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Nacktivitäten 2012

Kunst leben 2012

Horizon Field Hamburg und Wanderung im Sachsenwald [03./04.08.2012]

Antony Gormley ist der Künstler, der das „Horizon Field Hamburg“ entworfen und in den Deichtorhallen, nur wenige 100 m südlich des Hauptbahnhofs HH, installiert hat.Bild 1: Horizon Field Hamburg – Nackte Besucher prägen das Bild
Antony Gormley ist der Künstler, der das „Horizon Field Hamburg“ entworfen und in den Deichtorhallen, nur wenige 100 m südlich des Hauptbahnhofs HH, installiert hat. Es handelt sich um eine an Seilen aufgehängte, spiegelnde Plattform, die von den Besuchern betreten wird, die darauf wandeln, sich darauf legen, alle Vibrationen und Schwingungen der Konstruktion spüren und selbst gestalten – so dass die Menschen letztlich aktiver und rezeptiver Teil des Kunstwerks zugleich werden.
Stille und Konzentration auf die eigenen Sensoren intensivieren den Eindruck, Teil der Installation zu sein.Bild 6: Konzentration auf die eigenen Sensoren
Der Künstler selbst hatte bereits darauf hingewiesen, dass das Erlebnis „Horizon Field“ am intensivsten ist, wenn man sich nackt auf die Plattform begibt. Am 3. August war es dann so weit: Die Freien Hamburger Nacktivisten hatten beim Veranstalter, dem Hamburger Kunstverein, einen Termin für einen nackten Besuch des „Horizon Field“ vereinbart.
Knapp 30 Naturisten kamen, schauten und staunten – und noch mehr staunten die bekleideten Besucher, dass sie plötzlich quasi in der Minderheit waren. Sie waren allerdings beim Eintritt darauf hingewiesen worden, dass auch nackte Besucher anwesend sein würden.
Das schönste Erlebnis war allerdings, dass der Nacktfunke ganz spontan auf textile Besucher übersprang: Ein Vater und seine beiden Kinder, die zur gleichen Zeit auf der Plattform waren, probierten das nackte Erleben auch einfach mal aus, ebenso wie ein paar weitere Besucher, und alle hatten sichtlich viel Spaß und Erleben dabei!
Ein Vater und seine beiden Kinder haben es den nackten Besuchern nachgemacht und ihre Kleider auch abgelegt.Bild 10: Ein Vater und seine beiden Kinder haben sich spontan auch ausgezogen
Der Veranstalter hat nach den guten Erfahrungen mit der nackten Besucherschar zu einem weiteren Nackt-Termin am 5. September geladen. Das Horizon-Event steht insgesamt noch bis zum 16. September offen.
Damit sich die Reise nach Hamburg auch richtig lohnte, boten die Hamburger Nacktivisten am Samstag noch eine Wanderung im Sachsenwald östlich von Hamburg an, die bei angenehmen Temperaturen und bis zum Wanderende störungsfreiem Wetter einen gelungenen Abschluss der nackten Aktivitäten des „Hamburger Wochenendes“ bot. Danke für diese perfekte Initiative!
>Link zum Bericht bei »Norddeutschland«
 

Nackt im Musik-Theater [24.03.12]

Stefan Moses hatte schon immer zu seinen Konzerten eingeladen mit dem Slogan „Bitte kommen Sie nackt.“ Bis im Jahre 2010 eine Gruppe unternehmenslustiger Naturisten seine Einladung für bare Münze nahm, waren diese freundlichen Einladungen jedoch stets ungenutzt verhallt.
Sein damaliger Veranstalter traute sich allerdings dann doch nicht, und erst als Moses seine Show ins Münchner Backstage verlegte, ergänzte er mit Einwilligung des neuen Veranstalters: „Wer nackt kommt, erhält freien Eintritt.“ Zwar wurde die Show mit nacktem freien Eintritt noch mehrfach verschoben, aber am 24. März 2012 war es dann so weit: Fast 30 nackte Zuschauerinnen und Zuschauer bekamen wie versprochen eine Freikarte – und die besten Plätze an Tischen direkt vor der Bühne.
Es dauerte eine Zeit, bis die bekleideten Zuschauer sich an die Nackten gewöhnten und, nachdem sich die Nackten unter die Bekleideten mischten, auch die Textilträger sich schließlich trauten, sich mit den Nackten zu unterhalten, zu tanzen oder gemeinsam an der Bar einen Drink zu nehmen.
Zum Konzert im Münchner BackstageBild 17: Zum Konzert im Münchner Backstage
Es war für alle Beteiligten eine einmalig schöne und spannende Erfahrung – und Stefan Moses Bühnenshow ein rauschender Erfolg! Schade, dass ein Clothing-Optional nicht überall selbstverständlich ist. Es geht doch, und es geht gut!
 

Nacktwanderung bei Bad Berleburg [19.08.12]

Der Wittgensteiner Schieferweg war Ziel der 18-köpfigen Wandergruppe

Bad Berleburg war der AusgangspunktBild 18: WDR-Reporter bei der Arbeit

Den wohl heißesten Sommertag des Jahres 2012 hatten sich die 18 nackten Wanderer für ihre Wanderung von Bad Berleburg aus ausgesucht. Auf einem Teil der Strecke wurden die Nacktwanderer von einem WDR-Hörfunk-Reporter begleitet, dessen Aufgabe es war, die Nacktwanderbewegung in Deutschland und in vielen Nachbarländern zu dokumentieren und zu erklären, warum es zu dieser Bewegung kam und warum sie so großen Zulauf hat.

Diesmal hieß die Devise: »Wir wandern nackt ab Parkplatz!« Das hat für die Nacktwanderer den Vorteil, dass sie ihre Klamotten im Auto lassen können und nicht mit tragen müssen. Nur leichtes Gepäck mit ein wenig Proviant und Getränken belastet den Rucksack oder die Umhängetasche der Wanderer.

Wir folgtem dem Wittgensteiner SchieferwegBild 19: Schieferformation

Beeindruckende Schieferformationen fanden die Wanderer am Wegesrand vor. Die steilen und teils schmalen, kaum erkennbaren Aufstiege werden durch derlei Ansichten belohnt.

Angesichts der außergewöhlich hohen Sommertemperaturen von deutlich über 30° entschlossen sich einige der älteren oder gehandicapten Wanderteilnehmer trotzdem, auf die letzten Höhepunkte der Wanderung zu verzichten und auf kürzestem Weg die kühlenden Fluten der Eder nahe des Wanderparkplatzes aufzusuchen. An derlei heißen Sommertagen kommen sogar Nacktwanderer ins Schwitzen und freuen sich auf die willkommene Abkühlung durch das erfrischende Nass!

Zum Abschluss der zweitägigen Nacktwandertour trafen sich die naturistischen Wanderfreunde noch einmal im schattigen Biergarten, um die heißen Temperaturen mit kühlen Getränken und die Anstrengungen der Wanderung mit leckeren Speisen zu kompensieren, bevor sie danach die Heimreise antraten.

 

Nacktwanderung im Wittgensteiner Land [18.08.12]

16 Teilnehmer wanderten 20 km nackt durch Wald und Flur

Wandern im Wittgensteiner Land

Mit dem Zug ware die Nacktwandergruppe zum Haltepunkt Birkelbach gefahren, um sich dort auszuziehen und die Rückwanderung nach Bad Berleburg zu beginnen. Rund 20 km war die Strecke lang, die die Wanderer durch die abwechslungsreiche Landschaft des Wittgensteiner Lands führte.

Am Ziel angekommen, bezogen die Naturisten zunächst ihre vorbestellten Hotelzimmer und stärkten sich in der örtlichen Gastronomie mit so leckeren Spezialitäten wie Wildschnitzel oder Wildragout. In bester Stimmung und glücklich über das naturistische Erlebnis ihrer Wanderung bereiteten die Teilnehmer sich sodann auf den Tag 2 ihres Nacktausflugs ins Wittgensteiner Land vor.

 

Nacktwanderung in der Rhön [12.08.12]

Vom Parkplatz (750 m) aus ging es zunächst hinauf zur »Hohen Hölle« auf 894 mBild 21: Menschen, Schafe und Ziegen waren auf der »Hohen Hölle«

27 Wanderer, darunter 6 Erstteilnehmer, waren zur diesjährigen Rhön-Wanderung gekommen und erlebten einen strahlenden Sonnentag in der abwechslungsreichen Mittelgebirgslandschaft der Hochrhön.

Die anfangs noch frischen Temperaturen und spürbaren Winde waren angesichts des „höllisch“ steilen Aufstiegs zur „Hohen Hölle“ schnell vergessen, war im Wald der Wind doch kaum mehr zu spüren und die Wärmeversorgung durch den eigenen Kreislauf voll hochgefahren. Auf den Höhen angekommen, wärmte die Sonne uns mit ihren üppigen Strahlen. Auch der Wind legte sich alsbald, so dass die äußeren Bedingungen für die Wanderung geradezu ideal wurden.

