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Saisonstart im Taunus 23

Im Taunus

Mountainbike-Saisonstart 2023 im Taunus [27.06.23]

Ein wunderbarer Start in eine neue Saison, gefüllt mit vielen, schönen Nackt-Mountainbike-Touren rund um den Feldberg im Taunus – kleiner Rückblick auf einen herrlichen Mai und Juni 2023

Am 04.05.2023 starteten wir nach einem tristen und regenreichen Winter und Frühjahr die diesjährige Nackt-Mountainbike-Saison unserer Gruppe. Zwar waren die Temperaturen mit etwa 17 Grad noch ganz schön frisch, aber die wunderbare Sonne lockte uns einfach nach draußen, und gefühlt lag die Saison 2022 schon so weit zurück, dass wir uns von den frischen Temperaturen nicht haben abhalten lassen.

Meinem treuen Mitfahrer erging es genauso, und daher trafen wir uns zu bestem Radelwetter an unserem Treffpunkt am Taunus-Informationszentrum in Oberursel und radelten dann wie üblich erst einmal die ersten 600m textil bis zum Entkleidepunkt im Wald.

1(7) Unsere Info-Grafik über die Touren1(7) Unsere Info-Grafik über die Touren

Was für ein herrliches Gefühl, nun endlich wieder frei und ganz hautnah dieses Ereignis zu erleben, das Schattenspiel auf der Haut, die Temperaturschwankungen zwischen lichtem Weg und Wald und dann die wunderbaren Gerüche des aufkeimenden Lebens um uns herum. Ich fühlte mich sofort wieder als Teil der Natur und sog jeden Moment der Tour in mich auf.

Mit Daniel hatte ich wieder viel Gesprächsstoff, aber manchmal saßen wir auch einfach nur auf dem Rad und genossen es, uns auf dem Waldweg langsam in die Höhe zu schrauben.

Ich machte schon über den Winter recht viel Werbung auf Facebook, und so kamen langsam auch die ersten Gäste zu den Touren hinzu, und so fuhren wir dann sogar einmal insgesamt zu sechst über die schönen Taunuswege. Und bei den Gesprächen stellten wir fest, dass wir alle eine ähnliche Vergangenheit hatten. Lange haben viele der Mitfahrer nach einer Möglichkeit gesucht, um mal nackt auf dem Rad die Natur genießen zu können, und freuten sich sehr über das Angebot der Touren, von dem sie einstimmig begeistert waren.

2(7) In Gesellschaft fährt es sich einfach am besten2(7) In Gesellschaft fährt es sich einfach am besten

So haben wir nun schon 2-3 recht regelmäßige Mitfahrer gewinnen können und auch Mitfahrer dazu bewegt, solche Touren doch auch in ihrem Heimatgebiet selbst zu initiieren.

Nun ist es mittlerweile schon Mitte Juni, und wir sind oft auch noch zusätzlich an den Sonntagen, dann allerdings schon um 13 Uhr gefahren, da das Wetter einfach hervorragend war und wir über Facebook auch viele Anfragen nach einem Termin am Wochenende erhalten hatten.

Auf Nachfrage hin: Auch Sonntagstouren [27.06.23]

Die Sonntagstouren verliefen ebenfalls top, allerdings muss man schon sagen, dass die Wege rund um den Feldberg schon sehr frequentiert sind, wir hatten teilweise hunderte von Begegnungen, die allerdings auch immer sehr entspannt verliefen. An einem der ersten Sonntage sind wir dann auf dem Sandplacken, wo wir ein kurzes Stück über eine Landstraße fahren, um eine Bundesstraße zu überqueren, direkt in eine Polizeikontrolle geraten. Der Polizist bat uns kurz zu erklären, was wir hier machen würden. Schnell wurde mit dem § 118 OWiG gewedelt, aber ich erklärte ihm, dass ich die Dienststellen in Bad Homburg und Oberursel bereits im März über unsere Touren informiert hatte und dort auch meine Kontaktdaten hinterlassen hätte, falls sich doch mal jemand durch unsere Nacktivität gestört fühlen würde. Nach einer kurzen Rückfrage bei der Leitstelle wurde uns dann noch eine gute Fahrt gewünscht, und wir beendeten unsere Tour mit der wohl verdienten Abfahrt durch den Taunus.

