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Nacktwander-Woche in der Sächsischen Schweiz [07.-16.08.15]

Die Sächsische Nacktwander-Woche gestaltete sich anspruchsvoller und noch reizvoller als die Nacktwander-Wochen dieses Jahres etwa in Thüringen oder im Sauerland. Der Grund dafür ist die unvergleichliche Natur der Elbsandstein-Kulisse, zu der man nirgendwo auf der Welt etwas Vergleichbares findet. Vielen herzlichen Dank an die Initiatoren Andreas und Wolfgang, die uns sicher und kenntnisreich durch ihr Elb-Paradies führten, an Albert, der uns auf seiner Terrasse den Treffpunkt und gemütliche Abende ermöglichte, und an alle anderen, die zum Erlebnis Sächsische Nacktwanderwoche beigetragen haben!

Nacktwander-Woche in der Sächsischen Schweiz [14.08.15]

Die Schrammsteine waren das Haupt-Ziel am Freitag. Die Aussicht von hier weist weit ins Umland und ist den Aufstieg über viele Stufen und Leitern wohl wert! Für unseren Nacktwander-Fotografen Roshan war dies der letzte Einsatz im Rahmen der Sächsischen Nacktwander-Woche, er musste danach zu einem Foto-Einsatz in der Schweiz abreisen.

 

Nacktwander-Woche in der Sächsischen Schweiz [15.08.15]

Am Samstag forderte uns noch einmal eine 8-stündige Wanderung mit langen Auf- und Abstiegen heraus, die auch ohne Kletter-Einlagen eine gute Kondition voraussetzte. Immerhin stellte das Wetter mit Maximaltemperaturen von 30° keine Extrem-Herausforderung dar.

Das malerische Dorf Schmilka kurz vor der tschechischen Grenze war Ausgangs- und Zielpunkt der Wanderung mit knapp 1000 m kumulierter Höhendifferenz. Herrliche Ausblicke wie am Goldstein oder das Panorama am Kipphorn entschädigten für die Strapazen der Aufstiege.


Goldstein-Aussicht

An der Goldstein-Aussicht


Kipphorn-Panorama

Nacktwander-Woche in der Sächsischen Schweiz [13.08.15]

Ein Tag der Nacktwander-Woche ist traditionell kein Wander- sondern ein Nacktradel-Tag. Entlang des steigungsarmen Elbe-Radwegs geht es ca. 35 km bis in die Tschechei, wo etwa 2 km hinter der Grenze im Restaurant Dolni Grund u. a. Böhmische Knödel mit Gulasch auf uns warten.

Diesmal hatten wir allerdings die Rechnung ohne den Stromversorger gemacht: Im ganzen Dorf war mehrere Stunden lang Stromausfall, und so gab es keine Knödel sondern nur Gulasch mit Brot. Für drei der Nacktradler war das Anlass genug, noch 8 km weiter in die Stadt zu radeln und dort ihr ersehntes Knödel-Gericht zu verzehren, die anderen neun begnügten sich mit Brot als Beilage.

Auf der Rückfahrt spalteten sich weitere drei Radler ab, die sich für die Einkehr zum Eisessen keine Hose anziehen mochten; sie fuhren bis zu einer Eisbude weiter, an der man sein Eis und seinen Kaffee auch nackt genießen konnte. Hier trafen dann schließlich alle Ausflugs-TeilnehmerInnen wieder zusammen, um den restlichen Heimweg gemeinsam zu radeln. Es war ein wundervoller Tag mit nur 32° Höchsttemperatur!


Immer entlang des Elbtals

Grenzübergang nach Tschechien

Über der Elbe: Das Schrammstein-Gebiet

Nacktwander-Woche in der Sächsischen Schweiz [12.08.15]

Der Mittwoch war dem Pfaffenstein gewidmet. Vom Parkplatz im Pfaffendorf aus wandten wir uns zunächst dem Quirl zu, wo es die größte Erosionshöhle der Sächsischen Schweiz zu besuchen galt.

Auf dem gepflasterten Kanonenweg, den Napoleon einst bauen ließ, um seine Kanonen von Pferden auf den Quirl ziehen zu lassen, mit denen er die benachbarte Festung Königstein beschießen wollte, ging es dann weiter zur Aussicht "Quirlpromenade".

Erst danach bestiegen wir den Pfaffenstein, wo zahlreiche bizarre Sandstein-Formationen uns in Staunen versetzten. Auf der "Barbarine" legten wir eine längere Aussichts-Pause ein, nachdem wir unversehrt die "Guillotine" passiert hatten. In der "Berggaststätte" verbrachten wir die einzigen bekleideten Minuten des Tages bei einer Erfrischung, bevor wir feststellten, dass der "Briefbeschwerer" noch immer alle Dokumente zusammen hält, bewunderten den "Ballon" und machten einen Rundgang um den "Dom", bevor wir über die "Goldschmidthöhle" und den "Schafstall" den Weg durchs "Nadelöhr" zurück ins Tal nahmen.


Zwischen Steinwänden voran

Genieße den Ausblick

Auf dem Ritterstuhl

Schauen und fotografieren

Der Einstieg ins Nadeköhr

Nur nicht stecken bleiben!

Nacktwanderwoche in der Sächsischen Schweiz [11.08.15]

Wandern ohne Klettern

Auch am Dienstag teilten wir uns wieder auf in eine Gruppe, die während ihrer Wanderung ein paar Stiegen bewältigen wollte, und eine andere, die auf den besonderen Kick durch Kletter-Einlagen lieber verzichten wollte.

Diesmal wählte ich gleich die sanfte Gruppe, die auch ohne Klettern durch zahlreiche Steigungen und Treppen bei Temperaturen deutlich über 30° auf die Probe gestellt wurde. Weite Aussichten von Sandstein-Gipfeln ins weite Land konnten auch wir genießen!

Die Kletter-Maxen berichteten dann abends über ihre Erfolge und übertrieben natürlich maßlos, wie spielend leicht sie ihre Stiegen überwunden hatten - nur nach unten gucken sollte man vermeiden...

Nacktwanderwoche in der Sächsischen Schweiz [10.08.15]

Auch unter Nacktwanderern gibt es Unterschiede: Z. B. in der Kondition, der Kraft, der Geschicklichkeit und der Schwindelfreiheit.

Deshalb bildeten wir am Montag zwei Gruppen: Eine, die "nur" wandern wollte, und eine zweite, die auch »Stiegen« erklimmen wollte. »Stiegen« sind Abschnitte, in denen man 30 oder auch 50 m an Höhe gewinnt, indem man Löcher oder angebrachte Griffe im Sandstein nutzt, um mit ein bisschen Schwung sowie Arm- und Beinkraft nach oben gelangt - also freies Klettern ohne Seil. Meist sind solche Stiegen nur nach oben begehbar - auf halber Strecke umkehren geht nicht.

Nach einem vorangehendem Anstieg um ca. 200 m erlosch mein Glaube an hinreichende Kondition, um mich an der ersten Stiege der zweiten Gruppe zu versuchen, nachdem ich die Strecke in Augenschein genommen hatte. Es macht ja keinen Sinn, Experimente zu beginnen, wenn man sich selbst nicht sicher ist, sie auch durchzustehen. So wurde dieser Wandertag für mich kürzer und ruhiger als erwartet und endete mit einer Besichtigung von Schmilka, einem romantischen Dorf kurz vor der tschechischen Grenze.


Waldspaziergang

Schmilka über die Elbe

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