Nach einem 7 km langen Höhenrundgang mit Panoramablick auf den Kreuzberg kehrte die Wandergesellschaft zum Ausgangspunkt zurück, um nach der Vesperpause den klassischen Wanderweg durch die Kaskadenschlucht aufwärts bis zum Roten Moor einzuschlagen. Viele freundliche und anspornende Kommentare begleiteten uns auf der langen Steigung, bis wir von den erneut über 800 m hohen Top-Position den Rückweg zum Parkplatz antraten.

Eine Mutter, die meinte, ihre Kinder hätten wohl Probleme mit dem Auftreten von Nacktwanderern, hat offensichtlich bei der Erziehung ihrer Kinder so ziemlich alles falsch gemacht was man falsch machen kann. Denn Kinder haben normalerweise überhaupt kein Problem mit Nacktheit und ergreifen dankbar jede Gelegenheit, ohne den lästigen Ballast von Klamotten die Welt zu erobern! Bleibt zu hoffen, dass die Mutter noch den Weg zur Erkenntnis findet und sie bei ihren Kindern keine nachhaltige Blockade gegen Natürlichkeit und Naturbewusstsein erzeugt.

Den Abschluss der Wanderung im Bergrestaurant „Zur Schwedenschanze“ hatten wir uns komfortabler vorgestellt. Nach Stärkung mit einer Not-Ration – oder unter weisem Verzicht darauf – machten die Wanderer sich auf den Heimweg oder auf die Weiterreise zum beruflichen Einsatzort am Montag.

Gelegentlich wurden wir von Mountain-Bikern überholtBild 27: Überholt wurden wir nur von einigen Mountain-Bikern

 

Zwei Tage Nacktwanderungen am Hohenwarte-Stausee [21./22.07.12]

Ein langer Anstieg erfordert eine kleine Pause. Links im Bild das Höhenprofil der Wanderung zu sehen.Bild 36: Man ist ja keine 30 mehr…

Der Hohenwarte-Stausee nahe Saalfeld in Thüringen war am 21. und 22. Juli Ziel einer knapp 20-köpfigen Gruppe von Nacktwanderern, die die anmutige Natur der Talsperrenumgebung intensiv erfahren und erleben konnten.

War noch am Samstag der Himmel eher grau und spendete hin und wieder eine feuchte Erfrischung, so deutete sich am Sonntag der Umschwung zum Sommerwetter an: Mit Temperaturen um 21° und während der Wanderung immer mehr aufklarendem Himmel wurde die Nacktwandergruppe bestens eingestimmt.

Auf dem Weg lag unter anderem das frisch mit Moos tapezierte Mooshäuschen, in dem sich die zahlreichen Siebenschläfer mit ihrem Fell geradezu overdresst vorkamen angesichts so viel nackter Haut bei den Wanderern. Trotzdem zeigten die putzigen Tierchen Neugier und Kontaktinteresse.

Auch ein erfrischendes Bad gehörte zum Naturgenuss der aktiven Naturisten, die sich zum Abschluss noch von der lokalen Gastronomie in der „Kalten Schenke“ verwöhnen ließen, bevor sie die Heimreise antraten.

 

Erste Nacktwanderung im Münsterland [23.06.12]

Hervorragende Bedingungen und abwechslungsreiche Wanderstrecke

Münsterland und Dortmund-Ems-KanalBild 37: Steigungen bot die Münsterland-Wanderung kaum

Das Paradies liegt im Münsterland – diesem Motto folgend trafen sich 15 Naturisten, um eine 17 km lange, abwechslungsreiche Wanderstrecke in dem als weitgehend eben bekannten Münsterland zu bewandern. Das Interesse war ursprünglich doppelt so groß gewesen: Insgesamt gab es 30 Meldungen zu der Wanderung, aber die am Samstagmorgen noch kühle Luft und der zunächst wolkenreiche Himmel verursachten bei vielen Gemeldeten noch Magendrücken oder Halsweh als Vorwand für eine Absage.

Tatsächlich bliesen zu Beginn der Wanderung noch spürbare Winde, die die Mikrophon-Aufnahmen des (bekleidet) mitwandernden WDR-Reporters durchaus störten. Angesichts der Lufttemperaturen von 19° wurde es den nackten Wanderern aber nicht kühl, denn die Sonne strahlte alsbald vom nur leicht bewölkten Himmel.

Die Wanderung führte zunächst am Dortmund-Ems-Kanal entlang, einer beliebten Trasse für Wanderer und Radfahrer, anschließen durch Weiden und Felder, zwei Naturschutzgebiete und schließlich durchs Venner Moor. Die nacktwanderfreundliche Wegequalität ermöglichte über den größten Teil der Wanderstrecke eine Wanderung „barfuß von der Sohle bis zum Scheitel“ – insofern hatte der ausgewählte Wanderweg geradzezu Premium-Qualität.

Premium-Wiesenweg - besonders für BarfüßlerBild 38: Wanderweg in Premium-Qualität: Wer wird da noch Wanderschuhe brauchen?

Bei den zahlreichen Treffen mit bekleideten Wanderern und Radfahrern bekamen die Nacktwanderer mit vielen fröhlichen Ermunterungen und lustigen Bemerkungen den münsterländischen Humor zu spüren. Die neidischen Bemerkungen wie „Ihr macht es richtig!“ oder „Das würd ich mich auch gern trauen!“ überwogen deutlich. Ja, trau dich doch! Nichts ist leichter als Nacktwandern: Man zieht sich aus und wandert los!

Nach Abschluss der Wanderung kehrten die Nacktwanderer noch (beklamottet) in der örtlichen Gastronomie ein, um sich zu stärken und danach mit besten Erinnerungen ans gastfreundliche Münsterland die Heimreise anzutreten.

 

9. Pfingstwanderung mit 95 Teilnehmern [27.05.12]

Pfingsten ist NacktwanderfestBild 39: Der Rekord von 95 Teilnehmern ist bis heute ungebrochen

Die 9. Pfingstwanderung der Nacktwander-Bewegung fand dieses Jahr bei Herborn im Lahn-Dill-Bergland statt. Rund 100 Anmeldungen hatte es gegeben, schließlich fanden sich 95 Teilnehmer am Wanderstartpunkt zusammen.

Kein bekannter Wanderparkplatz hat Platz für so viele Autos von Wanderwilligen! Aufgrund der großen Meldezahlen griff Initiator Horst auf ein Mittel zurück, das auch schon bei früheren Wanderungen mit großer Beteiligung (z. B. auf dem Hörlepanoramaweg im Juli 2011) Abhilfe bot: Die an Wochenenden leer stehenden Parkplätze von Firmen oder Behörden stellen diese auf Anfrage gern zur Verfügung, um dem verbreiteten Volkssport Nacktwandern die erforderliche Logistikstruktur zu ermöglichen.

Die Aufgabe, 95 Nacktwanderer mit höchst unterschiedlicher Kondition und Wandergeschwindigkeit zusammen zu halten, bewältigte der Initiator mit bestem Erfolg. Es ist einfach so, dass man bei rund 100 Teilnehmern häufiger auf das Aufschließen langsamerer Wanderer warten muss. Angesichts des heiteren Wetters und Temperaturen um 22 Grad war die naturistische Wanderung für alle Teilnehmer ein purer Gewinn. Man traf viele alte Bekannte, aber auch sehr viele neue Gesichter: Das Nacktwandern ist nach wie vor die am stärksten wachsende Natursportart in Deutschland.

Mit der Beteiligung von 95 Nacktwanderern zwischen 14 und 75 Jahren wurde gleichzeitig ein neuer, weltweiter Beteiligungsrekord bei Nacktwanderungen aufgestellt – ein weiteres erfreuliches Ergebnis der diesjährigen Pfingstwanderung!

 

Pfingstsamstags-Nacktwanderung im Warsteiner Wald [26.05.12]

Einstiegswanderung am PfingstsamstagBild 40: Wegen Verletzung eines Beins musste einer im Sitzen wandern

Lange hatten wir Naturisten im kalten Frühjahr 2012 auf eine solche Gelegenheit gewartet: Sonne pur strahlte vom blauen Himmel, Lufttemperaturen bis 23° und ein nur selten frischer, meist mäßig wehender Wind lieferten ideale Bedingungen für eine Nacktwanderung im Warsteiner Wald.

14 Nacktwanderer, darunter ein aufs Radwandern ausgewichener Wanderer mit einem Bänderriss, hatten sich zu dieser Pfingstsamstag-Nacktwanderung zusammen gefunden, die der traditionellen Pfingst-Nacktwanderung am Pfingstsonntag als Traningselement vorgelagert war. Die meisten Teilnehmer hatten sich zur Teilnahme an der „großen“ Pfingstwanderung für ein langes Wochenende im Sauerland eingefunden und nutzten das Angebot, im Warsteiner Wald für das Erlebnis Nacktwandern am Pfingstsonntag vorzuüben – war es doch für viele ein später Saisonauftakt.

