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Übersicht

In Österreich werden im Ordnungsrecht z. T. sehr schwammige, nicht definierte Begriffe verwendet, die einen breiten Spielraum für Interpretationen lassen. Diese Begriffe werden hier durch (teils recht exotische) Beispiele aus dem Rechtsalltag anschaulich gemacht. Nacktwanderungen oder ähnliche naturistische Aktivitäten sind nicht unter den Fallbeispielen.

 

Österreichische Internet-Artikel sprechen mehr oder weniger einheitlich davon, in Österreich sei das Nacktwandern erlaubt, aber nicht auf stark frequentierten Wegen. Die Polizei spreche von einer "Grauzone". Beispiele:

wanderdoerfer.at

heute.at

kurier.at

ichreise.at

Bei allen diesen Quellen wird keine Aussage darüber getroffen, auf welcher rechtlichen Grundlage die Aussage gemacht wird, oder ob sie lediglich die persönliche Ansicht des Autors/ der Autorin darstellt.

Wir haben die relevanten Begriffe des österreichischen Polizeirechts auf juristische Praxisfälle hin im Internet recherchiert. Unter den Ergebnissen ist allerdings kein Fall von Nacktwanderern sondern nur der eines jungen Mannes, der innerhalb einer geschlossenen Ortschaft einen Nacktspaziergang machte. Alle anderen Beispiele betreffen völlig andere Vorfälle und dienen nur dazu, die jeweiligen, abstrakten Rechts-Begriffe mit Leben zu füllen.

Der Blick in die juristische Praxis Österreichs ermöglicht keine klare Aussage darüber, wie einfache Nacktheit wie beim Nacktwandern oder Nacktsport juristisch eingeordnet werden kann. Wahrscheinlich liegt das auch daran, dass in Österreich (außer der NEWT für eine Woche in den Bergen) kaum Nacktwanderungen bekannt sind.