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WNBR Münsterland 2026

WNBR im Münsterland

Die WNBR-Radrundfahrt im südlichen Münsterland ist seit 4 Jahren ein beliebtes Event. Initiator Georg hatte eigentlich zum 13. Juni in die Umgebung von Hiltrup eingeladen, doch Temperaturen deutlich unter 20° und Windgeschwindigkeiten bis zu 50 km/h hätten das Nacktradeln zu einer kühlen und eher unerfreulichen Angelegenheit gemacht.

So verlegte Georg die Radeltour um eine Woche auf den 20. Juni, und damit in den reinsten Hochsommer: Strahlender Sonnenschein und Nachmittags-Temperaturen bis 31° sorgten dafür, dass der Fahrtwind als angenehme Kühlung empfunden wurde. Auch das (aufgrund des Frühlings-Regens sehr üppige) Grün der Bäume spendete uns hinreichend Schatten und schützte vor zu intensiver Sonnenbelastung.

Auf dem Startparkplatz werden erst einmal die Räder entladen und bereit gemacht1(14) Auf dem Startparkplatz

Auf dem Startparkplatz hatten sich 23 Naturisten eingefunden, darunter auch mehrere Erst-Aufsteiger, die bei dieser Tour ihre ersten Nacktivitäten-Erlebnisse suchten und fanden. Nachdem alle ihre Räder bereit gemacht hatten, gab Georg seine Hinweise für die Fahrt – insbesondere warnte er davor, sich beim Radfahren aufs Smartphone zu konzentrieren, nachdem im vorigen Jahr ein Radler auf diese Weise schmerzhaften Kontakt mit einem Sperrpfosten gefunden hatte.

Waldweg - im Münsterland für Radfahrer oft asphaltiert4(14) Waldweg – für Radfahrer asphaltiert

Aufgrund des feuchten Wetters der letzten Woche hatte Georg die Route noch einmal inspiziert und in einigen Abschnitten umgeplant, um matschige und mit Pfützen verzierte Wegstrecken zu vermeiden. Das ist weitgehend gelungen, zumal ein Großteil der Radwege im Münsterland ja ohnehin mustergültig asphaltiert sind.

Unter anderem führte der Weg uns auch an der ⤻ NABU-Naturschutzstation Münsterland vorbei, dem Zentrum für zahlreiche, natur-erhaltende oder natur-wiederbelebende Aktivitäten des Landes NRW, der Stadt Münster und des Kreises Warendorf.

Logo_60-Jahre_NRW_RGB © NABULogo_60-Jahre_NRW_RGB © NABU

Zitat von der Website: Das Naturerlebnisgebiet Haus Heidhorn zeigt die biologische Vielfalt in all ihren Facetten. Das Gelände mit seinem großen Garten, einem Picknickplatz, Schaubiotopen und Erlebnisstationen ist barrierefrei und jederzeit für Besucher zugänglich. Ein großer Pluspunkt des Stationssitzes ist die unmittelbarer Nähe der “Davert”, einem etwa 2.300 Hektar großen Natura 2000-Gebiet, das von der NABU Naturschutzstation Münsterland betreut wird. Auch das naturnahe Waldgebiet “Hohe Ward” ist nicht weit.

Angesichts der hohen Temperaturen legte Georg auch immer wieder Trinkpausen ein, um die Flüssigkeitshaushalte der Teilnehmer auf gesundem Stand zu halten. Es gab Teilnehmer, die ihren Trinkvorrat mit speziellen Mineralien wie Magnesium, Calcium und Salz angereichert hatten – denn mit dem Schwitzen verliert der Körper ja genau diese Stoffe, deren Mangel dann zu Muskelkrämpfen führen kann.

Rechtskurve in Wiesenlandschaft6(14) Rechtskurve in Wiesenlandschaft

Die Radelpausen fanden mehrfach an Rast-Hütten statt, die im Radelparadies Münsterland vergleichsweise häufig sind. Allerdings reichten die Plätze für die 23 Teilnehmer nie aus, so dass sich ein auf dem Gepäckträger transportierter Falt-Hocker als alternative Pausen-Sitzgelegenheit gelohnt hat.

Genug Platz für Gegenverkehr7(14) Gegenverkehr

Zum Abschluss der Großen Pause fanden sich die Teilnehmer dann noch zu einem Gruppenfoto zusammen, bevor es zum Bad an den Dortmund-Ems-Kanal ging. Entlang des Kanals tummelten sich am Ufer, im und auf dem Wasser mit Booten und Brettern zahlreiche Badefans, die aber merkwürdigerweise trotz der hohen Temperaturen Klamotten trugen – eine Werbeshow für die Textilindustrie?

Ein Bad im Kanal ließen sich viele nicht nehmen13(14) Ein Bad im Kanal

Ein Motorbootfahrer demonstrierte uns, nachdem er unsere nackte Gruppe entdeckt hatte, seine Fahrkunst mit einer Dreifach-Runde bei Vollgas hin und zurück über den Kanal unmittelbar vor unseren Augen. Danach drehte er ab: Jetzt hatte er den Nackten gezeigt, wo die Power steckt!

Entlang des Kanals führte uns danach der Weg zurück zum Startparkplatz, wo man sich trotz der 31° Lufttemperatur in leichte Kleidung warf, um in dem italienischen Restaurant DÜNE einen Kilometer weiter eine leckere Stärkung zu genießen. Da die Parkplätze aufgrund des nahen Hiltruper Sees stark überlastet waren, stiegen die meisten noch einmal aufs Fahrrad für den Ausflug zum Restaurant.

