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Auch bei vielen historischen Völkern (das sind Völker, die wir aus der Geschichtsüberlieferung kennen, also Völker aus Europa, Nordafrika, dem Orient, Asien), den sog. "Kulturvölkern" hat sich bei Teilen der Bevölkerung bis in die Jetztzeit hinein die Praxis erhalten, auf Kleidung im eigentlichen Sinne zu verzichten sondern etwa nur einen Lendenschurz zu tragen, weil Kleidung einfach hinderlich ist. Kinder verzichten dabei auch gern auf den Schurz und belassen es bei einer simplen Lendenschnur, einem Halsband oder beidem.

Indischer Junge mit Lendenschnur (Foto um 1990).

Copyright: Rames D.

Halsband und Lendenschnur sind etwas sehr Praktisches: Da es auf der nackten Haut nun einmal keine Hosentasche gibt, kann man benötigte Gegenstände gut in die Lendenschnur einhängen, so dass man sie nicht ständig in der Hand tragen muss.

Aus der Handlungsscham für Ausscheidungs- und sexuelle Vorgänge hat sich unter anderem die Körperteil-Scham für Ausscheidungs- und Sexualorgane entwickelt, die sich im legendären Feigenblatt Adams und Evas ausdrückte, das zunächst einfach in die Lendenschnur eingehängt wurde. Dies wird manchmal auch heute noch praktiziert:

Indischer Fischer mit Lendenschnur und Schurz. Einer seiner Söhne trägt eine Lendenschnur, der zweite ist nackt (Foto um 1990).

Copyright: Rames D.

Die kleine Herde magerer Rinder zu hüten ist in den ostafrikanischen Savannenländern traditionell Aufgabe der größeren Kinder. 

Als Rinderhirte braucht man keine Kleidung (Foto um 1990).

Copyright: Rames D.