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In den Niederlanden ist die juristische Lage nur unwesentlich anders als in Deutschland. Zwar greift in den Niederlanden beim nackten Aufenthalt im öffentlichen Bereich Artikel 430a des II. Titels (Zuwiderhandlung gegen die öffentliche Ordnung) des 3. Buches (Verstöße) des Strafgesetzbuchs. Dieses Gesetz sieht eine Geldstrafe von höchstens 400 Euro vor, falls sich jemand, so das Gesetz, "außerhalb jener Bereiche, die von der betreffenden Kommune zur unbekleideten öffentlichen Erholung ausgewiesen sind, an einem für den öffentlichen Verkehr bestimmten, für den Zweck der unbekleideten Erholung ungeeigneten Ort unbekleidet aufhält". Laut Urteil vom 11. Juli 2014 des Gerichtshofes zu Den Haag in der Delftse-Hout-Sache müsste die betreffende Stelle jedoch schon "sehr offenkundig ungeeignet" sein, und somit gilt die kommunale Ausweisung von geeigneten Bereichen faktisch nicht länger als Kriterium. Ähnliches geht auch aus einem weiteren, aktuelleren Urteil eines anderen Gerichts vom 23. Januar 2017 zum nackten Wandern im Naturgebiet "Horsterwold" in der Provinz Flevoland hervor. (Quelle: natury.nl)