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In der Südsee lebt auf der Insel Tana heute noch ein Volk seinen traditionellen Kult. Hier tragen die Männer die »Namba«, eine aus Bast geflochtene Penishülle. Das Volumen dieses Konstrukts ist aufgrund der vielen gewickelten Bastschichten bei einigen Exemplaren recht groß, so dass auch hier europäische Entdecker die gewollte Betonung des Penis als Hintergrund vermuteten, so wie es im ausgehenden Mittelalter in Europa mit der Einarbeitung einer vorspringenden Peniskapsel in die Hosen gehalten wurde. Aber das ist irrig!

Die zum Büschel gebundenen, langen Bastfäden hängen bis zu den Knien zwischen den Beinen hinab und bedecken so den Hodensack. Gehalten wird das Ganze nur von einer Lendenschnur - eine erstaunlich stabil sitzende Konstruktion, die allerdings nicht ganz leicht anzuziehen ist, wie uns ein 14-jähriger Franzose berichtet, der die Namba ausprobieren und einige Tage mit dem Stamm zusammen leben durfte. Er musste sich beim Anziehen helfen lassen (Bild 3).

  

Der Grund für die Männer auf Tana, die Namba zu tragen, ist aber auch hier eine ausgesprochene Penisscham. Nach dem gemeinsamen, nackten Bad im Fluss hält sich der Einheimische bei der Dusche im Wasserfall krampfhaft die Hände vors Geschlecht.

  

Die Jungs aus Frankreich besuchten die frisch beschnittenen Jungs des Stammes im Baumhaus, wo sie so lange ausharren, bis die Wunden der Beschneidung verheilt sind (Bild 7). Mädchen tragen einen Bastrock.