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Hier zitieren wir den Ablauf von Kontakten mit der Polizei, die wir bei Nackt-Events erlebten.

30.06.2018, Nacktwanderung in Wuppertal

Der Initiator Günther hatte den Plan zur Wanderung samt Startparkplatz zuvor an die Polizeidienststelle mitgeteilt. »Kurz vor Beginn der Wanderung kam am Startpunkt Parkplatz an der Wuppertaler Jugendfarm eine Motorradstreife vorbei. Sie fuhr im Schrittempo an uns vorbei, drehte an der Wendefläche und sagte zu uns im ebenso langsamen Vorbeifahren nur: "Ich hoffe, Sie haben alles auch schön eingecremt!". Ohne eine Antwort abzuwarten fuhr er wieder davon.«

Aus: Fr 25. Aug: Nacktwanderung oder Radeltour bei Altenberge [25.08.17]

... Die Radelgruppe hatte zahlreiche Begegnungen unterschiedlicher Art: Mit Menschen, mit Pferden und mit Polizisten - letztere hatten mehrere Anrufe erhalten und über 2 Stunden ihrer Dienstzeit nach den nackten Radlern gesucht. Was sie veranlasste darum zu bitten, dass sie zukünftig über ähnliche Events vorab informiert werden - dann könnten sie Anrufer gleich am Telefon beruhigen: "Wir wissen das, die tun nichts Schlimmes".

Aus: 2 Wochen naturistische Aktivitäten in der Lüneburger Heide [15.07.16]

... Am Samstag, den 09.07. tauchte dann erneut ein Heidepark-Ranger auf und wollte die Nacktwanderung stoppen. Er sagte, er habe den Auftrag, Nacktwanderer, die außerhalb des "offiziellen" Nacktwanderwegs bei Undeloh angetroffen würden, darauf hinzuweisen, dass sie dies nur dort dürften. Außerdem sprach er von "Erregung Öffentlichen Ärgernisses", was natürlich völlig abwegig ist, weil dazu immer eine sexuelle Handlung in der Öffentlichkeit Voraussetzung ist.

Das glaubte er uns jedoch nicht und rief die Polizei an. Eine Beamtin sprach zunächst von „Entblößung der Geschlechtsteile“, doch wir konnten ihr klarmachen, dass dies nicht Zweck unserer Wanderung sei. Ein weiterer Polizeibeamter meldete sich telefonisch und fragte die Personendaten des Initiators der Wanderung ab. Ein paar Stunden später rief er dann noch einmal an und sagte, es gebe keinen Grund für ein Einschreiten.

Diese Nachricht gab der Initiator dann an den Heidepark-Ranger weiter, dem es jetzt sichtlich unangenehm war, bei der Polizei als „Beschwerdeführer“ aufgetreten zu sein.

Aus: Nacktwanderung in der bayrischen Rhön [11.08.13]

... Während eines Wegabschnitts entlang der Hochrhön-Straße sahen wir voraus einen Streifenwagen der Polizei stehen. Die beiden Beamten fischten mit Laser-Kamera zu schnell fahrende Motorrad-Fahrer aus dem Verkehr. Unseren Gruß "Schönen guten Tag" beantworteten sie mit einem bayrischen "Grüß Gott". "Wir haben Ihr Fax bekommen, und es haben auch schon eine ganze Menge Leute angerufen." Natürlich hatte ich dem zuständigen Polizeikommissariat unsere Wanderung angekündigt, damit die Polizisten nicht beim ersten Anruf ausrücken müssen um die Lage zu prüfen. Gut zu hören, dass diese Information auch den erhofften Nutzen hatte!

01.10.2011, Nacktwanderung im Teutoburger Wald

Ich hatte als Initiator der Polizei in Bad Iburg ein FAX geschickt mit der Information, dass wir zwischen Bad Iburg und Hilter am T.W. eine Nacktwanderung durchführen wollten.

Während der Fahrt zum Startparkplatz erreichte mich ein Telefonanruf der Polizei auf meinem Handy.2011-10-01 Teuto im Sonnenschein

"Sie haben uns mitgeteilt, dass Sie heute nackt wandern wollen. Von wo starten Sie?"

"Wir starten von dem Parkplatz nördlich Hilter."

"Wie viele sind Sie?"

"Angemeldet haben sich knapp 20, wieviele dann auch kommen, weiß ich noch nicht."

"Und wohin soll die Wanderung führen?"

"Wir wandern erst Richtung Bad Iburg und dann in einem Bogen über das Zeppelindenkmal zurück."

"Wandern Sie auch auf dem Hermannsweg?"

"Ein Stück ja, aber wie weit genau, das weiß nur mein Navi, dort ist die Route gespeichert."

"Wandern Sie auch querfeldein abseits von Wegen?"

"Eigentlich nicht. Die Route führt nur entlang von Wegen, die in der Karte eingezeichnet sind."

"Okay. Na, dann wünschen wir Ihnen eine schöne Wanderung. Und uns einen ruhigen Dienst: Dass nicht so viele Leute bei uns anrufen." Foto: Bruno

25.04.2010, Nacktwanderung im Taunus

2010-04-25 Streifenwagen überholt unsWir waren 44 TeilnehmerInnen bei einer Nacktwanderung im Taunus. Plötzlich holte uns ein Streifenwagen der Polizei ein und fuhr eine Weile lang im Schritttempo hinter uns her. Dann überholte er die Wandergruppe und hielt, als er die Spitze erreicht hatte, an. Zwei Polizisten stiegen aus.

"Wer ist hier derjenige, der sagt, wo es langgeht?" Luftikus meldete sich: "Das bin ich."

"Was machen Sie hier?"

"Wir wandern."

"Wo wollen Sie hin?"

"Zum Schwimmbad. Dort stehen unsere Autos. Da ziehen wir uns wieder an und fahren anschließend in ein Waldrestaurant zum Abendessen."

"Aha. Und außer Wandern machen Sie nichts?"

"Nein. Es heißt, zwischendurch machen wir auch mal eine Rast und stärken uns."

"Ah ja. Na, dann wünschen wir Ihnen noch eine schöne Wanderung!"

Der Polizist ging schon auf das Auto zu. Dann drehte er sich noch einmal um:

"Wissen Sie was? Wir sind jetzt 37 km gefahren, um Sie zu finden. Und müssen wieder 37 km zurück fahren. Wenn Sie das nächste Mal so eine Wanderung vorhaben: Rufen Sie uns doch vorher an oder schicken Sie eine Mail. Dann wissen wir Bescheid und können Leuten, die uns anrufen, gleich sagen: Ja, wir wissen Bescheid, das sind halt Nacktwanderer."

Das hat Luftikus dann auch zugesagt, und seitdem empfehlen wir allen Initiatoren von Nackt-Events, vorher die Polizei zu informieren, damit die nicht unnötig ausrücken muss sondern für wichtigere Einsätze bereit steht. Foto: Bernd