3(7) Wegezustand gut3(7) Wegezustand gut

Da ich selbst hinter dem Taunus in Neu-Anspach wohne, unser Treffpunkt aber vor dem Taunus in Oberursel liegt, bin ich in diesem Jahr dazu übergegangen, die Anfahrt über den Taunus mit dem Rad zu machen und nicht wie im Vorjahr mit der Taunusbahn. Das hat nicht nur den Vorteil, dass ich mich dadurch noch mehr sportlich bewegen kann, ich nutze diese Gelegenheit auch, die Anfahrt bereits nackt für mich ganz allein zu genießen. Zwar brauchte auch dies anfangs ein wenig Überwindung, aber ich genieße diese fast schon meditativen Momente sehr, wenn ich mich ganz in das Erlebnis meiner Nacktheit fallen lassen kann.

4(7) Schon die alten Römer kannten den richtigen Undress-Code4(7) Schon die alten Römer kannten den richtigen Undress-Code

Auch hier gab es bislang keinerlei negativen Reaktionen bei den Begegnungen. Ich bin sehr dankbar, dass ich in unserem schönen Land solch wunderbare Momente erleben darf.

5(7) Immer die Orientierung behalten5(7) Immer die Orientierung behalten

Das „gesehen werden“ gehört zu den Touren schon als fester Bestandteil dazu. Dabei geht es nicht um eine Form des Präsentierens, sondern darum, für die Nacktivitäten auch zu werben.

Wir bemühen uns um Akzeptanz und darum, dass unsere natürliche Nacktheit in der Natur zur Kenntnis genommen und toleriert wird. Das versuchen wir mit viel Freundlichkeit und Offenheit zu erreichen, ohne uns dabei aufzudrängen.

Es ist selbstverständlich, dass wir hierbei im Respekt vor den Begegnungen uns auch einmal entschuldigen, falls sich jemand unangenehm fühlt, wenn wir da nackt auf dem Rad des Weges daherkommen, und uns für die Toleranz bedanken.

Aber wir haben auch schon das ein oder andere nette, kurze Gespräch über unsere Motivation geführt. Und für solche Gelegenheiten bin ich sehr dankbar.

Wir haben bislang an jedem Termin mindestens einen, teilweise bis zu vier Mitfahrer gewinnen können, die von dem Erlebnis sehr begeistert sind. Dabei kamen die Teilnehmer aus Mainz, Bonn, Solingen, Gießen, dem Main-Kinzig-Kreis, dem Lahn-Dill-Kreis oder direkt aus Oberursel. Eines hatten wir alle gemeinsam: Nach der Tour fuhren wir alle beseelt von einer großartigen Erfahrung wieder nach Hause.

6(7) Blick vom Altkönig auf die Frankfurter Skyline6(7) Blick vom Altkönig auf die Frankfurter Skyline

Wenn Du nun vielleicht durch diesen Bericht neugierig auf solch eine tolle Nacktivität geworden bist und es selber auch einmal ausprobieren möchtest, dann gucke Dich im Terminkalender einmal nach einer für Dich passenden Gelegenheit um und probiere es mal aus!

Vielleicht kommst Du uns mal im Taunus besuchen, oder Du meldest Dich zu den wundervollen Naturistentagen an (Thüringer Naturistentage, Sächsische Naturistentage, Westfälische Naturistentage). Gelegenheiten gibt es viele, nur den Schritt zur Teilnahme musst Du selbst machen!

