
Die WNBR-Radrundfahrt im südlichen Münsterland ist seit 4 Jahren ein beliebtes Event. Initiator Georg hatte eigentlich zum 13. Juni in die Umgebung von Hiltrup eingeladen, doch Temperaturen deutlich unter 20° und Windgeschwindigkeiten bis zu 50 km/h hätten das Nacktradeln zu einer kühlen und eher unerfreulichen Angelegenheit gemacht.
So verlegte Georg die Radeltour um eine Woche auf den 20. Juni, und damit in den reinsten Hochsommer: Strahlender Sonnenschein und Nachmittags-Temperaturen bis 31° sorgten dafür, dass der Fahrtwind als angenehme Kühlung empfunden wurde. Auch das (aufgrund des Frühlings-Regens sehr üppige) Grün der Bäume spendete uns hinreichend Schatten und schützte vor zu intensiver Sonnenbelastung.
Auf dem Startparkplatz hatten sich 23 Naturisten eingefunden, darunter auch mehrere Erst-Aufsteiger, die bei dieser Tour ihre ersten Nacktivitäten-Erlebnisse suchten und fanden. Nachdem alle ihre Räder bereit gemacht hatten, gab Georg seine Hinweise für die Fahrt – insbesondere warnte er davor, sich beim Radfahren aufs Smartphone zu konzentrieren, nachdem im vorigen Jahr ein Radler auf diese Weise schmerzhaften Kontakt mit einem Sperrpfosten gefunden hatte.
4(14) Waldweg – für Radfahrer asphaltiert
Aufgrund des feuchten Wetters der letzten Woche hatte Georg die Route noch einmal inspiziert und in einigen Abschnitten umgeplant, um matschige und mit Pfützen verzierte Wegstrecken zu vermeiden. Das ist weitgehend gelungen, zumal ein Großteil der Radwege im Münsterland ja ohnehin mustergültig asphaltiert sind.
Unter anderem führte der Weg uns auch an der ⤻ NABU-Naturschutzstation Münsterland vorbei, dem Zentrum für zahlreiche, natur-erhaltende oder natur-wiederbelebende Aktivitäten des Landes NRW, der Stadt Münster und des Kreises Warendorf.
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Zitat von der Website: Das Naturerlebnisgebiet Haus Heidhorn zeigt die biologische Vielfalt in all ihren Facetten. Das Gelände mit seinem großen Garten, einem Picknickplatz, Schaubiotopen und Erlebnisstationen ist barrierefrei und jederzeit für Besucher zugänglich. Ein großer Pluspunkt des Stationssitzes ist die unmittelbarer Nähe der “Davert”, einem etwa 2.300 Hektar großen Natura 2000-Gebiet, das von der NABU Naturschutzstation Münsterland betreut wird. Auch das naturnahe Waldgebiet “Hohe Ward” ist nicht weit.
Angesichts der hohen Temperaturen legte Georg auch immer wieder Trinkpausen ein, um die Flüssigkeitshaushalte der Teilnehmer auf gesundem Stand zu halten. Es gab Teilnehmer, die ihren Trinkvorrat mit speziellen Mineralien wie Magnesium, Calcium und Salz angereichert hatten – denn mit dem Schwitzen verliert der Körper ja genau diese Stoffe, deren Mangel dann zu Muskelkrämpfen führen kann.
6(14) Rechtskurve in Wiesenlandschaft
Die Radelpausen fanden mehrfach an Rast-Hütten statt, die im Radelparadies Münsterland vergleichsweise häufig sind. Allerdings reichten die Plätze für die 23 Teilnehmer nie aus, so dass sich ein auf dem Gepäckträger transportierter Falt-Hocker als alternative Pausen-Sitzgelegenheit gelohnt hat.
Zum Abschluss der Großen Pause fanden sich die Teilnehmer dann noch zu einem Gruppenfoto zusammen, bevor es zum Bad an den Dortmund-Ems-Kanal ging. Entlang des Kanals tummelten sich am Ufer, im und auf dem Wasser mit Booten und Brettern zahlreiche Badefans, die aber merkwürdigerweise trotz der hohen Temperaturen Klamotten trugen – eine Werbeshow für die Textilindustrie?
Ein Motorbootfahrer demonstrierte uns, nachdem er unsere nackte Gruppe entdeckt hatte, seine Fahrkunst mit einer Dreifach-Runde bei Vollgas hin und zurück über den Kanal unmittelbar vor unseren Augen. Danach drehte er ab: Jetzt hatte er den Nackten gezeigt, wo die Power steckt!
Entlang des Kanals führte uns danach der Weg zurück zum Startparkplatz, wo man sich trotz der 31° Lufttemperatur in leichte Kleidung warf, um in dem italienischen Restaurant DÜNE einen Kilometer weiter eine leckere Stärkung zu genießen. Da die Parkplätze aufgrund des nahen Hiltruper Sees stark überlastet waren, stiegen die meisten noch einmal aufs Fahrrad für den Ausflug zum Restaurant.
Auch den Erst-Teilnehmern hat die Nacktivität gut gefallen – sie haben sich im Kreis der naturistischen Radler sehr wohl gefühlt und wollen bei nächster Gelegenheit wiederkommen!
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