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WNT - Westfälische Naturistentage

WNT 2020 - Kurzwanderung nach Frühstücks-Brunch und nacktem Kegeln [06.07.20]

Die Westfälischen Naturistentage begannen am Samstag traditionell mit einem Frühstücks-Brunch und nacktem Kegeln. Danach traten die versammelten Naturist(inn)en ihre Kurzwanderung an. Sie führte über den Jakobsweg durch das Boltenmoor zum Kanalübergang (KÜ) des Dortmund-Ems-Kanals über die Ems. Die dortige Baustelle hat zwar erkennbar Fortschritte gemacht, ist aber immer noch eine Großbaustelle.

Auf dem Weg begegnete den Naturist(inn)en eine größere Kinderschar, die der begleitende Vater des Geburtstagskinds als Geburtstags-Wandergruppe deklarierte. »Ha, ha, ha, die sind ja ganz nackt!« und ähnliche Rufe schallten aus Kindermündern über den Kanal. Einige Zeit später, nach der Durchquerung des Pferdehofs Nahrup, begegneten sich die Kindergruppe und die Nacktwanderer erneut und tauschten noch einmal ein paar lustige Sprüche aus. Na, die haben was zu erzählen, wenn sie nach Haus kommen!

WNT 2020 - Coronaverordnungsgerechte 10-Personen-Gruppen zum Wandern und Radeln [06.07.20]

Am Sonntag trafen sich - coronaverordnungsbedingt - zwei Gruppen von je 10 Naturist(inn)en auf einem Parkplatz nordöstlich von Münster bei Gimbte. Eine Gruppe hatte eine Wanderung im Umfeld des Dortmund-Ems-Kanals vor, die zweite Gruppe schlug einen 41 km langen Rundweg per Fahrrad ein.

Noch auf dem Parkplatz kamen 2 Polizistinnen zu uns. „Sie sehen nicht so aus, als ob Sie es waren, die uns angerufen hätten. Aber wir mussten aufgrund eines Anrufs herkommen und nach dem Rechten sehen. Natürlich dürfen Sie nackt wandern oder radeln, und Sie scheinen ja auch alle zu wissen, wie man sich nackt in der Öffentlichkeit zu verhalten hat.“ Wir erklärten, dass wir uns in zwei Gruppen von je 10 Personen aufgeteilt hätten und auch sonst an die Vorschriften der Coronaverordnung einhalten werden. Zum Schluss des kurzen Gesprächs wünschten uns die Polizistinnen noch einen schönen Tag - diesen Wunsch erwiderten wir gern.

Bei den Radfahrern war der kräftige Wind, zu dem sich zeitweise auch Niesel und etwas Regen gesellten, bei den herrschenden rund 20° Lufttemperatur nur für einige Teilnehmer so einladend, die Tour ganz ohne Kleidung durchzustehen. Als Highlights ergaben sich der Besuch von Holzskulpturen bei Coerde und die Beobachtung von Störchen, die sich durch die zahlreich herum wuselnden Kanadagänse keineswegs stören ließen, in einer Wiese nach Fressbarem zu suchen.

Die Wanderer staunten über die mit aktuellen Schlagworten (artgerecht, nachhhaltig,...) versehenen Speise-Angebote des Restaurants Oeding. Die Wander-Unterbrechung »Streckenschwimmen in der Ems« verkürzten sie dann aber auf 150m, denn auf wärmenden Sonnenschein mussten auch sie bis zum späteren Nachmittag warten.

WNT 2020 - Nacktwanderung in der Metelener Heide [08.07.20]

Metelener HeideDie Metelener Heide, eine durch hellen Heidesand geprägte Landschaft westlich von Steinfurt, wird von den meisten Besuchern angesteuert, um den Dinosaurier-Zoo zu besuchen, der auf dem Gelände des ehemaligen Vogelparks entstanden ist. Direkt vor dem Zoo-Eingang liegt jedoch eine weitgehend ursprüngliche Naturlandschaft, die über einen 13 km langen Wanderweg oder auch über unmarkierte Wege erwandert werden kann.

Die naturistische Wandergruppe startete ihre Dienstags-Tour bei einer geschlossenen Wolkendecke, kräftigem Wind und Sprühregen, so dass nur einige Teilnehmer ganz auf Kleidung verzichten mochten, andere brauchten doch ein paar schützende Kleidungsstücke.

Rechtzeitig vor dem Erreichen des Badesees sorgten sommerlich kräftige Sonnenstrahlen für hinreichend große Wolkenlöcher, so dass der Aufenthalt am See zu einer angenehmen Wanderpause geriet. Am Nachmittag begann dann aber wieder kräftiger Regen, so dass einige die direkte Abkürzung zurück zum Parkplatz wählten.

Für die restlichen Nacktwander(inn)en kehrte dann doch noch einmal der Sonnenschein zurück. Unterwegs auf den sandigen Heidewegen würdigten sie unter anderem das Denkmal eines Richtplatzes aus dem Mittelalter. Den abwechslungsreichen Tag in der Natur ließen sie im Gasthaus Leuters in Metelen gemeinsam ausklingen.

