Nacktwanderung am Möhnesee (18.04.10)

Bild 1: Nacktwandern im Arnsberger Wald
Vom Aupketal zum Möhnesee und in einem großen Bogen zurück – das war die Nacktwanderung zum Saisonauftakt 2010. 16 Wanderer zwischen 18 und 66 Jahren starteten auf die 17 km lange Strecke bei 19° bis später 22° Luft und Sonnenschein und erlebten zahlreiche Begegnungen mit bekleideten Wanderern und Radfahrern – natürlich besonders auf dem „Südlichen Randweg“ des Stausees, dem die Gruppe für knapp 3 km folgte.
Auf dem Rückweg erreichten wir eine Stelle, an der ein März-Sturm nur wenige Wochen vor unserer Wanderung über eine Wegstrecke von 100 m noch einige Nadelbäume umgeworfen hatte. Das Überklettern war für die nackten Wanderer eine recht pieksige Angelegenheit! Besonders unangenehm wurde die Passage für die Barfußwanderer, die bei jedem Tritt erst einmal die hochstehenden Fichten- und Kiefernnadeln platt treten mussten…

Bild 4: Ein pieksiges Hindernis galt es zu überwinden
Woraus ich die Lehre mitnahm, dass man als Initiator die letzte Kontrollwanderung der Strecke möglichst zeitnah vor dem geplanten Wandertermin absolvieren sollte – diesmal waren 6 Wochen vor dem Termin offensichtlich nicht zeitnah genug. Dabei war der Sturm im März gar nicht so heftig gewesen, dass größere Schäden im Wald zu befürchten gewesen wären. Aber Wetterphänomene wirken sich ja oft lokal konzentriert aus.
Nacktwanderung im Taunus (25.04.10)

Bild 5: Noch sehr zartes Grün schmückte die Zweige der Bäume im Taunus
Am letzten Aprilsonntag hatte Luftikus in den Taunus in die Nähe von Brandoberndorf geladen. Treffpunkt war auf dem Parkplatz des Schwimmbads, von dem aus die mehr als 40 Wanderer auf einen 16 km langen Rundweg starteten.

Bild 7: Ein Polizeiauto drängelt sich nach vorn
Gegen Ende der Wanderung holte uns ein Streifenwagen der Polizei ein und fuhr eine Weile lang im Schritttempo hinter uns her. Dann überholte er die Wandergruppe und hielt, als er die Spitze erreicht hatte, an. Zwei Polizisten stiegen aus.
“Wer ist hier derjenige, der sagt, wo es langgeht?”
Luftikus meldete sich: “Das bin ich.“
“Was machen Sie hier?“
“Wir wandern.“
“Wo wollen Sie hin?“
“Zum Schwimmbad. Dort stehen unsere Autos. Da ziehen wir uns wieder an und fahren anschließend in ein Waldrestaurant zum Abendessen.“
“Aha. Und außer Wandern machen Sie nichts?“
“Nein. Es heißt, zwischendurch machen wir auch mal eine Rast und stärken uns.“
“Ah ja. Na, dann wünschen wir Ihnen noch eine schöne Wanderung!“
Der Polizist ging schon auf das Auto zu. Dann drehte er sich noch einmal um:
“Wissen Sie was? Wir sind jetzt 37 km gefahren, um Sie zu finden. Und müssen wieder 37 km zurück fahren. Wenn Sie das nächste Mal so eine Wanderung vorhaben: Rufen Sie uns doch vorher an oder schicken Sie eine Mail. Dann wissen wir Bescheid und können Leuten, die uns anrufen, gleich sagen: Ja, wir wissen Bescheid, das sind halt Nacktwanderer.“
Das hat Luftikus dann auch zugesagt, und seitdem empfehlen wir allen Initiatoren von Nackt-Events, vorher die Polizei zu informieren, damit die nicht unnötig ausrücken muss, sondern für wichtigere Einsätze bereitsteht.
Pfingst-Nacktwanderung im Rothaargebirge (25.05.10)

Bild 9: Zur Pfingstwanderung im Rothaargebirge waren über 60 Teilnehmer gekommen
Die 7. Pfingstwanderung im Rothaargebirge hatte über 60 Teilnehmer angelockt. Strahlender Sonnenschein bot ausgezeichnete Bedingungen für die 14 km lange Tour, die von einem Fernsehreporter des Westdeutschen Rundfunks und zwei Volontärinnen begleitet wurde.
Diese drei waren die einzigen, die es vorzogen in Kleidern zu wandern, während die Zahl derjenigen, die »vom Scheitel bis zur Sohle« barfuß gingen, auf fast ein Dutzend gestiegen war. Und das sogar auf Wegen, die mit ihren groben Schottersteinen die Barfuß-Anfänger nur abschrecken konnten!