14 km Strecke bei gemäßigten Höhenunterschieden von kumuliert 200 m führten die Naturisten über wenig frequentierte Wanderwege bis zum Hohlen Stein bei Kallenhardt, wo die Wanderer im kleiderlosen Steinzeit-Outfit die bis in die Altsteinzeit (> 200.000 Jahre) mit Funden belegte Höhle und deren Umfeld besichtigten.

Im Anschluss an die Nacktwanderung erfrischte und stärkte man sich noch in der lokalen Gastronomie mit erfrischenden Getränken und köstlichem Apfelkuchen, bevor die meisten Teilnehmer den Wanderort der Pfingstsonntags-Wanderung ansteuerten.

 
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Nacktwanderungen 2011

Nacktwandern 2011

Insgesamt 41 Fotos

Nacktwandern im Holzland am 3. September 2011 (Andreas)

Unterwegs im Holzland, einem Waldgebiet nordwestlich des Autobahnkreuzes Hermsdorf. Photo: AndreasBild 1: Im Holzland stehen viele Bäume
Das Holzland westlich von Bad Klosterlausnitz ist ein Waldgebiet, das wegen der unfruchtbaren Böden nicht in Ackerland umgewandelt wurde sondern seit frühen Zeiten holzwirtschaftlich genutzt wurde, z. B. von Leitermachern, Muldenhauern, Papiermühlen oder Pechschmieden. Genau solche Spuren der Vergangenheit wollten wir auf unserer Wanderung finden.
Wir besuchten die Große Rabsburg, Reste einer Raubburg auf dem Raubberg, die schon seit dem 13. Jahrhundert verfallen und deren Ruine mit dem Bau der Bahnstrecke Weimar-Gera 1873 weitestgehend zerstört wurden.
Nicht weit davon liegt die Papiermühle mit einer eigenen Bahnstation. Ziegemühle und Bockmühle, zwei Wassermühlen, sind in gutem Zustand erhalten, und ein Pechofenmodell, das nach Original-Funden rekonstruiert und neu aufgebaut wurde.
 

Nacktwandern am Hainich am 4. September 2011 (Horst)

Im Naturschutzgebiet Hainich, vormals Truppenübungsplatz, gewinnt zunehmend die Natur zurück, was ihr dir frühere Nutzung genommen hat. Nicht weit vom Baumkronenpfad und dem Nationalparkzentrum Thiemsburg begannen wir unsere Rundwanderung zwischen Wiesen und Feldern. Zwischendurch ergab sich die Möglichkeit, das leckeres, lokales Obst direkt vom Baum zu probieren.
Horst führte uns entlang des Hainichrands, einem heutigen Natuschutzgebiet und ehemaligem Truppenübungsplatz. Photo: HorstBild 10: Wandern am Hainichrand
 

Nacktwandern im Moor bei Steinhude am 11. September 2011 (Nicole)

Der Anmarsch zum Moor über die Wiese erfolgte schon über sehr weichen Boden. Photo: HorstBild 14: Wandern zum Moor
Das Steinhuder Meer im Westen und Neustadt am Rübenberge im Osten begrenzen das Gebiet mehrerer Moore, das eine Gruppe von 17 nackten Wanderern und Wanderinnen gemeinsam mit einem Drehteam des ZDF durchquerte. Der Anmarsch über die Wiese erfolgte schon über sehr weichen Boden, aber richtig schwarze Füße holte man sich dann im matschigen Grund des Toten Moors. Endlich herrschten hier einmal Wanderbedingungen, bei denen wirklich jedem das Barfußwandern Spaß machte!
Am Großen Moor wird auch noch Torf abgebaut und in langen Reihen zum Trocknen aufgestapelt, bevor er abtransportiert wird. Und zu aller Überraschung kamen wir noch am Rand des Weißen Moores am Beton-Sockel eines einst ⤻ 250 m hohen Sendemastes vorbei, der hier 1913-14 gebaut wurde, um eine Funk-Telegrafieverbindung nach Nordamerika zu betreiben. Der Betrieb der Funkstrecke wurde allerdings nach einigen Jahren durch neuere Techniken überholt, und an den 1931 gesprengten Sendemast erinnert außer dem Sockel nur noch der Wegename „Zum Funkenturm“.
 

Wir sind NRW: Nackt im Siegerland am 25. September 2011 (Christian, Helmut)

Wir sind NRW: Nackt im Siegerland. Christians Team und Interview-Partner Helmut. Photo: RainerBild 20: Christian Dassels Drehteam
Christian Dassel portraitierte 2011 in einer umfangreichen Filmreihe für den WDR die verschiedenen Landschaften von Nordrhein-Westfalen. Da im Siegerland im Jahr 2001 die erste Nacktwanderung stattfand, nahm er in den Film über diesen südlichsten Zipfel von NRW das Thema Nacktwandern auf.
Wanderstart war auf dem Parkplatz des Forsthauses Hohenroth, wo auch schon ein oder zwei Pfingstwanderungen gestartet waren. Das Drehteam hatte einen Bollerwagen mitgebracht, um die Technik zu transportieren – auf den teils holprigen Waldwegen erwies sich diese Transportart allerdings nicht als optimal.
Zunächst ging es 400 m hinab zur Obernau-Talsperre, an deren Ostufer wir ein paar Kilometer entlang wanderten. Eine Reihe von Begegnungen mit bekleideten Wanderern und Freizeitsportlern dokumentierte die Offenheit der Siegerländer: „Jeder nach seiner Facon“ hörten wir als Kommentar.
Bild 22: Christian im Interview mit unserem Siegerländer
Nachdem wir einem entkräfteten Wanderer unter die Arme gegriffen und ihm wieder die 250 m Höhendifferenz bis zum Forsthaus geholfen hatten, wurden wir dort fröhlich mit Hallo und vielen lustigen Kommentaren empfangen – der Kaffegarten war angesichts des guten Spätsommerwetters voll mit Ausflugsgästen besetzt, die mit dem Vorbeiwandern einer Nacktwandergruppe unerwartete Unterhaltung geboten bekamen. Danach machten wir uns noch zum Mittelpunkt des Kreises Siegen-Wittgenstein auf einen zweiten Rundweg. Auch hier konnte Christian Dassel noch einmal einige Szenen für seinen Dokufilm aufnehmen.
 

Nackt durch den Teutoburger Wald am 1. Oktober 2011 (Helmut)

Der Hermannsweg im Teuto - von ein paar querliegenden Bäumen lassen wir uns nicht aufhalten.Bild 20: Querliegende Bäume sind kein Hindernis
Ich hatte als Initiator der Polizei in Bad Iburg ein FAX geschickt mit der Information, dass wir zwischen Bad Iburg und Hilter am T.W. eine Nacktwanderung durchführen wollten. Während der Fahrt zum Startparkplatz erreichte mich ein Telefonanruf der Polizei auf meinem Handy.
Sie haben uns mitgeteilt, dass Sie heute nackt wandern wollen. Von wo starten Sie?
Wir starten von dem Parkplatz nördlich Hilter.
Wie viele sind Sie?
Angemeldet haben sich knapp 20, wieviele dann auch kommen, weiß ich noch nicht.
Und wohin soll die Wanderung führen?
Wir wandern erst Richtung Bad Iburg und dann in einem Bogen über das Zeppelindenkmal zurück.
Wandern Sie auch auf dem Hermannsweg?
Ein Stück ja, aber wie weit genau, das weiß nur mein Navi, dort ist die Route gespeichert.
Wandern Sie auch querfeldein abseits von Wegen?
Eigentlich nicht. Die Route führt nur entlang von Wegen, die in der Karte eingezeichnet sind.
Okay. Na, dann wünschen wir Ihnen eine schöne Wanderung. Und uns einen ruhigen Dienst: Dass nicht so viele Leute bei uns anrufen.
Tatsächlich ging der Wunsch des Polizisten in Erfüllung: Auf unserer Wanderung hatten wir einige Begegnungen mit textilen Wanderergruppen, aber alle Fragen der Textilträger konnten wir in netten Gesprächen beantworten, so dass auch die Polizei nicht durch Anrufe belästigt wurde.
Brunos erste Nacktwanderung
Dies war aber auch die erste Nacktwanderung für Bruno, einen langjährigen FKK-Freund aus dem FKK-Verein in Münster. Seinen ganz persönlichen Bericht haben wir in 3 Bildschirm-Kopien der natury Website von 2011 in die Galerie zu diesem Artikel aufgenommen.
 