Auch den Erst-Teilnehmern hat die Nacktivität gut gefallen – sie haben sich im Kreis der naturistischen Radler sehr wohl gefühlt und wollen bei nächster Gelegenheit wiederkommen!

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Saison-Eröffnung im Februar 2026

Saison-Eröffnung im Februar 2026

Dieses Jahr begannen wir die Nacktwandersaison bereits im Februar, wenn auch nur in einer sehr kleinen Gruppe.

Erste Nacktwanderung 2026 im Februar1(9) Erste Nacktwanderung 2026 im Februar

Es gibt im Münsterland sehr viele schöne Wege in der Natur. Aber wenn man nicht auf Schritt und Tritt angezogenen Naturfreunden begegnen will, muss man schon etwas länger suchen. Uns Naturisten würde ein Miteinander von textilen und nackten Wanderern selbstverständlich nichts ausmachen. Aber mit jeder Begegnung dieser Art wird die Wahrscheinlichkeit größer, dass unsere Nacktheit dann doch einmal jemanden stört. Wir wissen natürlich, dass wir nichts Verbotenes tun, aber wir wollen uns den bekleideten Mitmenschen ja auch nicht unbedingt aufdrängen.

Entdeckungen am Wegesrand ...2(9) Entdeckungen am Wegesrand …

Diesen besonders abgelegenen Weg hat eine kleine Naturisten-Gruppe um Georg und den inzwischen leider verstorbenen Bruno schon vor etlichen Jahren entdeckt. Sie nennen ihn in seinem Gedenken „Brunos Weg“.

Georg und Bruno4(9) Georg und Bruno (Oktober 2018)

Es ist ein etwa 10 km langer Rundkurs auf größtenteils unbefestigten Wirtschafts- und Rückewegen. Aber auch die wenigen geteerten Wege dort sind äußerst wenig befahren, weil sie selbst für die Einheimischen nicht als Abkürzungen taugen. Es kommt in dem ganzen Gebiet also niemand einfach so vorbei. Nicht zuletzt deshalb gibt es wohl dort auch keine Verkehrsbeschränkungen, und man kann den kleinen Parkplatz problemlos erreichen. ÖPNV gibt es dort nicht. Einen Tod muss man halt sterben.

Dafür kann man sich einfach am Auto ausziehen...5(9) Dafür kann man sich einfach am Auto ausziehen…

Rundkurs ist nur fast richtig. Dieser Weg führt vom Parkplatz zum Rundweg.7(9) Rundkurs ist nur fast richtig. Dieser Weg führt vom Parkplatz zum Rundweg.


Im letzten August hatte mir Georg diesen Weg endlich einmal gezeigt, und ich war sofort begeistert.8(9) Im letzten August hatte mir Georg diesen Weg endlich einmal gezeigt, und ich war sofort begeistert. Trotzdem haben wir es bis zum Winter leider nicht geschafft, ihn häufiger zu laufen.

Bei dem frühlingshaften Wetter in den letzten Februartagen wollte ich Brunos Weg aber unbedingt wieder einmal besuchen. Da kam mir Wolfgangs Anfrage mit Hinweis auf den zu erwartenden Sonnenschein gerade recht. Allein möchte ich nämlich immer noch nicht so gerne in der Öffentlichkeit nackt angetroffen werden. Das wirft bei Beobachtern gefühlt mehr Fragen auf als bei einer nackten Gruppe. Georg hatte bedauerlicherweise keine Zeit, aber mit meinen GPS-Aufzeichnungen vom letzten Jahr haben wir es auch ohne ihn geschafft.

Und ja, wir sind auch diesmal nicht ganz unentdeckt geblieben. Probleme gab es aber nicht. Bauern bei der Arbeit können einem dort schließlich immer mal begegnen, aber die haben ja meist auf ihren Feldern zu tun. Eine andere Gruppe, der man dort durchaus begegnet, sind Hundebesitzer, vornehmlich mit großen Hunden. Die mögen die Einsamkeit dort auch, weil sie ihre Hunde ohne Leine laufen lassen können. Damit machen sie faktisch mehr falsch als wir, was deren Toleranz uns gegenüber sicher nützt. Man grüßt sich freundlich und geht weiter.

Beim Schreiben dieses Artikels kommt mir gerade eine absolut verwegene Idee. Ich könnte doch vielleicht einen Teil des Weges einmal im leichten Trab zurücklegen, nennt man wohl joggen. Das habe ich früher immer vehement abgelehnt! Aber nackt könnte ich mich eventuell doch damit anfreunden. Wer das also auf niedrigem Niveau mit mir einmal versuchen möchte, ist herzlich eingeladen.

Dazu passt auch, dass Wolfgang und ich einen kleinen Umweg zum Kanal erkundet haben, um uns bei noch wärmerem Wetter am Ende der Tour kurz erfrischen zu können. Auf dem Weg zum Auto wird man in der Sonne ja schnell wieder trocken.

Da wir diesen Weg nur spontan und nicht zu bestimmten Terminen gehen, können wir ihn leider nicht bei natury.de im Kalender eintragen.
Eine Anmeldung zum Mitwandern
ist aber trotzdem möglich und ist tatsächlich nur eine Interessensbekundung. Aber wenn der Kontakt erstmal hergestellt ist, ist alles möglich. Schlimmstenfalls muss ich sogar joggen. Meine Ärztin würde es vermutlich mehr freuen als mich.
Danke an Jörg für den Bericht!