WNT 2020 - Nacktwandern oder -radeln und nackter Besuch der Merfelder Wildpferde [13.07.20]

Nach wetterbedingter Pause am Mittwoch und Donnerstag wurden die Naturistentage am Freitag wieder aufgenommen. Der Tag begann optional mit einer Wanderung oder einer Radeltour im Raum Merfeld, wobei die Wanderstrecke teilweise in einem Bachbett verlief. Während des Bachstreckenwatens im Kannebrocksbach fing es wieder an, leicht zu tröpfeln. So entstanden besondere Erinnerungen wie 'Naturist barfuß im Bach mit Regenschirm'. Das letzte Stück der Wanderung durch Wald war dann angenehm warm.

Den Abschluss des Tages bildete - wie schon 2019 - ein nackter Besuch im Gehege der Merfelder Wildpferde, für den es erneut eine sehr große Nachfrage gab. Statt Sonne und Wärme prägte ein kräftiger, kühler Wind die äußeren Bedingungen.

Selbst einige abgehärtete Naturist(inn)en griffen da schon mal zum Windjacke. Welch ein Kontrast zu den Wildpferden, die ohne Stall und natürlich ohne Kleidung ganzjährig draußen sind. Sie wechseln von offener Weide allenfalls mal in das nächste Waldstück, weil sie Regen nicht so gern haben. Dort ist es natürlich weder trocken noch windstill, aber weniger nass und windig als auf offener Weide.

Eine Stute hatte offenbar die diesen Wildtieren eigene Scheu völlig vergessen und näherte sich neugierig einem der Besucher bis fast zur körperlichen Berührung. Zwischen den Spitzen der Tasthaare an ihren Nüstern und der menschlichen Hand waren nur noch wenige Zentimeter Abstand. Die Bewegung eines Fingers genügte dann, um ein Scheuen, Wegspringen und Davonlaufen auszulösen.

Ergänzend zu dem informativen Vortrag der Försterin Friederike Rövekamp, der in eine lebhafte Frage-Antwort-Runde überging, waren die direkten Begegnungen mit den ungezähmten Pferden ein eindrucksvolles Erlebnis.

Über die Alternative 'Radeln' und den Besuch der Wildpferde hat Georg seine Eindrücke in einem Bericht mit Fotos so zusammen gefasst:

Am Freitag führten uns mic und Rainer zu den Wildpferden nach Merfeld nahe Dülmen. Unser Start war kurz nach 11 Uhr, 7 Radfahrer und ca. 12 Frauen und Männer machten sich auf den Weg durch die Parklandschaft um Coesfeld, Lette und Dülmen.
Von den Radfahrern startete nur 1 Teilnehmer nackig. Anfangs war es kalt und feucht. In der zweiten Pause an einem Bach konnten wir alle die Sonne an unseren Körper lassen! Dann wurden bei den Radlern die Textilien nur noch gegen eine Windjacke ausgetauscht, ein herrliches Gefühl der Freiheit erfüllte uns! Es war der pure Genuss! Die Wege waren sehr naturnah und super ausgesucht!
Nach 48 km kamen wir Radler gegen 15.30 Uhr wieder an unseren Startplatz, und um 17 Uhr waren wir alle, Radfahrer und Wandergruppe, auf dem Parkplatz bei den Wildpferden. Wir wurden herzlich von der Frau Röwekamp, Försterin im Dienst des Herzogs von Croy, begrüßt und sehr einfühlsam und liebevoll zu den Pferden geführt. Mit ganz vielen Informationen und einem tollen Tag, der reich an guten Gesprächen und mit Stille gefüllt war, bin ich danach glücklich mit meinem Rad zurück nach Dülmen und von dort mit dem Zug nach Münster gefahren. Zu Hause angekommen, war ich insgesamt 88,5 km unterwegs. Ich habe sehr gut geschlafen! Danke mic und Rainer für die tolle Organisation und die viele Mühe!

WNT 2020 - Nacktwandern im und am Venner Moor [13.07.20]

Am achten Tag der WNT 2020 hatten wir nach einigen Wanderungen mit Regenschauern und zwei abgesagten Nacktivitäten, weil es heftig regnete, der Wind kalt blies und eine geschlossene Wolkendecke wärmende Sonnenstrahlen nicht bis zu uns durchließ, wieder Wanderwetter: Heiter, ein paar Wolken, lauer Wind, anfangs noch etwas kühl, später dann warm, so dass die meisten von uns sich nach und nach von ihrer Kleidung befreiten und entspannt nacktwanderten.

