Veröffentlicht am

WNT Jörg: Neue Erfahrungen

Rast

Ersterlebnis nackte Radeltour bei den Westfälischen Naturistentagen [27.09.23]

16 Fotos im Artikel

Vielen Dank für die neuen Erfahrungen, wenn ich leider auch nur an zwei Tagen teilnehmen konnte. Vielleicht interessiert es, wie es dazu kam und wie ich das Event erlebt habe.

Außer in der Sauna, auf entsprechenden Campingplätzen und Stränden oder im Wattenmeer vor Cuxhaven und Cappel-Neufeld war ich in der Öffentlichkeit bislang nicht nackt unterwegs. Meine Frau noch seltener als ich, und diese Sache war ihr dann doch zu öffentlich. Also musste ich leider allein teilnehmen.

So richtig allein hätte ich mich das übrigens auch niemals getraut. Aber dann fand ich diesen Nacktivitäten-Kalender bei natury.de und darin Eure Westfälischen Naturistentage. Hinter dem Link gab es jede Menge Berichte zu entdecken, sodass ich mich endlich angemeldet habe. Das war völlig unkompliziert, und die zeitnah verschickten Anreise- und sonstigen Informationen waren durchdacht und informativ. Da sind erkennbar Leute am Werk, die wissen was sie tun. Und sie machen das nicht zum ersten Mal.

Die Radeltour führte uns auch zum Emsradweg, wo der Dortmund-Ems-Kanal die Ems überquert. (1|16)Auf dem Emsradweg, wo der Dortmund-Ems-Kanal die Ems überquert. (1|16)

Ich bin also am Montag zum Parkplatz am Schiffahrter Damm gefahren. Dort war alles noch viel einfacher als gedacht. Lauter nette und unkomplizierte Menschen. Besonders beim Fotografieren hatte ich – durchaus auch auf Grund der Vorab-Infos – mit einem höchst komplizierten Fragebogen und einem noch ausführlicheren Verhaltenskodex gerechnet. Aber da setzt man offenbar ganz auf den gesunden Menschenverstand und geht völlig selbstverständlich davon aus, dass jeder mit seinen Fotos vernünftig umgeht, und stellt sogar einen geschützten Nextcloud-Speicher zum späteren Austausch der Bilder zur Verfügung.

Die Tour selbst führte über sehr schöne Wege und war auch ohne elektrische (Motor-) Unterstützung gut zu bewältigen. Insgesamt war alles sehr gut organisiert und durchgeführt.

Ein Künstler hat aus seinem Atelier ein paar Skulpturen an den Straßenrand gestellt. Hier lässt sich gut Pause machen. (5|16)Ein Kunst-bestückter Pausenplatz (5|16)

Nach der Tour sind wir – nur zu zweit – nochmal ein Stück bis zur Ems zurückgeradelt und haben am Bootsanleger Gimbte gebadet. ► Auch ei‍ne besondere Erfahrung.

Mittwoch: Nackte im Pferdeland. Ein Paradies für Tier und Mensch

Auch am Mittwoch begannen wir den Tag mit einer Radeltour. Zu Mittag trafen wir mit der Wandergruppe zusammen. (9|16)Radeltour am Mittwoch (9|16)

Bei meinem zweiten Termin am Mittwoch war ich dann schon forscher und bin bereits in der richtigen Kleidung angereist. Nackt auf der Autobahn war ich vorher auch noch nie. Es war wieder eine schöne Tour mit einem krönenden Besuch bei den Wildpferden. Die kompetente Führung durch die Försterin ist sehr zu empfehlen, außerhalb der WNT notfalls halt auch mit Hemd und Hose. Ich warte aber trotzdem lieber auf den nächsten nackten Besuch bei den nackten Tieren.

Inzwischen trudeln auf dem Nextcloud-Server die ersten Bilder ein, und ich habe meine auch alle hochgeladen.

Heute habe ich den ersten Bericht zur Veranstaltung entdeckt, illustriert mit Bildern, die es noch gar nicht auf den Austausch-Server geschafft haben. Da kommt also noch mehr.

Nach der Radeltour ging es zu den Wildpferden im Merfelder Bruch. (11|16)Bei den Wildpferden im Merfelder Bruch. (11|16)

Ich hoffe sehr, im nächsten Jahr an mehr als zwei Terminen teilnehmen zu können. Gibt es übrigens für den konkreten Termin eine Regelmäßigkeit, dass ich mir die betreffende Woche in 2024 vorsorglich schon ‘mal blocken kann? Auf jeden Fall werde ich den Kalender im Blick behalten, ob es auch sonst in der Nähe noch etwas zu entdecken gibt. Mit nackten Grüßen, Jörg

Veröffentlicht am

Aktivitäten im Spätsommer

Eifel

6 Fotos im Artikel

Der Spätsommer bot 2023 vom 5. bis 12. September mit Tageshöchst-Temperaturen zwischen 26° und 30° noch einmal anhaltendes Hochsommer-Feeling und Gelegenheit zu nackten Aktivitäten.

Tages-Höchst-Temperaturen 05.-12-09.23 Kassel

Vulkaneifel-Wanderung am 10. September [20.09.23]

„Den herrlichen Spätsommer wollen wir noch einmal naturistisch bei einer Wanderung in der Vulkaneifel genießen.“ lautete dann auch die Einladung herbi’s für den zweiten Septembersonntag.

Die Vulkaneifel erstreckt sich von Südwest nach Nordost in einen leichten Bogen über die Eifelmaare bis zum Laacher See (1|6)Die Vulkaneifel: Von den Eifelmaaren bis hin zum Laacher See (1|6) Quelle: de.wikipedia.org

In der Gegend von Manderscheid führte die Wanderung über 15 km durch idyllische Bachtäler, aber manchmal auch auf schmalen Pfaden am Hang hinauf und hinab. Nach Schluss der Tour konnte man sich auf der Terrasse eines Restaurants die verbrauchten Kalorien wieder zuführen.

Giorgaki war einer der Wanderer in dem idyllischen Eifeltal (2|6)Giorgaki war einer der Wanderer im idyllischen Eifeltal (2|6)

Südliches Münsterland: Radeln bei 29° am 9. September [20.09.23]

Radeln im südlichen Münsterland (3|6)Radeln im südlichen Münsterland (3|6)

Bei solch hochsommerlichen Temperaturen braucht man als Radfahrer den Fahrtwind auf der Haut, um nicht ins Schwitzen zu kommen. Eigentlich hatte ich erwartet, an solch einem prächtigen Wochenend-Tag zahlreiche Ausflügler in der Natur zu treffen – aber weit gefehlt, vielen war es wohl einfach zu warm. Aber die meisten der Leute, die mir begegneten, beglückwünschten mich zu der Idee, die Klamotten in der Satteltasche gelassen zu haben.

Nur in dem kleinen Wallfahrtstort Herzfeld passte ich mich den innerörtlichen Gepflogenheiten an und stellte mich mit T-Shirt und Sprinter-Sporthose bekleidet in die Warteschlange im Eiscafé „Twin“, wo ich mir dann auf einem (von der Sonne gut aufgeheizten!) Stein sitzend einen Früchte-Eisbecher gönnte – die Stühle des Eiscafés waren alle besetzt. Wie gut, dass man als Nacktradler immer ein Handtuch im Gepäck hat: Das bot auch als Polster auf dem heißen Stein die passende Isolation.

Nach rund 20 km war die Rundtour durchs südliche Münsterland dann geschafft, und die letzten 3 Kilometer stadteinwärts ging es wieder in Klamotten zurück. Solche Spätsommertage dürfen noch öfter kommen!

Nachtrag: Der Wunsch ging nicht in Erfüllung. Die hochsommerliche Woche endete mit einem Temperatursturz und Unwettern mit Starkregen, der zu zahlreichen überfluteten Straßen und Kellern und sogar zur zeitweisen Sperrung der Autobahn A2 führte…

A2 von Starkregen überflutet (6|6)A2 von Starkregen überflutet (6|6)

Veröffentlicht am

Westf. Naturistentage 23-2

WNT Radeln

Dienstag: 16 km wandern oder 50 km radfahren [30.08.]

Radeln zwischen Nordwalde und Emsdetten

Zwischen Nordwalde und Emsdetten führte die Radelroute über rund 50 km, auf die sich achtzehn Naturisten freuten. Nur zeitweise durch Wolken gefilterter Sonnenschein und Temperaturen zwischen 23 und 26 Grad förderten das Wohlbefinden durch beständigen Fahrtwind, aber auch die Notwendigkeit einer Beschichtung mit Sonnenschutz.

Durch die Bauerschaften (Di 1/11)Durch die Bauerschaften (Di 1/11)

Rund um Altenberge und Nordwalde radelten wir überwiegend durch Feldlandschaften mit auflockerndem Baumbestand oder entlang von Alleen.

Mit wechselnden Ausblicken und Einblicken in Gehöfte und Wohnsiedlungen ließen wir die Ruhe und Gelassenheit des Münsterlands auf uns einwirken.

Auf Schotterwgen zwischen Feldern entlang. Das wechselhafte Wetter während des Sommers mit extremer Hitze und Sturzregen lässt die Ernte mancherorts mager ausfallen. (Di 5/11)Das Sommerwetter beschert Erntesorgen (Di 5/11)

Der Besuch beim hölzernen Drachen war ebenso ein Höhepunkt wie der abschließende Halt am See, der von vielen Teilnehmern für ein Bad genutzt wurde, bevor es die letzten Meter zurück zu den schattig geparkten Autos ging. – Helmut

Mittwoch: 15 km wandern oder 47 km radfahren und Wildpferde besuchen [30.08.]

Wilde Pferde in Dülmen

Der Höhepunkt der Mittwochs-Aktivitäten war der Besuch der Wilden Pferde in Dülmen, wozu sich mehr als 40 Naturisten angemeldet hatten. Es ist noch nicht lange her, dass im Kreistag Coesfeld die Entscheidung fiel, das Areal der Pferde mit einem stärkeren und höheren Wolfsschutz-Zaun zu umgeben, um die Pferde vor der zunehmenden Bedrohung durch Wolfsriss zu schützen. Denn seit Jahren steigt auch in NRW die Wolfspopulation stetig an.