Nacktwanderwochenende in der Eifel am 2./3. Oktober 2011 (Anne, Stephan, Rainer)

Sechs Naturistinnen und Naturisten hatten sich für den 2. Oktober in der Eifel verabredet und eine nackte Wanderung an der Madbachtalsperre durchgeführt. Zwei Wanderer aus Westfalen hatten sich entschieden, über Nacht vor Ort zu bleiben und am 3. Oktober eine Nacktwanderung an der benachbarten Steinbachtalsperre anzuschließen. Das Wetter spielte an beiden Tagen ausgezeichnet mit, und der beginnende Herbst sorgte für eine beeindruckende Stimmung in der Natur.
Ein Parkplatz für einen Anhänger Photo: RainerBild 36: Ein Anhänger im Walde und sein Fotograf
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Nacktwandern 2010

Nacktwandern 2010

Nacktwanderung am Möhnesee (18.04.10)

Bild 1: Nacktwandern im Arnsberger WaldBild 1: Nacktwandern im Arnsberger Wald
Vom Aupketal zum Möhnesee und in einem großen Bogen zurück – das war die Nacktwanderung zum Saisonauftakt 2010. 16 Wanderer zwischen 18 und 66 Jahren starteten auf die 17 km lange Strecke bei 19° bis später 22° Luft und Sonnenschein und erlebten zahlreiche Begegnungen mit bekleideten Wanderern und Radfahrern – natürlich besonders auf dem „Südlichen Randweg“ des Stausees, dem die Gruppe für knapp 3 km folgte.
Auf dem Rückweg erreichten wir eine Stelle, an der ein März-Sturm nur wenige Wochen vor unserer Wanderung über eine Wegstrecke von 100 m noch einige Nadelbäume umgeworfen hatte. Das Überklettern war für die nackten Wanderer eine recht pieksige Angelegenheit! Besonders unangenehm wurde die Passage für die Barfußwanderer, die bei jedem Tritt erst einmal die hochstehenden Fichten- und Kiefernnadeln platt treten mussten…
Bild 4: Ein pieksiges Hindernis galt es zu überwindenBild 4: Ein pieksiges Hindernis galt es zu überwinden
Woraus ich die Lehre mitnahm, dass man als Initiator die letzte Kontrollwanderung der Strecke möglichst zeitnah vor dem geplanten Wandertermin absolvieren sollte – diesmal waren 6 Wochen vor dem Termin offensichtlich nicht zeitnah genug. Dabei war der Sturm im März gar nicht so heftig gewesen, dass größere Schäden im Wald zu befürchten gewesen wären. Aber Wetterphänomene wirken sich ja oft lokal konzentriert aus.

Nacktwanderung im Taunus (25.04.10)

Bild 5: Noch sehr zartes Grün schmückte die Zweige der Bäume im TaunusBild 5: Noch sehr zartes Grün schmückte die Zweige der Bäume im Taunus
Am letzten Aprilsonntag hatte Luftikus in den Taunus in die Nähe von Brandoberndorf geladen. Treffpunkt war auf dem Parkplatz des Schwimmbads, von dem aus die mehr als 40 Wanderer auf einen 16 km langen Rundweg starteten.
Bild 7: Ein Polizeiauto drängelt sich nach vornBild 7: Ein Polizeiauto drängelt sich nach vorn
Gegen Ende der Wanderung holte uns ein Streifenwagen der Polizei ein und fuhr eine Weile lang im Schritttempo hinter uns her. Dann überholte er die Wandergruppe und hielt, als er die Spitze erreicht hatte, an. Zwei Polizisten stiegen aus.

Wer ist hier derjenige, der sagt, wo es langgeht?
Luftikus meldete sich: „Das bin ich.
Was machen Sie hier?
Wir wandern.
Wo wollen Sie hin?
Zum Schwimmbad. Dort stehen unsere Autos. Da ziehen wir uns wieder an und fahren anschließend in ein Waldrestaurant zum Abendessen.
Aha. Und außer Wandern machen Sie nichts?
Nein. Es heißt, zwischendurch machen wir auch mal eine Rast und stärken uns.
Ah ja. Na, dann wünschen wir Ihnen noch eine schöne Wanderung!

Der Polizist ging schon auf das Auto zu. Dann drehte er sich noch einmal um:
Wissen Sie was? Wir sind jetzt 37 km gefahren, um Sie zu finden. Und müssen wieder 37 km zurück fahren. Wenn Sie das nächste Mal so eine Wanderung vorhaben: Rufen Sie uns doch vorher an oder schicken Sie eine Mail. Dann wissen wir Bescheid und können Leuten, die uns anrufen, gleich sagen: Ja, wir wissen Bescheid, das sind halt Nacktwanderer.

Das hat Luftikus dann auch zugesagt, und seitdem empfehlen wir allen Initiatoren von Nackt-Events, vorher die Polizei zu informieren, damit die nicht unnötig ausrücken muss, sondern für wichtigere Einsätze bereitsteht.

Pfingst-Nacktwanderung im Rothaargebirge (25.05.10)

Bild 9: Zur Pfingstwanderung im Rothaargebirge waren über 60 Teilnehmer gekommenBild 9: Zur Pfingstwanderung im Rothaargebirge waren über 60 Teilnehmer gekommen
Die 7. Pfingstwanderung im Rothaargebirge hatte über 60 Teilnehmer angelockt. Strahlender Sonnenschein bot ausgezeichnete Bedingungen für die 14 km lange Tour, die von einem Fernsehreporter des Westdeutschen Rundfunks und zwei Volontärinnen begleitet wurde.
Diese drei waren die einzigen, die es vorzogen in Kleidern zu wandern, während die Zahl derjenigen, die »vom Scheitel bis zur Sohle« barfuß gingen, auf fast ein Dutzend gestiegen war. Und das sogar auf Wegen, die mit ihren groben Schottersteinen die Barfuß-Anfänger nur abschrecken konnten!
Bild 14: Weiter führte die Wanderung durch herrlich sonnendurchflutetes LandBild 14: Die Wanderung führte durch herrlich sonnendurchflutetes Land

 

Naturistenstieg-Eröffnung im Harz (28.-30.05.10)

Bild 15: Unter den Linsen der Pressefotografen durschschneidet Horst das Band zur Eröffnung des NaturistenstiegsBild 15: Der Naturistenstieg im Harz
Freitag, der 28. Mai, war Anreisetag. Da reichte es abends noch für eine kleine Vorab-Erkundung, die aber der fortgeschrittenen Tageszeit entsprechend in Klamotten stattfand – es war schon schattig und kühl.
Der Samstag war für die offizielle Eröffnung des Harzer Naturistenstiegs vorgesehen, hierfür waren mehrere Pressevertreter geladen. Unter anderem kam ein DPA-Fotograf, dessen Fotos über die Folgejahre durch die Agentur an viele Zeitungen in der ganzen Welt vermittelt wurden – z. B. bis nach Thailand, wo das Hobby Nacktwandern auf großes Unverständnis stieß.
Zur Eröffnung versammelten sich über 20 nackte Wanderinnen und Wanderer unterhalb der Staumauer, wo ein paar Informationsstände für Besucher aufgebaut und ein rot-weißes Absperrband über den Weg gebunden war, das von Horst unter eifrig betätigten Kamera-Auslösern durchschnitten wurde: „Hiermit eröffne ich den Harzer Naturistenstieg, den ersten offiziellen Nacktwanderweg in Deutschland.“
Bild 16: Die Einweihungs-Wanderung führte durch Löwenzahnwiesen, Felder und WälderBild 16: Auf dem Naturistenstieg im Harz
Anschließend erfolgte die Einweihungswanderung, die auch noch ein gutes Stück weit von den Fotoreportern begleitet wurde. Der ursprüngliche Initiator des Naturistenstiegs, Heinz Ludwig vom Campingplatz in Dankerode, hatte sich inzwischen von dem Projekt zurückgezogen – insbesondere verbreitete Vorbehalte seiner angestammten Camping-Gäste sollen der Grund dafür gewesen sein.

