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Jock Sturges (*1947) ist ein US-amerikanischer Fotograf.

Bekannt wurde Jock Sturges durch seine Aufnahmen an FKK-Stränden in Kalifornien, Spanien und vor allem in Frankreich (Montalivet). Seine Bilder stellen vor allem nackte Mädchen und junge Frauen dar. Anders als etwa David Hamilton sieht Sturges seine Bilder nicht als sinnlich, erotisch oder gar pornografisch. Sie sollen im Gegenteil in erster Linie Schönheit, Zerbrechlichkeit und Vergänglichkeit zeigen.

 Copyright: Jock Sturges, "Radiant Identities" (Buch-Empfehlung)

In den USA wurde Sturges' Büro 1990 vom FBI durchsucht und seine Bilder und seine Ausrüstung beschlagnahmt. Grund war der Vorwurf der Kinderpornografie. Diese Vorwürfe konnten nicht aufrechterhalten werden und er bekam seine Ausrüstung und seine Bilder zurück. Später im selben Jahr wurde er von der religiösen Rechten angegriffen. Durch Auftritte in TV-Sendungen und die Verteidigung durch viele Liberale in den USA konnte er auch diese Angriffe überstehen.

Seine Werke kann man heute im Metropolitan Museum of Art New York, dem Museum of Modern Art New York, der Nationalbibliothek Paris, dem Museum für Moderne Kunst in Frankfurt und dem San Francisco Museum of Modern Art sehen. Außerdem gab es Ausstellungen in Galerien in Tokio, Berlin, München, Brüssel und weiteren Städten auf der ganzen Welt.

Badebekleidung ist der Gipfel der Nutzlosigkeit. 

Man wird trotzdem überall nass.

Lorenz Kerscher / Helmut Schultze

Es mag ja für den einen oder anderen sinnvoll sein, sich im täglichen Leben mit Kleidung zu bedecken, um im Alltag die Ablenkung durch körperliche Reize zu vermindern, um die eine oder andere Unvollkommenheit des eigenen Körpers zu verstecken oder sich und seine gesellschaftliche Position durch ein feines Tuch abzuheben (wie es z. B. unser ehemaliger Bundeskanzler nötig hat), um sich mehr Schein als Sein zu geben: Imponiergehabe des Menschen, der als "nackter Affe" kein Federkleid hat, um sich aufzuplustern, und kein Nackenfell, das er wie eine Raubkatze drohend zu Berge stehen lassen kann. 

Aber beim Sport, beim Schwimmen zumal, oder beim Sonnenbaden - was um alles in der Welt bewegt die Menschen, ihren Körper dabei in Kleider zu zwängen, wo es dabei doch gerade um das Wohl des Körpers, seine Pflege und sein Wohlbefinden geht? Es ist unverständlich. 

Sag bloß nicht schon wieder, es sei das Geschlecht, das es zu bedecken gilt. Warum sollte man des Geschlecht bedecken? Es gehört zu unserer Natur dazu wie bei allen Tieren auch. Was gibt es da zu verstecken? 

Wer einmal am Naturisten-Strand war, der weiß, dass die Menschen sich dort genauso ins Gesicht schauen wie die am Textilstrand. Höchstens jemand, der zum ersten Mal FKK erlebt, wirft erst einmal einen Blick auf das Geschlecht seines Mitmenschen, bevor er ihm ins Gesicht guckt, aber nach kurzer Zeit normalisiert sich dieses etwas verkrampfte Verhalten von FKK-Anfängern. 

Warum also kann sich trotzdem nur eine Minderheit dazu entschließen, wenigstens am Strand oder im Schwimmbad das natürliche Nacktsein, die (textil-) freie Entfaltung des Menschseins zu erleben? Es ist unverständlich. 

Warum legen sich die Menschen mit ihrer nassen Badekleidung ins Gras, riskieren dabei eine Blasenentzündung und sperren einen Teil ihres Körpers von der wohltuenden Wirkung von Luft und Licht aus? Das ist widersinnig. 

Warum gehen die Menschen mit ihren mit dem Schweiß des Sonnenbadens vollgesogenen, mit Krankheitskeimen und Seifenresten vollsitzenden, von Sonnencreme verschmierten Badekleidern schwimmen und verschmutzen damit das Badewasser? Es ist unhygienisch und dumm. 

Das Tragen von Badebekleidung ist unhygienisch und daher verboten - ein solche Regelung sollte in der Badeordnung eines jeden Bades selbstverständlich sein. 

Das Tragen von Badebekleidung ist unbequem, störend und überflüssig - diese Erkenntnis ist jedem Menschen eingängig, der die Sonne, das Wasser und die Natur liebt und einen kleinen Rest Vernunft besitzt.

Am Meer, zwei Jungen

Copyright: Jock Sturges, "Radiant Identities"

Das Tragen von Sportbekleidung ist störend und unsinnig, da sie die sportliche Betätigung behindert. Hmm, lieber nicht, die Umsetzung dieser Devise würde viele Arbeitsplätze bei Trigema und Adidas kosten. Aber: sie gilt ja nicht für Sportschuhe und -socken, und für zahlreiche Sportarten wie Skilaufen und Eistanzen schon gar nicht. Auch ein Fußballer - wenn man denn Fußball als Sport ansehen will und nicht als Showgeschäft - kommt nicht ohne Schienbeinschoner unter den Stulpen aus. Aber ohne Trikot und Hosen könnte er kaum vom Gegenspieler festgehalten werden: Das wäre ein wesentlicher Beitrag zu mehr Fairness im Spiel. 

Also: Gebt Trigema, was Trigemas ist, und gönnt euch, was euer ist: Die Freiheit und das Glück, natürlich nackt zu sein, euch wenigstens beim Sport und in der Natur natürlich und frei zu bewegen: eins zu sein mit der Natur, so wie die Natur uns erschuf.

Am See, ein Mädchen

Copyright: Jock Sturges, "Radiant Identities"