Dabei geht es gar nicht primär darum, das Leben der Pferde zu schützen – auch in freier Natur würde es ja vorkommen, dass etwa ein Fohlen einem Wolfsriss zum Opfer fiele. Wesentlich schwerer wog bei der Entscheidung im Kreistag die Bedrohung durch ausbrechende Wildpferde, wenn ein Teil oder gar die gesamte Herde aufgrund von reißenden Wölfen in Panik geraten und die bisherigen, leichteren Zäune durchbrechen könnten. Dann entstehe eine unmittelbare Gefahr für Menschen, weil eine größere Anzahl von Pferden im Panikgalopp durch bewohnte Gebiete, über Straßen und die nahe Autobahn rasen und Massenunfälle verursachen könnte. Quelle: WDR Lokalzeit Münsterland

Försterin RövekampFörsterin Rövekamp

Noch hat es nur Wolfsrisse kleinerer Tiere auf dem Areal gegeben, und beim Besuch der Naturisten im Wildpark war auch kein Wolf zugegen. Die Pferde machten auch einen sehr ruhigen und gar nicht wilden Eindruck, und die Försterin Friederike Rövekamp informierte die Besucher ausführlich über die Neuigkeiten aus der Herde. – Übrigens: Es werden auch Führungen für bekleidete Besucher angeboten ⤷ ARD Mediathek: Besucherführung bei den Wildpferden im Merfelder Bruch 13.04.2023 (WDR Lokalzeit Münsterland) Video verfügbar bis 13.04.2024

1(5) Dülmener Wildpferde, Photos: Dietmar Rabich1(5) Dülmener Wildpferde, Photos: Dietmar Rabich. Lizenz: Creative Commons 4.0 via wikimedia

Donnerstag: 15 km wandern oder 45 km radfahren [30.08.]

Radeln über alle Berge

Der Schöppinger Berg, mit 148 m höchster Gipfel im nördlichen Münsterland und im Kalten Krieg Standort einer NATO-Einheit (1963-1987), verlangte den beiden Radfahrern ohne Motor-Unterstützung erhebliche eigene Kraftanstrenung ab, aber auch die E-Biker mussten heftiger in die Pedale treten als gewöhnlich. Der Lohn war eine weite Aussicht von der Plattform des Fernmeldeturms und der Stolz, es geschafft zu haben – niemand hat dieses Jahr sein Rad geschoben!

Noch geht's durchs flache Land (Do 1/10)Radlergruppe – noch im flachen Land (Do 1/10)

Die sechzehn Radfahrer kürzten ihre geplante Strecke um eine Schleife ab, nachdem sich von Westen her eine Regenfront nähern sollte, die auch Gewitterzellen enthielt. Nach Vorhersage sollte der Regen gegen 15:30 Uhr eintreffen, aber erstens er verspätete sich um eine Stunde, zweitens hatte er sich schon fast komplett abgeregnet, als er bei uns ankam, und drittens zogen die Gewitterzellen deutlich weiter südlich durch: Es war also ein falscher Alarm.

Aber die Meteorologen müssen ja immer das Schlimmste voraussagen, damit sich niemand beschweren kann, er sei nicht hinreichend gewarnt worden. Und Thor, der Wettergott, macht eben immer noch, was er will, und so lässt sich das Wetter auch mit den besten Modellen (meist) nicht ganz genau vorhersagen.

Im Land der Top-Radwege: Eine alte Bahntrasse (Do 5/10)Im Land der Top-Radwege: Eine alte Bahntrasse (Do 5/10)

So ergab sich eine kleine Wartezeit bis zum Öffnen des Restaurants, die von einigen durch einen Klönschnack auf dem Parkplatz verkürzt wurde, anderen gelang es, in Metelen ein Eiscafé zu finden. Schließlich traf man sich im Gasthaus Leuters zum Abendessen, in dem die ersten Pfifferling-Gerichte der Saison verzehrt werden konnten.

Angela und Jochen bedankten sich noch mit einem Naturisten-Lied bei den WNT-Initiatoren, wünschten allen noch einen erfolgreichen Abschluss der WNT ’23 und freuten sich schon auf die WNT im nächsten Jahr. – Helmut

Veröffentlicht am

Westf. Naturistentage 23-1

Eiskeller

Die Westfälischen Naturistentage trafen in dem turbulenten Wetterjahr 2023 in der zweiten Augusthälfte von Samstag bis Donnerstag auf die letzte Hochsommerphase in Westdeutschland: Sonnenschein und Höchsttemperaturen zwischen 26° und 30°. Während der Paddeltour am Freitag war es dann schon mit maximal 22° deutlich kühler und zeitweise nicht nur von unten sondern auch von oben nass, während der letzte Wandertag in den westlichen Ausläufern des Teutoburger Walds wieder von stabilerem Wetter begleitet wurde. Glück gehabt: Denn in Süd- und Ostdeutschland gab es in der WNT-Woche mit Starkregen, Hagel und Sturm große Sachschäden und mehrere Verletzte.

Samstag: WNT-Kegeln und Besichtigung des Altenberger Eiskellers [30.08.]

Frühstück und Kegeln im „Neuen Herd“

Bei der WNT 2023-Eröffnungsveranstaltung in Nordwalde haben Jochen und ich uns nach wiedersehensfreudigen Begrüßungsgesprächen und einem ausgiebigen Frühstück erstmals im Restaurant „Zum neuen Herd“ beim Nacktkegeln versucht. 
Die spaßigste Runde war die, bei der abwechselnd mit rechts und links gekegelt wurde. Es gab einige sehr lustige „Verrenkungen“ zu beklatschen. 
Anschließend gab es eine kleine Wanderrunde, alternativ den Besuch des Eiskellers in Altenberge. – Angela

Naturisten im Restaurantgarten (Sa 1/18) Photo: RainerNaturisten im Restaurantgarten (Sa 1/18) Photo: Rainer

Besuch des Eiskellers in Altenberge

Es hat mir gefallen, dass wir aufgrund der Anfrage von mic das Einverständnis des Bürgermeisters von Altenberge hatten, nackt den Eiskeller (niedrigste Temperatur 10°C) direkt am Altenberger Zentrum zu besichtigen und dabei viel von der entspannten und sachkundigen Ria van den Loos zu lernen.

Eiskeller (Sa 2/18) Photo: AngelaEiskeller (Sa 2/18) Photo: Angela

Noch mehr hat mir gefallen, dass wir aufgrund Einführungs-Informationen und der Vorführung von ein paar Videos zur Geschichte des Eiskellers und des Eisabbaus die Funktionsweise dieser natürlichen Kältemaschine vor der Erfindung von Linde verstehen lernten. Es war ein von den Menschen aufgebauter Kreislauf, der das vom Eis ablaufende Schmelzwasser auf eine große Wiese leitete, von der im Winter das gefrierende Eis wieder abgenommen und oben eingefüllt wurde.

Eiskeller (Sa 3/18) Photo: AngelaEiskeller (Sa 3/18) Photo: Angela

Das Ganze funktionierte nur mit der Kraft von Pferden und Menschen sowie den wechselnden Wetterbedingungen im Jahreslauf. Bis zum Sommer, oft bis zum Herbst funktionierte dies offenbar gut – manchmal wurden sogar zwei aufeinander folgende, frostfreie Winter überstanden. Dadurch konnte statt eines obergärigen Bieres mit einer Haltbarkeit von max. drei Tagen ein untergäriges Bier mit einer Haltbarkeit von mehreren Wochen produziert und gelagert werden.

Das war Gesundheitsfürsorge, denn im Mittelalter war die Wasserqualität gesundheitlich für die Menschen so bedenklich, dass Bier aus Wasser, Gerste, Hopfen und später auch Hefe gebraut wurde, um ein nicht krank machendes Getränk nutzen zu können. Das in Bayern entstandene ⤷ Reinheitsgebot ist nach Erkenntnis aus dieser Führung eine der ersten Gesundheitsverordnungen überhaupt.

Es war von vornherein klar, dass wir dass Gebäude an anderer Stelle verlassen würden, als wir es vorher betreten hatten. Daher gingen wir davon aus, zwar nackt hindurch zu gehen, aber Kleidung mitnehmen zu müssen. Zu unserer Überraschung durfte – wer wollte – die Kleidung aber im Besucherzentrum lassen und nackt über den Schulhof gehen. Ein  paar Kinder und Jugendliche spielten auf dem Platz und schauten etwas überrascht, aber auch amüsiert zu uns herüber.

Wir begannen unsere Führung und lernten viel über historische Produktionsmethoden. Anfangs war es noch 15°C warm, weiter unten sank die Temperatur auf 10°C. Wer wollte, ging auch barfuß durch die Pfützen. Der untere Bereich ist ein Refugium für die Überwinterung verschiedener Fledermaus-Arten und daher vom 1. Oktober bis 1. Mai komplett abgeriegelt, um die Tiere nicht zu stören. Wir verließen das Denkmal am unteren Ende, die feucht-warme Luft draußen ließ zunächst Brillen beschlagen.

Naturisten im Eiskeller (Sa 16/18) Photo: AngelaNaturisten im Eiskeller (Sa 16/18) Photo: Angela

Dann kamen wir noch an eine Mauer, an der entlang während der Nutzungszeit des Eiskellers das Schmelzwasser lief, um als Basis für die nächste Eisbildung auf einer großen Wiese zu dienen, das abgebaut und oben wieder eingefüllt wurde.

Auf dem Weg zurück zum Besucherzentrum begegneten wir noch ein paar Leuten, die ihre Hunde spazieren führten, und schauten uns dann noch die Ausstellung an, u .a. das transparente Modell des Bauwerks. Danach bedankten wir uns und zogen uns an, um im „Kleinen Kartoffelhaus“ den Abschluss des ersten WNT-Tages zu verbringen. – Rainer

Sonntag: 2 x 10 km wandern oder 47 km radfahren [30.08.]

Brückenbauen am 2. Tag der WNT 2023

Sonntag 20.8.2023, zweiter Tag der diesjährigen WNT: Die Sonne scheint, die Stimmung ist gut, und es sind 52 Teilnehmer angereist – davon 8 Frauen. Super, so viele waren wir noch nie! Mehrere von ihnen sind Neulinge. Drei von ihnen erzählen später, dass sie eigentlich erstmal bekleidet mitwandern wollten, um mal zu schauen. Weil sie sich aber sofort wohlgefühlt haben, hätten sie sich spontan entschieden, von Anfang an nackt mitzugehen. Nächstes Jahr wollen sie wieder mitwandern.

22 entscheiden sich fürs Radeln, 30 – darunter auch ich – fürs Wandern. Heute haben wir die Wahl zwischen 10 oder 20 km, und da die Pause nach 10 km am Start- / Zielpunkt stattfindet, kann man sich dann überlegen, ob man aufhört oder weiter geht. Rainer, der diese Tour gut kennt, führt uns an, und Helmut – auch ein erfahrener Mitwanderer – passt hinten auf, dass keiner verlorengeht. Auf geht’s, mal durch Wald, mal durch offenes Gelände. Rainer gibt ab und zu interessante Infos zur Umgebung.

