Startpage nl20a  en20a  d20a  f20a  eo20a

Im Strafrecht kommt einfache Nacktheit nicht vor, unter Strafandrohung stehen hier nur sexuelle Belästigung sowie geschlechtliche Handlungen in der Öffentlichkeit. Das Strafrecht ist also auch in Österreich auf Aktivitäten wie Nacktwandern nicht anwendbar.

{/sliders}

 

Das Österreichische Strafgesetz enthält das Verbot einer öffentlichen geschlechtlichen Handlung:

Sexuelle Belästigung und öffentliche geschlechtliche Handlungen


§ 218. (1) Wer eine Person durch eine geschlechtliche Handlung
1. an ihr oder
2. vor ihr
unter Umständen, unter denen dies geeignet ist, berechtigtes Ärgernis zu erregen, belästigt, ist, wenn die Tat nicht nach einer anderen Bestimmung mit strengerer Strafe bedroht ist, mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen.

(1a) Nach Abs. 1 ist auch zu bestrafen, wer eine andere Person durch eine intensive Berührung einer der Geschlechtssphäre zuzuordnenden Körperstelle in ihrer Würde verletzt.

(2) Ebenso ist zu bestrafen, wer öffentlich und unter Umständen, unter denen sein Verhalten geeignet ist, durch unmittelbare Wahrnehmung berechtigtes Ärgernis zu erregen, eine geschlechtliche Handlung vornimmt.

(2a) Wer wissentlich an einer Zusammenkunft mehrerer Menschen teilnimmt, die darauf abzielt, dass eine sexuelle Belästigung nach Abs. 1 Z 1 oder Abs. 1a begangen werde, ist, wenn es zu einer solchen Tat gekommen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 720 Tagessätzen zu bestrafen.

(2b) Wer eine sexuelle Belästigung nach Abs. 1 Z 1 oder Abs. 1a mit mindestens einer weiteren Person in verabredeter Verbindung begeht, ist mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren zu bestrafen.

(3) Im Falle der Abs. 1 und 1a ist der Täter nur mit Ermächtigung der verletzten Person zu verfolgen.

Quelle: https://www.jusline.at/gesetz/stgb/paragraf/218

Das Strafrecht in Österreich ist auf Aktivitäten wie Nacktwandern nicht anwendbar.