7(7) Unser Motto7(7) Unser Motto

Ralf Sprenger, E-Mail Taunus-Nackt-Mountainbike@t-online.de

Facebook: Taunus-Nackt-Mountainbike-Gruppe

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Nacktradeltour zum WNBR 23

Radeln am Kanal

Zum WNBR: 41 km im südlichen Münsterland unterwegs [19.06.23]

Der WNBR („World Naked Bike Ride“) am „Welt-Nackt-Radel-Tag“ findet seit 2001 in vielen Städten der Welt statt, der größte und bekannteste ist der Londoner, der am zweiten Junisamstag durch die City führt und jährlich zwischen 1500 und 3000 aktive Nacktradler anlockt. Sie demonstrieren damit (beharrlich, wenn auch immer noch vergeblich) für mehr Vorrang fürs Radfahren und die Eindämmung des Autoverkehrs.

In Deutschland gab es bisher nur wenige Ansätze für vergleichbare Aktionen: Gerichte und Ordnungsbehörden haben sich seit Jahren quergestellt und nackte Radel-Demos in Städten untersagt und sogar außerhalb von Städten mit erheblichen Restriktionen belegt. Berlin, Rastatt, Leipzig und Köln sind einige Stationen dieser Geschichte. Zuletzt wurde 2019 in Köln eine „Nacktradel-Fahrt in Badekleidung“ zugelassen – und überall in der Welt hat man über den offensichtlichen Unsinn der Ordnungsbehörde nur den Kopf geschüttelt.

So weit wollte es Georg aus Münster nicht kommen lassen: Er initiierte am 17. Juni eine 41 km lange Rundfahrt südlich von Münster-Hiltrup durch die Hohe Ward, die Davert und entlang des Dortmund-Ems-Kanals, also außerhalb geschlossener Ortschaften. 20 Nacktradler fanden sich zu dieser Tour zusammen, darunter zwei Frauen mit ihren Partnern. Das Wetter war seit Tagen warm, sonnig und beständig, so dass die äußeren Bedingungen für eine Nacktradeltour hervorragend waren.

1(14) Das WNBR-BannerBild 1: Das WNBR-Banner

Der eigentliche Ansatz der WNBR-Fahrten als Demonstration wurde durch ein Banner mit WNBR-Aufschrift ausgedrückt, aber die meisten Menschen, die der Radelgruppe begegneten, reagierten nur auf das (auch im Münsterland noch) ausgefallene Outfit der nackten Radler, und nicht auf das WNBR-Banner am Gepäckträger. Auch die „Demonstranten“ selbst konzentrierten sich wohl mehr aufs Radfahren als auf das Beschwören von Verkehrsgerechtigkeit und das Erreichen von Klimazielen. Denn nicht einmal ein ganz kleines Rathaus lag am Wegesrand, vor dem man sich zu einer Spontan-Demo hätte versammeln können…

2(14) Treffen auf dem Startparkplatz2(14) Treffen auf dem Startparkplatz

Zum Treffen auf dem Startparkplatz kamen alle Teilnehmer frühzeitig an, um ihre Räder nach dem Transport startklar zu machen. Los ging es dann zunächst in die Hohe Ward, ein Wassergewinnungsgebiet, das einigen noch von Wanderungen während der ⤷ Westfälischen Naturistentage (WNT) bekannt war.

4(14) Man begegnet sich auf dem Komfort-Radweg am Kanal4(14) Man begegnet sich auf dem Komfort-Radweg am Kanal

Die fürs Münsterland typischen Komfort-Radwege erreichten wir dann am Dortmund-Ems-Kanal. Die Strecken waren gut genutzt, aber längst nicht so überfüllt, wie es an sonnigen Sonntagnachmittagen oft vorkommt.

Am Samstag müssen die Menschen halt noch Proviant für den Sonntagsausflug einkaufen gehen – so hatten wir zwar auch zahlreiche Begegnungen, aber stets genügend Platz.