Wir nahmen den Regen der letzten Tage als ein Geschenk der Natur an. Wasser ist Leben! Klaus aus Rheinland-Pfalz sagte: »Schickt den Regen mal zu uns. Bei uns ist alles trocken.« Wir sahen intakte Bäume voll mit grünem Laub, grüne Felder und Wiesen. Ein Teich, den wir 2018/19 völlig ausgetrocknet vorgefunden hatten, war wieder voller Wasser. Ein Fischreiher hatte dort seine Speisekammer gefunden. Ebenso die moorig-nassen Gebiete im Venner Moor: 2018 braun und ausgetrocknet, nun wieder grün, feucht und voller Leben, so dass der Bohlenweg im Venner Moor wieder seinen Zweck erfüllte.

Zwischendurch mussten wir unsere Wanderstrecke am Dortmund-Ems-Kanal ändern, weil dort Bauarbeiten über längere Zeit stattfinden: Eine Brücke über den Kanal, über die die Landstraße L884 'Kappenberger Damm' geführt wird, wurde neu gebaut und wird noch an ihre vorgesehene Postion verschoben werden. Zur Vorbereitung sind die Fuß- und Radwege auf beiden Seiten über ca. 1 km gesperrt. Manche stört das nicht, sie umgehen die Sperren und wandern und radeln dort weiter, was am Wochenende wegen dann ruhender Bauarbeiten möglich ist.

Wir zogen es vor, uns an die Regeln zu halten, wanderten ein Stück entlang der Landstraße auf einem Fuß- und Radweg, bogen dann bei nächster Gelegenheit zu einem ca. 500 m langen Umweg nach Norden ab, genossen die Ruhe in der Natur, freundliche Begegnungen und ein längeres Gespräch mit einem dort ansässigen Schreiner, der sich für unseren Lebensstil sehr interessierte. Dann wieder Straßen und Brücke, um zur Südseite des Kanals zurückzukehren. Auch auf der Brücke hatten wir freundliche Begegnungen mit Familien, die sichtlich Spaß daran hatten, als sie uns sahen. Danach am Kanal und im Moor wieder Ruhe und nette Gespräche mit Familien, die an unserem Lebensstil interessiert waren. Von einer Familie erfuhren wir, dass sie am Tag darauf zum nackten Urlaub nach 'Euronat Centre naturist' in Frankreich reisen würde.

Thomas hat seine Eindrücke von der Wanderung in einem eigenen Bericht festgehalten:

LandhausAb 10 Uhr kamen die Landwirts Alibiersten Wanderer am Start-Parkplatz an. Mic und Rainer hatten wieder hervorragend organisiert. Da sich mehr als 20 Teilnehmer angemeldet hatten, wurden Corona konform 2 Gruppen gebildet, die im Abstand von ca. 15 Minuten starteten.

Anfangs war es noch etwas frisch und unsere mutigen „Mädels“ waren noch etwas „versteckt“, was sich aber im Laufe des Tages änderte, weshalb auch die Sonne auch immer mehr lächelte.

Vorbei an großen Getreidefeldern, Obstbäumen voller süßer Früchte und saftiger Wiesen mit hungrigen, aber auch neugierigen Kühen nebst Bullen, hier sind die Paarhufer gemeint, führte unser Weg durch die Bauernschaften. Überall fiel auf, dass die Bauern am Rand ihrer Felder Wiesenblumenstreifen eingesät hatten. Eine wahre Blütenpracht in vielen bunten Farben...

Den gesamten Bericht von Thomas als PDF lesen

WNT 2020 - Nacktwandern in der Hohen Mark westlich von Haltern am See [13.07.20]

Der Abschlusstag der WNT führte die Naturisten in die Hohe Mark, ein Waldgebiet westlich von Haltern am See. Der Sommer war zurückgekehrt mit Sonnenschein und angenehmen Wander-Temperaturen. Die Gegend ist ein beliebtes Spaziergangs-Gebiet, so dass die beiden Nacktwandergruppen des öfteren Begegnungen mit Paaren, Familien oder Gruppen hatten, die oftmals von fröhlichen Ermunterungen oder interessierten Fragen begleitet wurden.

Auch mit einer Polizeistreife kamen wir ins Gespräch, die schon einmal wissen wollte, wann denn 2021 die Naturistentage geplant sind. Leider konnten wir noch keinen festen Termin nennen.

Seit 1989 wird der Baum des Jahres gekürt, und in der Hohen Mark wurde entlang des Wegs 'In der Brake' jedes Jahr ein Baum der jeweiligen Art gepflanzt, so dass dieser Weg zu einer Allee der Jahresbäume geworden ist.

HöhenprofilDie Panoramafoto Aufstieg zum GalgenbergWanderung westlich des Münsterlandes enthielt - ganz ungewohnt - eine Steigung und führte nach dem Anstieg auf den Galgenberg, wo ein Feuerwachtturm die Baumwipfel überragt, oftmals durch schmale, von Farn eingerahmte Pfade und schließlich vorbei an der mitten im Wald gelegenen Waldschenke zurück zum Ausgangsparkplatz. Der Tag und die WNT 2020 insgesamt klangen aus im Haus Waldfrieden in Börnste, wo leckere Speisen und erfrischende Getränke auf die Wanderer/innen warteten.

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