Nacktwanderung in der Rhön (13.06.10)

Bild 18: Ersterkundung der Hochrhön am 21. April 2009: Nacktspaziergang auf Schneeresten bei Sonne und 21° Luft Bild 5: Auf den Höhen der Rhön
Erich hatte mir vor 1 ½ Jahren von der wilden Schönheit der Rhön vorgeschwärmt. Ich nahm seine Schilderungen auf und machte am 21. April 2009 während einer Dienstreise nach Bayern im Grenzland zwischen Hessen und Bayern eine erste Erkundungstour in die Hochrhön – damals lag dort stellenweise noch Schnee, und in der warmen Aprilsonne machte ich meinen ersten nackten Schneespaziergang.
Jetzt aber war es Sommer, und nach weiteren Erkundungen hatte ich eine Rundroute vom Parkplatz Schwedenwall zum Sendemast auf dem Heidelstein, weiter zum Roten Moor und zurück ausgewählt.
Zwischen dem Heidelstein und dem Roten Moor haben wir aufgrund des sehr großen Publikumsverkehrs leichte Kleidung angelegt – wir wären als Nacktwandergruppe sehr deutlich in der Minderzahl gewesen, und das ist keine gute Ausgangssituation. An der Raststation Rotes Moor stieß Erich zu unserer Wandergruppe, da er sich nicht die gesamte Strecke zumuten wollte.
Bild 22: Nur ein kurzes Stück mussten wir einer Straße folgenBild 22: Nur ein kurzes Stück mussten wir einer Straße folgen
Nachdem wir uns im Roten Moor die Feuchtlandschaft gründlich angesehen hatten, führte uns der Rückweg über eine wenig bevölkerte Strecke zurück zum Parkplatz, so dass wir ca. 100 m nach Verlassen des Moors auch unsere Kleider wieder in den Rucksack packen konnten – die restlichen 7 km wanderten wir so wie die ersten 7 km wieder nackt.

Nacktwanderungen auf dem Rothaarsteig (27.06.10)

Bild 24: Nacktwanderung am Hessischen Rothaarsteig - auf gewundenen TalwegenBild 24: Nacktwanderung am Hessischen Rothaarsteig
Der Hessische Rothaarsteig gab Ende Juni den Rahmen für ein Nacktwander-Event ab, bei dem 21 TeilnehmerInnen und eine Hündin mitwanderten. Der Sommer zeigte sich von seiner besten Seite und bot der Wandergesellschaft einen herrlichen Tag mit sehenswerter Natur und weiten Ausblicken.
Bild 12: Zwischen Heuwiesen hindurch führt der Pfad

 

Nacktwanderung am Eisenberg (11.07.10)

Bild 30: Der Rennweg (nicht der Rennsteig) führt zum Eisenberg.Bild 30: Wandern auf dem Rennweg
Der Wanderparkplatz am Eisenberg war Mittelpunkt der Acht-Wanderung, die am Vormittag in einer Schleife in nordöstlicher Richtung, nach der Mittagsrast in einer Schleife in westlicher Richtung verlief. Die 17 nackten Wanderinnen und Wanderer stiegen zunächst je 180 m ins Wannetal bzw. nachmittags ins Hevetal ab und mussten anschließend wieder zum Rennweg aufsteigen, so dass insgesamt eine kumulierte Höhendifferenz von rund 500m zu überwinden war.
An dem Bildstock für den Heiligen Antonius erfuhren wir von der Geschichte des Johannes Köster, der sich hier im Wald verlaufen hatte, und mit Hilfe des Heiligen Antonius den rechten Weg zu seiner Braut wieder fand. In der Furt der Heve konnten die meisten nicht widerstehen, ein Bad – oder wenigstens ein Fußbad – zu nehmen.

Nacktwanderung in der Eifel (07.08.10)

Das Rodder Maar war eines der Ziele der von Regenmacher initiierten Wanderung. Das Maar, das eigentlich kein echtes Maar, weil nicht vulkanischen Ursprungs ist, wurde in der Geschichte mehrfach trockengelegt und als Landwirtschaftsfläche genutzt. Inzwischen sorgen die geringen Niederschläge im letzten Jahrzehnt für recht instabile Wasserstände.
Bei warmem Sommerwetter erlebten die 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine durch zahlreiche Panoramablicke auf die sanften Bergkonturen der Eifel reizvolle Wanderung durch grüne Wiesen und Weiden.
Als besonderes Ereignis hat sich eingeprägt, wie der Vater einer türkischen Familie seinen etwa 8- bis 10-jährigen Kindern sehr intensiv und lebhaft in der von der Wandergruppe abgewandten Richtung irgend etwas – wahrscheinlich Fiktives – zu erklären versuchte, und als die Kinder sich doch zwischendurch in unsere Richtung umdrehten, ihnen besorgt die Augen zuhielt. Arme Kinder: Die dürfen nicht lernen, welch großartige Lebewesen Allah mit der Schöpfung des Menschen geschaffen hat!
Bild 36: Der Uferweg wurde von der Wandergruppe beherrschtBild 36: Nacktwandern am Rodder Maar

Nacktwanderung mit Alfons, dem humoristischen Franzosen (12.09.10)

Bild 42: Helmut im Interview - Alfons natürlich mit PuschelmikrofonBild 42: Interview mit Puschel-Mikrofon
Alfons, der humoristische Franzose, der seit vielen Jahren in Deutschland lebt und seine Komik-Begegnungen mit Deutschen in seiner regelmäßigen Fernsehsendung »Puschel TV« zum Besten gab, wünschte sich, einmal Nacktwanderer begleiten zu dürfen. Wir boten ihm Anfang September die Gelegenheit, bei einer Wanderung nahe Hirschberg im Sauerland dabei zu sein.
Sein Kamerateam hatte einem Golfwagen mitgebracht, um die umfangreiche Film-Ausrüstung nicht die ganze Strecke tragen zu müssen, und um ggf. beim Wandern auch Fahr-Aufnahmen aus dem elektrisch getriebenen Mobil heraus zu machen.
Eine Gruppe von 19 Nacktwanderern, darunter eine Frau, hatten sich eingefunden, um die rund 17 km lange Wanderung durchzuführen – Alfons und sein Team immer dabei. Haupt-Interviewpartner war Helmut, aber unterwegs unterbrach z. B. ein Landwirt spontan seine Arbeit auf dem Acker, um sich bereitwillig Alfons’ Fragen zu stellen. Auch zufällig entgegen kommende Wanderer konnte Alfons in seinen Film einbeziehen.
Bild 45: Alfons: »Ihr wandert ganz schön schnell...ich bin voll verschwitzt.« Helmut: »Tja, man wandert ja auch nicht mit Kleidern!« Alfons: »Ach so. Entschuldigung!«Bild 45: Alfons ist »voll verschwitzt«
Eine Szene aus dem von Alfons produzierten Film kam sogar unter die 10 ungewöhnlichsten Fernseh-Spots des Jahres 2010. Alfons: »Sie wandern ganz schön schnell, ich bin voll verschwitzt.« Helmut: »Tja, man wandert ja auch nicht mit Kleidern!« Alfons: »Ach so, Tschuldigung.«

 

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Nacktwandern 2009

Nacktwandern 2009

Nacktwander-Auftakt im Sauerland bei Iserlohn am 19. April 2009

Bild 1: Die Nacktwandergruppe unterwegs im SauerlandBild 1: Die Nacktwandergruppe unterwegs im Sauerland
Stephanopel war der Startpunkt einer Wanderung durchs bergige Sauerland südlich von Iserlohn. Gleich zu Beginn gab es eine Steilstrecke zu bewältigen, die den Wanderinnen und Wanderern einen Höhengewinn von ca. 200 m brachte. Da es danach wieder 300 m bergab ging und erneut ein Aufstieg folgte, wurden kumuliert fast 600 Höhenmeter erklommen. Auch aufgrund der teils recht naturnahen Wege, auf denen man hin und wieder auch Hindernissen ausweichen musste, ergab sich ein recht anspruchsvolles Wanderprogramm.
Das Hönnetal mit seinen imposanten Felswänden und der von Eiszeitjägern genutzte Feldhofhöhle waren die im Tal gelegen Höhepunkte der 16 km langen Wanderung. Die Höhle wurde schon vor rund 100.000 Jahren von Neandertalern genutzt, von denen noch rund 150 Steinwerkzeuge hier gefunden wurden.
Auch der Homo sapiens hinterließ u. a. mit einer 15.000 Jahre alten Speerspitze seine Spuren, ebenso wie zahlreiche Wildtiere, vor allem Höhlenbären, die ihre Winterruhe gern hier verbrachten. Im 2. Weltkrieg diente die Höhle noch als Munitionslager, danach wurde sie wieder Ausflugsziel für die zahlreichen Spaziergänger und Wanderer, die sich durch den Balver Wald bewegen.
Bild 6: Auf den Spuren von Steinzeitjägern und Munitionslager-WachpersonalBild 6: Auf den Spuren von Steinzeitjägern und Munitionslager-Wachpersonal

Das Erste-Mai-Wochenende im Harz (Fr. 1. – So 3. Mai 2009)