Bild 14: Die Wanderung führte durch herrlich sonnendurchflutetes Land
Naturistenstieg-Eröffnung im Harz (28.-30.05.10)

Bild 15: Der Naturistenstieg im Harz
Freitag, der 28. Mai, war Anreisetag. Da reichte es abends noch für eine kleine Vorab-Erkundung, die aber der fortgeschrittenen Tageszeit entsprechend in Klamotten stattfand – es war schon schattig und kühl.
Der Samstag war für die offizielle Eröffnung des Harzer Naturistenstiegs vorgesehen, hierfür waren mehrere Pressevertreter geladen. Unter anderem kam ein DPA-Fotograf, dessen Fotos über die Folgejahre durch die Agentur an viele Zeitungen in der ganzen Welt vermittelt wurden – z. B. bis nach Thailand, wo das Hobby Nacktwandern auf großes Unverständnis stieß.
Zur Eröffnung versammelten sich über 20 nackte Wanderinnen und Wanderer unterhalb der Staumauer, wo ein paar Informationsstände für Besucher aufgebaut und ein rot-weißes Absperrband über den Weg gebunden war, das von Horst unter eifrig betätigten Kamera-Auslösern durchschnitten wurde: „Hiermit eröffne ich den Harzer Naturistenstieg, den ersten offiziellen Nacktwanderweg in Deutschland.“

Bild 16: Auf dem Naturistenstieg im Harz
Anschließend erfolgte die Einweihungswanderung, die auch noch ein gutes Stück weit von den Fotoreportern begleitet wurde. Der ursprüngliche Initiator des Naturistenstiegs, Heinz Ludwig vom Campingplatz in Dankerode, hatte sich inzwischen von dem Projekt zurückgezogen – insbesondere verbreitete Vorbehalte seiner angestammten Camping-Gäste sollen der Grund dafür gewesen sein.
Nacktwanderung in der Rhön (13.06.10)
Bild 5: Auf den Höhen der Rhön
Erich hatte mir vor 1 ½ Jahren von der wilden Schönheit der Rhön vorgeschwärmt. Ich nahm seine Schilderungen auf und machte am 21. April 2009 während einer Dienstreise nach Bayern im Grenzland zwischen Hessen und Bayern eine erste Erkundungstour in die Hochrhön – damals lag dort stellenweise noch Schnee, und in der warmen Aprilsonne machte ich meinen ersten nackten Schneespaziergang.
Jetzt aber war es Sommer, und nach weiteren Erkundungen hatte ich eine Rundroute vom Parkplatz Schwedenwall zum Sendemast auf dem Heidelstein, weiter zum Roten Moor und zurück ausgewählt.
Zwischen dem Heidelstein und dem Roten Moor haben wir aufgrund des sehr großen Publikumsverkehrs leichte Kleidung angelegt – wir wären als Nacktwandergruppe sehr deutlich in der Minderzahl gewesen, und das ist keine gute Ausgangssituation. An der Raststation Rotes Moor stieß Erich zu unserer Wandergruppe, da er sich nicht die gesamte Strecke zumuten wollte.

Bild 22: Nur ein kurzes Stück mussten wir einer Straße folgen
Nachdem wir uns im Roten Moor die Feuchtlandschaft gründlich angesehen hatten, führte uns der Rückweg über eine wenig bevölkerte Strecke zurück zum Parkplatz, so dass wir ca. 100 m nach Verlassen des Moors auch unsere Kleider wieder in den Rucksack packen konnten – die restlichen 7 km wanderten wir so wie die ersten 7 km wieder nackt.
Nacktwanderungen auf dem Rothaarsteig (27.06.10)

Bild 24: Nacktwanderung am Hessischen Rothaarsteig
Der Hessische Rothaarsteig gab Ende Juni den Rahmen für ein Nacktwander-Event ab, bei dem 21 TeilnehmerInnen und eine Hündin mitwanderten. Der Sommer zeigte sich von seiner besten Seite und bot der Wandergesellschaft einen herrlichen Tag mit sehenswerter Natur und weiten Ausblicken.
Bild 12: Zwischen Heuwiesen hindurch führt der Pfad
Nacktwanderung am Eisenberg (11.07.10)