Entgegenkommende Wanderer und Radfahrer werden freundlich gegrüßt, und wir werden ebenso freundlich zurück gegrüßt. Manchmal kommt die besorgte Frage, ob wir auch gut eingecremt seien. Ein Landwirt fährt mit seinem Auto an den Rand und fragt, ob so genug Platz sei. Alle sind voll entspannt.

Nach ca. 5 km ist die erste Rast an einer Brücke über die Ems. Dort besteht Bademöglichkeit. Alle anderen platzieren sich so, dass kein Radler oder Wanderer behindert wird. Auch hier gibt es freundliche, z.T. neckende Wortwechsel. Nach 20 Min. geht es weiter durch die bäuerliche Landschaft, bis wir erneut die Ems kreuzen. Für die Wasserratten wieder eine Gelegenheit, sich abzukühlen. Alle anderen rasten im Schatten, es ist nämlich mittlerweile ganz schön warm geworden.

Brücken bauen (So 1/8)Brücken bauen

Viele Radfahrer fahren mit einem fröhlichen „Moin“ an uns vorbei. Ein Paar verlangsamt sein Tempo und ruft: „Seid Ihr die, die gestern nackt im Eiskeller waren?“ Ein vielstimmiges „Ja! “ lässt keinen Zweifel. 15 Min. später geht es weiter, und nach ca. 30 Min. erreichen wir den Parkplatz. Die meisten Mitwanderer (auch ich) beschließen, auf Grund der Wärme und Schwüle die Wanderung hier zu beenden. Mit einer Hand voll Unverdrossenen bricht Rainer nach einer Pause wieder auf.

Aber auch sie verkürzen die 2. Hälfte der Tour Temperatur-bedingt ab und erreichen gegen 17 Uhr fast zeitgleich mit den Radlern erschöpft, aber zufrieden den Parkplatz. Bei der anschließenden wohlverdienten Einkehr lassen wir den Tag ausklingen. Und wir alle sind uns sicher, dass wir heute wieder viele neue Brücken zu bekleideten Wanderern und Radlern gebaut haben. – Birgit

Konditionstest: Wie gut klappt es über 10 km?

Der Sonntag hatte mit 52 Anmeldungen die höchsten Meldezahlen allzeit bei den WNT, davon gingen 30 wandern, unter ihnen gleich zwei Frauen, die heute ihren ersten Nacktwandertag überhaupt hatten. Der Wandertag teilte sich in zwei 10 km-Wanderungen, so dass für Senioren und andere Menschen mit geringerer Kondition oder vollem Terminkalender die Möglichkeit bestand, die Nachmittagsrunde zu schwänzen.

Im Wald bildete sich schnell auf schmalem Pfad ein langer Gänsemarsch (So 2/8)Im Gänsemarsch auf schmalen Pfaden

Wandergebiet war die Landschaft aus Wäldern und Feldern rund um Gimbte, die auch deutlich durch den Fluss Ems geprägt wird. Natürlich wurden auch zwei Prüfungen der Ems-Wasserqualität für Badende angeboten, die sich unter der strahlenden Augustsonne die Freude des Eintauchens nicht nehmen ließen.

Naturisten wandern zwischen Waldrand und abgeernteten Feldern (So 6/8)Zwischen Wäldern und Feldern

Die Guntruper Berge bewiesen mit je einem steilen Aufstieg und Abstieg von ca. 6-8 Metern Höhe, dass man sogar im Münsterland kraxeln kann (jedenfalls ein bisschen), und die überwundenen Höhendifferenzen trugen dazu bei, dass es bei der Vormittags-Runde kumuliert auf sage und schreibe 100 m Auf und Ab kam! Die kaum merkbaren Steigungen waren aber nicht der Grund, weshalb ich mich am Abend entschied: Die nächsten Tage wird im Sitzen gewandert – auf dem Fahrradsattel! – Helmut

Montag: 20 km wandern oder 47 km radfahren [30.08.]

Auf Radeltour zwischen Münster und Greven

Beim Start um 11 Uhr spürten die Radler noch leicht den Fahrtwind, denn die Lufttemperatur betrug erst 23°. Der Sonnenschein wurde nur wenig durch eine leichte Bewölkung abgemildert, und schon bald stiegen die Temperaturen auf die versprochenen 26°.

Dreizehn Radler hatten sich zusammen gefunden und machten zunächst die Erfahrung, dass es sowohl am Dortmund-Ems-Kanal als auch in den umliegenden Wäldern und Feldern auch noch richtige Schotterwege gibt, auf denen man ordentlich durchgerüttelt wird. Die Asphaltwege im zweiten Teil der Radeltour stellten den Ruf des Münsterlands als ideales Radlerparadies dann allerdings wieder her: Es gibt sie wirklich!

Das Uralt-Kanalbett („Erste Fahrt“ Eröffnung 1899 ) dient derzeit als Umleitung für den Ems-Radweg. Im Zuge des Kanalverlaufs werden auf Brücken die Flüsse Lippe, Stever und Ems sowie drei Straßen überquert. (Mo 1/8)Die „Alte Fahrt“ (Streckenführung) des Dortmund-Ems-Kanals (eröffnet 1899)

Die Route führte zunächst an den Dortmund-Ems-Kanal mit ein paar Abstechern durch die Bauerschaften, bevor das Feuchtgebiet „Rieselfelder der Stadt Münster“ durchquert wurde. Hier wurde die Radlergruppe von mehreren Natur-Beobachtern begrüßt, die sich eigentlich auf Vögel und Oberflächen-Wassertiere konzentriert und die Beobachtung einer menschlichen Natur-Gruppe gar nicht erwartet hatten.

Radeln auf Holzstreu gilt auch im Münsterland als Ausnahme-Komfort (Mo 5/8)Luxus der besondern Art: Radeln auf Holzstreu

Weiter ging es zunächst über die A1 hinweg in Richtung Altenberge, danach folgte ein Schwenk Richtung Greven, bevor erneut die Autobahn gekreuzt wurde und hinter Gimbte die letzte „Bergetappe“ durch die Guntruper Berge zurück zum Startparkplatz führte. An der letzten Ems-Querung oder im benachbarten Baggersee konnten Wasserfreunde dann noch ihr Erfrischungsbad nehmen. – Helmut

Veröffentlicht am

S · Blaubeeren sammeln in Schweden 23

Sandviken

Sandviken – Ein Naturistenplatz im schönen Värmland [06.08.23]

Ack, Värmeland, du sköna, du härliga land! – Ach, Värmland, du schönes, du herrliches Land! So beginnt ein bekanntes schwedisches Lied ⤷ Link zu wikipedia.org. Hier liegt nahe ⬈ Filipstad der Naturistenplatz Sandviken (Sandige Bucht) an einem der vielen schwedischen Seen.

Der Plan des Camps auf Holz gemalt hängt an einer Hauswand im typischen Rot der schwedischen Holzhäuser. Die „Motionsrunda“ (Bewegungsrunde) soll man in Klädda (Kleidern) absolvieren (1/15)Der Plan des Camps auf Holz gemalt hängt an einer Hauswand im typischen Rot der schwedischen Holzhäuser. Die „Motionsrunda“ (Bewegungsrunde) soll man in Klädda (Kleidern) absolvieren (1/15)

Im Juli 2023 waren Jochen und ich mit unserem VW-Bus schon seit gut einem Monat durch Nationalparks in Schweden, Finnland, Norwegen gereist. Am 22. Juli besuchten wir den schwedischen Naturisten-Campingplatz Sandviken oberhalb von Filipstad. 

Wunderschönes Wetter, ein einladender See und ein prächtiger Wald bildeten den Rahmen (3/15)Wunderschönes Wetter, ein einladender See und ein prächtiger Wald bildeten den Rahmen (3/15)

Hatten wir in den vergangenen Wochen auf unserer Tour durch Skandinavien immer wieder sehr einsame Landschaften durchwandert mit wunderbaren Badestellen (die wir auch fast alle nutzten). Was das textilfreie Wandern betraf, so verlockten zwar die Einsamkeit und Temperaturen, aber das ‘Stechviehzeug’ bestimmte sehr überzeugend die Kleiderordnung!

Die „Naturistenrunde“ führte durch lichten Wald, der durch Birken und Nadelhölzer geprägt war (5/15)Die „Naturistenrunde“ führte durch lichten Wald, der durch Birken und Nadelhölzer geprägt war (5/15)

Zu unserer Freude gab es auf Sandviken eine kleine ‘Naturistrundan’, die wir gleich in Angriff nahmen.  Von erfahrenen Dauercampern erfuhren wir, dass es sich lohnte, das Blaubeersammeln einzuplanen. Wir machten uns mit Sammelgefäß auf den Weg, genossen Wind, Sonne, erstaunlich wenige Mücken und Bremsen, und verfielen zunehmend in einen ‘Pflückrausch’, bis wir an eine Wegegabelung kamen, wo wir nur mit ‘Klädda’ (Kleidern) hätten weitergehen sollen, denn dieser Weg verließ zeitweise das Campinggelände.

Das Seeufer ist erreicht (12/15)Das Seeufer ist erreicht (12/15)

Jochen beschloss, dass das nicht notwendig sei, da wir bis dahin noch niemandem begegnet waren. 
Schnell stellten wir fest, dass auch dieser Weg problemlos zu nutzen war; er verlief großzügig weit entfernt von jeglicher Bebauung. Man hatte uns im Vorhinein jedoch darauf hingewiesen, dass es schon Beschwerden seitens textiler Blaubeerpflückenden gegeben habe. So war ich erleichtert, als wir die Runde, abgesehen von blauen Zungen und Fingern, unbehelligt vollendeten.

Immerhin: Dies war unsere erste Nacktwanderung nur zu zweit!“
– Angela & Jochen

Veröffentlicht am

Pfingstspaziergang durch die Wilde See

Baumstam stemmen

Pfingstspaziergang durch die Wilde See [07.06.23]

Pfingsten ist Nacktwandertag, das ist schon 20 Jahre so. Früher war ich oft im Rothaargebirge dabei, inzwischen erscheinen mir die 16 km durchaus als anspruchsvoll. So bin ich dieses Jahr darauf verfallen, statt der Pfingstwanderung nur einen Pfingstspaziergang in der „Wilden See“ zu machen. Putzblauer Himmel, ganztägig Sonnenschein und Temperaturen bis 24° boten einen passenden Rahmen.

1(15) Eine Straße und ein paar Wege heißen genauso wie die Gegend: Wilde See1(15) Eine Straße und ein paar Wege heißen genauso wie die Gegend: Wilde See

Die „Wilde See“ ist ein überschaubares Areal im südlichen Münsterland und liegt quasi vor meiner Haustür: Mit dem Fahrrad zu erreichen, das man irgendwo abstellt, um dann ein paar Schritte zu Fuß zu gehen, zu joggen oder sich zu „trimmen“.

