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natury wnbr

Andreas hatte auch für die Thüringer Naturistentage (TNT) 2019 wieder ein abwechslungsreiches Programm aus Wandern, Radeln und Kultur vorbereitet. Zentrales Quartier wurde dieses Jahr auf dem Campingplatz in Meyersgrund im Raum Ilmenau aufgeschlagen, wo sich die meisten der Teilnehmer*innen in Bungalows oder anderen Camping-typischen Unterkünften einrichteten. Einige Individualisten zogen stattdessen den Komfort einer Pension, eines Hotels oder einer Ferienwohnung in der Umgebung vor und trafen zu den Events an geplanten Treffpunkten mit den anderen zusammen.

 

Die Touren waren von Andreas wie gewohnt sehr ausführlich beschrieben worden mit allen Höhepunkten und Besonderheiten, so dass sich jeder gut darauf vorbereiten konnte, was ihm unterwegs begegnen würde. Für jede Wanderung hatte er auch an Nachzügler gedacht und ein oder zwei Alternativ-Treffpunkte benannt, falls der eine oder andere es nicht rechtzeitig zum geplanten Startpunkt würde schaffen können.

04 SkulpturenwegNatürlich waren der Thüringer Wald 04 Panorama mit Wartburgmit dem Rennweg, dem Goethe-Wanderweg und vielen anderen Wanderwegen Ziel der meisten Wanderungen, doch bei der ersten Sonntagswanderung führte der Gastinitiator Horst die rund 40 teilnehmenden Naturist*innen durch das Naturschutz-Areal Hainich, wo es am Skulpturenpfad zahlreiche Kunstobjekte zu bestaunen gab. Vom Aussichtsturm am Generalblick schweifte der Blick über den Horizont bis hin zur signifikanten Silhouette der Wartburg.

Vor dem Beginn der Dienstag-Wanderung besuchten 19 der Naturist*innen die Grotte Morassina, 06 In der Grotte Morassinaein ehemaliges Bergwerk, in dem rund 200 Jahre lang verschiedenste Mineralien gewonnen wurde. Zuletzt versuchten die Sowjets in den 1950er Jahren, Uran-haltige Mineralien zu finden, allerdings ohne Erfolg.

Einen weiteren Besuch mit industrie-historischem Hintergrund absovierten die Naturist*innen am Freitag in Frauenwald. Hier endete die Bahnstrecke von Neustadt aus, die in den Jahren von 1913 bis 1965 mit Quarzsand den notwendigen Rohstoff für die hier ansässige Glasindustrie brachte. Auf dem Rückweg nahm die Bahn die fertigen Glasprodukte mit auf den Weg in alle Welt, denn der frühere Transport mit Pferde-Fuhrwerken erzeugte viel zu oft Bruch aufgrund der schlaglochreichen 09 Baummuseum für die Laura-BahnWege und der kaum gefederten Wagen. Der gesamte Ort lebte einst von der Glasproduktion - heute hat sich die Bevölkerung mehr als halbiert, und von den ehemals 4 Lebensmittel-Geschäften ist keines mehr übrig geblieben; auch alle Textil-Läden und andere Geschäfte haben längst zugemacht - die Konzentration auf Metropolen und Internet-Versanddienste zeigte in kleineren Gemeinden zuerst Wirkung. In 20 Jahren gibt es auch in Berlin keine Geschäfte mehr - Amazon und Konsorten verdrängen alles.

Während der Woche fanden sich zu den Wanderungen der TNT regelmäßig an die 30 Teilnehmer zusammen, nur am Mittwoch bildeten sich aufgrund des unbeständigen Wetters mit teils ergiebigem Regen mehrere Gruppen mit unterschiedlichen Zielen und Aktivitäten wie Thermenbesuch, Museumstour oder Besichtigungs-Ausflüge.

Da die Wanderungen meist die im Thüringer Wald durchaus typischen 08 Höhenprofil der Wanderung zum OberbeckenSteigungsverläufe aufwiesen, konnte man sich problemlos neben dem textilfreien Naturgenuss darüber freuen, dass die Wanderwoche 2 bis 3 kg an Gewichtseinsparung brachte - selbst wenn man jeden Tag im Anschluss an die Wanderungen einkehrte und die angebotenen Thüringer Spezialitäten genoss. Wandern macht schlank und ist gesund - nackt wandern macht zusätzlich Spaß und bringt Naturerlebnis pur.

 

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