Bild 30: Wandern auf dem Rennweg
Der Wanderparkplatz am Eisenberg war Mittelpunkt der Acht-Wanderung, die am Vormittag in einer Schleife in nordöstlicher Richtung, nach der Mittagsrast in einer Schleife in westlicher Richtung verlief. Die 17 nackten Wanderinnen und Wanderer stiegen zunächst je 180 m ins Wannetal bzw. nachmittags ins Hevetal ab und mussten anschließend wieder zum Rennweg aufsteigen, so dass insgesamt eine kumulierte Höhendifferenz von rund 500m zu überwinden war.
An dem Bildstock für den Heiligen Antonius erfuhren wir von der Geschichte des Johannes Köster, der sich hier im Wald verlaufen hatte, und mit Hilfe des Heiligen Antonius den rechten Weg zu seiner Braut wieder fand. In der Furt der Heve konnten die meisten nicht widerstehen, ein Bad – oder wenigstens ein Fußbad – zu nehmen.
Nacktwanderung in der Eifel (07.08.10)
Das Rodder Maar war eines der Ziele der von Regenmacher initiierten Wanderung. Das Maar, das eigentlich kein echtes Maar, weil nicht vulkanischen Ursprungs ist, wurde in der Geschichte mehrfach trockengelegt und als Landwirtschaftsfläche genutzt. Inzwischen sorgen die geringen Niederschläge im letzten Jahrzehnt für recht instabile Wasserstände.
Bei warmem Sommerwetter erlebten die 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine durch zahlreiche Panoramablicke auf die sanften Bergkonturen der Eifel reizvolle Wanderung durch grüne Wiesen und Weiden.
Als besonderes Ereignis hat sich eingeprägt, wie der Vater einer türkischen Familie seinen etwa 8- bis 10-jährigen Kindern sehr intensiv und lebhaft in der von der Wandergruppe abgewandten Richtung irgend etwas – wahrscheinlich Fiktives – zu erklären versuchte, und als die Kinder sich doch zwischendurch in unsere Richtung umdrehten, ihnen besorgt die Augen zuhielt. Arme Kinder: Die dürfen nicht lernen, welch großartige Lebewesen Allah mit der Schöpfung des Menschen geschaffen hat!

Bild 36: Nacktwandern am Rodder Maar
Nacktwanderung mit Alfons, dem humoristischen Franzosen (12.09.10)

Bild 42: Interview mit Puschel-Mikrofon
Alfons, der humoristische Franzose, der seit vielen Jahren in Deutschland lebt und seine Komik-Begegnungen mit Deutschen in seiner regelmäßigen Fernsehsendung »Puschel TV« zum Besten gab, wünschte sich, einmal Nacktwanderer begleiten zu dürfen. Wir boten ihm Anfang September die Gelegenheit, bei einer Wanderung nahe Hirschberg im Sauerland dabei zu sein.
Sein Kamerateam hatte einem Golfwagen mitgebracht, um die umfangreiche Film-Ausrüstung nicht die ganze Strecke tragen zu müssen, und um ggf. beim Wandern auch Fahr-Aufnahmen aus dem elektrisch getriebenen Mobil heraus zu machen.
Eine Gruppe von 19 Nacktwanderern, darunter eine Frau, hatten sich eingefunden, um die rund 17 km lange Wanderung durchzuführen – Alfons und sein Team immer dabei. Haupt-Interviewpartner war Helmut, aber unterwegs unterbrach z. B. ein Landwirt spontan seine Arbeit auf dem Acker, um sich bereitwillig Alfons’ Fragen zu stellen. Auch zufällig entgegen kommende Wanderer konnte Alfons in seinen Film einbeziehen.

Bild 45: Alfons ist »voll verschwitzt«
Eine Szene aus dem von Alfons produzierten Film kam sogar unter die 10 ungewöhnlichsten Fernseh-Spots des Jahres 2010. Alfons: »Sie wandern ganz schön schnell, ich bin voll verschwitzt.« Helmut: »Tja, man wandert ja auch nicht mit Kleidern!« Alfons: »Ach so, Tschuldigung.«