Denn auf dem Weg zur Wilden See komme ich an einer historischen Stätte vorbei: In den 1970er Jahren wurden in vielen Städten und Gemeinden Trimm-Dich-Pfade gebaut mit oft 10 bis 15 Stationen, an denen Geräte für verschiedene Kraft- und Gymnastik-Übungen aufgebaut waren. Eine Zeitlang war die „Trimm-Dich“ Bewegung ein absoluter Trend, und ich selbst traf mich damals mit Kommilitonen oder mit ein paar Teens und Twens aus der Nachbarschaft zum gemeinsamen Lauf- und Trimm-Training. In dieser Tradition stellte ich heute zu Beginn meines Pfingstspaziergangs meinen Gleichgewichtssinn auf die Probe. Zweimal ging’s daneben! Zwei Spaziergänger konnten sich das Lachen nicht verkneifen. „Soll ich Sie mal an die Hand nehmen?“ bot mir einer der beiden sogar Hilfestellung an. Aber das wollte ich natürlich nicht: „Nein, vielen Dank! Ich will das schon allein schaffen!“ Der dritte Versuch klappte dann…

Erster Versuch: Balance verloren nach der halben Länge...2a(15) Erster Versuch: Balance verloren nach der halben Länge… Dritter Versuch klappt (► Video 6 MB)

Nach anfänglichem Run auf die Trimm-Dich-Pfade wurde die Nutzung in Laufe der Zeit geringer, die Geräte verfielen mehr und mehr. Die meisten mussten irgendwann aus Sicherheitsgründen abgebaut werden, damit sich an den maroden Geräten niemand verletzte.

So blieb auf „meinem“ Pfad nur einer der Baumstämme übrig, auf denen man balancieren kann wie auf einem Schwebebalken – der andere war wackelig und morsch geworden und wurde abgebaut. Viele andere Stationen sind ganz verschwunden. Aber wenn ich an einer der verbliebenen vorbei komme, probiere ich immer, ob ich damit noch etwas anfangen kann…

3(15) Pfähle im Boden - für Bocksprünge stehen sie zu eng beieinander - vielleicht ein Slalomkurs?3(15) Pfähle im Boden – für Bocksprünge stehen sie zu eng beieinander – vielleicht ein Slalomkurs?

Übrig geblieben ist auch eine Station mit im Boden steckenden Pfählen. Was man damit machen soll, war mir lange nicht klar. Bis ich auf ⤷ Runners World auf ein Bild gestoßen bin, auf dem zwei Frauen sich auf solchen Pfählen mit den Händen stützen und Streck- oder Sprungübungen machen. Das sieht ganz schön anspruchsvoll aus – wohl eher nichts für mich. Ich habe auch einmal jemanden gesehen, der auf einem der Pfähle einen Kopfstand machte – aber Kopfstand oder gar Handstand sind auch nicht mein Ding.

Runners World schreibt: „Trimm-dich-Pfade sind längst wieder im Trend“. und auf ⤷ Trimm-dich-pfad.com wird sogar gesagt: „In letzter Zeit gewinnen die Vita Parcours durch ihre geniale Kombination aus Dauerlauf, Gymnastik, Turnen und Kraftsport immer mehr an Beliebtheit, da viele die frische Luft und die Natur schätzen, als im muffelnden Fitnessstudio zu trainieren.“ Und unter „Standorte“ findet man eine Karte mit allen bekannten Trimm-Pfaden – sowohl neu gebaute wie auch alt bewährte (oder gar nur die Reste, die der Zahn der Zeit von früherer Pracht übrig gelassen hat…).

Standorte von Trimm-Pfaden
Standorte von Trimm-Pfaden bei Trimm-dich-pfad.com

Nach so viel werbender Aufmunterung fasste ich den Entschluss, fast 50 Jahre nach meinem früheren Trimm-dich-Fleiß einmal auszuprobieren, wie naturistenfest die Anlage heutzutage ist. Den Trimm-Pfad vor meiner Haustür musste ich nicht lange suchen. Ein Stück des Trimm-Pfades ist die steilste Strecke der „Beckumer Berge“ mit 25% Steigung, die ich jedes Jahr im Frühjahrs-Trainig als Vorbereitung für die Wandersaison nutze…

Auf zum Kraft-Training: Stämme stemmen!

4(15) Statt Hanteln heben: Baumstämme stemmen4(15) Statt Hanteln heben: Baumstämme stemmen

Von den ursprünglich vier unterschiedlich dicken Baumstämmen, die man als Krafttraining in die Höhe stemmen konnte, sind noch zwei vorhanden.

22 kg5(15) Die Kofferwaage zeigt 22 kg (► Video 3 MB)

Ich nutze sie jedesmal, wenn ich hier vorbeikomme. Der dünnere Stamm wiegt 22 kg, ihn schaffe ich am Anfang der Saison 6-mal, am Ende der Saison 8- bis 10-mal.

22 kg6(15) Stemme den leichteren Stamm (► Video 10 MB)

Der dickere bringt mehr als 25 kg (weiter als 25 reicht meine Kofferwaage nicht), ihn schaffe ich 4- bis 6-mal. Naja, darüber wird jeder, der zu Haus jeden Morgen seine Hanteln stemmt, nur lächeln können…

Mit einer Reckstange könnte ich zwar etwas anfangen, aber: An Aufschwung ist nicht zu denken, und auch beim Klimmzug-Versuch gebe ich kein Bild ab, das für die Öffentlichkeit geeignet ist…

8(15) Reckstangen in 3 Höhen - da trau ich mich nur d'ran, wenn keiner zuguckt8(15) Ans Reck trau ich mich nur ‘ran, wenn keiner zuguckt

Jetzt vergessen wir aber den Trainings-Stress und wenden uns entspannt der Natur zu. Das satte Maigrün im warmen Sonnenschein lässt die Schritte durch den Wald zum reinen Vergnügen werden…

In der Pfingstsonne auf dem Waldweg9(15) In der Pfingstsonne auf dem Waldweg (► Video 9 MB)

Irgendwo im Grün verstecken sich mehrere talentierte Sänger.

Versteck für Singvögel10(15) Versteck für Singvögel (► Video 7 MB)

Auch die Feldlerche gibt es hier noch. Sie singt ihr fast unendliches Lied unterbrechungsfrei im Fluge, ganz hoch über den Feldern. Auf den meisten Feldern ist sie ausgestorben, weil die Landwirtschaft ihre Bodennester zerstört und ihre Insektennahrung vergiftet.

Was wäre eine „Wilde See“ ohne Wasser? Neben vier Bachläufen mit Neben-Gräben gibt es Froschteiche. Hier geht es im Mai hoch her, was man weithin hören kann.

12(15) Im Froschteich geht es hoch her: Die Froschdichte und damit der Konkurrenzdruck ist hoch.12(15) Die Froschdichte und damit der Konkurrenzdruck ist hoch

Mit den Pausen zur Naturbeobachtung und die Aufnahmen zwischendurch sind auch bei wenigen Kilometern Strecke drei Stunden vergangen. Also wird es Zeit, den Pfingstausflug abzuschließen: Zu Haus wartet der Tee.

Pfingstspaziergang in der Wilden See15(15) Pfingstspaziergang in der Wilden See (► Video 6 MB)

Veröffentlicht am

Wandern im Frühling

Teveren

In der Teverener Heide [10.05.23]

14 Fotos im Artikel

Teveren 1(14) Auf manchen Karten findet man leichter die Brunssumerheide als die Teverener Heide.

Guido und ich brauchten mal wieder etwas Bewegung. Die Luft war warm, der Wind schwach. Die geschlossene Wolkendecke störte daher nicht. Da für den Abend u.U. mit Regen und Gewitter zu rechnen war, wählten wir eine 9 km kurze Wanderung in einem schönen Gelände ohne lange Anfahrt: Die ⤷ Teverener Heide. Sie befindet sich in Deutschland an der Grenze zu den Niederlanden zwischen den Gemeinden Geilenkirchen und Übach-Palenberg in Deutschland und den Gemeinden Brunssum und Landgraaf in den Niederlanden.

Teveren 2(14) Am Eingang zum Naturpark kann man die Wegekarte auswendig lernen.
Wir fuhren gegen Mittag los, stiegen gleich nackt ins Fahrzeug, nahmen außer Notkleidung und Wasser nur wenig mit. Ich hatte mich entschlossen, ‚ohne alles‘ zu gehen: Also vorher noch reichlich Wasser getrunken, wanderte ich nackt und barfuß – ohne Rucksack, Tasche, Notkleidung, Notschuhe. Nur ein Smartphone zur Orientierung per Wander-App und für Fotos zu diesem Bericht trug ich in einer Hand.
Fußgänger und Radler – erkennbar aus Deutschland und den Niederlanden – erwiderten von Anfang an freundlich unseren Gruß.
Teveren 8(14) Die grüne Grenze in die Niederlande ist überschritten.
Sand und abgerundete Steine massierten meine Fußsohlen. Wir sahen Heidelandschaften und Teiche, erfreuten uns am vielstimmigen Quaken von Fröschen. Wolken ließen dann sogar Sonnenstrahlen durch, so dass es noch wärmer wurde.
An der kaum erkennbaren, grünen Grenze Deutschland–Niederlande nahe Landgraaf (NL) begegneten uns wieder mehr Menschen. Von dort kehrten wir durch Heidelandschaften und ein Waldgebiet nahe der NATO-Airbase Geilenkirchen zurück. Zwei Soldaten, die uns auf einem Kontrollgang jenseits des Zaunes, der das Militärgelände abgrenzt, begegneten, und ein Mann, der auf dem Gelände einen Rasenmäher reinigte, erwiderten unseren Gruß. Wir passierten ein Tor des Geländes: Etliche PKW, Busse und Lieferwagen fuhren heraus und hinein, Fahrer erwiderten unseren Gruß, grüßten z.T. von sich aus zuerst und zeigten sich über unsere natürliche Nacktheit erfreut. Kurz vor dem Wanderparkplatz kam uns ein PKW mit niederländischem Kennzeichen entgegen – der Fahrer erwiderte sichtlich erfreut meinen Gruß.