8(14) Bald radelten wir auch wieder ins Binnenland durch Felder und Bauerschaften8(14) Bald radelten wir auch wieder ins Binnenland durch Felder und Bauerschaften

12(14) Dafür stolzierte ein Storch in geringer Entfernung über die Heuwiese und suchte nach Nahrung - die in der Wiese ruhenden Radler wurden aber von Schnabelpickern verschont12(14) Ein Storch stolzierte in geringer Entfernung über die Heuwiese und suchte nach Nahrung – die in der Wiese ruhenden Radler wurden aber von Schnabelpickern verschont

Auch abseits des Kanals ist das Münsterland reizvoll: Wir radelten durch die Bauerschaften mit Feldern und Wiesen, durch Waldbereiche mit üppig wachsenden, duftenden Pflanzen und Blumen, und fanden schließlich Platz für eine ausgiebige Mittagsrast auf einer frisch gemähten Heuwiese, die uns duftige Würze für unser mitgebrachtes Vesper spendete. Ein Storch, der auch gerade sein Mittagsmahl zusammensuchte, wagte sich bis auf nur 15 m an die lagernde Radlergruppe heran!

13(14) Noch ein Erlebnis-Höhepunkt: Eine Reifenpanne13(14) Noch ein Erlebnis-Höhepunkt: Eine Reifenpanne

Auf einem Waldweg ließ sich dann eines der Räder nur noch schwer treten. Der Blick nach unten zeigte den Grund: Plattfuß am Hinterrad. Aber Friedhelm war zur Stelle und hatte passendes Werk- und Flickzeug in der Satteltasche. Mit routinierten Griffen und einigen helfenden Händen gelang es, einen Glassplitter als Verursacher zu erkennen und das Loch im Schlauch zu verkleben. Ich konnte das nur bewundern: Nach gut einer Vieltelstunde war die Reparatur geschafft – für die ich wahrscheinlich einen halben Tag gebraucht hätte… Bald konnte die Gruppe die Fahrt fortsetzen und erreichte nach 41 km wieder den Ausgangsparkplatz.

Pizzeria „Düne“

Zum Abschluss kehrten einige noch im nahe gelegenen Restaurant und Beach Bar „Düne“ ein, während andere sich gleich auf ihre zum Teil längere Heimfahrt begaben. Herzlichen Dank an Georg für die Tour-Initiative: Wir freuen uns aufs nächste Mal im Münsterland!

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WNT, NEWT, Lahn-Dill 2017

Nackt-Performance im Münsteraner Hafen

Sa 26. Aug: Nacktperformance über dem Münsteraner Hafenbecken [26.08.17]

Elf Frauen und Männer betraten am Samstag Abend nackt die Plattform “On Water” der Künstlerin Ayse Erkmens, die im Rahmen der Skulpturen-Projekte Münster im alten Hafenbecken installiert worden war. Mit den Füßen unter Wasser auf der Plattform schreitend waren auf Brust und Rücken der Performance-Künstler aufgemalte Buchstaben sichtbar, die zum einen das Wort “NATÜRLICH” und zum anderen das Wort “LEBENSWERT” bildeten – das Motto der Stadt Münster.

Münster ist Lebenswert Naturismus ist Natürlich

Durch einige Drehungen und Wendungen konnten die Worte abwechselnd von allen Seiten gelesen werden, und zum Schluss der Darbietung gab es von den geschätzt 3000 anwesenden Münsteranern sogar einen kleinen Beifall.

 

WNT: Unsere Nackt-Performance auf dem Steg [29.08.17]

Elf Nackte betreten den Steg und bewegen sich langsam zur Mitte

Elf Nackte betreten den Steg und bewegen sich langsam zur Mitte.

LEBENSWERT. Das Motto der Stadt Münster

Die Mitte des Stegs ist erreicht. Alle machen “Rechts um” und zeigen auf ihrem Rücken den Schriftzug “LEBENSWERT.” Das Motto der Stadt Münster.

