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Ich bin Jahrgang 1947 und Vater von 2 (inzwischen erwachsenen) Kindern. Mein Weg zum FKK war lang, prägte mich doch in der Kindheit eine eher konservative Umgebung. So habe ich es - ich folgte damit meinen Eltern - für sehr unpassend gehalten, dass meine 10 Jahre ältere Schwester so im Alter von 18, 19 Jahren zu Haus nackt umher zu laufen pflegte, wenn es warm genug dazu war. Meine Einstellung hat sich allerdings schnell geändert: Wenige Jahre später begann ich, das selbst genauso zu tun.

Eine Nachbarin hat sich 1980 aufgrund meiner Gepflogenheit, nackt am Computer (nein, das war noch kein PC sondern ein Tandy TRS 80) zu arbeiten, eines Tages so weit über die Balkonbrüstung gelehnt, um einen Blick in mein Arbeitszimmer werfen zu können, dass sie um ein Haar 3 Stockwerke tief hinab gestürzt wäre!

Dabei hätte sie es auch einfacher haben können: Ich pflegte wann immer es möglich war, auch nackt auf meinem Südwestbalkon zu weilen, sei es zum Sonnen, zum Lesen, zum Speisen oder zum Gemüse-Gärtnern (der Balkonkasten hatte 50x50 cm² Querschnitt und eignete sich zum Anbau ausgefallener Gemüsesorten wie Sauerampfer - ideal zu Fischgerichten! -, die man üblicherweise nicht kaufen kann).

Eines der schönsten Nacktbade-Erlebnisse ergab sich während der Studentenzeit: Wir feierten an einem sehr heißen Sommertag den Geburtstag eines Kommilitonen, und in der kleinen Studentenwohnung war es besonders heiß und schwül. Da kam jemand auf die Idee, jetzt zu einem Badesee zu fahren um sich abzukühlen. Wir waren über 20 Leute, je zur Hälfte Jungs und Mädels. Das Geburtstagskind verteilte seinen gesamten Handtuchvorrat an seine Gäste, dann verteilten wir uns auf 4 oder 5 Autos und fuhren zum Baggersee.

Natürlich hatte niemand Badezeug dabei - wer nimmt schon zur Geburtstagsfeier Badekleidung mit? Also legten wir alle unsere Kleidung ab und sprangen nackt ins kühle Nass. Dabei störten uns auch die vielen Zuschauer rundum nicht, die wohl alle Textilträger waren und die über die Horde nackter junger Leute nicht schlecht staunten. Nach dem Bad ging die Geburtstagsfete dann recht romantisch am Badesee weiter: Es war ein wunderschöner und langer Abend. So geht FKK!

Seit Jahren gehe ich fast nur noch dort und dann schwimmen, wo und wenn das ohne Badekleidung möglich ist. Der Widersinn von Badekleidung ist so ätzend, dass ich sie als ein zwanghaftes Korsett empfinde, das jedem Ansatz zum "Wohlfühlen" extrem zuwider läuft. Badekleidung ist ja wirklich völlig ohne jeden Nutzen: Sie stört, und man wird trotzdem überall nass.

Ermuntert durch Peter Niehenke habe ich kurz nach der Jahrtausendwende begonnen, in den um meinen Wohnort herum liegenden Wäldchen nackt zu joggen. Das ging einige Jahre völlig problemlos, bis sich Kniegelenke und Wirbelsäule meldeten und meinten, dass ich etwas mehr Rücksicht auf mein zunehmendes Alter nehmen sollte. Nach einer Probe-Wanderung mit Luftikus im Taunus bin ich dann voll aufs Wandern umgestiegen - Knie und Wirbelsäule waren es zufrieden.

Da mir aber 200 km weite Reisen für den Zweck des Nacktwanderns nicht sinnvoll erschienen, habe dann sogleich damit begonnen, im Sauerland, Münsterland, Teutoburger Wald und angrenzenden Gebieten das Nacktwandern und -radeln durch eigene Initiativen populärer zu machen. Und daran arbeite ich weiterhin!

Bei meiner ersten Wanderung im Sauerland waren es schon 20 Teilnehmer, einige Events später meldeten sich sogar 55 Teilnehmer an - wir mussten 3 Wanderparkplätze nutzen und zunächst eine Sternwanderung zu einem Treffpunkt der 3 Teilgruppen organisieren, bevor die gesamte Gruppe dann die Wanderung gemeinsam fortsetzen konnte. Das Sauerland ist wegen des nahen Ruhrgebietes natürlich als Nacktwandergebiet sehr gefragt.

Hast du Lust, mal mit zu wandern? Dann meld dich einfach an!

 

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