[popup_trigger id=”306″]⬈ Anlage[/popup_trigger]

– Rainer

NL · Nackt wandern im Meinweg-Nationalpark [07.05.23]

14 Fotos im Artikel

Der 4. Mai 2023 war in der Region der erste ganztägig schöne, sommerliche Tag des Jahres. Also mussten wir dies unbedingt zu einer Nacktwanderung nutzen!
Guido und ich holten Angela und Jochen am Bahnhof ab und fuhren in die Niederlande in Richtung zum ehemaligen Kloster Sankt Ludwig, Station 24, 6063 NP Vlodrop (NL). Am Rande der Sackgasse, die zu diesem Gelände führt, parkten wir und gingen die ersten paar Meter leicht bekleidet in den Wald. Das Niederländische Recht ist bzgl. Nacktheit ein wenig ‚ulkig‘: Mensch darf in der Natur natürlich nackt sein, solange ihn niemand von einer asphaltierten Straße aus sehen kann (vgl. ⤷ Nacktes Recht Niederlande).
Meinweg 1(14) Am Standort Nr. 55 orientierten wir uns an der Hinweistafel über den „Nationaal Park de Meinweg“
Wir erkundeten auf ca. 13 km einen kleinen Teil des internationalen Meinweg-Nationalparks in den Niederlanden (zu dem u. a. auch der Birgeler Urwald in Deutschland gehört) auf durchweg barfußtauglichen Sandwegen in Wald- und Heidegebieten.
Bald erreichten wir eine alte Kapelle an einem ehemaligen Friedhof, der zum historischen Franziskaner-Kloster ‚Kolleg Sankt Ludwig‘ gehörte, das auch als Internatsschule diente.
Meinweg 4(14) Die Kapelle steht am Rand eines alten Friedhofs.
„1984 wurde die Immobilie für 1,9 Millionen Gulden an die Stichting Maharishi European Research University, MERU, eine Organisation der Transzendentalen Meditation, weiterveräußert. Auf dem eingezäunten Gelände befindet sich das ehemalige Wohnhaus Maharishi Mahesh Yogis, des Begründers der Bewegung, der im Februar 2008 hier verstarb, sowie villenartige Gebäude, die den Mitarbeitern der Organisation als Wohn- und Verwaltungssitz dienen.“
Quelle: ⤷ de.wikipedia.org, 2023
Meinweg 5(14) In der alten Gartenanlage eingebettet liegen ein paar lauschige Teiche.
Wir machten auf einer Sitzbank an einem der Teiche des zum ehem. Kloster gehörenden Gartens eine erste Pause, inmitten üppiger Rhododendron-Pflanzen. Ein paar Familien spazierten derweil vorbei und grüßten freundlich.
Meinweg 9(14) Die in voller Blüte stehenden Rhododendren sind einen näheren Blick wert.
Nach der Pause wanderten wir entlang der niederländisch-deutschen  Grenze – mal auf der einen, mal auf der anderen Seite. Erkennbar war dies nur anhand alter Grenzsteine. Auf der deutschen Seite war durchweg Laubwald zu sehen, auf der niederländischen z. T. Mischwald, aber überwiegend Heidelandschaft. Nach ein paar Kilometern machten wir eine zweite Pause. Den Ort erkannte ich wieder: Hier war ich auf anderen Wegen ⤷ schon 2017 mit Guido gewesen.
Die hier entlang führende Fahrradstraße zwischen Herkenbosch (NL) und Oberkrüchten (D) war gut befahren. Diese Fahrradstraße darf auch von Motorfahrzeugen mit max. 30 km/h genutzt werden – allerdings als Gäste ohne jeden Vorrang gegenüber radelnden oder zu Fuß gehenden Menschen, sie müssen ggf. warten.
Meinweg 13(14) Im Mai siehr die Heide sehr grün aus.
Danach wanderten wir eine Schleife durch das ‚Reich der Elfen‘, einer Heidelandschaft mit mehreren Teichen. An einem Uferplatz machten wir unsere dritte Pause. Ein schwacher, warmer Wind von ca. 22°C rundete unser Wander-Erlebnis ab.
Am Wegesrand war noch ein verkohlter Baum zu sehen, während die Heidelandschaft d’rum herum unbeschadet grün und vital erschien: Hier hat es im ⤷ April 2020 einen Großbrand gegeben, der zum Einsatz von Feuerwehren aus den Niederlanden und Deutschland sowie zu Evakuierungen in einigen der umliegenden Gemeinden führte.
Die Rückkehr zu unserem Fahrzeug verlief gleichermaßen entspannt. Die Fahrradstraße überquerten wir nun nackt. Für die letzten Meter zu unserem Fahrzeug zogen wir uns auch nicht mehr an, die vorbei fahrenden und radelnden Menschen blieben entspannt. Auch das Abendessen konnten wir nackt auf der Terasse des Hauses von Agnes und Guido genießen, bevor Angela und Jochen anschließend per Bus und Bahn heimreisten.
Bericht: Rainer; Fotos: Angela und Rainer

Maiwanderung an der Madbachtalsperre [05.05.23]

14 Fotos im Artikel

Madbach 1(14) Westlich vom Autobahnkreuz Meckenheim versteckt sich die kleine Madbach-Talsperre (68 500 m³ Stauvolumen) am Rand der Eifel. Sie versorgt zusammen mit der benachbarten Steinbachtalsperre die lokale Industrie und Landwirtschaft mit Brauchwasser.

Der 1. Mai fiel dieses Jahr auf einen Montag, so dass sich ein langes Wochenende ergab. So starteten Rainer, Mic, Jochen und ich am Maifeiertag gegen 12 Uhr ab Parkplatz der Madbachtalsperre zu einer Wanderung.

Madbach 2(14) Die Temperaturen waren noch recht frühlingshaft, so dass nur einer der Wanderer von Beginn an auf Kleidung verzichten mochte. Die anderen warteten ab, bis es wärmer wurde.2(14) Erstmal schauen, ob es wärmer wird…
Bei mäßiger Temperatur und eher sporadischem Sonnenschein konnte sich zunächst nur Rainer zum Entkleiden entscheiden, was natürlich nicht unbemerkt blieb bei einer Familie, die in ihrem Wohnmobil dort übernachtet hatte. Neugierig interessiert und ohne Scheu fragte eine Mutter mit zwei halbwüchsigen Kindern, ob denn das nicht ‘Erregung öffentlichen Ärgernisses’ sei.
Rainer und Mic erklärten in gewohnt ruhiger Art, dass Nacktwandern in Deutschland nicht verboten ist und luden sie ein, ein Stück mitzulaufen bzw. sich auf natury.de über Nacktivitäten zu informieren. Es war eine angenehme Unterhaltung mit sehr viel Verständnis und Offenheit beiderseits.
Madbach 8(14) Wenn der Weg durch solch einladende Fußbad-Areale führt, wird es für alle Zeit, die Füße von den Sandalen zu befreien.8(14) Ein einladendes Fußbad-Areal
Nach ein paar hundert Metern, Rainer und Mic waren bereits barfuß, zogen auch Jochen und ich die Sandalen aus, da vor uns eine sehr sumpfige, matschige und lebendige Wiese (vielfältige Flora und Fauna) lag. Wieder einmal ein Fest für alle unsere Sinne von Kopf bis Fuß! Im Gegensatz zum lebhaften Vor-Feiertagsbetrieb auf der Wanderung tags zuvor an der Neyetalsperre (mit 3 Frauen und 6 Männern) waren hier heute kaum Menschen unterwegs.
Madbach 10(14) Sanft und schmiegsam fühlt sich der Grund an.10(14) Sanft und schmiegsam fühlt sich der Grund an
Es gab kleine, steile Schikanen bergauf durch herrlich trockene und weiche Laubteppiche, langgezogene, gerade Schotterwege (Schuhe an, Schuhe aus) und nach ca. 8 km beendeten wir die Runde am Stausee.
Madbach 14(14) Das große Füßewaschen14(14) Das große Füßewaschen
Zum Baden war wegen fehlender Sonne und kalten Wassers niemanden zumute, wir nutzen das Wasser nur zu einem kurzen Fußbad, um die Schlammspuren, die sich bis zu den Oberschenkeln hoch verteilt hatten, abzuspülen. Abends spürte ich neben angenehmer Müdigkeit noch stundenlang meine wohlig warmen, durchs Barfußwandern verwöhnten Füße…
Nacktive Grüße, – Angela & Jochen 
Veröffentlicht am

Rainer: Neuseeland nackt erkunden [28.04.19]

Neuseeland nackt erkunden

Wie kommt man auf die Idee, für einen nackten Urlaub von Deutschland ca. 20.000 km weit um fast den halben Planeten zu reisen? Ganz einfach: Um Freunde aus den USA wiederzusehen und mit ihnen gemeinsam etwas zu unternehmen, Neues kennenzulernen, Menschen zu begegnen und uns mit ihnen auszutauschen, darüber schließlich zu berichten.

Und das entwickelte sich so:

Interessiert, das naturistische Leben kennenzulernen? Dann bitte hier abbiegen.Interessiert, das naturistische Leben kennenzulernen? Dann bitte hier abbiegen.

Von Österreich über Florida nach Aotearoa

NEWT 2017NEWT 2017

2017 konnten 48 Naturist(inn)en während der NEWT Gleichgesinnte aus 10 Ländern kennenlernen. An einem Abend stellte Milt Nacktwandern in den USA vor. Anschließend informierte er uns, dass er im Februar und März in Florida sein würde und interessierte Naturist(inn)en ihn dort gerne besuchen könnten. Das war ein tolles Angebot. Horst und ich besuchten ihn auf dem Naturisten-Gelände “Sunsport Gardens” in Florida, trafen dort weitere Naturist(inn)en und erkundeten die im wahrsten Sinne ziemlich weite Umgebung.

Während unseres Besuchs erfuhren wir, dass Milt im Februar 2019 mit Dan und John (ebenfalls USA) Neuseeland nackt erkunden wolle. Das war die nächste Verlockung.

Vom 6. Februar bis zum 5. März 2019 konnten Dan, John und ich mit Milt nun Aotearoa / Neuseeland erkunden – dank seiner akribischer Planung sehr gut vorbereitet und entspannt. Wir waren 10 Tage auf der Südinsel, dann auf der Nordinsel unterwegs.

Beeindruckt hat die Größe der Inseln, Vielfalt und Einzigartiges von Landschaften, Pflanzen- und Tierwelt.

Eins mit Mutter NaturEins mit Mutter Natur

Hervorzuheben sind die Südalpen, Fiorde – “Fjord” wird hier “Fiord” geschrieben – und Sunde, ein umfangreiches Netz von gut markierten Wander-Routen, wasserreiche Flüsse, zahlreiche Wasserfälle, einsame Strände und vieles mehr. Ganz besonders beindruckt haben Riesenfarne (Stammhöhe bis 8 m; Blattlänge bis 3 m), kalte Regenwälder mit üppigster Vegetation, säulenartige Kauri-Bäume und Redwoods, die zu umarmen es eine Gruppe mehrerer Menschen braucht, Geothermie rund um Roturua, kochende Seen und blubbernd-heiße Schlammlöcher sogar mitten im Stadtpark, Thermal-Badegelegenheiten in ca. 39 bis – im “Hot and Cold Water Pool” gleich neben einer Landstraße – ca. 46 °C heißen Bächen. Der “Hot and Cold Water Pool” war ganz besonders – besonders heiß aus einem zufließenden Bach, kühl in der Hauptströmung. So konnte man ganz leicht durch sanftes Hin- und Herbewegen die als angenehm empfundene Mischtemperatur herstellen oder auch zwei Temperaturen gleichzeitig spüren.