Bild 8: Wir starteten unsere Wanderung südlich des Campingplatzes über eine FrühlingswieseBild 8: Wir starteten unsere Wanderung südlich des Campingplatzes über eine Frühlingswiese
Der Betreiber des Campingplatzes „Panoramablick“ in Dankerode, Heinz Ludwig, hatte die Idee gehabt, in der Nähe einen Nacktwanderweg einzurichten. Der Harzer Verkehrsverband griff die Idee auf, unterstützte Ludwig bei den weiteren Planungen und registrierte eine starke Resonanz, auf die der Vorschlag in der breiten Öffentlichkeit stieß. Das ganze Jahr 2008 über machte die Idee in allen möglichen Zeitungen und Nachrichtensendungen die Runde in ganz Deutschland
Eine Gruppe von etwa 20 Nacktwanderern nutzte dann das Maiwochenende 2009 zu einem Besuch mit ersten Probewanderungen im Harz. Die meisten wohnten auf dem Campingplatz in Dankerode. Von dort aus wanderten wir abwärts ins Tal der Wipper, danach weiter flussabwärts bis zur Talsperre. Nach der Umrundung der Talsperre ging es zurück – eine Gesamtstrecke von 17 km. Der fürs Auge attraktivste Teil der Wanderung war die Strecke nördlich des Stausees, von wo aus sich immer wieder Blicke auf den See auftaten, außerdem gab es einige Stellen, an denen man schwimmen gehen konnte.
Bild 10: Am Südrand der Talsperre gibt es einen beliebten BadeplatzBild 10: Am Südrand der Talsperre gibt es einen beliebten Badeplatz
Die Menschen, denen wir begegneten, wussten natürlich davon, dass Planungen für einen Nacktwanderweg existierten. ”Wir üben schon mal!”, erklärten wir denen, die sich überrascht zeigten, tatsächlich schon einer nackten Wandergruppe zu begegnen. [Die Eröffnung des Naturistenstiegs fand nämlich erst ein Jahr später statt.]

Wanderung im Ebbegebirge an der Fürwigge-Talsperre (16. Mai 2009)

Bild 12: Es war kühl in 600 m Höhe über NN: Nicht alle Nacktwanderer wanderten nacktBild 12: Es war kühl an der Nordhelle
Die Nordhelle im Märkischen Kreis ist mit 662 m der höchste Berg des Ebbegebirges und des Märkischen Kreises. Auf einem der vielen Parkplätze unterhalb des Gipfels, die im Winter die Autos der Skiausflügler aufnehmen, begann unsere Wanderung Richtung Fürwigge-Talsperre. Es war recht kühl, so dass mir meine Winter-Handschuhe gute Dienste leisteten, den gesamten Körper warm zu halten – denn wenn die Hände warm sind, bleibt alles andere auch warm.
Die Talsperre, die früher Versetalsperre hieß und ihren Namen an die später gebaute, größere Nachbarin abgeben musste, ist heute reine Trinkwassertalsperre. Mit ihrem knapp 5 km langem Rundweg ist sie Ziel vieler Spaziergänger, Jogger, Radfahrer – oder eben Nacktwanderer.

Wanderung in den Bückebergen (23. Mai 2009)

Bild 15: Frühsommersonne durchstrahlt den lichten Wald: Es wird Zeit für nackte WandererBild 15: Frühsommersonne durchstrahlt den lichten Wald
Die Bückeberge liegen östlich von Bückeburg, dazwischen liegt allerdings noch Bad Eilsen – ein Ort, den viele A2-Benutzer von der Autobahn-Ausfahrt her kennen. Aufgrund der bergigen Umgebung hat der Ort mit 2500 Einwohnern sogar zwei (!) Ausfahrten: Bad Eilsen West und eine Ausfahrt Ost (diese allerdings nur in Fahrtrichtung Dortmund).
Höhepunkt der Nacktwanderung durch die Bückeberge war der Vergleich unserer menschlichen Füße mit den 140 Millionen Jahre alten Fußabdrücken der Dinosaurier, die hier in einem Sandsteinbruch entdeckt wurden. Seitdem ist der Steinbruch wichtigster Bestandteil eines Erlebnispfads mit 9 Stationen zum Thema Dinos und Wald geworden.
Bild 18: Man erkennt Fußabdrücke als Unebenheiten in den SteinplattenBild 18: Man erkennt Fußabdrücke als Unebenheiten in den Steinplatten

Pfingst-Nacktwanderung am 31. Mai 2009

Den Pfingstsonntag verbrachten über 60 Nacktwander-Fans wieder mit Wandern im Rothaargebirge. Die Spuren des Kyrill-Orkans von 2007 waren vielerorts noch sehr deutlich sichtbar. Die Wander-Route führte diesmal durch das Edertal bis an die Eder-Quelle und zum Mittelpunkt des Kreises Siegen-Wittgenstein, der durch einen Findling mit einer Bronzetafel markiert wird.
Bild 19: Pfingstsonntag ist Nacktwandertag - das ist seit 6 Jahren zur Tradition gewordenBild 19: Pfingstsonntag ist Nacktwandertag – das ist seit 6 Jahren zur Tradition geworden
Zwei 10-jährige Jungs waren die jüngsten Teilnehmer, die Senior-Rolle übernahm ein 78-Jähriger. Für alle nackten Wanderer war die 14 km lange Tour bei warmem Frühsommerwetter ein geselliges Miteinander, das im Garten-Restaurant des Forsthauses mit Kaffee und Kuchen oder handfesteren Snacks einen gemütlichen Ausklang fand.
Bild 21: Mancherorts wurde der Weg durch die Kyrill-Schäden zu einem HindernispfadBild 21: Mancherorts wurde der Weg durch die Kyrill-Schäden zu einem Hindernispfad
 

Wanderung bei Burbach am 28. Juni 2009

Bild 22: Sattes Frühsommer-Grün begleitete uns auf der Wanderung im SiegerlandBild 22: Sattes Frühsommer-Grün begleitete uns auf der Wanderung im Siegerland
Burbach im Siegerland liegt zwischen Westerwald und Rothaargebirge, also in der traditionsreichsten Nacktwanderregion Deutschlands nahe dem Dreiländereck zwischen NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz. 18 NacktwanderInnen hatten den Weg hierher gesucht, um den Sommerwald zu erwandern. Wir waren nicht allein in der Natur unterwegs – eine bunt gemischte und gut gelaunte Gesellschaft kam uns in einem Planwagen entgegen und jubelte uns heftig winkend zu, während wir am Wegesrand Eskorte standen.
Bild 23: Für die entgegen kommende Planwagen-Gesellschaft standen wir SpalierBild 23: Für die entgegen kommende Planwagen-Gesellschaft standen wir Spalier

Nacktwanderung im Teutoburger Wald am 18. Juli 2009

Bild 24: Der Teutoburger Wald bietet überwiegend grob strukturierte und wenig wanderfreundliche WegeBild 24: Im Teutoburger Wald südlich vom Hermann
Zwei der 10 angereisten Nacktwanderer wollten erst einmal abwarten, wie denn eventuell entgegen kommende, bekleidete Wanderer auf die nackte Wandergruppe reagierten, und blieben angekleidet. Es dauerte nicht lange, bis uns eine Familie mit zwei Kindern im Grundschulalter begegnete, und wir hörten die Mutter sagen: “Kinder, guckt euch das genau an. Das ist die neue Armut in Deutschland, die können sich keine Kleider mehr kaufen. Lernt ihr immer gut in der Schule, damit es euch nicht auch mal so geht!”. “Aber es macht auch viel Spaß, nackt zu wandern!”, warfen wir ein. Nach dieser Begegnung war es für die beiden Zögernden in unserer Gruppe klar: “Wartet mal kurz, wir ziehen uns auch aus!”.
Kurze Zeit später kam uns ein älterer Mann joggend entgegen. Als er uns sah, wurde er langsamer, blieb dann sogar stehen. “Das ist ja toll! Meine Frau glaubt mir kein Wort, wenn ich ihr das erzähle. Darf ich ein Beweisfoto von euch machen?” – “Na klar, wenn das Foto für den persönlichen Gebrauch bleibt, gerne!”, erlaubten wir ihm, ein Handy-Foto von unserer Wandergruppe zu machen.
Bild 26: Der Sendemast des WDR mit 300 m Höhe fällt manchmal in kalten Winternächten umBild 26: Der Sendemast des WDR mit 300 m Höhe
Wir kamen auch am 300 m hohen Sendemast des WDR vorbei, der ein paar Jahre vorher bei Frost umgestürzt war, weil durch die Kälte der Nacht die Halteseile zu straff geworden waren und die Spannung so groß wurde, dass der Mast zerbrach und in den Wald fiel. Jetzt steht hier ein neuer.

