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Menschenartige Wesen gibt es seit ca. 6 Millionen Jahren auf der Erde. Der Ursprung dieser Hominiden liegt nach wissenschaftlichen Erkenntnissen im Herzen Afrikas, von wo aus sich die Menschen erst sehr viel später über die gesamte Welt ausbreiteten.

Die ersten 5,9 Millionen Jahre der Menschheitsgeschichte verliefen, ohne dass man Kleidung kannte. Die Menschenartigen und Frühmenschen waren einfach nackt und hatten weder die Notwendigkeit noch das Bedürfnis, ihren Körper mit unnötigem und hinderlichem Ballast zu bedecken.

Der Unterschied zwischen den Vor- oder Frühmenschen einerseits und den nächstverwandten Primaten bestand nur darin, dass die Menschen mehr und mehr in der Lage waren, Gegenstände zunächst als Werkzeuge zu benutzen und, sehr viel später, nämlich seit mehr als zwei Million Jahren, diese Werkzeuge zu bearbeiten und noch später selbst herzustellen.

Wie aber kam die Kleidung in die Welt? Es gibt dafür mindestens fünf Ansätze, die allesamt plausibel sind und wohl zusammengespielt haben:

  • Die Erfindung von Schmuck, der, je üppiger er wurde, auch bedeckend wurde und sich zu kleidendem Schmuck und schließlich zu Kleidung entwickelte. Zunächst entwickelte sich Schmuck, später die Kleidung zum Statussymbol der Eliten.
  • Das Aufkommen von Handlungsscham, sexuelle Aktivitäten nicht im Beisein der Gruppe zu vollziehen sondern in Abgeschiedenheit. Dies führte im weiteren zur Entwicklung einer Genitalscham, die dazu führte, dass man begann, die Geschlechtsorgane zu bedecken.
  • Das Aufkommen von Handlungsscham, was die Vorgänge der Ausscheidung betraf, die sich dann weiter zur Körperteilscham der daran beteiligten Körperteile entwickelte.
  • Der praktische Nutzen von Halsbändern, Tragetüchern, Köchern, Lendenschnüren bis schließlich hin zur Hosentasche zum Transport von allerlei Gegenständen, die man gern ständig bei sich hat.
  • Der Schutz vor Kälte, nachdem Menschen in kühlere Regionen ausgewandert waren, in denen etwa während der Eiszeiten ein kleidungsfreies Leben nicht möglich war.