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Nach den Anfängen zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die Nacktkultur-Szene rasch weiter. Mehr und mehr Vereine wurden gegründet und verwirklichten den naturistischen Ansatz an vielen Orten Deutschlands.

Der Name Adolf Koch steht mit seinem "Institut für Freikörperkultur" für die Einrichtung der "Körperkulturschule Adolf Koch", in der er nackten Sport und z. B. auch Nackt-Tanz lehrte und praktizierte. Über Deutschland verteilt existierten insgesamt 11 solcher Körperkulturschulen.

Im Rahmen der "Reform-Pädagokik", einer Antwort auf die verkrusteten Schulstrukturen der viktorianischen und wilhelminischen Epoche, entstanden in Deutschland und England Schulen, die u. a. auch nackte Sporterziehung praktizierten und z. T. auch naturistische Freizeit-Aktivitäten unterstützten.

1933 begann mit dem 3. Reich eine Zeit, in der die FKK-Vereine unter dem Dach des "Bundes für Leibeszucht" gleichgeschaltet wurden. Die Freikörperkultur blieb aber eine aktive Szene.

Nach dem Krieg entwickelte sich die FKK-Szene in der DDR und der BRD recht unterschiedlich. In der DDR wurde FKK nach anfänglichen Verboten in den 50er Jahren ab ca. 1970 zu einer Massenbewegung, die neben dem Nacktbaden auch andere Bereiche eroberte.

In der BRD erlebten die FKK-Vereine zunächst einen kräftigen Zulauf, der aber durch die Konkurrenz zahlreicher "wilder", also geduldeter FKK-Bereiche an Seen und Flüssen schließlich abebbte. Heute leiden die meisten FKK-Vereine - so wie viele andere Vereine auch - unter Nachwuchsmangel.