Nacktwanderung im Deister am 2. August 2009

Bild 27: Der NDR berichtete über unsere Nacktwanderung im südlichen DeisterBild 27: Der NDR berichtete über unsere Nacktwanderung im südlichen Deister
Der Parkplatz am Nienstedter Pass war Startpunkt für eine 16 km lange Nacktwanderung durch den Deister. Sie führte über Köllnischfeld Richtung Bielsteine und dann nach einem Bogen durch den südöstlichen Ausläufer des Deisters über den Kammweg zum Annaturm. Als wir dort ankamen, war Zeit zum Abendessen, und nachdem wir uns kurz vor dem Turm angekleidet hatten, kehrten wir hier ein.
Die Wanderung wurde begleitet von einem NDR-Reporter, der mit seinem Team ein Video für das Niedersachsen-Magazin drehte und dabei auch mehrere Leute interviewte, die uns begegneten oder die im Annaturm-Restaurant an Nebentischen saßen. Das Video wurde ein paar Tage später gesendet und sorgte in dem kleinen Ort Springe am Südende des Deisters für Aufregung. Obwohl die Springer uns im Wald gar nicht begegnet waren, meldeten sich aufgrund der NDR-Sendung mehrere Bürger im Ordnungsamt und äußerten ihren Unmut, dass in der Springer Umgebung eine nackte Wanderung stattgefunden habe. Der Bürgermeister, selbst FKK-Freund, konnte beruhigend auf die Bürger einwirken, die sich unsinnigerweise Sorgen um das Wohl ihrer Kinder machten.

Nacktwanderung in der Eifel am 8. August 2009

Bild 28: Eine nackte Eifelwanderung - Natur in ihrer schönsten KombinationBild 28: Eine nackte Eifelwanderung
Regenmacher hatte wieder einmal in die Eifel eingeladen zu einer spätsommerlichen Nacktwanderung. 27 TeilnemerInnen fanden sich ein, darunter ein einjähriger Bub, der allerdings noch nicht wandern konnte und von seiner Mutter getragen wurde, und seine große Schwester, die schon 4 Jahre alt war und etwa die Hälfte der 15 km auf eigenen Beinen wanderte. Dann war sie aber froh, doch ein paar Schultern zu finden, auf denen sie getragen wurde.
Ein elfjähriges Mädchen vervollständigte die Altersgruppe der mitwandernden Kinder, so dass eine bunt gemischte, fröhliche Wandergruppe auf dem Rotweinwanderweg über dem Ahrtal daherschritt. Hin und wieder wusste Regenmacher ein paar Geschichten zu erzählen, die sich auf historische oder sagenhafte Orte am Wegesrand oder im Blickfeld über das Tal bezogen. So wurde der Ausflug – nicht nur für die Kinder – nebenbei auch zu einer lehrreichen Veranstaltung über das Ahrgebiet mit seiner langen, traditionsreichen Geschichte.
Bild 31: Die zweitjüngste Teilnehmerin durfte sich öfter mal auf Gast-Schultern ausruhenBild 31: Die zweitjüngste Teilnehmerin

Nacktwanderung bei Herscheid am 16. August 2009

Bild 32: Unter den Wanderern war auch ein Bundeswehr-Kamerad, mit dem ich vor 40 Jahren in einer Kompanie warBild 32: Nacktwanderer im Sauerland
Sonnenschein und blauer Himmel begleitete uns auf einer Acht-Wanderung. Wir trafen uns im Mittelpunkt der 8 auf einem Parkplatz am Gasmert und wanderten die erste Schleife am Vormittag hinab zur Verse-Talsperre und nach ein paar Kilometern entlang des Seeufers wieder hinauf, so dass wir am Parkplatz unsere Mittagsstärkung einnehmen konnten. Wem die ersten 8 km schon genug Training waren, durfte auch auf die zweite Runde verzichten, die uns am Nachmittag in das Waldgebiet um den Böllenberg führte.
Um beim Gang durch den Ort Nieder-Holte nicht unangenehm aufzufallen, legten wir für die Ortsdurchquerung Kleidung an, die wir dann am Ortsausgang in einem dort geparkten Auto ließen. So konnten wir ohne die lästigen Klamotten mit leichtem Gepäck oder sogar ganz ohne wandern, denn auf halbem Weg der Nachmittags-Rundstrecke hatten wir noch ein Pausenauto mit gekühlten Getränken geparkt.
Bild 33: Eine Bank am Wegesrand ludt zum Ausruhen einBild 33: Eine Bank am Wegesrand
Natürlich kehrten wir dann, wieder in Nieder-Holte angekommen, trotzdem noch im Gartenlokal des Gasthofs Vedder ein und genossen dort Kaffee und Kuchen.
 

Nacktwanderwochenende im Westerwald 22./23. August 2009

Bild 36: Es bläst kein kalter Wind im WesterwaldBild 36: Es bläst kein kalter Wind im Westerwald
Horst hatte den Westerwald östlich von Selters als Wandergebiet für Samstag und Sonntag ausgesucht. In einem Hotel konnten diejenigen, die von weiter her kamen, übernachten. Bei den Wanderungen hatte er sich etwas Neues einfallen lassen: Ein Bus brachte die knapp 30 Wanderinnen und Wanderer zum Startpunkt, so dass es eine reine Streckenwanderung statt einer Rundwanderung gab. Das hat natürlich zur Folge, dass es keine Abkürzung für Wandermüde gab – aber die hat auch niemand gebraucht: Alle waren fit genug, um ans Ziel zu kommen.
Bild 39: Manchmal ging der Weg über eine offene Wiese mit Blick zum nächsten DorfBild 39: Manchmal ging der Weg über eine offene Wiese

Nacktwanderwochenende in Thüringen 5./6. September 2009

Bild 43: Das Jagdhaus Gabelsbach war eines unserer AusflugszieleBild 43: Das Jagdhaus Gabelsbach war eines unserer Ausflugsziele
Kalt und nieselig war der Empfang in Thüringen. So statteten wir dem Jagdhaus Gabelsbach einen Besuch ab, bevor es auf den Goethe-Wanderweg ging. Auf dem Kickelhahn in 860 m Höhe gönnten uns wir eine Einkehr zum Aufwärmen, und auch das Goethe-Häuschen, in dem der Dichter das Gedicht »Über allen Wipfeln ist Ruh« geschrieben hat, besuchten wir in wärmende Klamotten eingehüllt.
Zum nackten Wandern kam es aber trotzdem noch, und die Bilder von Jürgen, Horst und Helmut vor dem Wegweiser gehören zu den oft genutzten in der Presse, wenn dort über das Nacktwandern berichtet wird. Zur Übernachtung kehrten wir im Freizeitheim Dörnfeld ein, wo es im Hof einen zünftigen Grillabend gab.
Bild 46: Horst, Jürgen und Helmut orientieren sich auch auf der KarteBild 46: Zahlreiche Wegweiser sind hilfreich

Nacktwanderung bei Unnenberg am 19. September 2009

Südlich von Meinerzhagen liegt zwischen Unnenberg und Dannenberg die Genkel-Talsperre, die zur Trinkwassergewinnung dient. Wir starteten an einem Parkplatz westlich der Talsperre und wanderten nach Norden, wo die Genkel in den See fließt und man den Zulauf überqueren kann. Am anderen Ende der Talsperre kann man die Staumauer hingegen nicht begehen – sie ist nämlich nicht durch ein Geländer gesichert und deshalb für normale Menschen gesperrt. Folglich ist eine Umrundung der Talsperre nicht möglich – außer mit einem weiten Umweg über den nächsten Ort.
Wir aber sind mit unserer kleinen Wandergruppe von 14 Personen beim Beginn der Talsperre aus dem Tal aufgestiegen und haben in einem großen Bogen unsere Rundwanderung im Übergang zwischen Sauerland und Bergischem Land fortgesetzt. Den Wanderabschluss fanden wir in der Turmgaststätte Unnenberg, die an einem über 30 m hohen Aussichtsturm liegt.
Bild 48: Durch dörfliche Umgebung im Unnenberger LandBild 48: Durch dörfliche Umgebung im Unnenberger Land

Nacktwanderung am Silbersee am 4. Oktober 2009

Bild 50: Sandgewinnung bei HalternBild 50: Sandgewinnung bei Haltern
Der Silbersee zwischen Haltern und Dülmen war schon während der Radeltour im Juni ein Zwischenziel, um uns vor der Rückfahrt in die Stadt Dülmen zu erfrischen. Das Gelände dort ist geprägt durch zahlreiche weitere Sandabbau-Gruben und Baggerseen, umgeben von Wald.
Hier hatte Wilhelm eine 16 km lange Wanderung geplant, und das Wetter am diesem Oktobersonntag spielte noch gut mit – wenn auch die mäßigen Lufttemperaturen zu Beginn der Wanderung mich dazu bewogen, zunächst meine Handschuhe anzuziehen. Schon bald konnte ich allerdings auf sie verzichten, da die Temperaturen bis Mittag um ein paar Grad zulegten. Bevor es zum Bad im noch sommerlich warmen Wasser des Silbersees ging, erwanderten wir allerhand Seeufer und Geländeabschnitte, die von der Natur langsam aber sicher wieder zurück erobert wurden.
Bild 51: Wenn die Hände schön warm sind, friert man nirgends mehrBild 51: Mit Handschuhen gegen die herbstliche Kühle
 
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Nacktwanderungen 2008

Nacktwandern 2008

Insgesamt 44 Fotos

Luftikus‘ Taunus-Wanderung [27.04.08]