Naturismus ist NATÜRLICH

Nach rund einer halben Minute drehen sich alle Aktivisten um und zeigen auf ihrer Brust den Schriftzug “NATÜRLICH.” und das Logo der Stadt Münster. Naturismus ist eben natürlich. Die in roten T-Shirts steckenden Security-Jungs müssen wir beruhigen: “Wir machen hier ein Kunstprojekt!”

Stellungswechsel

Positionswechsel. Damit auch auf der anderen Seite des Hafens unsere Schriftzüge gelesen werden können, müssen wir die Reihenfolge der Aktivisten vertauschen. Die Security-Jungs passen auf, dass wir alles richtig machen.

Für die Menschen auf der Ufer-Seite mit den vielen Restaurants

Jetzt stehen wir anders herum, und die Menschen auf der Ufer-Seite mit den vielen Restaurants können endlich lesen: “LEBENSWERT.” Dafür ist von hier aus “.HCILRÜTAN” von hinten nach vorn zu erkennen.

Kehrseite: Naturismus ist NATÜRLICH.

Noch einmal haben wir uns umgedreht, um den Menschen in den Restaurants auch zu zeigen: Naturismus ist “NATÜRLICH.” Dafür sieht der Fotograf von hinten nach vorn “.TREWSNEBEL”

Botschaft angekommen, und wir gehen zurück zum Ufer. Es kommt Beifall auf. Danke!

In allen 4 Positionen haben wir etwa eine halbe Minute ausgeharrt. Jetzt ist unsere Botschaft angekommen, und wir gehen zurück zum Ufer. Es kommt Beifall auf. Danke!

Am Ufer steht einer von uns und diskutiert mit einer jungen Familie über die gerade gelaufene Aktion. Die drei Kinder im Alter von 4, 6 und 8 Jahren fanden das alles voll gut, die beiden Eltern genauso.

Münster ist eben LEBENSWERT, das wissen hier alle, deshalb leben sie ja hier, NATÜRLICH!

Fotos: Thomas

 

Westfälische Nachrichten und Münstersche Volkszeitung berichten [29.08.17]

Die Westfälischen Nachrichten und die Münstersche Volkszeitung berichten über unsere Nackt-Performance vom Sanstag Abend und stellen die Aktion im Rahmen der Skulpturen-Projekte Münster 2017 dar.

Bericht in der Zeitung Westfälische Nachrichten  Münster

 

Do 24. Aug: Nacktwanderung in der Hohen Ward [24.08.17]

20° zeigte das Thermometer, als sich 20 Nacktwanderer und -wanderinnen auf dem Parkplatz auszogen und ihre Wanderung begannen. Die Sonne schaute nur vereinzelt durch die Wolken und brauchte einige Zeit, um die Luft auf 24° am Nachmittag zu erwärmen. Bald gewannen die Wanderteilnehmer ein Bild davon, wie intensiv das Gelände zur Trinkwassergewinnung genutzt wird. Überall traf man auf Brunnen und Entnahmestellen z. B. zur Messung der Wasserqualität. Am Wasserwerk von 1908 konnte man einen Probeschluck kosten.

Die Hohe Ward ist ein Waldgebiet südlich von Münster

Es wird traditionell als Wassergewinnunggebiet genutzt

Aber die Stadt Münster denkt auch an die Wanderer und Spaziergänger im Wald und warnt davor, dass der Eichenprozessionsspinner Allergien und Gesundheitsstörungen verursachen kann.

Eine gruselige Geschichte erzählt auch die bronzene Tafel auf dem Freistuhl, einem Gerichtsplatz, in dessen Nähe 13 Schädel Gerichteter gefunden wurden, die durch einen von oben nach unten durch den Schädel getriebenen Nagel, der unterhalb des Kinns umgebogen war, im wahrsten Sinn des Wortes “mundtot” gemacht wurden – irgendwann gegen Ende des Mittelalters.

