natury wnbr

Allgemeines

Auf John Sanborn wurden wir bei einer Suche im Internet aufmerksam. Er vereint meisterhafte Beherrschung des Mediums Video und seiner künstlerischen Möglichkeiten wie Choreographie und Performance. Einer seiner Vorbilder ist der Koreaner Nam-June Paik, dessen Name damit verknüpft ist, Video als weitere Kunstform anzuerkennen. Die Bezugnahme auf den Indeterminsmus im kompositorischen Werk von John Cage fügt eine komplexe kompositorische Komponente hinzu.

„John Sanborn (* 1954) war eines der bedeutendsten Mitglieder der zweiten Welle der amerikanischen Video-Künstler, zu deren Riege Bill Viola, Gary Hill, Dara Birnbaum und Tony Oursler gehören. Die Werke Sanborns reichen von den Anfängen der experimentellen Videokunst der 70-er Jahre über die Blütezeit der Musikvideos von MTV und der interaktiven Kunst bis hin zur digitalen Medienkunst unserer Zeit. […]
In den späten 70-er Jahre war Sanborn einer der ‚Artists in Residence‘ beim ‚TV Lab‘ von ‚Thirteen/WNET‘, einer experimentellen, von der Rockefeller-Stiftung und Nam June Paik gestarteten ‚Gehschule‘ für Video-Künstler, über den sie Werke für Fernsehsendungen schaffen können. Er erstellte auch Werke für die (von Paik ins Leben gerufene) Serie ‚VISA‘ und zeigte seine Anlagen im Whitney-Museum, wobei er an zwei ‚Whitney Biennal‘-Ausstellungen mitwirkte. […]
John Sanborn wurde von der ‚ESEC‘ in Paris als Ehren-‚Master of Cinema‘ ausgezeichnet. Er wurde vom französischen Kultusminister zum ‚Chevalier des Arts et des Lettres‘ ernannt. […]“
 – Quelle: John Sanborn (media artist) (en.wikipedia.org), übersetzt, Layout vom Verfasser geändert

Drei Beispiele zeigen technische Möglichkeiten des Mediums:
 
Ein Trailer und ein Auszug „Charlotte's Groove“ geben eine Idee der komplexen Virtuosität der Live-Performance im Museum in Berkeley, CA, USA, und des Live-Videos:

„Das Herzstück der Arbeit sind Interpretationen der Möglichkeiten und Bedeutungen des Wandels, wie sie von Cage, dem Konzeptkünstler Marcel Duchamp und dem Videokünstler (und meinem persönlichen Lehrmeister) Nam June Paik angeregt wurden.“
 – Quelle: Erklärung von John Sanborn am Anfang des Videos PICO Live, übersetzt, Layout vom Verfasser geändert