Zur Auftaktwanderung 2008 im Taunus herrschte stabiles Frühlingswetter, und die Sonne erreichte uns fast ungehindert durch das noch sehr dünne LaubdachBild 1: Nacktwandern im Taunus
Die von Luftikus initiierten Taunus-Wanderungen waren über mehrere Jahre hinweg der Auftakt der Nacktwandersaison, oft schon im April, manchmal Anfang Mai. Treffpunkt war meist ein großer Pendler-Parkplatz oder an einem Einkaufszentrum, so dass man von dort aus in Kolonne mit begrenzter Auto-Anzahl zum eigentlichen Startpunkt der Wanderung fuhr.
Die April-Wanderung 2008 war für 24 Teilnehmer die Gelegenheit, bei noch dünnem Frühlingsgrün an den Bäumen, aber heiterem, stabilen Wetter den Osttaunus zu erkunden. Jüngste Teilnehmerin war ein fünfjähriges Mädchen, das sich darüber freuen konnte, während der zweiten Hälfte der Wanderung auf den Schultern ihres Großvaters getragen zu werden – die kurzen Beine hatten bis dahin schon genug Arbeit geleistet.
Ihr Bruder und ihr Cousin, beide 9 Jahre alt, mussten aber die gesamte Strecke auf eigenen Beinen zurücklegen – dem Alter entsprechend war das aber kein Problem – sie sprangen fröhlich und spielend noch ein paar Kilometer zusätzlich hin und her. Noch beeindruckender war für mich die Wanderkondition eines knapp 80-jährigen Mitwanderers, der zwar Walking-Stöcke einsetzte, aber damit ein so strammes Wandertempo vorlegte, so dass ich (rund 20 Jahre jünger) Mühe hatte, mitzuhalten…

Pfingst-Nacktwanderung im Rothaargebirge [11.05.08]

Das Rothaargebirge zieht sich vom Raum Siegen nach Nordosten bis zum Kahlen AstenBild 2: Karte
Seit 2004 initiiert Horst Pfingstwanderungen im Rothaargebirge oder den angrenzenden Berglandschaften. 2008 war es also bereits das fünfte Mal, dass eine Nacktwanderung am Pfingstsonntag das Ziel zahlreicher Naturisten aus einem weiten Umkreis wurde. 58 Frauen, Männer und Kinder trafen sich auf dem Parkplatz des Rhein-Weser-Turms, der die Wasserscheide zwischen Rhein und Weser markiert.
An diesem Rastplatz kamen uns keine Reiter sondern Radfahrer entgegen, denen wir natürlich auch unseren Pfingstgruß entgegen riefen.Bild 11: Während der Rast radeln Radfahrer vorbei
Die kalten Temperaturen zwischen 12° und 15° der Vorjahreswanderung, die überdies von anhaltendem Regen begleitet wurde, waren nur noch Gegenstand einiger Grusel-Geschichten, die während der Wanderung erzählt wurden – nur Luftikus trotzte 2007 den Wetterverhältnissen und blieb die gesamte Wanderung über ohne Kleidung (hat er jedenfalls erzählt).
Diesmal sollten aber Sonnenschein und angenehme Luft bis zu 23° den passenden Rahmen schaffen, um Pfingsten in angemessenem Outfit zu feiern. Die 14 km der Strecke führten zunächst fast 200 Höhenmeter abwärts ins Tal, danach fast wieder auf die Ausgangshöhe zurück, um nach einer erneuten Talwanderung mit dem Schlussanstieg die verbliebenen Kraftreserven auf die Probe zu stellen. Den Abschluss bildete dann eine Einkehr im Garten-Restaurant des Rhein-Weser-Turms.

Erste Nacktwanderung im Sauerland [22.06.08]

Bei der ersten Nacktwanderung im Sauerland wurden wir von Philipp begleitet, einem Reporter für die FAZ am Sonntag. Er geht auf dem Bild ganz links und hat von allen Wanderern die hellste Haut.Bild 20: Im Arnsberger Wald
2008 war auch das Jahr, in dem die erste Nacktwanderung im Sauerland stattfand. Mir hatten die Wanderungen im Taunus und im Rothaargebirge zwar sehr gut gefallen, aber ich wollte nicht für jede Nacktwanderung erst einmal 200 km mit dem Auto fahren müssen – und zurück.
Das Sauerland lag bei mir vor der Haustür, und im nahen Ruhrgebiet – so die in Erfüllung gegangene Hoffnung – gab es genügend interessierte Naturisten, die nur darauf warteten, dass jemand in der näheren Umgebung eine Nacktwanderung initiierte.
Am 22. Juni war es dann so weit: 19 Teilnehmer trafen zur Premiere am Wanderparkplatz ein, zogen sich aus und wanderten los. Einer von ihnen war Philipp, ein Reporter der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, der im Auftrag seiner Redaktion mitwanderte und einen Bericht über die noch junge Freizeit-Aktivität „Nacktwandern“ schreiben sollte – der erschien dann auch eine Woche später in der FAZ am Sonntag.
Die Durchquerung der Heeve ließ sich kaum jemand nehmen, obwohl im Wald versteckt auch eine Holzbrücke in der Nähe war.Bild 22: Die Furt im Heevebach
Die Wanderung verlief unter warmem Frühsommerhimmel fröhlich und harmonisch durch ein Gebiet, das noch sehr deutlich die Wunden zeigte, die der Orkans „Kyrill“ im Januar 2007 geschlagen hatte. Aber nach Abschluss unserer Wanderung setzte während der Rückreise erneut ein überraschend heftiger Sturm ein, der wiederum einige Bäume umwarf und mehrere der Teilnehmer auf dem Heimweg zu Umwegen zwang oder in Staus zusätzliche Zeit kostete. Natürlich waren wir alle sehr froh, dass der Sturm nicht schon losgelegt hatte, während wir noch im Wald wanderten!

Nacktwanderungen südlich von Warstein [31.08. und 06.09.2008]

Die Reihe der Sauerland-Nacktwanderungen wurde alsbald fortgesetzt. Nach einer Regen-Wanderung im Juli starteten wir Ende August östlich von Warstein bei Kallenhardt zum Lörmecke-Turm, nicht ohne die schon mindestens seit der Altsteinzeit bis zur vorrömischen Eisenzeit von Jägern genutzte Höhle »Hohler Stein« zu besuchen.
Bei Kallenhardt besuchten wir den »Hohlen Stein«, eine Höhle, die mindestens seit der Altsteinzeit von Jägern genutzt wurde.Bild 23: Zur Höhle »Hohler Stein«
Unser Besuch am Lörmecke-Turm, der wohl mehrere Anfragen von Spaziergängern beim Ordnungsamt Warstein zur Folge hatte, veranlasste den Ordnungsamts-Leiter zunächst zu der Ankündigung, gegen das Nacktwandern vorgehen zu wollen. Doch er wurde vom Bürgermeister davon abgehalten, der in der neuartigen Wanderbewegung auch eine Chance sah, den Tourismus zu verstärken.
Vor diesem über 40 m hohen Riesen wirkt der Umriss des nackten Wanderers sehr bescheiden.Bild 26: Der Lörmecke-Turm
Anfang September wanderten wir erneut südlich von Warstein bei Stimmstamm mit einem Dreh-Team von Christian Dassel, der für das WDR Fernsehen einen Beitrag produzieren wollte.
Dieser wurde dann ein paar Wochen später in der „Aktuellen Stunde“ gesendet und sorgte dafür, dass ich in meiner Stadt Beckum beim Einkaufen, Spazierengehen oder auch per Telefon von Freunden, Nachbarn, Bekannten und auch vielen Unbekannten auf mein Hobby angesprochen wurde und ganz oft erklären musste, dass nacktes Wandern ein wunderschönes und intensives Natur-Erleben bedeutet!

Nacktwanderung südlich von Iserlohn [28.09.08]

Am 28. September war es noch einmal so warm, dass die letzte Nacktwanderung der Saison südlich von Iserlohn stattfinden konnte.Bild 33: Begegnung im Balver Wald
Im September neigte sich die Saison wetterbedingt dem Ende zu, aber für den 28. war noch eine Wanderung südlich von Iserlohn bei Stephanopel initiiert. Auch hier führte der Wanderweg wieder vielfach durch von „Kyrill“ geprägte, wüste Landschaft: Große Hangflächen, die zuvor noch von dichtem Wald bestanden waren, erlaubten freien Blick über zertrümmerte Holzreste.
Nunmehr hatte auch die Ruhrgebiets-Presse das Thema »Nacktwandern« entdeckt, und in der Westfälischen Rundschau (WR) erschien ein paar Tage später ein Bericht über unsere Iserlohn-Wanderung. Inzwischen waren die Sauerland-Nacktwanderungen zu einer festen Einrichtung geworden – und 2009 sollte es weitergehen!