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Naturismus ist eine Geisteshaltung, in der der Mensch sich als Teil der Natur erkennt und sein Denken und Handeln daran ausrichtet, sich möglichst weitgehend in das Naturgeschehen einzufügen. Dies schließt ein, dass der Naturist die Natur als Lebensraum zu erhalten und sie möglichst wenig zu (zer-) stören sucht, vorhandenen (Zer-) Störungen der Natur entgegentritt und sie zu restaurieren versucht, und dass er nur so viel erntet (d. h. der Natur entnimmt), wie es zum Leben nötig ist und wie in der Natur nachwachsen kann. 

Naturismus impliziert eine Lebensweise, die sich von den Zwängen der Zivilisation und der gesellschaftlichen Werte und Normen bewusst absetzt und sich auf ursprüngliche, naturbezogene Wertbildung beruft.

 

Yawalapiti Kinder in AmazonienDie naturbezogene Lebensweise Wasser in Einweg Plastikflaschenautochthoner Völker z. B. der Yawalipiti im Amazonas-Gebiet galt den Naturisten lange Zeit als Vorbild für ihre eigene Einstellung. Inzwischen hat sich diese Vorbild-Funktion jedoch verloren, denn die meisten dieser Völker hat längst die Zivilisation erreicht: Die Yawalipiti-Kinder im Bild rechts tragen neben anderen, industriell verarbeiteten und verpackten Lebensmitteln Wasser in Einweg-Plastikflaschen in ihr Dorf. Ob die Flaschen im Amazonas landen und folglich anschließend im Meer? Oder sind die Amazonas-Dörfer an ein Recycling-System angeschlossen?

 

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