Bronzetafel am Freistuhl

Auf dem Weg zum Kanalbad

Schließlich erreichte die Wandergruppe den Dortmund-Ems-Kanal in Höhe der Eisenbahnbrücke der Strecke Hamm-Münster, wo sich einige der Teilnehmer eine Abkühlung in den Fluten gönnten. Zum Abschluss des Tages gab es im Restaurant Prinzenbrücke eine angemessene, leckere Stärkung nach der 17 km langen Wanderung, wobei sich alle darüber wunderten, dass es dabei laut Navi kumuliert je 396 m bergan und bergab ging.

 

Do 24. Aug: Nacktwanderer findet bekleidetes Handy in der Hohen Ward [25.08.17]

Am Donnerstag Abend traf bei natury eine E-Mail ein: “Wir haben heute Vormittag wahrscheinlich eine Gruppe von Ihnen im Hiltruper Wald getroffen. Mein Freund hat dort bei unserem Spaziergang sein Handy verloren und hofft, dass einer der Wanderer das Handy vielleicht gefunden hat.”.

Die Mail-Rundfrage an alle Wanderteilnehmer ergab die Antwort von Jens: “…dann ist es wohl das Handy deines Freundes, das ich gefunden habe. Da ich als dritter unserer Gruppe an der Stelle vorbeikam, habe ich nur die Leute vor mir nach dem Verlust gefragt. Da bin ich ja froh, das wir das Handy dem Besitzer zurückgeben können.” Alles wird gut!

 

Fr 25. Aug: Nacktwanderung oder Radeltour bei Altenberge [25.08.17]

Heute gab es vom selben Startpunkt aus für 9 Fußgänger(innen) eine Nacktwanderung über 26 km und für 12 Radfahrer(innen) eine Nacktradeltour über 52 km. Das Wetter bot für beide Unternehmungen sonnige und bis zu 25° warme Bedingungen, die auch wieder einige zu einem Bad im See einluden.

Man trifft Radfahrer

Die Radelgruppe hatte zahlreiche Begegnungen unterschiedlicher Art: Mit Menschen, mit Pferden und mit Polizisten – letztere hatten mehrere Anrufe erhalten und über 2 Stunden ihrer Dienstzeit nach den nackten Radlern gesucht. Was sie veranlasste darum zu bitten, dass sie zukünftig über ähnliche Events vorab informiert werden – dann könnten sie Anrufer gleich am Telefon beruhigen: “Wir wissen das, die tun nichts Schlimmes”. Außerdem stellten wir fest, dass mancherorts der Radweg so schmal ist wie eine Einbahnstraße – aber mit Gegenverkehr gerechnet werden muss.

Man trifft auf Pferde

Und auf einen Spar-Radweg

 

Bericht eines Mitwanderers der Wanderung am Freitag 25. Aug. [29.08.17]

Vielen Dank noch mal für den wieder mal sehr angenehmen Tag.
Wenn ich jetzt die Wanderstrecke auch insgesamt zum dritten mal gelaufen bin, war es dennoch nett, nicht zuletzt aufgrund der Mitwanderer.
Nackte Menschen verfügen anscheinend nicht über hohe Hemmschwellen, denn man war ja relativ vertraut und freundlich miteinander unterwegs.
Nett fand ich auch noch die Einkehr im ⤻ Das kleine Kartoffelhaus, insbesondere die Möglichkeit dort nackt sein zu können. Der Wirtin und dem Servicepersonal sei nochmal ganz herzlich gedankt dafür, solch ein Verhalten ist bestimmt nicht alltäglich *).
Bericht: Thomas
*) Vielleicht nicht alltäglich, aber auch nicht einmalig: Im gleichen Restaurant 2016, im Restaurant ⤻ Zum Ziegenhainer in Jena, Deutschland, 2016, u.a.m.
 

Sa 26. Aug: Nacktwanderung am Venner Moor [26.08.17]

Am Samstag stand eine Nacktwanderung durchs und am Venner Moor auf dem Programm. 24 Naturist(inn)en fanden sich bei heiter bis wolkigem Himmel zusammen, wobei die Temperatur im Laufe der Wanderung auf 26° stieg.