Riesenfarne, Stamm bis 8 m hoch, Blätter bis 3 m langRiesenfarne, Stamm bis 8 m hoch, Blätter bis 3 m lang

Wir waren zwischen Auckland auf der Nordinsel und Queenstown auf der Südinsel unterwegs, unsere Unternehmungen sind mit vielen Erinnerungen verbunden:

Südinsel – Rund um Queenstown

Great Tracks

Auf dem Circle Track am Lake ManapouriAuf dem Circle Track am Lake Manapouri

Die Südinsel von Neuseeland ist weltberühmt für die sog. Great Tracks – Wanderwege über lange Strecken, für die jeweils mehrere Tage einzuplanen sind, um sie vollständig zu wandern. Unterkünfte sind in der Haupt-Saison sehr gefragt und müssen lange im voraus gebucht werden.

Wir zogen es vor, jeweils nur für einige Stunden auf Abschnitten einiger dieser Wanderwege unterwegs zu sein. Mit der vorausschauenden Vorsicht und Erfahrung meiner Freunde waren immer mal wieder nackte Teil-Wanderungen auch aus ihrer Sicht konfliktfrei möglich.

Bachquerung auf einer SeilbrückeBachquerung auf einer Seilbrücke
Insgesamt 17 Bilder…

Milford Sound – Über und unter dem Meeresspiegel

Milford_Sound
Milford_SoundNatur-Dusche

Der Milford Sound ist schon seit langem eine der Touristen-Attraktionen Neuseelands. Inzwischen ist der Doubtful Sound, der vor zwanzig Jahren noch ein Geheimtipp war, touristischer und überlaufener. Wir verzichteten daher auf den Doubtful Sound sowie auf eine 4stündige Anfahrt von Queenstown aus zum Milford Sound, die vielen Tourist(inn)en zugemutet wird. Stattdessen starteten wir sehr früh in Te Anau und erreichten nach zwei Stunden das erste Schiff am Milford Sound, das morgens ablegt. So hatten wir danach auch noch Zeit für weitere Besichtigungen und Wanderungen.

Milford_SoundMilford_Sound
Insgesamt 10 Fotos

Draußen in weiter Natur

Pure NaturePure Nature
Insgesamt 11 Bilder

Wir sahen die Wagemutigen, die sich mit einem Seil an den Füßen in die Tiefe stürzten. Am Ort der “Erfindung” dieser Aktivität heißt diese “Bungy” und wird vermutlich auch nicht so ausgesprochen wie “Bungee” – und Jetboots, die mehr über das Wasser fliegen, als in ihm zu fahren. Andere fanden es toll, an einem Seil abwärts zu sausen und dann von einem Hindernis plötzlich gestoppt zu werden. Wir zogen es vor, weiter zu reisen und wieder Natur zu erkunden.

Bungy Jumping / KAWARAU ZiPRiDE (Video)
Bungy Jumping / KAWARAU ZiPRiDE (Video)

Dieses Video ist in verschiedenen Auflösungen abrufbar:
854 x 480 px2, ca. 6 MB  –  1280 x 720 px2, ca. 21 MB

⬈ Insgesamt 11 großformatige Fotos

Nordinsel – Südlich von Auckland

Natur gewaltig

Natur gewaltigNatur gewaltig
Insgesamt 22 Bilder

Im Vergleich zu den Kräften und Energien der Natur ist der Mensch nichts. Viel zu oft wird das vergessen und der Glaube aufrechterhalten, dass menschliche Technik dem entgegenwirken könnte. Angesichts von Pflanzen, gegen die im Vergleich ein Mensch die Größe einer Ameise hat, gegen Meeres-Gewalten, gegen die nichts menschlich ausgerichtet werden kann, ist ein solcher Überlegegenheits-Gedanke vermessen.

⬈ Insgesamt 27 großformatige Fotos

Natur-gewaltig: Wind (Video)
Natur-gewaltig: Wind (Video)
Dieses Video ist in verschiedenen Auflösungen abrufbar:
854 x 480 px2, ca. 4 MB  –  1280 x 720 px2, ca. 13 MB

Natur-gewaltig: Wasser – Huka Falls  (Video)
Natur-gewaltig: Wasser – Huka Falls (Video)Dieses Video ist in verschiedenen Auflösungen abrufbar:
854 x 480 px2, ca. 6 MB  –  1280 x 720 px2, ca. 21 MB
 

Mutter Erde kocht

Rund um die Stadt Roturua verursacht Geothermie eine Menge Hitze im Boden. Das gibt es auch an anderen Orten auf diesem Planeten – z.B. im Yellowstone National Park in den USA oder auf Island. Hier befindet sich die Stadt exakt in diesem Gebiet. Gegründet haben sie Maori genau dort vor Jahrhunderten. Als ich barfuß vor einer Kirche ankam und feststellte, dass gerade dort der Boden signifikant wärmer war, als der Boden in der Umgebung, teilten mir Einheimische mit, dass der Asphalt, auf dem wir vom Dorfplatz aus auf sie zu gingen, neu sei, weil einige Wochen zuvor hier Lava emporgebrochen sei.

Roturua-MaraeRoturua-Marae
Insgesamt 16 Bilder

Natur-gewaltig: Geothermie 1 (Video)
Natur-gewaltig: Geothermie 1 (Video)
Dieses Video ist in verschiedenen Auflösungen abrufbar:
854 x 480 px2, ca. 9 MB  –  1280 x 720 px2, ca. 30 MB

Natur-gewaltig: Geothermie 2 (Video)
Natur-gewaltig: Geothermie 2 (Video)
Dieses Video ist in verschiedenen Auflösungen abrufbar:
854 x 480 px2, ca. 6 MB  –  1280 x 720 px2, ca. 20 MB

Die Stimmung war überall gut. Auf Dans Frage “Do you mind nudity?” [dt: “Stört Euch Nacktsein?”] empfingen uns Anwesende durchgängig positiv und akzeptierten unser Nacktsein. Oft hörten wir mehrere Sprachen an einem Ort – internationales Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch und durchaus auch “Kiwi” [Kosename für neuseeländisches Englisch].

Mutter Natur produziert fortlaufend angenehm temperiertes BadewasserMutter Natur produziert fortlaufend angenehm temperiertes Badewasser

Überraschend positiv war auch die Reaktion von Bewohner(inne)n, die in einem Hot Pool saßen, der sich am Rande ihres Dorfes befindet und den Einwohner(innen) zu einer Art Schwimmbad mit festen senkrechten Wänden ausgebaut hatten – von der Optik wie ein Freibad, frei zugänglich, natürliches, geothermisch auf Badewassertemperatur aufgeheiztes Wasser.

⬈ Insgesamt 7 großformatige Fotos

Da kommt Freude aufDa kommt Freude auf

Auf Dans Frage (s.o.) gestatteten sie uns, unsere Kleidung abzulegen und nackt in ihrem Pool zu sitzen, mit der Einschränkung “Solange keine Kinder da sind”. Zwar ist es schade, dass, wie praktisch allenorts, manche Erwachsene meinen, Kinder vor dem Anblick nackter Körper schützen zu müssen – aber Hand auf’s Herz: Wie wahrscheinlich wäre wenigstens ein solches eingeschränktes Einverständnis an einem Ortsrand in Deutschland?

Natur-gewaltig: Angenehm temperiertes Badewasser (Video)
Natur-gewaltig: Mutter Natur produziert fortlaufend angenehm temperiertes Badewasser (Video)
Dieses Video ist in verschiedenen Auflösungen abrufbar:
854 x 480 px2, ca. 5 MB  –  1280 x 720 px2, ca. 17 MB

Wieder der reine Naturismus

Nach all den ungewöhnlichen, spektakulären Erlebnissen genossen wir es, abschließend wieder naturistische Ruhe einkehren zu lassen.

Neuseeland ist eine eigene kleine Welt in dieser Welt mit einer Natur, die sich aufgrund der seit langem ziemlich abgeschiedenen Lage ungewöhnlich entwickelt hat.

Wir genossen außer der Landschaft und den vielen durchweg freundlichen Menschen auch immer wieder die offenherzige Gemeinschaft von Naturist(inn)en. Glenne in der Bay of Plenty und Sally in Auckland waren aufmerksame Ansprechpartnerinnen, die uns in Kontakt mit regionalen Naturist(inn)en brachten. Milt schien nach diesen sehr positiven gemeinsamen Erlebnissen regelrecht zu fliegen.

Pure NaturismPure Naturism
Insgesamt 20 Fotos

⬈ Insgesamt 5 großformatige Fotos

Natur-gewaltig: Wasser – Rafting auf den Okere Falls  (Video)
Natur-gewaltig: Wasser – Rafting an den Okere Falls (Video)
Dieses Video ist in verschiedenen Auflösungen abrufbar:
854 x 480 px2, ca. 6 MB  oder  1280 x 720 px2, ca. 20 MB

Wir wanderten und badeten … (Video)
Wir wanderten und badeten … (Video)
Dieses Video ist in verschiedenen Auflösungen abrufbar:
854 x 480 px2, ca. 32 MB  oder  1280 x 720 px2, ca. 110 MB

… auch am Wochenende gleich neben den Bekleideten (Video)
… auch am Wochenende gleich neben den Bekleideten (Video)
Dieses Video ist in verschiedenen Auflösungen abrufbar:
854 x 480 px2, ca. 24 MB  oder  1280 x 720 px2, ca. 82 MB

Auto-Schätzchen

Unterwegs sahen wir ein recht altes Modell “Ford Galaxie” – lt. Wikipedia gebaut von 1959 bis 1974 – es wirkte wie neu und fuhr auch noch so. Gleich daneben diente ein halber VW-Bus einem Imbiss als auffällige Dekoration mit Tischen und Stühlen im Innern.

Katikati Ford GalaxieKatikati Ford Galaxie

Anhang

Unsere Reise: Auf der Südinsel wohnten wir in Te Anau, Glenorchy und Tarras. Unsere Reiseroute auf der Nordinsel verlief über Raglan, Waitomo, Ohakune, Rotorua zu den Naturisten-Geländen Katikati Naturist Park und Auckland Outdoor Naturist Club.

