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Als nackter Wanderer oder Sportler in der freien Natur hat man, wenn überhaupt, zunächst einmal Kontakt mit der Polizei. Aber auch nur dann, wenn irgend ein unwissender Mensch die Polizei angerufen hat, weil ihm nacktes Wandern oder Nacktsport nicht bekannt ist und er irgend welche unzutreffenden Phantasien entwickelt. Deshalb geben wir nachfolgend zunächst einen Überblick über bisherige

Polizeikontakte

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Das Ordnungrecht dient dazu, den Menschen im Lande ein geordnetes Miteinander zu ermöglichen. Zum Ordnungsrecht gehören

  • (Lokale) Gesetze zur Sicherstellung der Öffentlichen Ordnung
  • (Lokale) Gesetze zur Nutzung allgemeiner Ressourcen (z. B. Landes-Forstgesetze)
  • das Ordnungswidrigkeiten-Gesetz (OWiG)

Im Ordnungsrecht

gibt es vereinzelt Regelungen zu Nacktheit in der Öffentlichkeit, wobei es allerdings praktisch immer nur um das Verhalten in geschlossenen Ortschaften geht.

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Viel (falsch) zitiert werden in Deutschland in Zusammenhang mit Nacktheit in der Öffentlichkeit die Begriffe "Exhibitionismus" und "Öffentliches Ärgernis". Beide Begriffe beschreiben strafrechtliche Tatbestände und werden daher im

Strafrecht

behandelt. Dies vorweg: Da beide Straftatbestände sexuelle Handlungen voraussetzen, sind die Strafrechts-Paragrafen auf naturistische Aktivitäten nicht anwendbar.

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Das Eigentumsrecht

schließlich ist Bestandteil des Bürgerlichen Rechts, es wird geregelt im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Danach darf der Eigentümer grundsätzlich darüber entscheiden, wie sein Eigentum genutzt wird: ob nackt oder bekleidet.

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Unter Urteile

findet man die ausführliche Darstellung des Verfahrens um den "Nacktläufer von Freiburg", Dr. Peter Niehenke, der Ende der 90er Jahre in Freiburg nackt joggen war.