Die Live-Performance machten mehr als 60 – zum Teil bekleidete, zum Teil nackte – Personen möglich. Einige von ihnen machten Performances verteilt im Raum, andere waren mit auf ihren Köpfen befestigten Kameras zusammen mit den Zuschauer(inne)n ständig in den Räumen des Museums unterwegs, um das Live-Geschehen zu filmen. Die Video-Streams wurden in Video-Mischpulten live verarbeitet und zu einem neuen Werk zusammengestellt. Über die Ebene der Live-Performance ist eine weitere des Live-Videos gelegt. Dort ist nicht nur der aufgenommene Inhalt ständig in Bewegung – auch das Video ändert ständig das Format der Darstellung, so dass mal ein einziges großes Bild, mal mehrere Fenster mit unterschiedlichen Inhalten zu sehen sind. Erwachsenen und Kindern wird 96 Minuten lang ein eindrucksvolles Erlebnis geboten:
[01:36:58] PICO (performanCe indeterminAte caGe opEra) Berkeley, CA, USA, 14 September 2012
[01:36:58] PICO (Performance Indeterminate Cage Opera)
Berkeley, CA, USA, 14.09.2012
  • John Sanborn
    • „[…] ein wichtiges Mitglied der zweiten Welle amerikanischer Videokünstler, zu der Bill Viola, Gary Hill, Dara Birnbaum und Tony Oursler gehörten. Sanborns Werk reicht von den Anfängen der experimentellen Videokunst in den 1970er Jahren über die Blütezeit von MTV-Musik/Videos und interaktiver Kunst bis hin zur digitalen Medienkunst von heute. […]“
       – Quelle: John Sanborn (wikipedia.org), 2020, übersetzt, Layout vom Verfasser geändert
    • „Ein Regisseur und Produzent, bekannt für […] ‚The Planets‘ (2011) und ‚Performance Indeterminate Cage Opera‘ (2013). […]“
       – Quelle: John Sanborn (IMDb), 2020, übersetzt, Layout vom Verfasser geändert
    • „Wenn Du die musikalische Revolution von John Cage, das radikale Denken von Marcel Duchamp und die mediale Anarchie von Nam June Paik nähmest und sie in einen Mixer stecktest, wäre das Ergebnis PICO.“
       – Quelle: Performance Indeterminate Cage Opera (2013) (IMDb), 2020, übersetzt, Layout vom Verfasser geändert
  • John Cage
    John Cage war wiederholt beim regionalen Radiosender WDR in Köln zu Gast, u. a. an seinem 80. Geburtstag. Dieser widmete ihm als Geburtstagspräsent eine 24stündige Sendung ohne Unterbrechungen mit Klanggeschenken anderer Künstler, Beispielen seiner Kompositionen und Interviews mit ihm.
    • „John Milton Cage (5. September 1912 - 12. August 1992) war ein Komponist experimenteller Musik und Schriftsteller, möglicherweise am besten bekannt (manche würden sagen, berüchtigt) für sein Stück ‚4′ 33‘, das oft (etwas irrtümlich) als ‚viereinhalb Minuten der Stille‘ beschrieben wurde. Er war ein früher Autor von aleatorischer Musik (Musik, bei der einige Elemente dem Zufall überlassen werden), setzte Instrumente auf nicht standardisierte Weise ein und war ein Pionier der elektronischen Musik. […]
       – Quelle: Biography (biographybase.com), 2020, übersetzt, Layout vom Verfasser geändert
    • „John Milton Cage Jr. (5. September 1912 - 12. August 1992) war ein amerikanischer Komponist, Musiktheoretiker, Künstler und Philosoph. Als Pionier der Unbestimmtheit in der Musik, der elektroakustischen Musik und des nicht standardmäßigen Gebrauchs von Musikinstrumenten war Cage eine der führenden Figuren der Nachkriegsavantgarde. Kritiker haben ihn als einen der einflussreichsten Komponisten des 20. Jahrhunderts gepriesen. Er war auch maßgeblich an der Entwicklung des modernen Tanzes beteiligt, vor allem durch seine Verbindung mit dem Choreografen Merce Cunningham, der die meiste Zeit ihres Lebens auch Cages romantischer Partner war. […]
      Cage war auch ein Pionier des präparierten Klaviers (eines Klaviers, dessen Klang durch Gegenstände, die zwischen oder auf den Saiten oder Hämmern platziert sind, verändert wird), für das er zahlreiche tanzbezogene Werke und einige wenige Konzertstücke schrieb. Die bekanntesten davon sind Sonaten und Interludien (1946-48). […]
      Zu seinen Lehrern gehörten Henry Cowell (1933) und Arnold Schoenberg (1933-35), die beide für ihre radikalen Neuerungen in der Musik bekannt sind, aber Cages Haupteinflüsse lagen in verschiedenen ost- und südasiatischen Kulturen. Durch sein Studium der indischen Philosophie und des Zen-Buddhismus in den späten 1940er Jahren kam Cage auf die Idee der aleatorischen oder zufallsgesteuerten Musik, mit deren Komposition er 1951 begann. […]“
       – Quelle: John Cage (en.wikipedia.org), 2020, übersetzt, Layout vom Verfasser geändert
    • Performance Practice in the Indeterminate Works of John Cage [de: Aufführungspraxis in den indeterminierten Werken von John Cage], by Judith Irene Lochhead, Claremont Colleges Library, California, USA
    • Indeterminacy [de: Indeterminiertheit], Tater Z the Anti-G and DJ Hunsmire's Musical Studies Index
    • Understanding indeterminate music through performance: Cage’s Solo for piano [de: Verstehen von indeterminierter Musik durch Aufführung: Cages Solo für Klavier], by Philip Thomas, University of Huddersfield, UK
    • John Cage (1912 - 1992) – Discography, CAGE EDITION by volume, John Cage performances [de: Diskographie, CAGE-EDITION nach Band, Performances von John Cage] (moderecords.com)
    • The Complete John Cage Edition [de: Die John-Cage-Gesamtausgabe]
    • „‚John Cage Day‘ [dt: ‚John Cage-Tag‘] war der Name für mehrere Veranstaltungen, die im Jahr 2012 anlässlich des 100. Geburtstages des Komponisten John Cage abgehalten wurden.
      Dazu gehörten ‚John Cage Days‘ am 9. August 2012 im Museum of Modern Art, New York, am 17. August 2012 bei ‚The Proms‘ in der Royal Albert Hall, London, und am 5. September 2012, Cages Geburtstag, in der Elder Hall, Universität von Adelaide, Australien. Der Organisator der letztgenannten Veranstaltung, der Komponist und Performer Stephen Whittington, hat vorgeschlagen, den 5. September jährlich weltweit als ‚John Cage Day‘ zu feiern. […]“
       – Quelle: John Cage Day (en.wikipedia.org), 2020, übersetzt, Layout vom Verfasser geändert
    • Music Analysis, Theory & Composition [de: Musikanalyse, -theorie und -komposition], Tater Z the Anti-G and DJ Hunsmire's Musical Studies Index
  • Theresa Wong, the cello player in PICO [de: die Cellistin in PICO] [fr: le violoncelliste dans PICO]

Website johnsanborn-video.com

Haftungsausschluss

Auswahl Artikel
Suchen | Rechercher
Sitemap
Korrespondierendes Thema

Aktualisiert

Aktuell [07.10.]
Berichte [19.09.]
Das nackte Leben [01.07.]

Besucher

Besucherstatistik
» 5 Online
» 1038 Heute
» 1184 Gestern
» 3966 Woche
» 38843 Monat
» 303582 Jahr
» 2120345 Gesamt
Rekord: 2489 (24.10.2020)

Copyright © 2020 natury.de

E-Mail