Huch, andere Menschen …

Meine Freunde sind von ihren Nacktwanderungen in den USA das “Cover up!” [in etwa: “Zieht Euch etwas an! (z.B. einen “Notrock”)] gewohnt und so kam es für einen Deutschen tw. recht häufig hinterander zu solchen Vorsichtsmaßnahmen. Trotz allem passierte es hin- und wieder dann doch, dass uns Menschen begegneten, ohne rechtzeitig vorher in dieser Weise reagieren zu können. Alle, die uns so begegneten, reagierten entspannt und tolerant, wie Naturist(inn)in dies in Deutschland gewohnt sind.

Das Recht in Neuseeland ist nicht ganz so günstig für Nacktivitäten in der Natur wie in Deutschland, aber doch sehr nahe daran. Menschen, denen man weitab von geschlossenen Ortschaften und touristischen Zentren begegnet, sind offenbar auch in Neuseeland i.d.R entspannt und tolerant.

Die Bekanntheit z.B. des Nacktwanderns ist in Deutschland aufgrund von Medienberichten in Zeitungen, gedruckten Magazinen, Sendungen im öffentlichen Radio und Fernsehen seit mindestens 2008 sicherlich viel höher, weil das die Informiertheit einer breiten Öffentlichkeit wirksam gefördert hat. Naturist(inn)en, die wir in Neuseeland trafen, hörten diesbzgl. interessiert zu.

Über Aotearoa

“[…] Aotearoa […] ist der Maori-Name für Neuseeland. Ursprünglich haben Maori es nur in Bezug auf die Nordinsel verwendet, aber seit dem späten 19. Jahrhundert bezieht sich das Wort auf das Land als Ganzes. Für den Namen wurden mehrere Bedeutungen vorgeschlagen. Die beliebteste Bedeutung, die normalerweise gegeben wird, ist “lange weiße Wolke” oder Variationen davon. Dies bezieht sich auf die Wolkenformationen, die den frühen polynesischen Navigatoren halfen, das Land zu finden.
Seit Ende des 20. Jahrhunderts ist Aotearoa in den zweisprachigen Namen der nationalen Organisationen und Institutionen weit verbreitet. Seit den 90er Jahren ist es üblich, die neuseeländische Nationalhymne “God Defend New Zealand” (bzw. “Aotearoa”) sowohl auf Maori als auch auf Englisch zu singen,[…] um den Namen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. […]
– Quelle: en.wikipedia.org – 2019 – übersetzt

Über Neuseeland

“[…] Die gesamte Landfläche Neuseelands beträgt 269.652 km² und ist damit etwas kleiner als die Italiens oder der Philippinen, aber etwas größer als die des Vereinigten Königreichs. Während die Hauptinseln des Archipels in Ost-West-Richtung nie breiter als 450 km sind, erstrecken sie sich entlang der Hauptachse in nordöstlicher Richtung über 1.600 km. Die gesamte Küstenlinie umfasst dabei ungefähr 15.134 km. […]

[…] Neuseeland wurde gegen Ende des 13. Jahrhunderts, spätestens aber in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts von Polynesiern entdeckt und in mehreren Einwanderungswellen besiedelt. […] Der erste Europäer, der Neuseeland erblickte, war der niederländische Seefahrer Abel Tasman. […] Als eine Expedition unter Hendrik Brouwer ein Jahr später festgestellt hatte, dass der von Tasman vorgefundene Küstenstreifen nicht zu Staten Landt gehörte, wurde das Land Nova Zeelandia (lateinisch) oder Nieuw Zeeland (niederländisch) genannt (wie die Provinz Zeeland), in Anlehnung an Australien, das Nova Hollandia oder Nieuw Holland genannt worden war. […] Erst 1769/70 wurden erneut Expeditionen in die Gewässer um die (auf Englisch) New Zealand genannten Inseln gestartet. […]”

– Quelle: de.wikipedia.org – 2019

Neben Briten waren u.a. auch Schotten unter den Einwanderern. Das erklärt Ortsnamen schottischen Ursprungs und auch Bezeichnungen wie “burn” für “creek” [dt: Bach] und “glen” für “valley” [dt. Tal].

– Rainer 2019


Rainer wäre am 7. April 2026 67 Jahre alt geworden.

Veröffentlicht am

Nacktwanderungen 2011

Nacktwandern 2011

Insgesamt 41 Fotos

Nacktwandern im Holzland am 3. September 2011 (Andreas)

Unterwegs im Holzland, einem Waldgebiet nordwestlich des Autobahnkreuzes Hermsdorf. Photo: AndreasBild 1: Im Holzland stehen viele Bäume
Das Holzland westlich von Bad Klosterlausnitz ist ein Waldgebiet, das wegen der unfruchtbaren Böden nicht in Ackerland umgewandelt wurde sondern seit frühen Zeiten holzwirtschaftlich genutzt wurde, z. B. von Leitermachern, Muldenhauern, Papiermühlen oder Pechschmieden. Genau solche Spuren der Vergangenheit wollten wir auf unserer Wanderung finden.
Wir besuchten die Große Rabsburg, Reste einer Raubburg auf dem Raubberg, die schon seit dem 13. Jahrhundert verfallen und deren Ruine mit dem Bau der Bahnstrecke Weimar-Gera 1873 weitestgehend zerstört wurden.
Nicht weit davon liegt die Papiermühle mit einer eigenen Bahnstation. Ziegemühle und Bockmühle, zwei Wassermühlen, sind in gutem Zustand erhalten, und ein Pechofenmodell, das nach Original-Funden rekonstruiert und neu aufgebaut wurde.
 

Nacktwandern am Hainich am 4. September 2011 (Horst)

Im Naturschutzgebiet Hainich, vormals Truppenübungsplatz, gewinnt zunehmend die Natur zurück, was ihr dir frühere Nutzung genommen hat. Nicht weit vom Baumkronenpfad und dem Nationalparkzentrum Thiemsburg begannen wir unsere Rundwanderung zwischen Wiesen und Feldern. Zwischendurch ergab sich die Möglichkeit, das leckeres, lokales Obst direkt vom Baum zu probieren.
Horst führte uns entlang des Hainichrands, einem heutigen Natuschutzgebiet und ehemaligem Truppenübungsplatz. Photo: HorstBild 10: Wandern am Hainichrand
 

Nacktwandern im Moor bei Steinhude am 11. September 2011 (Nicole)

Der Anmarsch zum Moor über die Wiese erfolgte schon über sehr weichen Boden. Photo: HorstBild 14: Wandern zum Moor
Das Steinhuder Meer im Westen und Neustadt am Rübenberge im Osten begrenzen das Gebiet mehrerer Moore, das eine Gruppe von 17 nackten Wanderern und Wanderinnen gemeinsam mit einem Drehteam des ZDF durchquerte. Der Anmarsch über die Wiese erfolgte schon über sehr weichen Boden, aber richtig schwarze Füße holte man sich dann im matschigen Grund des Toten Moors. Endlich herrschten hier einmal Wanderbedingungen, bei denen wirklich jedem das Barfußwandern Spaß machte!
Am Großen Moor wird auch noch Torf abgebaut und in langen Reihen zum Trocknen aufgestapelt, bevor er abtransportiert wird. Und zu aller Überraschung kamen wir noch am Rand des Weißen Moores am Beton-Sockel eines einst ⤻ 250 m hohen Sendemastes vorbei, der hier 1913-14 gebaut wurde, um eine Funk-Telegrafieverbindung nach Nordamerika zu betreiben. Der Betrieb der Funkstrecke wurde allerdings nach einigen Jahren durch neuere Techniken überholt, und an den 1931 gesprengten Sendemast erinnert außer dem Sockel nur noch der Wegename “Zum Funkenturm”.
 

Wir sind NRW: Nackt im Siegerland am 25. September 2011 (Christian, Helmut)

Wir sind NRW: Nackt im Siegerland. Christians Team und Interview-Partner Helmut. Photo: RainerBild 20: Christian Dassels Drehteam
Christian Dassel portraitierte 2011 in einer umfangreichen Filmreihe für den WDR die verschiedenen Landschaften von Nordrhein-Westfalen. Da im Siegerland im Jahr 2001 die erste Nacktwanderung stattfand, nahm er in den Film über diesen südlichsten Zipfel von NRW das Thema Nacktwandern auf.
Wanderstart war auf dem Parkplatz des Forsthauses Hohenroth, wo auch schon ein oder zwei Pfingstwanderungen gestartet waren. Das Drehteam hatte einen Bollerwagen mitgebracht, um die Technik zu transportieren – auf den teils holprigen Waldwegen erwies sich diese Transportart allerdings nicht als optimal.
Zunächst ging es 400 m hinab zur Obernau-Talsperre, an deren Ostufer wir ein paar Kilometer entlang wanderten. Eine Reihe von Begegnungen mit bekleideten Wanderern und Freizeitsportlern dokumentierte die Offenheit der Siegerländer: „Jeder nach seiner Facon“ hörten wir als Kommentar.
Bild 22: Christian im Interview mit unserem Siegerländer
Nachdem wir einem entkräfteten Wanderer unter die Arme gegriffen und ihm wieder die 250 m Höhendifferenz bis zum Forsthaus geholfen hatten, wurden wir dort fröhlich mit Hallo und vielen lustigen Kommentaren empfangen – der Kaffegarten war angesichts des guten Spätsommerwetters voll mit Ausflugsgästen besetzt, die mit dem Vorbeiwandern einer Nacktwandergruppe unerwartete Unterhaltung geboten bekamen. Danach machten wir uns noch zum Mittelpunkt des Kreises Siegen-Wittgenstein auf einen zweiten Rundweg. Auch hier konnte Christian Dassel noch einmal einige Szenen für seinen Dokufilm aufnehmen.
 

Nackt durch den Teutoburger Wald am 1. Oktober 2011 (Helmut)

Der Hermannsweg im Teuto - von ein paar querliegenden Bäumen lassen wir uns nicht aufhalten.Bild 20: Querliegende Bäume sind kein Hindernis
Ich hatte als Initiator der Polizei in Bad Iburg ein FAX geschickt mit der Information, dass wir zwischen Bad Iburg und Hilter am T.W. eine Nacktwanderung durchführen wollten. Während der Fahrt zum Startparkplatz erreichte mich ein Telefonanruf der Polizei auf meinem Handy.
Sie haben uns mitgeteilt, dass Sie heute nackt wandern wollen. Von wo starten Sie?
Wir starten von dem Parkplatz nördlich Hilter.
Wie viele sind Sie?
Angemeldet haben sich knapp 20, wieviele dann auch kommen, weiß ich noch nicht.
Und wohin soll die Wanderung führen?
Wir wandern erst Richtung Bad Iburg und dann in einem Bogen über das Zeppelindenkmal zurück.
Wandern Sie auch auf dem Hermannsweg?
Ein Stück ja, aber wie weit genau, das weiß nur mein Navi, dort ist die Route gespeichert.
Wandern Sie auch querfeldein abseits von Wegen?
Eigentlich nicht. Die Route führt nur entlang von Wegen, die in der Karte eingezeichnet sind.
Okay. Na, dann wünschen wir Ihnen eine schöne Wanderung. Und uns einen ruhigen Dienst: Dass nicht so viele Leute bei uns anrufen.
Tatsächlich ging der Wunsch des Polizisten in Erfüllung: Auf unserer Wanderung hatten wir einige Begegnungen mit textilen Wanderergruppen, aber alle Fragen der Textilträger konnten wir in netten Gesprächen beantworten, so dass auch die Polizei nicht durch Anrufe belästigt wurde.
Brunos erste Nacktwanderung
Dies war aber auch die erste Nacktwanderung für Bruno, einen langjährigen FKK-Freund aus dem FKK-Verein in Münster. Seinen ganz persönlichen Bericht haben wir in 3 Bildschirm-Kopien der natury Website von 2011 in die Galerie zu diesem Artikel aufgenommen.
 