Den Hof Woermann durchquerten wir bei dieser Wanderung auch wieder – der Landwirt hatte sich aufgrund unserer Wanderung 2012 im Internet über Nacktwandern informiert und Kontakt mit uns aufgenommen. Danach ging es weiter zum Dortmund-Ems-Kanal und durchs Venner Moor zum Pausenplatz. Viele der uns entgegen kommenden Wanderer stellten uns Fragen zum Nacktwandern, die wir gern ausführlich beantworteten.

Der Wanderweg führt durch den Hof Woermann Pflanzenkunde im Venner Moor

Nach der Rast begegneten wir einem Ausflugs-Wagen mit einer Grupppe junger Frauen, die sonst regelmäßig eine Stammtischrunde bilden, aber heute ihren Jahresausflug machten. Ihr Lachen und Rufen schreckte ein ganzes Rudel Rehwild im benachbarten Wald auf, das wir nachher noch auf einer Lichtung beobachten konnten. Auf unserem Start- und Ziel-Parkplatz trafen wir noch einmal auf den Party-Wagen mit der Schar junger Frauen, die sich – wohl animiert durch uns Nacktwanderer – auf das Spiel “Kleiderkette auslegen” einigten und sich auch (fast ganz) auszogen.

 

So 27. Aug: Nacktwanderung bei Merfeld [27.08.17]

Nacktwandern bei MerfeldDer Sonntag war der letzte Tag der WNT-Nachholtermine. Er bot bei heiterem Wetter und Temperaturen bis 25° ebenso gute Bedingungen für Nacktivitäten wie die Tage zuvor. 16 nackte Wanderinnen und Wanderer zwischen 30 und 80 Jahren legten eine Strecke von ca. 15 km im Raum Merfeld zurück. Einen Teil der Strecke konnte man statt auf Wegen in einem Bach waten. Wer das tat, erkannte, dass es auch im Münsterland Steigungen gibt: Der Bach wies auf einer Strecke von 1 km drei (künstlich angelegte) Wasserfälle mit einer Fallhöhe von je etwa 30 cm auf.

Ebenso gehörte zur Wanderung ein Abstecher zu den Merfelder Wildpferden und zum Schluss eine Stärkung im Restaurant Waldfrieden, bevor der diesjährige Reigen der Naturisten-Wochen zu Ende ging.

 

Wanderung im Lahn-Dill-Bergland am Sonntag, den 20.08. [22.08.17]

Noch am Treffpunkt der Wanderung wehte am späten Vormittag ein recht frischer Wind. Eine Lufttemperatur von etwa 17°C machte jedoch eine textilfreie Wanderung auf der abwechslungsreichen Strecke, die weite Ausblicke in die hügelige Landschaft des Lahn-Dill-Berglandes bot, möglich.
Nacktwanderer im Lahn-Dill-Bergland
Zutrauliche Zuschauer
Bedeckter Himmel wechselte sich mit diffusem Sonnenlicht und strahlendem Sonnenschein ab. Ein kurzer Regenschauer, der die neunköpfige Wandergruppe während einer Rast überraschte, konnte die Wanderlaune auf der etwa 15 km langen Strecke nicht trüben. Den schönen Wandertag ließ man gemeinsam in einer Pizzeria bei leckerem Essen ausklingen.
Bericht und Fotos: Horst K.
 

NEWT (Naked European Walking Tour) in Österreich [06.08.17]

In diesem Jahr trafen sich 48 Nacktwander(innen) aus USA, Irland, Großbritannien, Niederlanden, Belgien, Frankreich, Deutschland, Schweiz, Slowakei und Singapore in Österreich. Ein großes Haus in der Gemeinde Wildschönau in Tirol bot Unterkunft. Die Kommunikationssprachen waren Englisch, Deutsch und Französisch. Gesprochen wurde auch noch Flämisch / Niederländisch und Slowakisch. So konnten wir uns begegnende Wander(innen) auch in deren jeweiliger Muttersprache grüßen und Fragen beantworten. Bei Bedarf hätten wir auch noch Spanisch, Portugiesisch, Chinesisch und Russisch anbieten können.

