saison südlich von Iserlohn stattfinden konnte.Bild 33: Begegnung im Balver Wald
Im September neigte sich die Saison wetterbedingt dem Ende zu, aber für den 28. war noch eine Wanderung südlich von Iserlohn bei Stephanopel initiiert. Auch hier führte der Wanderweg wieder vielfach durch von „Kyrill“ geprägte, wüste Landschaft: Große Hangflächen, die zuvor noch von dichtem Wald bestanden waren, erlaubten freien Blick über zertrümmerte Holzreste.
Nunmehr hatte auch die Ruhrgebiets-Presse das Thema »Nacktwandern« entdeckt, und in der Westfälischen Rundschau (WR) erschien ein paar Tage später ein Bericht über unsere Iserlohn-Wanderung. Inzwischen waren die Sauerland-Nacktwanderungen zu einer festen Einrichtung geworden – und 2009 sollte es weitergehen!