Nacktwanderwochenende in der Eifel am 2./3. Oktober 2011 (Anne, Stephan, Rainer)

Sechs Naturistinnen und Naturisten hatten sich für den 2. Oktober in der Eifel verabredet und eine nackte Wanderung an der Madbachtalsperre durchgeführt. Zwei Wanderer aus Westfalen hatten sich entschieden, über Nacht vor Ort zu bleiben und am 3. Oktober eine Nacktwanderung an der benachbarten Steinbachtalsperre anzuschließen. Das Wetter spielte an beiden Tagen ausgezeichnet mit, und der beginnende Herbst sorgte für eine beeindruckende Stimmung in der Natur.
Ein Parkplatz für einen Anhänger Photo: RainerBild 36: Ein Anhänger im Walde und sein Fotograf
Veröffentlicht am

Nacktwanderungen 2008

Nacktwandern 2008

Insgesamt 44 Fotos

Luftikus’ Taunus-Wanderung [27.04.08]

Zur Auftaktwanderung 2008 im Taunus herrschte stabiles Frühlingswetter, und die Sonne erreichte uns fast ungehindert durch das noch sehr dünne LaubdachBild 1: Nacktwandern im Taunus
Die von Luftikus initiierten Taunus-Wanderungen waren über mehrere Jahre hinweg der Auftakt der Nacktwandersaison, oft schon im April, manchmal Anfang Mai. Treffpunkt war meist ein großer Pendler-Parkplatz oder an einem Einkaufszentrum, so dass man von dort aus in Kolonne mit begrenzter Auto-Anzahl zum eigentlichen Startpunkt der Wanderung fuhr.
Die April-Wanderung 2008 war für 24 Teilnehmer die Gelegenheit, bei noch dünnem Frühlingsgrün an den Bäumen, aber heiterem, stabilen Wetter den Osttaunus zu erkunden. Jüngste Teilnehmerin war ein fünfjähriges Mädchen, das sich darüber freuen konnte, während der zweiten Hälfte der Wanderung auf den Schultern ihres Großvaters getragen zu werden – die kurzen Beine hatten bis dahin schon genug Arbeit geleistet.
Ihr Bruder und ihr Cousin, beide 9 Jahre alt, mussten aber die gesamte Strecke auf eigenen Beinen zurücklegen – dem Alter entsprechend war das aber kein Problem – sie sprangen fröhlich und spielend noch ein paar Kilometer zusätzlich hin und her. Noch beeindruckender war für mich die Wanderkondition eines knapp 80-jährigen Mitwanderers, der zwar Walking-Stöcke einsetzte, aber damit ein so strammes Wandertempo vorlegte, so dass ich (rund 20 Jahre jünger) Mühe hatte, mitzuhalten…

Pfingst-Nacktwanderung im Rothaargebirge [11.05.08]

Das Rothaargebirge zieht sich vom Raum Siegen nach Nordosten bis zum Kahlen AstenBild 2: Karte
Seit 2004 initiiert Horst Pfingstwanderungen im Rothaargebirge oder den angrenzenden Berglandschaften. 2008 war es also bereits das fünfte Mal, dass eine Nacktwanderung am Pfingstsonntag das Ziel zahlreicher Naturisten aus einem weiten Umkreis wurde. 58 Frauen, Männer und Kinder trafen sich auf dem Parkplatz des Rhein-Weser-Turms, der die Wasserscheide zwischen Rhein und Weser markiert.
An diesem Rastplatz kamen uns keine Reiter sondern Radfahrer entgegen, denen wir natürlich auch unseren Pfingstgruß entgegen riefen.Bild 11: Während der Rast radeln Radfahrer vorbei
Die kalten Temperaturen zwischen 12° und 15° der Vorjahreswanderung, die überdies von anhaltendem Regen begleitet wurde, waren nur noch Gegenstand einiger Grusel-Geschichten, die während der Wanderung erzählt wurden – nur Luftikus trotzte 2007 den Wetterverhältnissen und blieb die gesamte Wanderung über ohne Kleidung (hat er jedenfalls erzählt).
Diesmal sollten aber Sonnenschein und angenehme Luft bis zu 23° den passenden Rahmen schaffen, um Pfingsten in angemessenem Outfit zu feiern. Die 14 km der Strecke führten zunächst fast 200 Höhenmeter abwärts ins Tal, danach fast wieder auf die Ausgangshöhe zurück, um nach einer erneuten Talwanderung mit dem Schlussanstieg die verbliebenen Kraftreserven auf die Probe zu stellen. Den Abschluss bildete dann eine Einkehr im Garten-Restaurant des Rhein-Weser-Turms.

Erste Nacktwanderung im Sauerland [22.06.08]

Bei der ersten Nacktwanderung im Sauerland wurden wir von Philipp begleitet, einem Reporter für die FAZ am Sonntag. Er geht auf dem Bild ganz links und hat von allen Wanderern die hellste Haut.Bild 20: Im Arnsberger Wald
2008 war auch das Jahr, in dem die erste Nacktwanderung im Sauerland stattfand. Mir hatten die Wanderungen im Taunus und im Rothaargebirge zwar sehr gut gefallen, aber ich wollte nicht für jede Nacktwanderung erst einmal 200 km mit dem Auto fahren müssen – und zurück.
Das Sauerland lag bei mir vor der Haustür, und im nahen Ruhrgebiet – so die in Erfüllung gegangene Hoffnung – gab es genügend interessierte Naturisten, die nur darauf warteten, dass jemand in der näheren Umgebung eine Nacktwanderung initiierte.
Am 22. Juni war es dann so weit: 19 Teilnehmer trafen zur Premiere am Wanderparkplatz ein, zogen sich aus und wanderten los. Einer von ihnen war Philipp, ein Reporter der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, der im Auftrag seiner Redaktion mitwanderte und einen Bericht über die noch junge Freizeit-Aktivität „Nacktwandern“ schreiben sollte – der erschien dann auch eine Woche später in der FAZ am Sonntag.
Die Durchquerung der Heeve ließ sich kaum jemand nehmen, obwohl im Wald versteckt auch eine Holzbrücke in der Nähe war.Bild 22: Die Furt im Heevebach
Die Wanderung verlief unter warmem Frühsommerhimmel fröhlich und harmonisch durch ein Gebiet, das noch sehr deutlich die Wunden zeigte, die der Orkans „Kyrill“ im Januar 2007 geschlagen hatte. Aber nach Abschluss unserer Wanderung setzte während der Rückreise erneut ein überraschend heftiger Sturm ein, der wiederum einige Bäume umwarf und mehrere der Teilnehmer auf dem Heimweg zu Umwegen zwang oder in Staus zusätzliche Zeit kostete. Natürlich waren wir alle sehr froh, dass der Sturm nicht schon losgelegt hatte, während wir noch im Wald wanderten!

Nacktwanderungen südlich von Warstein [31.08. und 06.09.2008]

Die Reihe der Sauerland-Nacktwanderungen wurde alsbald fortgesetzt. Nach einer Regen-Wanderung im Juli starteten wir Ende August östlich von Warstein bei Kallenhardt zum Lörmecke-Turm, nicht ohne die schon mindestens seit der Altsteinzeit bis zur vorrömischen Eisenzeit von Jägern genutzte Höhle »Hohler Stein« zu besuchen.
Bei Kallenhardt besuchten wir den »Hohlen Stein«, eine Höhle, die mindestens seit der Altsteinzeit von Jägern genutzt wurde.Bild 23: Zur Höhle »Hohler Stein«
Unser Besuch am Lörmecke-Turm, der wohl mehrere Anfragen von Spaziergängern beim Ordnungsamt Warstein zur Folge hatte, veranlasste den Ordnungsamts-Leiter zunächst zu der Ankündigung, gegen das Nacktwandern vorgehen zu wollen. Doch er wurde vom Bürgermeister davon abgehalten, der in der neuartigen Wanderbewegung auch eine Chance sah, den Tourismus zu verstärken.
Vor diesem über 40 m hohen Riesen wirkt der Umriss des nackten Wanderers sehr bescheiden.Bild 26: Der Lörmecke-Turm
Anfang September wanderten wir erneut südlich von Warstein bei Stimmstamm mit einem Dreh-Team von Christian Dassel, der für das WDR Fernsehen einen Beitrag produzieren wollte.
Dieser wurde dann ein paar Wochen später in der „Aktuellen Stunde“ gesendet und sorgte dafür, dass ich in meiner Stadt Beckum beim Einkaufen, Spazierengehen oder auch per Telefon von Freunden, Nachbarn, Bekannten und auch vielen Unbekannten auf mein Hobby angesprochen wurde und ganz oft erklären musste, dass nacktes Wandern ein wunderschönes und intensives Natur-Erleben bedeutet!

Nacktwanderung südlich von Iserlohn [28.09.08]

Am 28. September war es noch einmal so warm, dass die letzte Nacktwanderung der Saison südlich von Iserlohn stattfinden konnte.Bild 33: Begegnung im Balver Wald
Im September neigte sich die Saison wetterbedingt dem Ende zu, aber für den 28. war noch eine Wanderung südlich von Iserlohn bei Stephanopel initiiert. Auch hier führte der Wanderweg wieder vielfach durch von „Kyrill“ geprägte, wüste Landschaft: Große Hangflächen, die zuvor noch von dichtem Wald bestanden waren, erlaubten freien Blick über zertrümmerte Holzreste.
Nunmehr hatte auch die Ruhrgebiets-Presse das Thema »Nacktwandern« entdeckt, und in der Westfälischen Rundschau (WR) erschien ein paar Tage später ein Bericht über unsere Iserlohn-Wanderung. Inzwischen waren die Sauerland-Nacktwanderungen zu einer festen Einrichtung geworden – und 2009 sollte es weitergehen!