Es blüht so weiß mit gelbem Pollen
Moddersocken wärmen auch

Manch ein(e) Wanderer(in) trug in einem besonders großen Rucksack eine Paraglider-Ausrüstung von der Bergstation des Markbachjochs ein paar hundert Meter zum nächsten Wiesenhang, z.T. sogar bis hinauf zum Rosskopf (ca. 300 m Höhenanstieg). Die Mühe wurde diesen Sportler(inne)n dann anschließend durch einen Gleitflug in der schönen Landschaft mit diesem beeindruckenden Bergpanorama belohnt.

Gipfelversammlung

10 von uns schliefen im Zelt abwechselnd auf der Wiese vor dem Haus und unterwegs in den Bergen. Alle zwei Tage kehrten sie zu den Hausbewohnern zurück, um gemeinsam zu essen, den Abend im Gespräch zu verbringen, Erfahrungen und Ideen auszutauschen. An einem Abend wurden Bilder von Nacktwanderungen in den USA und in Europa präsentiert.

Auf dem Kamm

Auf sechs Wanderungen konnten wir die wunderschöne Umgebung erkunden, manche Bergspitze erklimmen, die Panoramen u.a. mit Blicken auf den Wilden Kaiser und manchen mit Eis und Schnee bedeckten Gipfel von dort oben bewundern, uns immer mal wieder in Bergseen und Bächen erfrischen. Insgesamt wanderten wir ca. 75 km und stiegen dabei ca. 4300 m auf und wieder ab.

Schlängelwege führen bergab

Einmal überraschte uns beim Abstieg auf einer Schotterpiste ein Gewitter – nicht sehr lange, aber mit Starkregen. Trotz Rucksack mit integriertem Regenschutz wurde doch mancher Inhalt feucht. Bei Rückkehr zu unserer Unterkunft strahlte die Sonne bereits wieder vom blauen Himmel. Schnell waren die feucht gewordenen Sachen auf dem Hof ausgebreitet und dank der vorhandenen Stahlungswärme im Nu wieder trocken.

In einsamen Höhen

Mit Einheimischen kamen wir wiederholt ins Gespräch und erfuhren so, dass unsere Nacktwanderungen aktuelles Gesprächsthema im ganzen Tal von Wildschönau und darüber hinaus seien.

türmen sich Wolken über den Gipfeln

Kinder, die uns in Gruppen mit Ihren Erzieher(innen) oder mit ihren Eltern begegneten, lachten fröhlich, hatten offenkundig viel Spaß damit und bestimmt hinterher anderen darüber zu berichten.

und am Boden tarnt sich ein Pilz

Eine Sennerin, mit der wir uns längere Zeit auf ihrer Alm unterhielten, bat uns, unsere Vermieterin von ihr zu grüßen, worüber diese sich sehr freute.

Einmal kam sogar ein Paar im Auto zu uns. Beide Insassen erwiderten freundlich winkend unseren Gruß. Nachdem sie an uns vorbeigefahren waren, hielt das Auto an, eine Frau stieg aus und bat um eine Erinnerungsphoto, was wir ihr gerne gewährten. Von ihr erfuhren wir, dass ein Senner uns gesehen und sie angerufen hätte. Ihr Mann habe sie darauf gefragt, ob »sie heute nackt kasen (Käse herstellen) sollten«. Sie fand die Idee toll, war sich aber nicht sicher, ob dies mit den Hygieneregeln zu vereinbaren sei. So kamen sie auf die Idee, wenigsten zu uns zu fahren und um ein Erinnerungsphoto zu bitten.

Unsere Vermieterin teilte uns beim Abschied mit, dass wir ihr angenehme Gäste gewesen und jederzeit wieder willkommen seien.
Bericht und Fotos: Rainer